Testvertrauen und die damit verbundene Unsicherheit

Dieses Thema im Forum "HIV-Test" wurde erstellt von marvin08, 6. Mai 2015.

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  1. marvin08

    marvin08 Neues Mitglied

    Liebe Forumsmitglieder,
    nachdem ich mich gestern hier angemeldet habe, möchte ich heute gerne meine Sorge näher erleutern und Euch um Rat oder Eure Einsicht bitten.
    Ich habe schon einige Forenbeiträge gelesen und schäme mich fast ein bischen, meinen eigenen Vortrag hier einzustellen.
    Aber dennoch, Ihr sollt wissen was mich bewegt und vielleicht hat der Eine oder Andere ja einen gut gemeinten Rat, oder eine Antwort auf meine Sorgen parat.
    Ich bin seit vielen Jahren verheiratet und habe eine kleine Tochter.
    Wie es im Leben nun mal so ist, lief in unserer Ehe nicht alles glatt und so entschieden wir uns für eine Trennung.
    Das war Ende 2011. Jeder ging seiner Wege und meine Frau orientierte sich neu und lebte sich sexuell aus.
    Schnell bemerkte ich, dass die Trennung für mich nicht die Lösung war und wollte mein altes Leben, sprich, meine Frau und meine Tochter zurück haben und es mit einem Neuanfang nocheinmal probieren.
    Die Gelegenheit dazu bekam ich im Oktober 2012 und hatte wieder eine richtige Familie.
    Ich hatte wärend unserer Trennungsphase keine sexuellen Kontakte, jedoch meine Frau gleich mehrere von denen Sie mir erzähte, weil Sie das bei einem Neuanfang für fair und richtig hielt.
    Da Ihr letzter ungeschützter Kontakt zu einer flüchtigen Bekanntschaft noch nicht lange her war und Sie sich krank fühlte, sprachen wir auch über die Möglichkeit einerHIV Infektion.
    Etwa 2 Wochen nach diesem ominösen Kontakt hatte Sie starke Halzschmerzen mit deutlich geschwollenen Halzlymphknoten.
    Außerdem hatte Sie über mehrere Wochen sporadisch auftretenden Nachtschweiß.
    Aufgrund der Symphtome war ich beunruhigt und habe mich im Internet auf die Suche nach Erklärungen gemacht.
    Schnell war für mich klar, es musste sich um eine HIV Infektion handeln.
    Meine Frau war bereit, sich auf HIV testen zu lassen und nach den erforderlichen 3 Monaten ging Sie zum Test. HIV Combotest NEGATIV.
    Das gab uns darmals die nötige Sicherheit auf Kondome beim Sex zu verzichten und führten wieder ein ganz normales glückliches Eheleben.
    Kurze Zeit später schwollen bei mir die Leistenlymphknoten an und der Gedanke an HIV war wieder da.
    Sollte Ihr Test evtl. falsch negativ gewesen sein?
    Auch ich ließ mich dann beim Hausarzt testen und bekam ebenfalls ein NEGATIVES Ergebnis. Alles war gut, oder doch nicht?
    Im September 2013 bekam ich plötzlich Fieber, daß über eineinhalb Wochen anhielt. (Hausärztlich, ohne Befund!)
    Dann Anfang 2014 bekam ich eine heftige Gürtelrose, womit ich mich ca. 7 Wochen rumgequält habe.
    Aus den vielen Informationen, die ich mittlerweile über HIV gelesen hatte, war mir sehr wohl klar, daß so etwas bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem auftritt oder halt bei Patienten mit HIV.
    Für mich klingelten wieder die Alarmglocken und ich bat meine Frau abermals um einen neuenHIV Test.
    Wohlbemerkt, hat es auf keiner Seite, außer dem letzten ungeschützen Kontakt meiner Frau, je ein neues Risiko gegeben, sich erneut mit HIV zu infizieren.
    Es dauerte einige Zeit, bis meine Frau bereit war, denHIV Test zu wiederholen, da sich dem ersten Testergebnis vertraute und keine Notwendigkeit sah, einen neuen zu machen.
    Schließlich ging Sie doch nochmal zum Hausarzt und ließ sich testen. HIV Combotest NEGATIV, das war im Mai 2013 und somit ziemlich genau ein Jahr nach dem dubiosen sexuellen Kontakt.
    Ich beruhigte mich ein wenig und die Welt war wieder in Ordnung.
    Bis Anfang März diesen Jahres. Ich mußte mich erneut durch eine Gürtelrosenerkrankung kämpfen und war abermals ca. 8 Wochen richtig schlecht dran, wahnsinniges Schwitzen überwiegend Tags, aber auch Nachts, meistens im Nacken- und Halsbereich und im Rücken, starkes brennen der Haut im Rücken und an den Armen, sowie Kopfschmerzen.
    Was nun folgte wird Euch wohl klar sein, ich habe auch nochmal einenHIV Test machen lassen. HIV Combotest NEGATIV.
    Somit müsste eigentlich klar sein, daß das Fieber von September 2013 und die erste Gürtelrose von Anfang 2014 mit HIV nicht im Zuzsammenhang stehen, oder...............??????????
    So, jetzt aber genug der vielen Worte.
    Ich denke, Ihr versteht mein Problem.
    Ich sehe die Symptome, die bei meiner Frau gewesen sind, immer noch als Tatsache an, daß Sie trotz 2 negativer Testergebnisse, den HI Virus in sich trägt. Aufgrund der Erkrankungen, die bei mir zum Ausbruch gekommen sind, werde ich natürlich auch den Gedanken nicht los, selber ebenfalls an HIV zu leiden. Somit bleibt die Angst, die mein Leben nicht lebenswert macht. Ich bin auf dem besten Wege, meine Frau ein zweites Mal zu verlieren, da die weiterhin bestehende Unsicherheit, was den Test angeht, ein normales Sexualleben mittlerweile so gut wie unmöglich macht.
    LG Marvin
     
