Risikosituation/Gonorrhoe/Folgen

Dieses Thema im Forum "Infektion" wurde erstellt von RainbowChild, 5. März 2020.

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  1. RainbowChild

    RainbowChild Neues Mitglied

    Hallo zusammen

    Zuerst einmal ein grosses Kompliment an euch Community-Mitglieder und euren Einsatz, den ihr den Leuten und ihren Anliegen hier entgegenbringt.

    Nun zu meinem Fall: ich hatte anfangs Januar 2020 eine Risikosituation (ungeschützter Analverkehr mit 3 Männern, 2 mal passiv, 1 mal aktiv; jedoch keine Ejakulation im Anus und Sexpartner nach eigenen AngabenHIV- und/oder auf PreP). Kurze Zeit später habe ich Symptome einer Gonorrhoe entwickelt (u.a. auch rektal, Krämpfe und ständiger Toilettendrang), was ein Test bei meiner Hausärztin dann auch bestätigte.HIV Test wurde ebenfalls gemacht und fiel negativ aus (das war aber höchstens 10 Tage nach der Risikosituation, daher frage ich mich, wie aussagekräftig dieser war?). Gonorrhoe wurde erfolgreich behandelt und ging relativ schnell weg.

    Vor gut 2 Wochen bemerkte ich Schmerzen in der Leistengegend und die Anschwellung der dortigen Lymphknoten, welche mit erneuten Verdauungsbeschwerden einher gehen. Könnten dies verzögerte Symptome/Indikatoren auf eine HIV-Infektion sein? Habe nun auch viel bei euch über die psychosomatischen Ursachen und dem "schlechten Gewissen" gelesen und könnte mir vorstellen, dass das bei mir schon auch einen Einfluss haben könnte.

    Was denkt ihr? Wie schätzt ihr die Lage ein?

    Danke euch schon jetzt für eure Antworten,
    RainbowChild
     
  2. LottchenSchlenkerbein

    LottchenSchlenkerbein Poweruser Poweruser

    Null

    Es gibt keine spezifischen HIV-Symptome.

    Mach den HIV- Test 43 Tage nach dem AV, dann ist er auch aussagekräftig.

    Der Tripper ist ja erkannt und behandelt, andere STI (zB Syphilis) können ebenfalls möglich sein, lass das abklären.
     
  3. RainbowChild

    RainbowChild Neues Mitglied

    Wurde alles mit abgeklärt, soweit ich weiss, und war alles negativ.

    Frage mich nur, wieso dann einHIV Test angeordnet wurde?
     
  4. LottchenSchlenkerbein

    LottchenSchlenkerbein Poweruser Poweruser

    Na ja ...
    1) haben nicht alle Ärzte Ahnung vonHIV
    2) hast Du zumindest die Gewissheit, dass von Dir in Sachen HIV keine Gefahr für die anderen ausging - schließlich waren die auch ungeschützt vor Dir... was immer sehr gerne unterschlagen wird !
     
  5. RainbowChild

    RainbowChild Neues Mitglied

    Das erscheint plausibel, danke dir.
     
  6. AlexandraT

    AlexandraT Moderator HIV-Symptome.de Team

    War der Test ein Antikörpertest oder ev. einePCR? Nach Deiner Email zu urteilen bist Du Schweizer.... dann war es wohl ein Ak-Test. Dann war er zu früh angesetzt. Wir haben in der Schweiz für Schnelltests und Labortests eine Frist von 6 Wochen.
     
  7. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Nur zur Info: Man bekommt eine PrEP nur, wenn man HIV-negativ ist. Anspnsten wäre es TasP (Therapy as Protection). Die PrEP ist übrigens wichtiger für Menschen, die passiv sind und Sperma aufnehmen, als für jene, die Sperma abgeben. Sie ist kein »Allheilmittel« und – das muss man ehrlicherweise sagen – auch nicht zu 100% sicher. Aber das ist 1. eh nichts (außer dem Tod) und 2. ist die PreP schon eine gute Sache.
    Betrifft das den aktiven AV oder auch die passiven AVs? Das wird nicht deutlich.

    Wenn es bei den passiven AVs ebenfalls keine Ejakulation gegeben hat, ist HIV sowieso vom Tisch. Wenn doch, ist grundsätzlich ein Risiko gegeben, weil es eben ungeschützter Sex war. Das könnte den Ausschlag für die Ärztin gegeben haben, einenHIV-Test zu empfehlen.

