Stichverletzung durch Reisszwecke

Dieses Thema im Forum "Infektion" wurde erstellt von weber, 11. März 2015.

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  1. weber

    weber Neues Mitglied

    Hallo
    Könnte ich mich mithiv infiziert haben, wenn mir mit einer reißzwecke eine kleine stichverletzung zugefügt wurde, und an der reißzwecke frisches infektiöses blut klebte ? Der stich war nicht tief und falls er überhaupt geblutet hat, dann nur wenig. Besteht hierbei das risiko einer infektion, oder hätte der stich intravenös erfolgen müssen?
     
  2. AlexandraT

    AlexandraT Moderator HIV-Symptome.de Team

    Nein, es besteht in SachenHIV kein Risiko.
    Die Menge an Blut wäre zu gering.
     
  3. [User gel

    [User gel Poweruser

    Noch dazu werden HI Viren an der Luft schnell inaktiv.
     
  4. weber

    weber Neues Mitglied

    Aber angenommen, ein HIVInfizierter wäre sehr kurz vor mir gestochen worden, wären die viren dann nicht noch aktiv? Und wenn bei einem Stich mit der Reißzwecke die menge zu gering ist, weshalb kann dann beim Tätowieren eine Infektion erfolgen ? Hier erfolgen ja auch nur oberflächliche stiche. Und wäre es möglich, dass ein intravenöser stich unbemerkt erfolgt?
     
  5. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Hallo weber,

    der Unterschied zwischen Reißzwecken und Tätowierungen liegt darin begründet, dass Tattoo-Nadeln weit tiefer in die Haut gehen als es Reißzwecken auf Grund ihrer Größe jemals vermögen. Eigentlich aber verbietet sich dieser Vergleich, weil es sich hier klassischerweise um Äpfel und Birnen handelt.

    Zudem: »Angebnomme, dass«, »wenn«, »hätte«, »wäre« oder »könnte« sind keine Infektionswege. Ich bin mir nicht sicher, ob Du weißt, wieHIV tatsächlich übertragen wird oder wie viele HIV-positive Menschen es überhaupt gibt: Es sind bundesweit etwa 80.000. Von denen sind rund 2/3 (in Großstädten noch mehr) in antiretroviraler Behandlung und damit nicht mehr ansteckend.

    Die Entwicklung von konjunktivistischen Szenarien dient also nicht dem Schutz, sondern nur der Panikmache. Und das muss doch nicht sein ...
     
  6. weber

    weber Neues Mitglied

    Die Nadeln beim Tätowieren dringen maximal 2 millimeter in die Haut ein, da kommt eine reißzwecke doch deutlich tiefer. Deshalb frage ichmich eben, weshalb beim Tätowieren ohne Hygiene von einem risiko gesprochen wird und in diesem fall die blutmege als zu gering erachtet wird?
     
  7. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Ganz einfach: Das Risiko bei Tätowiernadeln besteht in einer potenziellen Mehrfachverwendung ohne – wie Du treffend bemerkst – Hygiene, zumal die Nadel großflächiger arbeitet. Ein Tattoo besteht aus deutlich mehr als einem Einstich. Die meisten Tätowierstudios arbeiten aber entlang den Richtlinien der Gewerbeaufsicht, weshalb dort auch kein Risiko vorhanden ist. Deshalb sollte man sich im Vorfeld gut informieren.

    Reißzwecken wurden im Gegensatz dazu nicht dafür gemacht, dass man sie sich in den Finger sticht ... das ist wohl eher die Ausnahme. Und dass sich zwei Leute nacheinander in kurzem Abstand dieselbe Reißzwecke in den Finger jagen, dürfte auch die Ausnahme sein. Und wenn, ist sie nur einmal in der Haut. Dass einer von den beiden – wenn es denn so sein sollte – positiv und unbehandelt (also noch ansteckend) ist, ist dann von der Wahrscheinlichkeit eher ein nennenswerter Lottogewinn: 0,1% aller Bundesbürger sind positiv; davon sind 2/3 nicht mehr ansteckend – bleibt also ein Restrisiko von 0,033%, dass die von Dir beschriebene Situation tatsächlich eintritt.

    Es macht also wenig Sinn, sich in der Entwicklung theoretischer Szenarien zu übertreffen.

    Übrigens: Wenn Du Dir schon einmal hast Blut abnehmen lassen, dann weißt Du, dass die Nadel deutlich tiefer in die Vene geht als es eine Reißzwecke kann – zudem an einer Stelle, wo man sich mit Reißzwecken wohl eher selten sticht. Am Finger hingegen befinden sich nur Kapillargefäße ...
     
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