  2. AlexandraT

    AlexandraT Moderator HIV-Symptome.de Team

    Hallo Marvin

    Deine Frau istHIV negativ. Dies musst Du akzeptieren und sie nicht mehr zu weiteren Tests schicken. Nett von ihr, dass sie den 2. Test gemacht hat. Dein Test war medizinisch gesehen absolut unnötig.

    Deine Gürtelrose ist ein Herpesvirus welches Du schon lange in Dir trägst. Das 1. Mal hat es sich durch Windpocken gezeigt. Viren der Familie Herpes (Pfeifferisches Drüsenfieber, Windpocken und Gürtelrose, Lippenherpes und Genitalherpes, Zytomegalie etc.) bleiben im Körper. Sie sind "ruhig" und können bei Stress aktiv werden. Kennt man vorallem durch Lippenbläschen die in solchen Momenten entstehen. Dann ist das Virus wieder aktiv und verursacht Beschwerden. All diese Viren kommen bei den meisten von uns vor und die meisten haben ab und an mal Probleme damit.... Du mit der Gürtelrose.

    Dein Problem ist psychischer Art. Hast Du Probleme damit, dass sie sexuell aktiv war während eurer "Auszeit"?
     
  3. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Hallo Marvin,

    mich beunruhigt bei Deiner Geschichte, dass auch Du der Auffassung bist, es könne sich nur um eineHIV-Infektion handeln. Erstens wird das Immunsystem immer beansprucht, wenn sich Viren oder Bakterien im Körper aufhalten – und zweitens ist HIV in den seltensten Fällen der Grund.

    Bei allen Tests, die Du bzw. Ihr durchgeführt habt, ist die notwendige Serokonversionszeit mehr als genug eingehalten worden, so dass jedes NEGATIV definitiv korrekt ist.

    Ene Gürtelrose hat mit einer HIV-Infektion nichts zu tun. Die Tatsache, dass ein HIV-positiver Mensch leichter eine solche Krankheit bekommen kann (kann, nicht muss!), bedeutet im Umkehrschluss nicht, dass das Auftreten einer solchen Krankheit ursächlich mit HIV in Verbindung steht. Vor allem nicht, wenn es verlässliche negative Tests gibt.

