Symptome Einbildung

Dieses Thema im Forum "Infektion" wurde erstellt von Kopfkino86, 8. November 2019.

  1. Kopfkino86

    Kopfkino86 Neues Mitglied

    Hallo,
    Erstmal hallo an alle. Ich weiß das dieses Thema nicht neu ist, aber die Situation immer individuell betrachtet werden sollte. Deshalb habe ich dieses Thema erstellt um meine persönliche Situation zu beschreiben.

    Und zwar hatte ich (M) vor 1 1/2 Wochen passiven ungeschützten Analverkehr mit einem Mann. Ich war sehr betrunken und kann mich ehrlich gesagt nicht wirklich daran erinnern ob er Ejakuliert hat oder nicht. Ich mache mir jetzt aber vermehrt Gedanken ob ich mich evtl. mitHIV angesteckt habe. Ich weiß das man nach 6-12 Wochen einen Test machen kann. Ich versuche hier ein wenig meine Gedanken niederzuschreiben, da es schwer für mich ist mit jemanden darüber zu reden. Symptome habe ich wenn überhaupt nur leichte, also ich habe leichte Kopfschmerzen (ab und zu) manchmal ein leichtes Kratzen im rechten Hals und oft ein Warmes Gesicht (bisher kein Fieber). Diese Symptome können natürlich auch daraus entstehen, dass ich mich täglich damit beschäftige, dass weiß ich. Eigentlich glaube ich das ich mich unnötig verrückt mache, aber eine Gewisse Angst ist doch vorhanden.

    - Ab wann genau treten die Symptome denn auf? Also auch schon vor den im Internet beschriebenen 2-4 Wochen?
    - Gibt es auch Fälle wo keinerlei Symptome in der Akutphase auftreten? Oder wird die Akutphase immer von Symptomen begleitet die man evt. nur anders deutet?
    - Kann Herzrasen ein Symptom sein, da der Körper gegen die Viren arbeitet?

    Vielen Dank im Voraus für eure Antworten.
     
  2. AlexandraT

    AlexandraT Moderator HIV-Symptome.de Team

    Symptome sagen rein gar nichts aus....mit Symptomen kannst Du negativ sein und positiv ohne Symptome. Und Herzrasen ist eher ein Stressymptom und hat mitHIV nichts zu tun.

    Ungeschützter AV ist ein Risiko.... ohne Spermaaufnahme allerdings kein grosses.... trotzdem kommst Du um einenHIV-Test nicht drum rum.
     
  3. LottchenSchlenkerbein

    LottchenSchlenkerbein Poweruser Poweruser

    Es gibt keine spezifischenHIV-Symptome.
    Und die anderen STI, die hier mal wieder viel möglicher sein können, nicht vergessen.

    Und ansonsten vielleicht das persönliche Trinkverhalten überprüfen.
     
  4. Kopfkino86

    Kopfkino86 Neues Mitglied

    Vielen Dank für eure Antworten. Ich glaube das schlimmste an der ganzen Sache ist das man sich selbst so verrückt macht und sich in der Übergangszeit bis man einen Test machen kann selbst verrückt macht mit Googlen und Symptome an sich selbst zu hinterfragen. Ich werde definitiv einen Test machen lassen. Nur wie gesagt spiel mein Kopf gerade verrückte Spiele mit mir und deshalb wollte ich mich einfach mal zu meiner persönlichen Situation äußern.

    Zu meinem Trinkverhalten:
    Also ich trinke in der Regel recht selten und habe jetzt mal etwas über die Strenge geschlagen . Hoffe das mir diese Nacht nicht zum Verhängnis wird. Und wenn ist es meine eigene Schuld.

    Vielen Dank nochmal für euer offenes Ohr und eure Antworten. Toll das es ein solches Forum gibt.
     
  5. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Das hast Du gut erkannt.

