Umgang mit der Angst

Dieses Thema im Forum "Infektion" wurde erstellt von lando, 27. Juni 2012.

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  1. lando

    lando Neues Mitglied

    Hallo zusammen,

    seit ein paar Wochen verfolge ich dieses Forum und möchte ein ganz großes Kompliment anbringen. Es ist für mich eine der wenn nciht sogar die beste Adresse die sich mit der ThematikHIV beschäftigt (und ich habe die letzten Wochen einige Seiten zu dem Thema angeschaut). Den Moderatoren möchte ich für ihren Einsatz und vor allem ihre Geduld, denn letztlich wiederholen sich die Fragen ja ständig, herzlich danken.

    Ich war auch einer derjenigen, die nach einem vermeintlichen Risikokontakt Angst hatten, sich infiziert zu haben. Ich habe beschlossen, nicht die gleiche Frage wie andere vor mir zu stellen, sondern hier zunächst nur zu lesen. Als ich dann die gleichen Muster bei mir entdeckte, wie bei vielen anderen, die hier schreiben, bin ich einen anderen Weg gegangen. Ich habe keinenPCR-Test gemacht, sondern bin zu einer Psychologin und habe mich mit meiner Angst auseinander gesetzt. Das hat mir geholfen, die 12 Wochen bis zum Test einigermaßen gut zu überstehen und hat mein Leben grundlegend verändert. Ich kann aus meiner Erfahrung nur allen raten, die Angst haben, obwohl nur ein geringes Risiko besteht, sich mal zu überlegen, ob ein Angst ein generelles Thema in eurem Leben ist. Oftmals tritt das Problem bei dem Thema HIV deshalb so massiv auf, weil man eben Wochen warten muss, bis man Gewissheit hat. Sollte das so sein, sollte ihr die Ursache eurer Angst bekämpfen und die ist höchtswahrscheinlich nicht der Risikokontakt.

    Ich habe mir vorgenommen, meine Erfahrungen und mein Umgang mit dem Thema hier zu posten, wenn die Phase für mich abgeschlossen ist. Wenn der Beitrag hier fehl am Platze sein sollte, kann er auch gerne verschoben werden.

    Lando
     
  2. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Hallo lando,

    danke für diesen tollen Post. Du sprichst nicht nur mir aus der Seele, sondern wirst damit noch viel mehr erreichen, als Du glauben magst. Denn Du bist der Beweis dafür, dass ein anderer Weg möglich ist ... und auch besser.

    Angst - oder besser: Ängste - entstehen immer dann, wenn Neuland betreten werden muss oder der Ausgang einer Sache ungewiss ist. Dabei ist die Unsicherheit der Auslöser für die Angst ... die schlimmste Gewissheit hingegen ist besser, weil sie klar macht, wo man steht. Das ist bei der Angst vor einer Krankheit nicht anders. Aber anstatt konstruktiv etwas gegen die Angst zu unternehmen - bspw. einen Test zu machen, wenn die Frist abgelaufen ist - verharren viele Menschen in ihrer Position, weil sie glauben, so lange sie sich nicht bewegen, ändere sich auch nichts. Dass man damit mehr kaputt macht, wollen die meisten Menschen gar nicht erst wissen.

    Nicht für jeden wird der Weg zu einer Psychologin/einem Psychologen einfach sein ... aber manchmal (meistens) hilft es schon, wenn man mit guten Freunden reden kann ... und ich meine wirklich: reden - und nicht nur posten. Nichts ist besser als ein persönliches Gespräch. Auch wir können das nicht toppen. Aber wir versuchen zu helfen, Wege aufzuzeigen und Ratschläge zu geben - und freuen uns darüber, wenn - und vor allem: dass Du uns auf diese Weise unterstützt.

    Dafür noch einmal Dank.
     
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