    Es gibt etwa (gefühlt) 15 Millionen andere Möglichkeiten, krank zu sein. Warum muss immer HIV das böse Virus sein? Wäre dem so, hätten wir 80 Millionen Infizierte in Deutschland und nicht nur 80.000 ... (zudem mehr als 2/3 davon dank der antiretroviralen Therapie gar nicht mehr infektiös, also nicht mehr ansteckend sind).
     
  4. marvin08

    marvin08 Neues Mitglied

    Hallo Alexandra,
    vielen Dank, für Deine schnelle Antwort.
    Nun ja, es ist schon ein komisches Gefühl, zu wissen, daß meine Frau, bei anderen Männern, Dinge zulassen konnte, die in unserer Ehe nie möglich gewesen wären.
    Eigentlich war ich derjenige, der sexuell gerne mal was neues ausprobiert hätte, aber das wurde immer abgelehnt.
    Das war wohl auch einer der Gründe für unsere Trennung.
    Aber im nachhinein ist alles anders.
    Sie hat sich den anderen Männer hingegeben und konnte plötzlich Dinge zulassen, die in unserer Ehe niemals möglich gewesen wären.
    Das hat mich zeitweise sehr gekränkt und tut es heute noch.
    Sie hingegen sagt, daß wir von Ihren Erfahrungen mit den anderen Männer heute beide profitieren können.
    LG Marvin
     
  5. AlexandraT

    AlexandraT Moderator HIV-Symptome.de Team

    Ich denke, dass hier irgendwo der Hund begraben liegt. Und Deine Angst vorHIV ist wie das Symptom welches sich zeigt. Hast Du mal mit Deiner Frau darüber geredet was ihre "Erfahrungen" für Dich bedeuten und wie es heute noch an Dir nagt?

    Ich sehe es wie Deine Frau: Du kannst eigentlich davon profitieren, dass sie offener für neues ist. Sie war vielleicht zu gehemmt um es mit Dir auszuprobieren.
     
  6. [User gel

    [User gel Poweruser

    Betrachte es lieber als Kompliment. Denn bei den anderen Männern war es nur die Lust.
    Bei dir war es Liebe!
     
  7. marvin08

    marvin08 Neues Mitglied

    Hallo Matthias,
    auch Dir vielen Dank, für Deine rasche Antwort.
    Natürlich sind meine Frau und ich in ärztlicher Behandlung gewesen aufgrund der unterschiedlichen Symptomatiken und Erkrankungen.
    Aber von hausärztlicher Seite wurde ja auch behandelt, d.h., es wurden ja auch Medikamente verordnet oder Blutbilder kontrolliert, etc., aber die Untersuchungen aufHIV geschahen ja aus eigenem Interesse und zur eigenen Sicherheit.
    Wenn andere Infektionen oder Ursachen der Grund für die Symptome gewesen wären, hätte man sicher auch etwas diagnostiziert.
    Wenn von ärztlicher Seite aus, alles in Ordnung scheint, so kann es sich ja trotzdem um eine HIV Infektion handeln, da viele Ärzte auch heute, noch immer nicht, bei verschiedenen Symptomen freiwillig auf HIV hin untersuchen.
    LG Marvin
     
  8. [User gel

    [User gel Poweruser

    Weil Sie es nicht dürfen. Ein Arzt darf nur auf Einverständnis des Patienten daraufhin testen. Denn der Patient hat auch das Recht es nicht Wissen zu wollen!
     
  9. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Sorry, das ist der reinste Bullshit. Es liegen negative HV-Testergebnisse vor. Damit ist HIV – zumindest bis zum Zeitpunkt des letzten Tests abzüglich 3 Monate – ausgeschlossen.

    Und wenn Medikamente nicht anschlagen, kann das viele Gründe haben. ich hatte vor einigen Jahren eine Sinusitis, bei der erst das neunte (!) Antibiotikum angeschlagen hat. Und das hatte mit HIV – obwohl ich positiv bin – rein gar nichts zu tun ... sondern ausschließlich mit dem auslösenden Erreger.
     
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