    Aber ich gebe Dir einen kleinen Tipp (durchaus auch aus eigener Erfahrung):
    Das ist sehr schade, denn auf diese Weise wirst Du nie wissen, ob der Sex gut war oder nicht. Und Sex ist viel zu schön, um ihn im Alk-Rausch an sich vorübergehen zu lassen. ;)
     
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  6. LottchenSchlenkerbein

    LottchenSchlenkerbein Poweruser Poweruser

    Google mal Morbus Google...
     
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  7. haivaupos

    haivaupos Poweruser Poweruser

    Wenn welche auftreten, dann kommt das mit den 2 bis 4 Wochen schon hin
    Ja, die gibt es
    Nein. Herzrasen ist kein Symptom.
    Das hast du wahrscheinlich eher weil du dich und deinen Körper in Stress versetzt...

    Das ist eine gute Idee. Hattest einen "ganz klassischen" Risikokontakt.
    Aber vielleicht nimmt es dir die Angst ein wenig wenn du das Ganze von der statistischen, mathematischen Seite betrachtest.
    Die Infektionswahrscheinlichkeit bei ungeschütztem, rezeptivem Analverkehr mit einem infektiösen positiven Partner mit Ejakulation bei 1,43% bei einer Range von 0,15 bis 1,53%.
    Es ist also (zumindest) statistisch gesehen sehr unwahrscheinlich, dass du infiziert wurdest. Das ist doch ganz grundsätzlich eine gute Nachricht und mehr als die halbe Miete denke ich :cool:
     
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  8. Kopfkino86

    Kopfkino86 Neues Mitglied

    Vielen lieben Dank. Das nimmt einem definitiv die Angst, bzw. das ganze Wirrwarr im Kopf welches gerade stattfindet. Zumindest für die Zeit bis zum Test, den ich auf jeden Fall noch machen werde.

    Die Symptome die ich gerade habe wie Bauchkribbeln (negatives), Kopfschmerzen, Herzrasen usw. beziehe ich auch eher auf meine momentane Psychische Situation, weil ich mir halt unendlich viele Gedanken darüber mache.

    Vielen Dank nochmal für dein Kommentar. Das bringt mich wirklich ein wenig runter. Werde ich mir bis zum Test öfter mal durchlesen .
     
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  9. haivaupos

    haivaupos Poweruser Poweruser

    Sehe ich auch so :cool:
    Versuche ganz einfach das zu machen was du immer machst. Leb' einfach weiter. Es hilft dir :)
     
  10. Kopfkino86

    Kopfkino86 Neues Mitglied

    Hallo nochmal

    also eure Antworten haben mir wirklich etwas geholfen. Jedoch verbringe ich jede Sekunde am Tag mit dem Gedanken mich angesteckt haben zu können. Ich wache morgens auf und der erste Gedanke ist sofortHIV. Ich denke fast den ganzen Tag darüber nach. Ich habe ständiges Bauchkribbeln und spüre mein Herz schlagen. Mich belastet diese Situation wirklich sehr stark. Ich kann mich kaum auf etwas anderes konzentrieren. Wenn ich mit Freunden oder so unterwegs bin, geht es einigermaßen, aber das Bauchkribbeln und Herzrasen bleibt die ganze Zeit ununterbrochen.

    Habt ihr irgendwelche Ratschläge oder Tipps wie man sich selbst etwas runterbringen kann? Mitte Dezember sind 6 Wochen nach Risikokontakt um. Dann werde ich einen Test beim Gesundheitsamt machen. Ich möchte wirklich nicht noch so lange mit diesem Gefühl im Bauch rumlaufen. Es fühlt sich an als würde ich innerlich zerfressen werden :(.
     
  11. LottchenSchlenkerbein

    LottchenSchlenkerbein Poweruser Poweruser

    Warum tust Du das ? Was verbindest Du denn damit, was weisst Du über HIV ?

    Ich bin wenisgtens HIV+, demnächst 9 Jahre und ich denk da allerhöchstens mal dran, wenn mir einfällt, dass ich meine Tabletten beinahe vergessen hätte.
     
