Risiko Kontakt: Zu viele Gedanken? Oder berechtigte Unsicherheit?

Dieses Thema im Forum "Babbelecke" wurde erstellt von ReiMinari, 20. November 2019.

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  1. ReiMinari

    ReiMinari Neues Mitglied

    Hallo,

    ich habe eben schon ein Beitrag im Vorstellungs-Forum erstellt:
    https://www.hiv-symptome.de/forum/threads/hallo-an-alle-forum-mitglieder.10115/

    Daher komme ich gleich zur Sache,
    Vor kurzem hatte ich für sehr kurze Zeit ungeschützten rezeptiven Analverkehr (MSM).

    Die Person war mir bekannt, wir hatten schön öfters Sex, bislang aber nur mit Kondom und wir haben auch schon überHIV gesprochen. Er erwähnte er würde regelmäßig einenHIV Test machen und auch generell darauf achten sich nicht mit HIV zu infizieren. Allerdings erwähnte er auch das er regelmäßig in eine Gay- Sauna geht und entsprechend auch wechselnde Partner hat (was ja auch kein Problem ist, solange man Safer-Sex praktiziert). All zu sehr wollte ich Ihn da auch nicht ausfragen.

    Als wir vor kurzem Sex hatten kam es für wenige Sekunden zum Analverkehr ohne Kondom. da ich das Gefühl hatte, nicht mitbekommen zu haben das er ein Kondom benutzt, fragte ich natürlich sofort nach. Und war etwas schockiert das dem nicht so war. Ich bat ihn darauf hin ein Kondom zu benutzen. Er sagte daraufhin, ER bräuchte sich bei mir ja keine Sorgen machen (stimmt wohl auch). Darauf hin machten wir dann aber trotzdem mit Kondom weiter, es war für Ihn auch kein Problem. Der ungeschützte rezeptive Verkehr war also sehr kurz und auch sehr sanft, mit Gleitmittel - ein Verletzungsrisiko war also eher gering, evtl. beim einführen mehrerer Finger (ebenfalls mit Gleitmittel) zuvor noch etwas hoher. War aber zu keinem Zeitpunkt in irgendeiner Weise schmerzhaft oder grob.

    Da ich aber etwas paranoid bin, mache ich mir nun trotzdem recht große Sorgen.

    Nun ja, ich habe mich danach nochmals genauer über Risiken informiert, dabei bin ich eher auf allgemeine Informationen gestoßen, u.a. das rezeptiver Analverkehr ohne Ejakulat durchaus ein relativ hohes Risiko darstellt (durchschnittlich 0,65%), was auch z.B. im Verhältnis zu rezeptiven Analverkehr mit Ejakulat nicht sonderlich viel geringer erscheint (1,43%). Natürlich sind das nur Durchschnittswerte die weniger über den eigentlichen Ablauf des Analverkehrs aussagen.

    Aus Angst war ich dann aber doch lieber zum Arzt gegangen um nach einer Postexpositionsprophylaxe (PEP) zu fragen, der Arzt bestätigte mir dann nochmal das es dabei durchaus zu einer Infektion kommen kann, eine PEP aber nicht von der Krankenkasse übernommen wird, sofern nicht eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit vorliegt. Da es schon später war und ich ziemlich lange beim Arzt warten musste und mich auch etwas handlungsunfähig fühlte (kein Geld dabei) war ich dann erstmal wieder nach Hause.
    Am nächsten Tag bin ich aber nochmal zum Arzt, wenn es die Kasse nicht bezahlt, muss ich es halt eben machen, ob das Risiko jetzt eher gering oder hoch ist, spielt dabei eigentlich auch keine Rolle, das Risiko bleibt ja so oder so. Leider war ich dann erst ca. 28 stunden später dazu gekommen mit der PEP zu beginnen. Einer der Hauptgründe für die PEP war noch nicht einmal die Angst, sondern viel mehr der Gedanke das ich für den Fall der Fälle wegen ein "paar bunten Papierscheinen" vielleicht bereue - und das, wenn auch geringe Risiko, ausreichen könnte.

