mein Leben hat sich etwas verändert

Dieses Thema im Forum "Vorstellungen" wurde erstellt von Maddy, 1. März 2018.

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  1. Maddy

    Maddy Neues Mitglied

    Mein Leben hat sich in den letzten Jahren verändert. Meine Einstellung zum Leben im Allgemeinen ist eine andere, als zu dem Zeitpunkt, als man von mir verlangte, jemand zusein, welcher ich von Anfang an nie war. Wäre mein Leben anders verlaufen, wenn man mir die Möglichkeit gegeben hätte, so zu leben, wie ich mich schon immer gefühlt habe? Vielleicht ja, aber nur vielleicht. Denn viele schöne Dinge, die mir mit dem aufgezwungenen Leben geschenkt wurden, wie die liebe zur einer einzigen Frau, aus welcher zwei wundervolle Söhne hervorgegangen sind, hätte es wohl dann nie gegeben, wäre es mir bereits im zarten alter möglich gewesen, den Weg als Mädchen und spätere Frau gehen zu dürfen. Und es hätte nicht viel gefehlt und ich hätte mir mit 12 Jahren etwas angetan, was mein Leben nachhaltig geändert, wenn nicht sogar gekostet hätte. Mit 12 Jahren, wollte ich mir die Hoden mit einer Rasierklinge entfernen.

    Ich setzte bereits an und es ist auch etwas Blut geflossen, aber irgendetwas hielt mich davon ab, es gänzlich zutun. Und ob man es glaubt oder nicht, bei alldem Glück, was mir als Mann widerfahren ist, gab es Zeiten, wo es von mir bereut wurde, dies nicht getan zu haben. Jetzt seit dem ich den Weg zur plastischen Frau beinah vollzogen habe, hat sich vieles in meinem Leben verändert. Andere, verkriechen sich vielleicht in ihrem Schneckenhaus, oder stylen sich so sehr auf, dass man den wahren Mensch unter dieser Maske nur noch erahnen kann. Bei mir ist dies anders! Bei wurde die Natürlichkeit, von jeher groß geschrieben. Wenn ich mich style, dann nur sehr dezent und es scheint anzukommen.

    Meine soziale Kontaktfreudigkeit, sowie das unumstößliche Selbstbewusstsein, lässt mich auf die Menschen zugehen, sie ansprechen, sei es hier im Schwarzwald oder irgendwo in der Schweiz. Es fällt mir nicht schwer, neue Kontakte zuknüpfen. Dabei werden von mir soziale Netzwerke verachtet, obwohl ich in einigen angemeldet,
    aber so gut wie nie dort drin bin und dies hat seinen Grund: Wenn ich zu einem Menschen Kontakt aufnehmen möchte, dann ist es mir sehr wichtig zu wissen, ob dieser wirklich eine Frau oder ein Mann ist! D.h. mir ist es ausserordentlich wichtig, zu wissen mit wem man es zu tun hat. Was bei dieses Bedürfnis verstärkt, mit Menschen nur real und nie virtuell in Kontakt zutreten ist, dass man mir die Fähigkeit zuspricht, Menschen lesen zu können, was auch wirklich stimmt. Menschen bei dem mit einander sprechen, in die Augen schauen, dass ist etwas, was man verlernt, wenn man sich nur noch über soziale Netzwerke mit einander austauscht.

    Vielleicht gab es wirklich schon diese Liebe aus dem Internet, nur wissen mit wem es wirklich zutun hat, funktioniert doch erst dann, wenn man sich dass erste mal im realen Leben gesehen und mit einander gesprochen hat. Das ist meine Devise. Ich mag Frauen, mit Frauen kann ich mich ausgesprochen gut unterhalten, weil nur die Frauen, diese bestimmte Psychologie besitzen, einem beim Gespräch ununterbrochen in die Augen zuschauen.

    Auf die Frage, wie ich sexuell gepolt bin, dann kann ich von mir behaupten, dass ich Bi-Sexuell bin. Als Frau mag ich Frauen genauso wie Männer, lebe aber zur Zeit aus medizinischen Gründen A-Sexuell, was sich mit einer weiteren angleichenden Operation ändern soll. Nie in meinem vergangenen Leben schaute ich Liebesfilme, diese langweilten mich zutiefst, jetzt schau ich nur noch solche an. Dabei faszinieren mich Filme mit Frauen, die mit nix, etwas aus ihrem Leben gemacht hat, wie eben z.B. Coco Chanel, der Beginn einer Leidenschaft ,oder auch traurige Filme, wie Unersetzlich usw...