  12. Kopfkino86

    Kopfkino86 Neues Mitglied

    Ich weiß dasHIV ein Virus ist, welches das Immunsystem schwächt. Ja klar, ich weiß auch das die Behandlung heutzutage so gut ist, dass man mit Tabletten ganz normal wie jeder andere auch, mit vielleicht leichten Nebenwirkungen leben kann. Jedoch möchte man ja nicht zwingend ein positiv Ergebnis haben. Also man hofft ja trotzdem negativ zu sein wenn man noch in der Ungewissheit lebt und darauf wartet endlich den Test mach zu können. Mich belastet es einfach in der Ungewissheit zu sein und die Angst vor einem positiven Ergebnis. Ich denke mal die Angst ist schon begründet und gerechtfertigt, auch wenn ich selbst schuld bin (keine Verhütung). Aber die psychische Belastung bleibt Ja trotzdem bis man Gewissheit hat. Deshalb wäre es schön wenn ihr vielleicht einfach schreibt wie es euch in der Zeit ging bis ihr euer Ergebnis bekommen habt und wie ihr bis zur Zeit des Tests damit umgegangen seid.
     
  13. devil_w

    devil_w Poweruser Poweruser

    In Zukunft weniger saufen, dann passiert sowas vielleicht nicht mehr.
    Im Grundlagenfaden findest Du Tipps zur Überbrückung der Wartezeit.
     
  14. LottchenSchlenkerbein

    LottchenSchlenkerbein Poweruser Poweruser

    Aha.... und was verbindest Du persönlich mit einem positiven Ergebnis...dass Du ja noch nicht mal hast und welches nach meiner persönlichen Einschätzung auch nicht eintreten wird.

    Es stimmt schon, ein Lottogewinn ist besser als eineHIV-Infektion, aber sie ist auch nicht der Weltuntergang.

    Leben, so wie immer... alles andere macht auch gar keinen Sinn.
     
  15. Kopfkino86

    Kopfkino86 Neues Mitglied

    Damit würde ich verbinden ausgegrenzt zu werden. Keine Akzeptanz in der Gesellschaft zu haben. Leider ist es ja noch so, dass die Gesellschaft (zumindest einige) noch nicht wirklich offen gegenüberHIV sind. Viele verbinden damit noch eine „Igitt“ Reaktion. Welche ich selbst nicht vertrete, sie aber so schon oft aufgegriffen habe wenn es um das Thema ging. Des Weiteren ein Leben lang Tabletten zu nehmen. Wobei das eher nebensächlich wäre.

    Woher ziehst du diese Schlussfolgerung?

    Vielen Dank für eure Kommentare, ich bin euch wirklich sehr dankbar.
     
  16. LottchenSchlenkerbein

    LottchenSchlenkerbein Poweruser Poweruser

    Nein Nein ....

    Du natürlich nicht...und Du grenzt ja auch keinen aus.. was man an Deiner Panik deutlich sehen kann.

    Denn wer diskrimiert uns denn.. in erster Linie Menschen wie Du.. die keine Ahnung haben, aber alle Pferde scheu machen. Ohne jegliche Grundlage wird hier der Teufel an die Wand gemalt und Untergangsstimmung heraufbeschworen.
    Du hast ohne Gummi Sex gehabt und hinterher ist das Geweine immer groß und HIV soll nun als gerechte Bestrafung für ein menschliches Grundbedürfnis herhalten oder aber als Entschuldigung für irgendwelche alkoholbedingten Ausfälle.

    Daher... und Du weißt ja nichtmal mehr, was überhaupt passiert ist... stellst Dir aber schonmal vorsorglich das größtmögliche Übel vor.

    Immer wieder die gleiche Leier.... das ist so dermaßen anstrengend.
     
  17. devil_w

    devil_w Poweruser Poweruser

    Wir haben in Deutschland ca, 85 000 Menschen mitHIV. Von diesen 85.000 sind mindestens 75% in Therapie und nicht mehr infektiös. Das heißt, sie können das Virus nicht mehr übertragen.
    Die letzten 25% setzen sich aus hetero- und homosexuellen Menschen zusammen.
    Wie hoch ist also die Wahrscheinlichkeit, auf einen HIV+ Mann mit hohem Virenload zu treffen?
     