    Ich habe auch gelesen: Als potentielle Quellen einer Infektion gelten:

    Blut
    Sperma
    Vaginal-Sekrete
    Flüssigkeit der Analschleimhäute

    Zwar habe ich auch gelesen das der reine Kontakt zwischen Penis und Analaschleimhäuten für den empfangenden ein Risiko birgt und dieses sogar 3-4 mal höher ist, dabei war aber dann auch immer die Rede von: Da es fast immer zu kleinen (mikroskopischen) Verletzungen kommt.

    Schaut man sich nun die Statistiken bezüglich Analverkehr an, wo kein Ejakulat in den Darm gelangt, sind Prozente von 0,15-1.5 als Wahrscheinlichkeit angegeben. Also bei einem kurzen Kontakt zwischen Penis und Analschleimhaut wären wohl die 0,15 % anzusetzen, evtl. auch weniger? oder ist das wirklich realistisch? Wenige Sekunden Kontakt und trotzdem 1/10 der durchschnittlichen Wahrscheinlichkeit von Analverkehr mit Ejakulat, bzw. sogar nur knapp 1/3 Wahrscheinlichkeit von (unwahrscheinlichen) Fällen mit Ejakulat. Ist das wirklich schon so gefährlich (auf meinen Fall bezogen)?

    Wie auch immer, ich finde diese Statistiken recht wenig aussagend. Trotzdem habe ich einfach mal versucht anhand von Statistiken mein persönliches Risiko einzuschätzen.

    1. Wahrscheinlichkeit bei rezeptiven Analverkehrt ohne Ejakulat in verschiedenen Szenarien:

    a) Person ist negativ = 0% Wahrscheinlichkeit (hoffe ich sehr)

    b) Person ist positiv (unter wirksamer Behandlung) = wahrscheinlich auch, bzw. fast gleich 0%
    (laut Aussagen der Person aber nur eine hypothetische Möglichkeit)

    c) Person ist positiv (ohne Behandlung, gerade erst angesteckt) = wegen hoher VL ca. 1-1,5%

    d) Person ist positiv (schon lange ohne Behandlung) ja nach VL ca. 0,15-1,5%
    (ist nach Aussage der Person auch eher ausgeschlossen)

    2. Wahrscheinlichkeit im Durchschnitt auf HIV positive MSM Kontakte zu treffen

    auf 10,000 homosexuelle Männer ca. 100 positive ohne Behandlung (1%) (entspricht ein mittleren Großstadt)
    (hier ist es sehr schwer korrekte Aussagen zu treffen, aber nach Angeben im Internet, sind ca. 10% der homosexuellen Männer HIV positiv und davon wiederum 10% ohne Behandlung, glaube es könnten eher weniger sein)

    3. Wahrscheinlichkeit im Durchschnitt auf frisch infizierte MSM Kontakte zu treffen

    In Bezug auf eine mittlere Großstadt gibt es ca. 25 Neuinfektionen pro Jahr.

    4. Wahrscheinlichkeit durch PEP

    da ich relativ spät mit der PEP angefangen habe, kann ich ebenfalls schwer sagen wie gut die noch Funktionieren kann, denke aber die Wahrscheinlichkeit sollte nach 28 Stunden noch bei über 50% liegen.

    Daraus würde ich sagen ergibt sich umgefähr folgendes Ergebnis:

    Im Besten Fall: War meine Angst unbegründet und ich habe sinnlos 900€ für die PEP ausgegeben.
    Im Durchschnitt liegt das Risiko bei ca.: 1:30,000
    Im schlimmsten Fall: bei ca.: 1:100

    Gut, das bringt mich aber trotzdem irgendwie nicht wirklich voran, jede diesen Zahlen sagt einfach nicht wirklich etwas aus und diese ganze Wahrscheinlichkeitsrechnung macht mich eigentlich nur paranoider. Solange ich nicht weiß das nichts passiert ist wird sich das sicher auch nicht ändern, aber das dauert wohl noch mindestens 2 Monate.

    Vielleicht kann mir ja jemand helfen und ein paar Fragen beantworten.

