Neu hier und eine schwere Frage zu Blutwerten

Dieses Thema im Forum "Leben mit HIV" wurde erstellt von rbpmp, 23. Februar 2012.

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  1. rbpmp

    rbpmp Neues Mitglied

    Hallo zusammen,

    nach langem überlegen habe ich mich nun dazu entschlossen mich hier auch zu registrieren.

    Etwas zu meiner Geschichte meine Frau istHIV positiv und ist seit ca. 3 Jahren in Behandlung durch Atripla.

    Jetzt war sie heute bei ihrem Facharzt und dieser sagte ihr das sich ihre werte verschlechtern.

    Die Werte sind so das die Viruslast bei 300 ist und die Helferzellen bei ca. 100.

    Jetzt will ich einfach nur wissen wie ich das deuten soll. Wie gefährlich ist das?

    Ihr wurde jetzt Blut genommen um zu testen worauf sie nicht mehr reagiert.

    Muss ich mir Sorgen um meine Frau machen? Ich hoffe ihr könnt mir helfen. Solltet ihr noch Fragen haben immer her damit.
     
  2. ChrisLDK

    ChrisLDK Poweruser

    Hallo rbpmp,

    wenn ich Dich richtig verstanden habe, dann ist Deine Frau in Behandlung und nimmt Atripla alsHIV-Medikament.

    Nun gut, im Idealfall sollte die Viruslast kleiner als 50 sein (unter der Nachweisgrenze). Bei Deiner Frau liegt sich bei 300 und das ist zwar nicht in Ordnung aber man sollte der Ursache auf den Grund gehen. Ich denke, das Deine Frau gegenüber einem Wirkstoff in Atripla Resistenzen gebildet hat und daher die Medikamente nicht mehr wirken. Dies sollte auf jeden Fall mit dem behandelnden Facharzt abgeklärt werden.

    Eine Helferzellenzahl von gerade mal 100 ist alles andere als gut. Bitte DRINGEND zum Facharzt und das klären lassen. Das kann natürlich mit dem ersten Punkt zusammenhängen aber auch andere Ursachen haben.
     
  3. rbpmp

    rbpmp Neues Mitglied

    Sie war heute bei ihrem SPA, nächste Woche ist der nächste Termin wo man dann sieht gegen was sie immun ist.

    Sollte ich mir Sorgen machen? Die Helferzellen Anzahl ist auch das was mir sorgen macht. ABer ich habe auch schon von Leuten gehört die Zellen im Bereich von 10 hatten.

    Wie gefährlich ist ein Wert um die hundert herum? Sie wird neue Medikamente bekommen wenn man weiss gegen was sie immun geworden ist. Dadurch sollte sich das wieder normalisieren oder?

    Ich bin nervlich ziemlich fertig deswegen... Eins habe ich vergessen sie war ziemlich stark erkältet letzte Woche und hatte Halsschmerzen kann das Au h mit den Helferzellen zusammen hängen?
     
  4. rbpmp

    rbpmp Neues Mitglied

    Hat sonst keiner Hilfe für mich?
     
  5. ChrisLDK

    ChrisLDK Poweruser

    Hallo,

    jede Erkältung und jede Grippe oder andere bakterielle oder virale Infektion wird durch die Helferzellen abgewehrt und dabei gehen halt auch ein paar der Helferlein drauf. Aber Helferzellen um die 100 ist wirklich nicht gerade das, was sich einHIV-Infizierter wünscht. Je niedriger die Helferzellen sind, desto größer ist auch die Gefahr für die opportunistischen Infektionen.
     
  6. rbpmp

    rbpmp Neues Mitglied

    Ok und ab wie wenig Helferzellen wird es gefährlich? Wie sehen diese Infektionen denn genau aus?
     
  7. ChrisLDK

    ChrisLDK Poweruser

    Guten Abend,

    ab wann es bei wieviel Helferzellen problematisch werden kann, das ist bei den Menschen unterschiedlich.

    Opportunistische Infektionen sind u.a.