  18. devil_w

    devil_w Poweruser Poweruser

    So, nun will ich Dir mal meine Geschichte erzählen. Die stammt aus einer Zeit, in derHIV noch nicht therapierbar war.
    1985 (also im Alter von 16 Jahren) war ich barfuß mit dem Rad unterwegs als ich einen lauten Knall hörte. Bin dann sofort querfeldein zur Landstraße und kam als Ersthelferin zu einem schweren Unfall. Ein Unfallopfer war nicht angeschnallt und wurde aus dem Auto geschleudert.
    Er blutete sehr stark aus einer Wunde, weswegen sich eine Blutpfütze auf der Straße befand.
    Ich lief also barfuß durch Scherben und zerschnitt mir dabei die Fußsohlen. Zwei Schnitte waren sogar so lang und tief, dass sie im Krankenhaus genäht werden musst.
    Das habe ich aber an der Unfallstelle nicht bemerkt. Genauso wenig habe ich bemerkt, dass ich mit diesen zerschnittenen Füßen in der Blutpfütze stand.
    Ich habe mich auf die Versorgung des Schwerverletzten konzentriert.
    Am Abend bekam ich einen Anruf, ich solle bitte auf die Rettungswache kommen.
    Als ich dort ankam, wartete unser Arzt auf mich und nahm mir umgehend Blut ab. Ich sagte dann noch so lapidar, ich sei doch gegen Hepatitis B geimpft. Für was er denn jetzt m ein Blut brauche.
    Jo, das Unfallopfer war HIV+.
    Was hab ich gemacht? Mein Leben gelebt, als wäre Nichts gewesen. Die Tests machen lassen, wenn ich dazu aufgefordert wurde und mich gefreut, als ich Negativ getestet wurde.
    Und Du machst wegen einem Minirisiko so einen Bohei? Mit 33???? Schäm Dich.
    Ich bin übrigens noch immer HIV-Negativ.
     
  19. Kopfkino86

    Kopfkino86 Neues Mitglied

    Ähm wie bitte...? Du kennst mich überhaupt nicht und stellst Vermutungen auf die nicht stimmen.

    Natürlich habe ich selbst Angst mich mitHIV angesteckt zu haben, würde aber niemals jemanden diskriminieren weil er HIV+ ist.

    Und was bitte schön hat meine Panik mit Diskriminierung zu tun?

    Ich wollte dieses Portal nutzen um mich schlauer zu machen und Erfahrungen von anderen einzuholen, evtl. auch um mir selbst etwas die Angst zu nehmen. Ich greife hier niemanden persönlich an und erwarte das auch von der Community hier.

    Wenn du das als „Leier“ siehst versteh ich nicht warum du dann noch in deiner Art und Weise darauf antwortest.

    Tut mir leid, aber ich denke mal das sich Leute hier anmelden um genau diese Fragen beantwortet zu bekommen die sie stellen oder das Ihnen zumindest ein wenig die Angst genommen wird in der Zeit bis zu Ihrem Test (oder ich habe dieses Portal völlig falsch interpretiert). Aussagen wie deine sind da wenig hilfreich.
     
  20. Kopfkino86

    Kopfkino86 Neues Mitglied

    Danke für deine Geschichte. So etwas wie dieses Kommentar braucht man um zu verstehen. Um nichts anderes geht es mir. Ich möchte einfach nur verstehen und auch verstanden werden.
    Minirisiko? Ich denke mal es ist egal wie hoch das Risiko war. Risiko bleibt Risiko. Und Schämen sollten sich die Leute, die die Leute die hier ihre Ängste schreiben mit solchen Äußerungen noch mehr verunsichern und Antworten geben die niemanden weiterhelfen.

    Nehmt euch mal ein Beispiel an „haivaupos“. Sehr empathisch und sympathisch. Antworten die einem in dieser Zeit helfen sollten sehen so aus oder wie die Kommentare von „matthias“
     
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