    1. Wie hoch schätzt ihr mein Risiko aus objektiver Sicht ein? Liege ich richtig, oder doch nicht?
    2. Ich habe schon öfters rezeptiven Analverkehr praktiziert, steigert sich dadurch zunehmend die Wahrscheinlichkeit von Anfälligkeiten gegenüber nicht merkbaren Verletzungen?
    3. Ich denke ich habe ein recht gutes Immunsystem, als Kind war ich sehr oft Krank, daher hab ich höchsten alle 2-3 Jahre eine Erkältung. Hilft das eine Infektion bei HIV vorzubeugen?
    4. bei der Einnahme einer PEP, gibt es da irgendwas was man beachten kann um die Wirkung zu steigern?
    5. Wie lange muss ich nach der PEP warten bis ich ein HIV Labortest machen kann? Laut angaben soll es 6 Wochen dauern, reicht das wirklich aus?

    Ich bedanke mich fürs lesen und hilfreiche Antworten.

    Ich hoffe es stört nicht das ich hier teils intime Details mit einbringe, aber zu schreiben ich habe Angst mich bei irgendeinem, nicht weiter definierten Personen-Kontakt angesteckt zu haben, wäre sicher nicht gerade Aussagekräftig gewesen, aber falls irgendwas unpassend erscheint, ändere ich das gerne wieder.
     
  2. haivaupos

    haivaupos Poweruser Poweruser

    Sehr Gering.
    Obwohl du ja schon ein Risiko von <1% (für dich) relativ hoch einstufst...
    ?
    Das wird dir wohl keiner sagen können ob du da was merkst oder nicht...
    Ich merke da nix davon :cool:
    Ob ein robustes Immunsystem was bringt weiß ich nicht. Schaden tut es aber auf keinen Fall ;)
    Ja. Regelmäßigkeit :cool:
    Ja :cool:
     
  3. ReiMinari

    ReiMinari Neues Mitglied

    Ok, vielen Dank für die schnelle Antwort. Ja vielleicht arbeite ich zu oft mit Dezimalzahlen und egal wie gering das Risiko ist, es bleibt eben ein Risiko bzw. eine Möglichkeit, welche meine Gedanken stark beeinflusst.

    Bei einer Wette würde ich wohl ach dagegen setzten, zumindest was die Wahrscheinlichkeit angeht. Aber, obwohl ich weiß das es keinen Sinn macht, komme ich einfach nicht herum mir vorzustellen, das ich letztendlich so viel Pech haben könnte, wie man nur irgendwie haben könnte, zumindest im Bezug aufHIV.

    Entsprechend bin ich auch recht starken Stimmungsschwankungen ausgesetzt, aber naja, hilft ja nichts, nur warten und ob das hilft bleibt auch abzuwarten...

    Naja, die PEP nehme ich natürlich sehr regelmäßig zu mir, die Roten alle 12 Stunden die Blauen alle 24 Stunden (zum essen).
    Inzwischen sind die Nebenwirkungen auch nicht mehr so stark, am Anfang haben die mir schon etwas auf den Bauch geschlagen, jetzt ist es nur noch leichte Müdigkeit (glaube ich).

    Ich kann wohl nur hoffen das alles gut läuft … und die Zeit irgendwie vorüber geht.
     
  4. ReiMinari

    ReiMinari Neues Mitglied

    Sorry, ich habe mich da an den Foren orientiert, der erste Beitrag war ja nur eine kurze Vorstellung, das ist dann eher das eigentliche Problem was mich derzeit beschäftigt...
     
  5. AlexandraT

    AlexandraT Moderator HIV-Symptome.de Team

    Ich hab dieses Posting wieder gelöscht...hab bemerkt, dass es doch nicht exakt dasselbe ist....also alles ok....einfach weiter diskutieren bitte.
     
  6. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Das Thema geht mir viel zu sehr von der tatsächlichen Infektionsgefahr weg und hin zu einer theoretischen Diskussion, die schon fast phobische Züge trägt.

    Ehrlich gesagt bin ich mir nicht sicher, was der TE will. In den Postings stehen z. T. mehr Antwortbegründungen als Fragen.