    Wenn ich wüsste, dass, wenn ich sterben würde, danach jedoch von vornherein als weibliches menschliches Wesen noch mal das Licht dieser Welt erblicken könnte, dann würde ich mein Leben jetzt hier und sofort von mir beendet werden. Nur das einmalige Leben, in seiner Vielfalt, bietet einem alles, wenn man mit offnen Augen und einem gewissen Selbstbewusstsein und ohne jegliche Vorurteile der Welt gegenübersteht. Ich freue mich riesig auf den Frühling und den Sommer, mit all seiner bunten Vielfalt. Für mich ist im vorigen Jahr, im Sommer ein Traum in Erfüllung gegangen. Nachdem die zweite angleichende Operation beendet war, nur mit einem dünnen Sommerkleid bekleidet, auf meinem E-Stehroller, durch die Schweiz bis zum Bielersee zu düsen, um dann von gleich auf jetzt, mich in die Fluten dieses Sees einfach fallen zulassen. Etwas schöneres gibt es nicht, als die Freiheit, welche man nur als Frau so richtig auskosten kann, voll und ganz genießen zu können. Das ist genau dass, worum ich die Frauen immer beneidete.
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. März 2018
  2. haivaupos

    haivaupos Poweruser Poweruser

    Ich erlaube mir zu korrigieren, auf: "welche du nur als Frau so richtig..."
    Denn ich genieße meine Freiheit gerne als Mann, der ich bin. Sehr gerne bin. Und es kam mir niemals in den Sinn diesen Umstand ändern zu wollen oder müssen weil eine Frau ihr Leben "voller" und "ganzer" genießen kann. Oder aus welchem Grund auch immer. Ich bin sehr zufrieden mit mir, mit meinem Körper, auch mit meinem Penis und mit meinen Hoden :cool:
     
  3. Maddy

    Maddy Neues Mitglied

    Natürlich denkt man Mann anders, als jemand, welcher sich schon immer als Frau gefühlt hat und somit auch eine Lanze für das andere Geschlecht bricht. Das Gehirn einer Frau tickt anders, als das Gehirn eines Mannes. Wenn man die Geschichte zurück verfolgt, dann sind die großen menschlich gemachten Tragödigen immer von Männer ausgegangen, die dann auch damit verantwortlich waren, dass die Frauen an sich unterdrückt wurden. Denn eines kann man sich sicher sein, die beiden letzten Weltkriege, aus welcher einer, aus einer großen Depression hervorgegangen ist, welche auch wieder durch Männer verursacht wurde, hätte es nie gegeben, wenn man es die Frau ermöglicht hätte, in den großen Machtzentralen der Politik und Wirtschaft ihr geistiges Potenzial einbringen zu können.Warum wurde das weibliche Geschlecht unterdrückt, lange Zeit, von allen politischen und gesellschaftlichen sowie geistigen Institutionen ferngehalten? Weil man Angst davor hatte, weil man wusste, dass die Frau mit ihren geistigen Fähigkeiten, schon von der Geburt an, ganz dem männlichen Geschlecht viel voraus hat und somit in der Lage ist, dem Mann ganz schnell nicht nur geistig das Wasser abzugraben. Was mein Geist angeht, wird dieser niemals mehr mit dem einer biologischen Frau mithalten können. Sosehr ich mich auch bemühe. Aber Veränderungen, in und an meinem Wesen, ist auch meiner Familie aufgefallen. Das ich mich sehr zum positiven veränderte. Das ich mich ohne Penis und Hoden frei fühle ist doch nur klar und wird für jemanden der durch und durch Mann, ist ganz anders gesehen, wofür ich vollstes Verständnis aufbringen kann. Wenn jemand wie ich, welcher schon gern als Kind nackt geschwommen ist, ist ein Traum in Erfüllung gegangen, welcher davon handelt nur mit einem zwar sehr teuren aber doch modischen hauchdünnen Kleid, mit welchen man aus ins Wasser gehen kann, durch eine Großstadt wie Biel durch zu rollern, (den dies muss man zwangsläufig, wenn auf die Nordseite des Sees möchte), um mit diesem auch gleich ins Wasser zu können, ohne sich umziehen oder aus und umkleiden zu müssen und sich überall auch gleichzeitig frei und nackt zu fühlen. das sind Dinge welche man als Mann so niemals erleben kann.