    - eine Form der Lungenentzündung
    - verschiedene Krebsarten

    An diesen Sachen kann man dann sterben, da sich der Körper dagegen nicht mehr wehren kann. Dann spricht man auch von dem Vollbild Aids.
     
  8. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Die Zahl der Helferzellen ist zwar deutlich zu niedrig - aber was deshalb passiert, ist von vielen unterschiedlichen Faktoren abhängig. Ich selber war bis auf 20 'runter und bin langsam, aber regelmäßig wieder bis 180 hoch und es wird immer mehr.

    Ich kenne Leute, die ihre Helferzellen schon mit Namen angesprochen haben, weil sie im einstelligen Bereich lagen und die Zahl wieder gestiegen ist. Und ich kenne Leute, die aus dem sog. Vollbild »AIDS« durch die richtige Therapie wieder in den Status »HIV positiv« zurückgeholt wurden.

    Wichtig ist, dass Deine Frau bei einem Schwerpunktarzt ist (was ja so zu sein scheint). Vielleicht hast Du die Möglichkeit, eine zweite Meinung (einen anderen SPA aus einer anderen Praxis) zu Rate zu ziehen? Es gibt Ärzte, die unterschiedliche Wege zum Ziel einschlagen ... kein SPA ist Dir böse, wenn Du ihn fragst, ob er Dir jemanden zu diesem Zwecke nennen kann.
     
  9. rbpmp

    rbpmp Neues Mitglied

    Vielen dank für die Tipps. Meine Frau ist bei einem guten SPA mit dem wir sehr zufrieden sind. Sie ist schon seit vielen vielen Jahren dort und wir vertrauen ihm voll und ganz.

    Sie hat so einen sehr trockenen Reizhusten die ganze Zeit. Dagegen hat sie jetzt schon Antibiotika vom SPA bekommen. Kann man so eine Hustenerkrankung schon als oppurnistische Infektion sehen?

    Ich mache mir solche Sorgen um meine Frau. SIe war Jahrelang unter der Nachweisegrenze und mit einem mal sind die Werte so schlecht.

    Sie lebt schon seit ihrer Geburt mit dem Virus und ist jetzt 28. Ich habe einfach Angst das das Immunsystem irgendwann einfach nicht mehr kann.

    Andereseits kann man sagen das weil sie schon so lange damit lebt ihr Körper gut dagegen ankämpfen kann.
     
  10. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Nein, Reizhusten ist keine opportunistische Infektion. Da kann ich Dich beruhigen. Aber es ist schrecklich, das weiß ich auch ...

    Schön, wenn Ihr mit Eurem SPA zufrieden seid. Das ist sehr wichtig.

    Es kann passieren, dass die Wirkung eines Wirkstoffes auf der Zeitreihe nachlässt bis ganz verschwindet - z.B. wenn sich Resistenzen gebildet haben. Zum Glück gibt es heute aber verschiedene Möglichkeiten ...

    Ich wünsche Dir und vor allem Deiner Frau, dass sich schnell eine Lösung findet und die Werte wieder in die alten »Höhen« steigen!
     
  11. rbpmp

    rbpmp Neues Mitglied

    Donnerstag hat sie wieder einen Termin, da wird sich zeigen wie es weiter geht. Ich hoffe das sich die Werte wieder etwas gebessert haben. Ich werde berichten wenn es wieder was neues gibt.
     
  12. rbpmp

    rbpmp Neues Mitglied

    gestern abend gab es wieder Probleme. Meine Frau hatte starke Schmerzen beim Wasserlassen und starke schmerzen Richtung Unterleib und ganz besonders stark beim Steißbein.

    Aufgrund der momentanen Lage habe ich den Notfalldienst gerufen. Dieser kam und meinte das es sich wohl um eine Blasenentzündung handelt. Er meinte auch das er nicht denkt das das mit der Krankheit zusammen hängt. Ich habe trotzdem wieder schreckliche Angst.

    Sie geht heute früh gleich zu ihrem SPA. Hat irgendwer von euch eine Ahnung was das wieder sein könnte? Oder ist das wirklich nur ein dummer Zufall.