    @AlexandraT ... ich wäre auch hier eher für die Babbelecke. Was meinst Du?
     
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  7. AlexandraT

    AlexandraT Moderator HIV-Symptome.de Team

    Stimmt Matthias... ich hab auch schon überlegt wo es Platz hat... also verschiebe ich es mal in die Babbelecke.
     
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  8. haivaupos

    haivaupos Poweruser Poweruser

    Das spielt natürlich auch eine gewisse Rolle dabei. Wenn man davon ausgeht, dass es sowas wie Glück oder Pech in diesem Sinne, in dieser Hinsicht, überhaupt gibt ;)

    Was bleibt also?
    Toitoitoi, salzüberdieschulterwerf und 3xschwarzerkater :cool:
     
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  9. LottchenSchlenkerbein

    LottchenSchlenkerbein Poweruser Poweruser

    Von mir gibts noch `nen Glückspfennig dazu :D dann kann gar nix mehr schief gehen.
     
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  10. AlexandraT

    AlexandraT Moderator HIV-Symptome.de Team

    Hat vielleicht noch einer eine Hasenpfote? Und am besten noch einen Kaminfeger anfassen.
     
  11. LottchenSchlenkerbein

    LottchenSchlenkerbein Poweruser Poweruser

    Ja, aber der Hase is noch dran und der hoppelt auch noch, geht das trotzdem ?
     
  12. AlexandraT

    AlexandraT Moderator HIV-Symptome.de Team

    Dann sind es vier Pfoten... ist ok... dann musst Du kein vierblättriges Kleeblatt mehr suchen gehen.
     
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  13. devil_w

    devil_w Poweruser Poweruser

    Ich schieb noch ein Schweinchen dazu.
     
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  14. ReiMinari

    ReiMinari Neues Mitglied

    tja, das Wort Pech ist schon recht unwissenschaftlich. andererseits - per Definition würde ich Pech umgangssprachlich als negative Auswirkungen trotz geringer Wahrscheinlichkeit bezeichnen ...

    Dabei gibt es sicherlich auch Menschen, die von sich sagen würden sie haben Pech weil nicht im Lotto gewinnen, was natürlich Quatsch ist, die haben einfach nur kein Glück :)

    da hast du recht matthias, Ich neige (leider) sehr stark zum Abschweifen … da übersieht man schon man den wesentlich Teil, sofern es den überhaupt gibt,

    Aber ich versuche es gerne nochmal:

    Ich hatte für die Dauer von ca. 5-10 Sekunden, ungeschützten, rezeptiven Analverkehr (MSM). Das Verletzungsrisiko von Penis/Schleimhäuten würde ich als relativ gering betrachten (mit Gleitmittel, keine kräftige Penetration). Die beteiligte Person ist mir seit längerem bekannt. Analverkehr hatten wir bislang immer nur mit Kondom.

    Laut Angaben macht die Person alle 3 Monate einHIV Test (letzter Test ca. 1 Monat vor der besagten Situation), Die Person würde ich als bodenständig bezeichnen (gepflegte Wohnung, berufstätig, ehrenamtliche Tätigkeiten). Daher könnte man wohl davon auszugehen das diese Angaben korrekt sind.

    Nun habe ich viel über die Risiken eines solchen Kontaktes gelesen, kann die Risiken aber nur schwer einschätzen. Mir ist natürlich klar das die Person entweder falsche Angaben zumHIV Status gemacht, oder sich in den 2-3 Monaten vor unserem Kontakt mit HIV infiziert haben müsste, damit ein Risiko überhaupt bestünde. Ich halte beides für eher unwahrscheinlich (aber man weiß ja nie). Zudem versicherte mir die Person nur dann ungeschützten Verkehr zu haben, wenn seiner Meinung kein Risiko zu erwarten ist (auch wenn ich persönlich finde das es riskant ist das alleine von der Person abhängig zu machen, einzig einHIV Test scheint mir da wirklich sicher zu sein).

