niedrige Helferzellen

Dieses Thema im Forum "Behandlung / Therapie" wurde erstellt von Rococo27, 1. August 2015.

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  1. Rococo27

    Rococo27 Neues Mitglied

    Hallo,

    ich bin seit 3 Jahren positiv und meine Werte sind nicht so berauschend. Helferzellen bei 266/ 23% Ratio 0,7 und unter dem Nachweiß. Habe soweit keine Beschwerden aber möchte mehr Hellferzellen. Mein Arzt sagt es besteht kein Grund zur Besorgnis. Stimmt das? Nehme Truvada, Norvir und Prezista. Danke
     
  2. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Hallo rococo,

    Die Problematik mit den Helferzellen kenne ich zur Genüge. Ich bin seit 1992 positiv und seit 2001 in Therapie. Ich nehme Prezista, Intelence, Isentress, Norvir und Truvada. Meine Helferzellen schwanken immer schon zwischen 190 und 260. Das klingt natürlich zunächst einmal wenig – aber alle anderen Parameter (die VL ist seit Jahren unter bzw. hin und wieder minimal über der NWG) sind okay ... und ich bin ansonsten absolut gesund. Mein Arzt denkt ähnlich wie Deiner. Ich habe auch vor einiger Zeit aus Interesse eine zweite ärztliche Meinung eingeholt. Resultat: meine bisherige Behandlung ist 1 A.

    Es besteht derzeit die Überlegung, ob mangelnde Erholung durch jahrelangen schlechten Schlaf (ich bin obstruktiver Schnarcher) mit für die vergleichsweise geringe Anzahl an Helferzellen verantwortlich sein könnte. Ich weiß nur noch nicht, ob ich nach sehr negativen Erfahrungen 1999 noch einmal in ein Schlaflabor (und dann evtl. nur noch mit einer Maske schlafen) will ...
     
  3. Rococo27

    Rococo27 Neues Mitglied

    Hallo Matthias,

    also bei mir schwankt es auch immer zwischen 250 und 420 Helferzellen.
    Es kann natürlich sein das es stressbedingt ist. Ich arbeite als Medizinprodukteberater:) im Außendienst und habe natürlich auch mal Stress. Bin auch seit jahren unter dem Nachweiß... Dachte nur, dass ich mit anderen Medis zu evtl mehr Helferzellen kommen könnte... Meim Doc meinte, er würde ungern wechseln... Ich bräuchte Geduld!... Naja... Habe halt nur Angst, dass es noch tiefer runter geht und man nichts mehr tun kann...
     
  4. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Hallo Rococo,

    »nur« deshalb die Medikamentierung zu wechseln, halte ich für eine schlechte Idee wegen potenzieller Resistenzen. Du bist ja regelmäßig beim Doc und lässt Deine Werte checken – sollten sich Veränderungen zum Schlechten ergeben, wird Dein Doc schon wissen, was zu tun ist.

    Stress ist natürlich auch so ein Faktor, den man aktiv bekämpfen sollte. Im Job wirst Du das nicht können, da ist es besonders wichtig, die (wahrscheinlich wenige) Freizeit zu nutzen!

    Übrigens: Solltest Du eine zweite Meinung von einem anderen Arzt einholen, kannst Du das jederzeit tun. Es gibt ja verschiedene Behandlungs- und Therapieansätze ... und kein Arzt der Welt wird Dir böse sein, wenn Du Dich aktiv um Dich selbst kümmerst. ich habe das – wie ich schrieb – gemacht; mein (Berliner) Arzt hat dem Kollegen (in einer Praxis in Frankfurt, für die ich beruflich tätig bin) alle Daten zur Verfügung gestellt. (Das hätte er auch gemacht, wenn der Kollege in Berlin praktizieren würde.) Nachdem die zweite Meinung identisch mit der ersten war, war ich natürlich sehr beruhígt. Aber auch, wenn sie unterschiedlich ausgefallen wäre, hätte ich mit meinem Arzt darüber diskutiert und alle Vor- und Nachteile des anderen Ansatzes abgewogen.
     