    Ihr Husten ist eigentlich völlig verschwunden. Die Cotrim Tabletten haben wohl gut gewirkt. Ich hoffe das ihre Werte sich nun auch verbessert haben. Bis Montag morgen ging es ihr auch sehr sehr gut.
     
  13. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Grundsätzlich hat eine Blasenentzündung mit einerHIV-Infektion nichts zu tun. Aber ich verstehe (und weiß), dass man in solchen Fällen sofort Rückschlüsse zieht und sich dabei selbst mehr in Angst und Schrecken versetzt, als es eigentlich nötig ist.

    Ich wünsche Deiner Frau und Dir alles erdenklich Gute!
     
  14. rbpmp

    rbpmp Neues Mitglied

    So wie es aussieht handelt es sich um den Blinddarm. Meine Frau kommt heute ins Krankenhaus. Der schrecken nimmt kein Ende...
     
  15. rbpmp

    rbpmp Neues Mitglied

    Ich brauche mal wieder euren Rat. Meine Frau hat heute ihre neuen Werte bekommen, sie hat wohl Resitenzen gegen die Atripla gebildet.

    Sie muss jetzt 6 Tabletten am Tag nehmen frühs und abends. Das schlimme ist wenn diese Kur nicht anschlägt dann gibt es nur noch eine Möglichkeit.

    Das ganze macht mir sehr viel Angst. Muss ich mir Sorgen um meine Frau machen? Die Werte haben sich auch verbessert aber die Helferzellen sind noch nicht über 200.

    All diese Prozesse mit den Viren usw. das sind doch Dinge die über Jahre dauern. Ich hab solche Angst das der Gesundheitszustand meiner Frau sich verschlechtert.

    Kennt sich jemand mit diesen tabletten aus? Wie sind die Erfolgsaussichten??
     
  16. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Wenn sich die Werte verbessert haben, ist das erst einmal ein gutes Zeichen. Die Helferzellen fallen recht schnell, aber steigen nur langsam - hier ist also Geduld vonnöten. Und »200« ist nicht die Mindestanzahl, mit nur der es »gut gehen kann«. Das ist eine Zahl, die aus der Daumenpeilung der Anfänge übrig geblieben ist. Jede Helferzelle mehr ist schon ein Gewinn!

    Liebe Grüße und alles Gute!
     
  17. rbpmp

    rbpmp Neues Mitglied

    Danke für die Worte. Es ist einfach für mich so schlimm zu sehen das es nicht mehr alles so gut funktioniert. Soviele Jahre war alles gut mit Atripla und jetzt wird alles kompliziert. Diese Angst ist so schlimm für mich. Das abwarten auf die nächsten Tests...

    Ich hab einfach so schreckliche Angst ich weiß nicht was ich tun soll wenn es meiner Frau schlechter gehen sollte.
     
  18. alleingelassen

    alleingelassen Neues Mitglied

    Mach, dir wegen den Helferzellen nicht soviele Sorgen,
    ich war bei 7 Helferzellen und hatte eine Viruslast von 300.000

    Bei mir war die Krankheit ausgebrochen und ich wurde zurück therapiert

    meine werte von vorgestern:

    Helferzellen: 470
    Viruslast: Unter der nachweißgrenze,
    ich will damit nur sagen, mach dich nicht zu früh verrückt, Ich weiß wovon ich rede ...

    LG und alles gute
     
  19. rbpmp

    rbpmp Neues Mitglied

    Ihr SPA meinte das außer der jetzigen nur noch eine Therapie gibt, wenn diese auch nicht wirken sollte gibt es nichts mehr was ihr helfen kann. DAs ist es was mir so schreckliche Angst macht. Das sie irgendwann gegen alles resistent ist.
     
  20. Mircstar

    Mircstar Bewährtes Mitglied

    Vielleicht mal eine Zweite Meinung einholen ? Schaden kann es nicht. Und immer dran denken, die forschung schläft nicht .
     
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