    Klar kann man das zweifeln meinerseits nun als phobische Affektivität bezeichnen, ist sicherlich auch richtig so. Entsprechend sicherer fühle ich aber auch Risiken nicht zu ignorieren, daher habe ich mit einer PEP, ca. 28 Stunden nach dem Kontakt begonnen.

    Aber davon abgesehen, würde mich interessieren wie hoch die Wahrscheinlichkeit objektiv zu betrachten ist, vorausgesetzt man betrachtet nur den physikalischen Risiko Kontakt mit Einbezug der PEP (die ich bislang streng nach den Empfehlungen einnehme). Die viel zu allgemeinen Statistiken helfen mir leider nicht weiter.
     
  15. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Das war keine Bitte, noch einmal alles von vorne durchzukauen ... das war eher die Vermutung, das wir Dir nicht helfen können, weil Du Dir schon alles zurechtgelegt hast ... und keine unserer Aussagen annehmen wirst.

    Sorry für die klaren Worte, aber wir haben hier unsere Erfahrungen gemacht. Und je länger der Eingangspost, umso geringer war das tatsächliche Risiko ... aber umso größer ist die Beratungsresistenz.
     
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  16. LottchenSchlenkerbein

    LottchenSchlenkerbein Poweruser Poweruser

    Wegen 5 Sekunden :eek::eek: .. was hast Du erzählt ?


    Also ich bin auch sehr bodenständig, gepflegt, sauber, dusche jeden Tag, gehe mehreren ehrenamtlichen Tätigkeiten und der vollberuflichen Schichtarbeit nach, meine Wohnung ist sicher nicht steril, aber aufgeräumt und ich pflege sie nach bestem Wissen und Gewissen UND binHIV+ , das zerstört jetzt hoffentlich nicht Dein Weltbild vom abgewrackten und dahinsiechenden AIDS-Monster ?


    Aber Vertrauen hast Du trotzdem nicht. Frag ich mich natürlich, warum dann überhaupt mit "solchen Leuten" ins Bett gehst. Wo die ja Deiner Meinung nach alle verseucht sind.

    Dir hilft auch sonst keine Statistik.

    Dir hilft nur jemand, der Dir mal sagt, welchen unfassbaren Unsinn Du so daherredest und eine sehr sehr sehr lange Therapie bei einem sehr sehr sehr verständnisvollen Therapeuten.
     
  17. ReiMinari

    ReiMinari Neues Mitglied

    Naja, den Anfangs-Beitrag hätte man sicher kürzer schreiben können, das stimmt schon, daher hab ich versucht das ganze nochmal auf das Wesentliche zu reduzieren und auch begründet warum der zu lang ist :)

    Manchmal scheint es eben wichtig möglichst viele Informationen mit einzubringen, um damit eine bessere Einschätzung anderer zu ermöglichen, mag sein das hier Erfahrungen von Beitragslängen auch gewisse Einschätzungen zu lassen, aber zurecht gelegt habe ich mir sicher noch nichts. Lediglich geschaut was es so an Infos im Netz gibt, aber die sind mir zu allgemein, daher dachte ich, es könnte hilfreich sein, meinen Fall präzise zu schildern und evtl. eine Antwort zu bekommen, die ich als Aussagekräftiger empfinde, von Menschen die evtl. viel von dem Thema verstehen und wissen.
     
  18. ReiMinari

    ReiMinari Neues Mitglied

    zu 1. Die PEP habe ich natürlich selber bezahlen müssen.

    zu 2. Mir ist schon klar das auch HIV positive Menschen ein geregeltes Leben haben. Es geht dabei nicht darum einzuschätzen ob jemand HIV positiv ist, lediglich um ein gewissen Anhaltspunkt zu haben, ob die Aussagen dieser Person als realistisch zu betrachten wären. Damit will natürlich nicht sagen das ein solcher Mensch zwangsläufig die Wahrheit sagen wird, nur das es durchaus eine Möglichkeit darstellt diesen Gedanken zu untermauern.

    Wenn du mir jetzt sagen würdest, das du auch gerne Personen bezüglich deines HIV Staus belügst, mit denen du sexuelle Kontakte pflegst, um evtl. ungeschützten Verkehr mit diesen Personen zu haben, wäre ich evtl. eines besseren belehrt, aber mag bezweifeln das dem so ist.