    Zwar lebe ich zur Zeit A-sexuell, was aber nicht gleich bedeutet, dass ich keine sexuelle Lust mehr verspüre, ganz im Gegenteil, die sexuelle Lust, ist mir durch meinen erfahrenden Chirurgen, in der Freiburger Uniklinik, welcher auch, aber nicht nur deswegen, hoch geschätzt und verehrt wird, erhalten geblieben. Die Freiheit, die man geniest, wenn man sich so richtig glücklich und wohl fühlt aber auch gleichzeitig erregt auch sexuell, ist ganz klar, welches von mir als Mann schon immer verhasst wurde, wenn der Penis dann steif geworden ist. Dieses Gefühl, muss man als Mann in der Öffentlichkeit zwanghaft unterdrücken, wenn man nicht geächtet werden will, als Frau ist dass ganz anders. Man kann diese Erregtheit geniessen, egal wo man sich befindet. Schon mal daran gedacht? Ein Gefühl von Freiheit.

    Was mir von dem Mann sein als einziges geblieben ist, ist meine tiefe Stimme, die zwar durch Training etwas nach oben korrigiert werden kann, die Größe, aber auch meine schier unmenschliche Kraft in meinen Händen, welche nach wie vor von meinem durchtrainierten Söhnen bewundert und auch mit Respekt betrachtet wird, wenn dies mir nur so aus spass mal die Hand drücken wollen. Für meine Söhne bleibe ich für immer und ewig der Papa, für meine Frau bin ich die Süsse, was ich sooo süss finde, wenn sie dies sagt. Geblieben ist mir meine Spontanität und Unternehmungslust. Hinzugekommen ist die Fähigkeit zuzuhören, andere ausreden zulassen, den Gesprächspartner in die Augen zu blicken, die Kunst mich durch lesen zu bilden. Aber auch meine soziale Kontaktfähigkeit hat seit dem es mir möglich ist auch optisch Frau zusein um ein Vielfaches verbessert.

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  4. Maddy

    Maddy Neues Mitglied

  5. haivaupos

    haivaupos Poweruser Poweruser

    Also eines sieht man ganz offensichtlich, und zwar aus jedem einzelnen Wort, aus jeder einzelnen Formulierung: du idealisierst das Frauenbild bis zum "geht gar nicht mehr".
    Und (aber) das ist doch gut so. :cool:
     
  6. Maddy

    Maddy Neues Mitglied

    Genau so ist es, und mal ehrlich ist es nicht zum größten Teil eine Wahrheit, für welche der Mann mit seiner Vormachtstellung gesorgt hat? Die Frau konnte in der Vergangenheit keine Fehler, weder politisch noch wirtschaftlich machen, weil man sie nie lies und jetzt, darf man sich nicht wundern, dass diese heroisiert und idealisiert wird, auch für dass was sie vor allem in der westlichen Welt bereits an Gleichberechtigung erreicht hat und noch erreichen wird.
     
  7. LottchenSchlenkerbein

    LottchenSchlenkerbein Poweruser Poweruser

    Auch auf die Gefahr hin
    a) das Thema zu sprengen
    b) mich mal wieder unbeliebt zu machen

    Was hat das jetzt alles so insgesamt mitHIV zu tun ? Du bist positiv, ok. Aber ansonsten sehe ich Dich eher in einem TransGender-Forum als hier... weil ich les da eigentlich irgendwie nur einen unterschwelligen Männerhass .... und ein überidealisiertes Frauenbild .... ich freu mich, dass es Dir wohl gut geht, die OPen gut gelaufen sind und Du im richtigen Körper angekommen bist .. aber, es bleibt mir irgendwie ein ABER bei dem ganzen hier ...

    Klär mich auf, wenn ich mich irre.
     
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  8. Maddy

    Maddy Neues Mitglied

    Ich denke hier in diesem Quartal des Forums geht es weniger umHIV, als darum sich bekannt zumachen, wie man denkt und Empfindet, welche Ansichten man vertritt, wie man gepolt ist, damit die Leute, hier in diesem Forum herausfinden können, mit wem diese es ungefähr zutun haben oder irre ich mich in dieser Hinsicht? Sich bei mir unbeliebt zumachen, dazu hört schon etwas mehr dazu, als nicht meine Meinung zu vertreten. Dazu bin ich Gott sei Dank viel zu tolerant eingestellt. Ganz im Gegenteil es gefällt mir und macht mir Spass, mit jemanden gerade hier in solch einem Forum, öffentlich zu Diskutieren. Denn HIV ist nicht nur eine Krankheit an sich. Sie beinhaltet alles, von der Politik über wirtschaftliche Interessen bis hin zur Gleichberechtigung der Geschlechter, welche ja unter den Aspekt von Krankheiten, noch einmal ein ganz anderes Gewicht bekommt oder??
     
