Lebenserwartung mir AIDS

Dieses Thema im Forum "AIDS-Forum" wurde erstellt von rbpmp, 9. März 2012.

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  1. rbpmp

    rbpmp Neues Mitglied

    Hallo zusammen,

    ich habe hierzu einige Fragen. Wie wird AIDS definiert? Ab wann spricht man nicht mehr vonHIV sondern von AIDS?

    Kann ich mir das so vorstellen wenn sich die Gesundheit verschlechtert und schwere Krankheiten auftreten das man dann von AIDS spricht? oder richtet sich das nach der Menge der Helferzellen?

    Angenommen AIDS wurd nun diagnostiziert. Wie geht es dann weiter? Stelle ich mir das so vor das man z.B. in drei Monaten schwer krank und bettlägig wird und bald stirbt? Wie ist die Lebenserwartung mit AIDS?

    Diese Prozesse bis zum Tod. Wie wie lange kann man damit normal leben? Hat man AIDS nur ein paar Monate bis man stirbt oder mehrere Jahre? Wird der Gesundheitszustand zunehmend schlechter oder passiert das sehr plötzlich?

    Kann man unbemerkt an AIDS erkranken? Oder sind die Symptome wie schwere Krankheiten sicher?

    Eine Verschlechterung der Werte wenn die Helferzellen z.B. unter 200 sinken kann man dann davon ausgehen das der Ausbruch von AIDS unmittelbar bevor steht?

    Ich hoffe ihr könnt mir helfen.
     
  2. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Hallo,

    von »AIDS« spricht man, wenn im Zusammenhang mit einer HIV-Infektion mindestens eine »opportunistische Erkrankung« aufgetreten ist (-> http://www.vitanet.de/krankheiten-symptome/hiv-aids/komplikationen), wobei das alleine aber noch keine Aussagekraft besitzt.

    Andere Krankheiten - auch schwere - schwächen zwar das Immunsystem, gehören aber nicht zu den »AIDS-related«-Krankheiten.

    Es gibt meiner Kenntnis nach keine »Faustregel«, nach der man zeitliche Abläufe definieren kann - es hat aber etliche Fälle gegeben, in denen ein Patient aus dem »Vollbild AIDS« wieder in den Zustand »HIV-positiv« zurückgeführt werden konnte.

    An AIDS kann man nicht erkranken; AIDS ist der Gesundheitszustand nach Auftreten der ersten opportunistischen Infektion. Selbstverständlich kann auch heute noch theoretisch eine HIV-Infektion unbemerkt bleiben - allerdings sind die Ärzte mittlerweile so »im Stoff« - zumindest die Schwerpunktärzte – dass sie bei Unklarheiten oft einenHIV-Test anregen und so eine Infektion erkennen oder ausschließen können.

    Auch wenn die Helferzellen stark absinken, ist das kein Indiz für den »Ausbruch« von AIDS - besser gesagt: den Übergang ins Vollbild AIDS. Denn erst die opportunistischen Infektionen »machen« AIDS. Ich kenne einige Leute inkl. meiner selbst, die mit Helferzellenwerten um die 20 durch die Gegend gelaufen sind und nix gekriegt haben. Bei mir sind die Helferzellen auch noch unter 200 ... und ich merke keine Beeinträchtigung.

    Es gibt also kein »Handbuch« und keine »wenn - dann«-Bestimmung.
     
  3. rbpmp

    rbpmp Neues Mitglied

    Danke dir matthias. Das was mir Angst macht ist die Aussage unseres SWA, er hat die Therapie meiner Frau umgestellt und er meinte wenn diese nicht anschlägt dann gibt es noch eine Möglichkeit und dann kann man nichts mehr machen. Diese Aussage macht mir sehr große Angst.
     
  4. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Hm ... diese Aussage würde ich zumindest und sehr vorsichtig als »unglücklich« bezeichnen ...

    Ich weiß nicht, wo Ihr wohnt ... aber evtl. macht es Sinn, einen zweiten SPA zu befragen. Üblicherweise sollte der behandelnde SPA nichts dagegen haben - wenn doch, wäre ich doppelt vorsichtig ... SPAs findest Du u.a. hier: http://www.dagnae.de/mitglieder/
     
  5. rbpmp

    rbpmp Neues Mitglied

    Wie meinst du den ersten Satz? Unglücklich für uns oder unglücklich formuliert. Unser SPA ist sehr gut und wir sind auch schon sehr lange bei ihm aber die Möglichkeit besteht sicherlich.
     
  6. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    »Unglücklich«, weil er eigentlich nichts Genaues aussagt, aber zu allen möglichen Gedankenspielen Anlass gibt.
     
  7. rbpmp

    rbpmp Neues Mitglied

    Hmm schwer zu sagen, für mich heißt es einfach, wenn die jetzige Therapie nicht wirkt gibt es noch eine Chance, wenn diese ebenfalls nicht anschlägt muss man sich leider mit dem schlimmsten auseinander setzen. Kann dort leider nichts positives oder unklares hinein interpretieren.

    ich weiss nicht ob ich mit der ganzen Sache fertig werde. Ich will meine Frau auch nicht ständig damit belasten, sie muss sicher selbst viel mit sich ausmachen.

    Kann man sich als Angehöriger an die AIDS Hilfe wenden? Ich will einfach mit jemanden sprechen der mir sachlich und menschlich ein bisschen meine Angst nehmen kann und der in der Materie ist.
     
  8. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Selbstverständlich kannst Du Dich als Angehöriger an die Aidshilfe wenden. Die Türen dort stehen jedermann offen! Und oft haben Aidshilfen auch Kontakt zu psychosozialer Beratung - das könnte Dich auch noch unterstützen.
     
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