Risikokontakt gehabt? PEP sinnvoll? Morgen zum Arzt?

Dieses Thema im Forum "Infektion" wurde erstellt von tupacamarushakur, 30. September 2018.

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  1. tupacamarushakur

    tupacamarushakur Neues Mitglied

    Einen schönen Sonntag euch liebe Forenmitglieder,

    zunächst einmal möchte ich die Arbeit der Moderatoren und Betreiber loben und wertschätzen, danke, dass ihr aufklärt und zugleich ein offenes Ohr für uns habt!
    So auch hoffentlich für mich!

    Meine Geschichte, ich landete nach einer langen Disconacht mit meinen Kumpels heute morgen im Kölner Pascha, alkoholisiert versteht sich, schuld an meiner Angst ist selbstredend natürlich nicht dieser, sondern alleine ich.
    Im Pascha hatte ich dann GV (vaginal) mit einer Prostituierten, hierbei riss nach einem Stellungswechsel das Kondom, was ich bemerkte und welches die Dame dann austauschte.
    Noch alkoholisiert und leicht neben mir stehend, fiel mir auf dem Nachhauseweg auf, was so eben eigentlich passiert ist.
    Ich bin single, bin beim Thema Sex recht offen und nehme auch an so manchen Wochenenden nach der Disco ein Mädel mit nachhause, weil ich eben Sex mit unterschiedlichen Frauen habe und sämtliche STI und Risiken kenne, praktiziere ich Sex ausschließlich (!) nur mit Kondom um eben meine Person, wie auch meine Sexualpartnerinnen zu schützen.
    Bis dato ging glücklicherweise alles gut und dies ist mein erstes gerissenes Kondom, ergo auch mein allererster ungeschützter Kontakt, was mich ein wenig verunsichert.
    Ich hätte aber selbige Verunsicherung auch, wenn die Dame keine Sex-Workerin wäre, ich weiß dass Prosituierte i.d.R. sehr verantwortlich sind und sich selber ebenso schützen möchten, wie ihre Freier, ich weiß dass das Pascha, als bekanntes Etablissement auch auf die Gesundheit seiner Frauen achten wird und ich weiß dass ein Ansteckungsrisiko bei vaginalem GV für den Mann relativ gering ist, zumal Prostituierte, tschuldigung für die Ausdrucksweise, nicht zwingend tropfen vor Lust.
    Jedoch war ein Risiko da, wenn auch gering und die Dame kann genauso gut positiv wie negativ sein, wie jeder andere Sexualkontakt, der nicht auf einer langjährigen Beziehung und Monogamie basiert auch.
    Deswegen meine Fragen:
    6 Wochen warten bis zum Test sind eine lange Zeit und soweit ich mich informiert habe, besteht die Möglichkeit bei einem solchen Kontakt eine Pep zu bekommen. Würde ich morgen zum Arzt, wäre der Kontakt circa. 24-30 Stunden her, je nach Uhrzeit.
    Damit könnte ich vorbeugen und mir die Angst nehmen, genauso für den, ich weiß unwahrscheinlichen, aber trotzdem möglichen Fall einer Ansteckung wissen, dass ich alles probiert habe es noch zu verhindern, solange ich noch kann.
    Haltet ihr das für sinnvoll?
    Zahlt die Krankenkasse (gesetzlich) eine Pep-Behandlung?
    Und bei welcher Anlaufstelle im Raum Köln könnte ich mich behandeln lassen?

    Beste Grüße
    und danke vorab für eure Zeit und Mühe

    euer Pac
     
  2. LottchenSchlenkerbein

    LottchenSchlenkerbein Poweruser Poweruser

    Wenn sich der Arzt auf Dein Drängen hin für eine PEP entscheidet, solltest Du bedenken, dass sich der Zeitpunkt für denHIV-AK-Test entsprechend nach hinten verschiebt. Eine PEP ist keine Garantie, den Test musst Du also eh machen.
    Evtl musst Du die Kosten für dei PEP selber zahlen, aber wer sich das Pascha in Köln leisten kann ...

    Ich halte eine PEP unter diesen Umständen für wenig sinnvoll - ich bin ab er auch kein Arzt.

    Um andere STI würde ich mir mehr Sorgen machen.
     
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  3. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Nach den offiziellen Leitlinien zur PEP gilt Prostitution nicht als PEP-relevantes Risiko – es sei denn, dieHIV-Infektion liegt vor (und ist bekannt).

    Ein Kondomplatzer ist ein theoretisches Risiko, aber wenn er schnell bemerkt wird, sinkt die Wahrscheinlichkeit stark gegen Null. Zudem zeugt die Verwendung des Kondoms von einem veranwortungsvollen Umgang mit der Gesundheit. Und: Selbst bei einer vorliegenden Infektion gibt es keinen Übertragungsautomatismus.

    Auch ich würde hier keine Notwendigkeit für eine PEP erkennen.
     
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  4. tupacamarushakur

    tupacamarushakur Neues Mitglied

    Schnell bemerkt heißt in meinem Fall, rekonstruiert, reingesteckt (oh man ein weiteres Sorry für die Ausdrucksweise :D) und +- 2 Minuten max. ich weiß jetzt jedoch nicht, in wie weit sich das auswirkt?

    Danke für eure Expertise, heißt ich werde wohl Abstand davon nehmen und die 6 Wochen abwarten.
    Zumal ich die Kosten, Pascha hin oder her, definitiv nicht von meinem Azubi-Gehalt tragen könnte :)
    Dass das Risiko gering ist, ist ja schon mal beruhigend, Test wird in 6 Wochen gemacht und die anderen STI, Chlamydien und co. natürlich mit..
     
  5. haivaupos

    haivaupos Poweruser Poweruser

    Es trifft den Nagel auf den Kopf :D
    Auch ich schließe mich der Meinung meiner "Vorschreiber" an. Das Risiko dabei war schon recht gering, wenn auch nicht ausgeschlossen...
    Mach in 6 Wochen den Test. Ich denke das passt :cool:
     
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