Swingerclub - Moralkonflikt oder mögliches Risiko?

Dieses Thema im Forum "Infektion" wurde erstellt von Drama-Queen2003, 30. November 2013.

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  1. Drama-Queen2003

    Drama-Queen2003 Neues Mitglied

    Liebes Forum,

    lange habe ich es ohne Eure Worte geschafft, doch jetzt muss ich Euch leider mal wieder mit einer Frage "belästigen". Belästigen deshalb, da ich eigentlich glaube zu wissen, dass es sich bei meinem Anliegen um einen konstruierten Mist handelt. Da ich aber stark erkältet bin (wie jeder dritte zurzeit), macht meine Psyche mir wieder zu schaffen und ich muss Euch folgende Situation schildern mit Bitte um Antwort:
    Ich war Ende September mit meinem Freund in einem Swingerclub. Da meine übersteigerte Angst vorHIV bekannt ist, war es natürlich ausgeschlossen, dass mein Freund und ich irgendwelche sexuellen Handlungen mit anderen Menschen begehen. Wir haben uns in einen Bereich zurückgezogen. Kurz danach kam ein Pärchen dazu, die Frau begann, mit ihrer Hand über meine Brustwarze zu streichen. Ich habe es kurze Zeit später unterbunden, auch wenn das natürlich nicht zu einem Risikokontakt zählt.
    Was mir jetzt zu schaffen macht, ist Folgendes: Ich hatte zu der Zeit ein fast zwei Jahre altes Piercing in dieser Brustwarze, dass immer wieder zu leichten Entzündungen neigte, weshalb ich es auch mittlerweile entfernt habe. Es hat aber höchstens mal geblutet, wenn ich es gesäubert habe, sonst war es halt mal leicht verkrustet. An dem besagten Abend kann ich mich nicht erinnern, dass mein Piercing irgendwie schmerzte (und das tut es ja bei einer akuten Entzündung). Auf jeden Fall gehen meine Gedanken jetzt bis dahin, dass mein Piercing zu dem Zeitpunkt entzündet war, die Frau vielleicht Sperma an ihrer Hand hatte (Blut wäre ja später sichtbar gewesen - war es nicht, deshalb ginge nur Sperma), das zudem natürlich von einem HIV-Positiven Partner stammen musste, und mir dann in die Piercingwunde gerieben hat.

    Ehrlich gesagt kommt mir meine Nachricht gerade so lächerlich vor, dass ich mich scheue, sie abzusenden. Zwischendurch kann ich selbst über meine komischen Gedankengänge lächeln, aber dann wird es wieder so schlimm, dass ich doch nicht mehr weiß, ob das o.g. Szenario nicht doch realistisch sein könnte? Ich möchte keinen Test mehr machen, der nicht medizinisch notwendig ist. Deshalb verlasse ich mich auf Euer Wort und werde auch keine nachträglichen Fragen zu diesem Thema hinzufügen - Versprochen!!!

    Danke im Voraus,

    Eure Drama-Queen (der Name ist Programm)
     
  2. AlexandraT

    AlexandraT Moderator HIV-Symptome.de Team

    Ja, Deine Name ist etwas Programm. Da ist nichts passiert.

    Du solltest aber mal gegen Deine Angst vorgehen mit einem Spezialisten für solche (unsinnigen) Aengste. Respekt vorHIV ist ok... aber nicht Angst die dauernd da ist bei jeder sexuellen Handlung.
     
  3. Drama-Queen2003

    Drama-Queen2003 Neues Mitglied

    Ich danke dir!!!

    Liebe Alexandra,

    ich danke dir sehr, dass du dir meinen Seelenmüll (mal wieder) zu Herzen genommen und mir geantwortet hast!

    Ich hatte in diesem Sommer einen Termin bei einer Psychologin, auf den ich mich nach einem halben Jahr Wartezeit sehr gefreut habe. Ich habe ihr alles erzählt - wie es zu meiner Panik kam (nach EINEM echten Risikokontakt) und wie sich diese Angst verselbstständigte mit teilweise totalem Realitätsverlust, was eine Risikoeinschätzung betrifft.
    Sie hat mir geraten, regelmäßig Blut zu spenden mit der Begründung, dass ich dann regelmäßig sehen könnte, dass ich negativ bin und bleibe. Natürlich ist Blutspenden eine gute Sache, aber meiner Meinung nach nicht aus diesem Grund! Mein Ziel ist es nach wie vor, meine Angst in den Griff zu bekommen und nicht immer wieder (sinnlose) Tests zu machen. Denn sonst lande ich zusätzlich in der Testspirale, die meine Panik zusätzlich füttert und ich dann wahrscheinlich irgendwann jede Woche einenHIV-Test machen würde.
    Das habe ich der Psychologin auch genauso geschildert. Sie meinte dann, ich solle mich korrekt überHIV informieren und dann würde ich das Problem schon in den Griff bekommen. Aber ich kann mich nicht noch mehr informieren. Ich interpretiere die Fakten ja ständig und sehe in meinem Fall immer eine Besonderheit, die nirgendwo aufgeführt ist, oder ich bastel mir Dinge zusammen, die unrealistischer sind als zwei Secher im Lotto hintereinander und einem finanziellem Bankrott danach ;)!

    Zum Glück habe ich immer wieder diese klaren Momente, die mir schon sagen, dass es lächerlich ist, wie ich denke. Aber manchmal verliere ich dann eben die Realität und ich brauche die Meinung von Fachleuten wie dir.
    Hast du vielleicht einen Tipp für mich, wie ich weiter vorgehen sollte? Einfach noch einmal einen anderen Psychologen testen? Ich habe schon überlegt, einer Selbsthilfegruppe für Menschen mit Phobien allgemein beizutreten. Ich bezeichne meine Angst nämlich mittlerweile als Phobie *_*!

    Danke, Alexandra! Du hast mich auf jeden Fall beruhigt und ich werde wegen dieser Sache keinen Test machen :)! Danke, danke, danke!
     
  4. AlexandraT

    AlexandraT Moderator HIV-Symptome.de Team

    Dich mit Leuten auszutauschen in einer Selbsthilfegruppe schadet sicher nicht. Auch mal mit nem anderen Therapeuten sprechen ist sicher kein Fehler.

    Die Idee mit dem Blutspenden ist ok solange Du nicht wirklich Risiken hattest. Aber es wäre eine Symptombekämpfung und würde nicht die Ursache der Angst behandeln.
     
  5. Marion

    Marion Administrator HIV-Symptome.de Team

    Wahre Worte!
     
  6. Drama-Queen2003

    Drama-Queen2003 Neues Mitglied

    Da habt ihr Recht. Suche mir einen neuen Therapieplatz!

    Danke für die Antworten!
     
  7. Drama-Queen2003

    Drama-Queen2003 Neues Mitglied

    Doppelter Post sorry
     
  8. FFneu

    FFneu Neues Mitglied

    Hallo DramaQueen,
    mir geht es genauso. Ich mache mich auch immer total verrückt und komme dann aus der Schleife nicht raus (trotz Hilfe).
    Ich versuche jede Situation zu vermeiden nach der man sich dann später ev wieder Gedanken macht.
    Aber manchmal, dass weiß ich auch, rutscht man ja einfach in Situationen rein.
    Das ist halt das Leben.

    Wenn du vielleicht weiter bist, würde ich mich über Tipps freuen.
     
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