    Aber eines kann man sehen: Auch wenn man immer Angst vor HIV hat … die anderen STI sind immer noch da un viel leichter zu »kriegen« als man denkt.
     
  8. RainbowChild

    RainbowChild Neues Mitglied

    Weder noch. D.h. es wurde gar nicht inwendig (?) ejakuliert.

    Und das mit den STIs gebe ich dir vollkommen Recht - vor allem zu Zeiten von PreP haben diese wieder zugenommen und ich hab mir wie gesagt eine relativ schnell eingefangen.

    Dann denkst du in meinem Fall ist das Risiko eher gering?
     
  9. LottchenSchlenkerbein

    LottchenSchlenkerbein Poweruser Poweruser

    Ist nun mal ein klassischer Risikontakt. Und wer mit zwei anderen ungeschützt durch die Betten turnt, nimmt dieses Risiko in Kauf.

    Wie hoch die Wahrscheinlichkeiten und Prozente sind., möge ein Mathematiker errechnen.

    Wenn es keinen Samenerguß gab (wer bei wem bzw wer bei wem nicht, dass musst Du wissen) und wenn da eine PreP eingenommen wird (alle beide oder nur einer, auch das müsste man ermitteln)

     
  10. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Oh je … da werden mal wieder kräftig Dinge vermischt und mit dem Holzhammer zerkleinert.

    STIs hat es immer schon gegeben … und schuld ist nicht die PrEP, sondern die Menschen, die sich dafür nicht interessieren.
     
    LottchenSchlenkerbein gefällt das.
  11. RainbowChild

    RainbowChild Neues Mitglied

    Bitte entschuldige, da hab ich mich zu wenig deutlich ausgedrückt: meinte auf keinen Fall, dass die PreP an dem Schuld sei, sondern lediglich, dass viele halt denken, die PreP schütze sie vor allem, inkl STIs und daher auch weniger zum Check gehen. Dadurch fängt man sich evtl halt schneller mal eine STI ein.
     
  12. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Auch da liegst Du komplett daneben. Zur PrEP gehören regelmäßige Checks: https://www.aidshilfe.de/hiv-prep/prep-checks Bitte korrigiere Dein Halbwissen!
     
  13. RainbowChild

    RainbowChild Neues Mitglied

    Ich danke dir für deine direkte Antwort und möchte mich wirklich für mein Halbwissen entschuldigen. Ich hab da - was das nicht entschuldigen soll - wohl einfach nachgesprochen, was mir erzählt wurde.

    Bin immer noch etwas unsicher, was den Risikokontakt betrifft, meine Lymphknoten in der Leistengegend sind immer noch stark angeschwollen (am Hals aber gar nicht) und auch meine Verdauung spielt immer noch verrückt (jedoch keinen Durchfall). Hab nun morgen einen Arzttermin, mal schauen, was da rauskommt.
     
  14. RainbowChild

    RainbowChild Neues Mitglied

    Also, ich hab jetzt nach fast 3 Wochen anhaltende Verdauungsbeschwerden (Stuhldrang, weicher bis breiiger Stuhl) sowie geschwollene Lymphknoten in der Leistengegend, die auch etwas schmerzen. Könnten dies Hinweise auf eine HI-Infektion sein? Ich danke euch nochmals für eure Antworten.
     
  15. devil_w

    devil_w Poweruser Poweruser

    Somit ist HIV eigentlich vom Tisch. Aber warum machst Du nicht einfach einen vernünftigen Test? Die Wartezeit von 6 Wochen ist doch schon lange rum. Was also hält Dich von dem Test ab?
    Was hat der Arzt gestern gesagt?
     
  16. LottchenSchlenkerbein

    LottchenSchlenkerbein Poweruser Poweruser

    Es kommt der Tag, an dem wir mit dem Knüppel den Satz
    "ES GIBT KEINE SPEZIFISCHENHIV-SYMPTOME" in die Köpfe prügeln müssen.. anders wird es wohl nicht gehen.
     
    devil_w und matthias gefällt das.
  17. RainbowChild

    RainbowChild Neues Mitglied

    Das wird wohl jetzt noch kommen. Meine Ärztin hat mich für heute erst einmal zum Ultraschall angemeldet. Mal sehen, was da rauskommt. Am Montag werd ich dann einen Bluttest verlangen.

    Sorry Lottchen, ich habs jetzt auch gecheckt ;)
     
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