  5. Rococo27

    Rococo27 Neues Mitglied

    Mhhh ja hast wohl Recht... Er wird wissen was zu tun ist. Aber eine zweite Meinung würde mich zumindest etwas beruhigen...mir geht es ja soweit garnicht schlecht... Nur wenn ich überall lese 250 Helferzellen oh Gott das ist nicht gut etc, beunruhigt mich das schon. Und ich bin ja wie gesagt jetzt auch 3 Jahre unter den Medis und 3 Jahre auch unter dem Nachweis, was ich super finde... Halt nur wenig Helferzellen.
     
  6. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Schau mal hier, ob Du da einen zweiten Arzt in Deiner Nähe findest. Du musst links nur Deine PLZ eingeben. Das sind alles Schwerpunktärzte, die durch ihre Mitgliedschaft in der dagnä auf dem neuesten Stand der Forschung, Wissenschaft und Therapie sind.
     
  7. Rococo27

    Rococo27 Neues Mitglied

    Cool danke dir Matthias. Werde mir da einen Arzt mal raussuchen. Meine Praxis ist da auch aufgelistet sehe ich:).

    wie sehen jetzt deine Helferzellen aus mit der Therapie? Und kann man trotz HAART Aids bekommen? Ich bin noch nicht in allen Fragen so fit, deshalb Frage ich auch vielleicht dumme Fragen. Sorry
     
  8. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Dumme Fragen gibt es nicht. Die Sesamstraße hat es uns doch erklärt: Nur wer nicht fragt, bleibt dumm :)

    Wenn Deine Praxis dort auch aufgelistet ist, ist das schon einmal ein gutes Zeichen.
    Meine Helferzellen schwanken auch unter der Therapie – wie ich schon schrieb – zwischen 190 und 260. Das ist in der Tat nicht viel, aber wichtiger ist es, dass die VL unter der Nachweisgrenze liegt – denn wo keine bzw. nur sehr wenig Viren sind, da kann das Immunsystem nicht (weiter) angegriffen werden. Man geht heute nach aktuellem Stand der Wissenschaft davon aus, dass bei therapierten Patienten das sog. »Vollbild AIDS« nicht mehr (oder im Höchstfall als Verkettung der unglücklichsten Umstände) ausbricht. Damit die Therapie das gewährleisten kann, ist die regelmäßige Einnahme so zwingend erforderlich.
    Mittlerweile liegen Lebensqualität und -erwartung in den allermeisten Fällen auf identischer Höhe mit und ohneHIV. Und das ist doch – wie mein Buchtitel ja sagt: Endlich mal was Positives :)
     
  9. Rubinrot

    Rubinrot Neues Mitglied

    Hallo,
    ein Freund hatte auch lange sehr niedrige Helferzellen. Als er nach <Berlin zog, kam er zur Behandlung in die Charité zu einem Dr. Schuhmann (glaube so heißt er). Der freund bekam etwas, ich glaube er sagte Intravenös. Nach 6 Monaten stiegen die Helferzellen auf 1250 an. Und blieben so zumindest 7 Jahre. dann starb er leider bei einem Motorradunfall. Habe versucht zu rechargieren. Diesen Arzt gibts wirklich und er ist wohl von Anfang an aufHIV spezialisiert und forscht auch. Jetzt habe ich mich dran erinnert und werde auch mal weiter nach diesem Doktor forschen.
     
  10. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Du meinst Dr. Dirk Schürmann. Aber das ist bei Weitem nicht der einzige Arzt, der auf dem FeldHIV kompetent ist. Und vor sieben und mehr Jahren gab es bei HIV nichts, was intravenös gegeben wurde. Das wüsste ich …

    Übrigens: Der letzte Beitrag datiert von August 2015. Der User ist seitdem hier nicht mehr in Erscheinung getreten.
     
  11. LottchenSchlenkerbein

    LottchenSchlenkerbein Poweruser Poweruser

    Und Werbung ist hier nicht erwünscht !
     
  12. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Ich hole meine hochwertigen Medikamente in der Apotheke nebenan. Da bin ich schneller, als ich online auf »enter« drücken kann.

    Und ich schließe diesen Thread. Der TE ist schon länger nicht mehr aktiv.
     
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