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  9. LottchenSchlenkerbein

    LottchenSchlenkerbein Poweruser Poweruser

    HIV sollte in meinen Augen nichts weiter sein als eine chronische Krankheit ... es wird höchste Zeit, dass HIV ohne gesellschaftliches Stigma auskommt.
     
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  10. Maddy

    Maddy Neues Mitglied

    Das sehe ich genauso, nur dazu müssten die Menschen ihre lieb gewonnenen Vorurteile ablegen. Aber darauf wird man noch eine ganz Weile warten müssen. Was gibt es schöneres, als sich an dem Unglücken anderer zu erlahmen? Kann man doch so ganz leicht von seinen eigenen Defiziten, welche vielleicht viel schlimmer sind, als an einer chronischen Krankheit zu leiden.


    Man kann davon ausgehen, dass man bei einer Bürger Anzahl von 82 Millionen, von den ungefähr 88000HIV+ (eventuell + 13000, die noch nichts von ihrer Infektion wissen), man unter keiner normalen Krankheit leidet und deswegen als unnormal angesehen werden kann.
    Aus diesem Grund wird man sich noch lange mit dem negativ angesehenen Prädikat HIV+ herumschlagen müssen, egal wie man zu dieser Krankheit gekommen ist. Dabei gibt es mittlerweile Krankheiten, die viel mehr ins Gewicht schlagen und sich durch eine von vornherein gesunde Lebensweise eventuell verhindern liessen und viel mehr geächtet werden müssten.
    Dazu zählt meines erachten: Fettleibigkeit und Diabetes und damit verbunden Herzkreislauf- Erkrankungen, bei welchen jedoch auch im Einzelfall unterschieden werden sollte. Aber wenn ich Leute sehe, vor dem Eingang ihrer Klinikstation, mit einem Urinbeutel, total abgemagert, dennoch mit einer Zigarette im Mund, dann wundere ich mich schon sehr. Dabei weiss ich, dass es auch HIV+ Leute gibt, die trotz ihrer chronischen Infektion, sich dem Nikotin und dem Alkohol hingeben und sich dann wundern, wenn die teure Medikation, welche ja vom Beitragszahler finanziert wird, unter dem negativen Einfluss dieser legalen Drogen, verstärkt Nebenwirkungen aufzeigen, oder diese sogar in ihrer Wirkung versagen, weil die Viren unter dem Einfluss von Alkohol und anderen Drogen, viel leichter Resistenzen entwickeln können.
    Wenn dann das Stigma gegen einen Betroffenen einsetzt, dann ist es zwar auch nicht moralisch rechtens, aber allemal verständlich oder nicht?
     
  11. haivaupos

    haivaupos Poweruser Poweruser

    Uiuiui... :cool:
    Da schwingt aber jemand die ganz große Moralkeule ;)
    Nix rauchen, nix trinken, nix herumvögeln. Wo bleibt denn da der ganze Spaß? :D
     
  12. -triplex-

    -triplex- Poweruser

    Ähm, ich schliesse mich Lotte mal brav an.

    Klar wir sind hier im Vorstellung Bereich im Forum...wekches sich primär umHIV und AIDS dreht.

    Im Bereich Vorstellung, stellt man sich kurz vor aber man stellt sich nicht dar.

    Ich respektiere deine transgender da sein, auch das du hiv+ bist, auch das duvdir Männer nunja verurteilst.

    ABER niemand, aber such absolut niemand hat hier das Recht die moralkeuke zum Tanzen zu bringen.

    Wir , nein ich Rede hier mal nur für mich selbst, ich bin in dem Forum hier, weil ich damals mit meiner Aids Krankheit nicht ganz genau wusste was und wie... nun bin ich fest genug, so das ich anderen primär Aids betroffenen zur Seite stehen kann und will.

    Aber deine ganzen Texte haben nicht wirklich was mit dem Thema hiv/Aids zu tun.. Sorry
     
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