    Und sorry, falls das falsch rüber kam, aber es ging mir wirklich nur dabei um Glaubwürdigkeit einer Person, Das man anhand von der Lebenssituation, dem Aussehen, oder anderen Oberflächlichkeiten keine Einschätzung in Bezug auf HIV oder auch vielen anderen Dingen machen sollte, ist einfach logisch für mich, dennoch könnten auch solche Dinge Indizien sein, genauso kann aber auch das Gegenteil der Fall sein. Und wie sollte ich eine Vermutung anstellen ob jemand über sein HIV Status korrekte Angaben macht, eine gefestigte Lebenssituation, kann man höchsten als Indiz der Glaubwürdigkeit sehen, hat aber letztendlich kaum eine Aussagekraft. Ich habe lediglich Fakten zusammen getragen, ob man du nun in der Verbindung als bekräftigend sehen möchte oder nicht bleibt jedem selbst überlassen.

    zu 3. Man sollte niemals jemanden voll und ganz vertrauen, daher ist vertrauen für mich auch keine Grundlage für Sex. Wer würde schon einem Bekannten, oder selbst einem guten Freund 1 Million € anvertrauen, da dürfte es nur wenige Ausnahmen geben, und das ist nur Papier mit assoziierten Werten. Trotzdem würden die meisten wohl sagen das sie diesen Personen vertrauen, die Frage ist halt immer nur bis zu welchem Punkt man das tut. Wenn es wirklich relevante Dinge sind, kann man eigentlich nur sich selbst vertrauen.

    zu 4. Ich habe nur versucht die Risiko Situation möglichst präzise wiederzugeben und ein Risiko bleibt eben ein Risiko, wie ich ja schon sagte helfen mir die Statisken nicht dabei (wahrscheinlich helfen Statistiken nie recht in Einzelfällen), daher würde ich eher eine Kompetente Meinung bezüglich meines Risiko-Kontaktes haben wollen,

    Wenn deine Meinung darin besteht, mir mitzuteilen das ich eine Therapie brauchen könnte, ok, ich nehme deinen Vorschlag sehr gerne zur Kenntnis und hoffe du hast damit recht, Ich habe ja bereits geschrieben das ich mich selber als paranoid bezeichnen würde, das hilft einem selbst aber auch nicht weiter, um das Risiko wirklich einschätzen zu können.
     
  19. LottchenSchlenkerbein

    LottchenSchlenkerbein Poweruser Poweruser

    Das ist DIE Grundlage für erfüllenden und guten Sex.. und mit dieser Einstellung wirst Du NIE guten und erfüllenden Sex haben... und wer so leben muss, ist ein armer Mensch.

    Tu was gegen Deine Paranoia.

    Ich bin hier raus.
     
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  20. ReiMinari

    ReiMinari Neues Mitglied

    Ich gebe dir da gerne recht mit deiner Aussage, erfüllender und guter Sex ist bestimmt sehr schön und kann eigentlich nur durch Vertrauen zustande kommen. Trotzdem gibt es viele Menschen, die auch in einer festen Beziehung, andere sexuelle Kontakte haben, unabhängig ob sie mit ihrem Sexualleben zufrieden sind oder nicht. Vielleicht weil man unter dem Einfluss von Drogen (inkl. Alkohol) steht, weil Sex schnell aus körpereigenen Hormonen resultieren kann, oder weil sich einfach Situationen ergeben können mit denen manche einfach nur schlecht widerstehen können. Ist der Verstand dann wieder bei Sinnen, bereuen es viele, evtl. gab es sogar eine Risiko Situation, aus Scham wird aber nichts gesagt und schon hat man das Problem wieder. Ganz egal wie viel Vertrauen da ist, oder harmonisch eine Beziehung auch sonst verlaufen mag. Das muss nicht unbedingt sein, aber kommt wie du sicher weißt halt einfach vor, ohne das jemand dabei böse Absichten hätte.
     
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