Immunglobulinmangel / falsch-negativ ?

Dieses Thema im Forum "HIV-Test" wurde erstellt von unsicher2012, 9. Januar 2012.

Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  1. unsicher2012

    unsicher2012 Neues Mitglied

    hallo ,

    aufgrund meiner Mandel-OP wurde auchHIV-Test im Krankenhaus gemacht. negativ. wie auch schon der beim Gesundheitamt letztes Jahr.

    Auf dem Testbericht im Krankenhaus steht: Bei Immunglobulinmangel oder zu frühem Zeitpunkt kann Testergebnis falsch-negativ sein. Wann hat man einen Immunglobulinmangel ? wisst Ihr das? was ist das genau? danke.
     
  2. AlexandraT

    AlexandraT Moderator HIV-Symptome.de Team

    Immunglobuline sind Antikörper. Wenn man also einen Mangel hat (krankheitsbedingt) oder zu früh zum Test kommt wird er ev. falsch-negativ sein. Mehr heisst dies nicht.... ist ein Standardsatz.
     
  3. unsicher2012

    unsicher2012 Neues Mitglied

    liebe alexandra,

    auch wenn man diesen mangel haben sollte: werden denn dann zwingend auch diehiv-ak´s nicht gefunden? oder werden die trotzdem mit einem hiv-ak-test gefunden? Immunglobulinmangel = falsch-negativ ? oder werden die hiv-ak´s immer gefunden (trotz eines mangels)?

    LG
     
  4. AlexandraT

    AlexandraT Moderator HIV-Symptome.de Team

    Du hast nicht nur eine Art an Igs. Zudem... dieHIV-Tests haben auch das Antigen mit drin und reagieren somit auf Proteine des Virus.
     
  5. unsicher2012

    unsicher2012 Neues Mitglied

    Grüße,

    nochmal zu der Frage zumHIV-Antigen.

    Bei den Tests (Gesundheitsamt) wird ja auf HIV-Antikörper und aber auch auf HIV-Antigene getestet, oder?

    Kann es nicht sein, dass die HIV-Antigene nicht mehr gefunden werden können, weil sie nur kurz da waren? (Wikipedia: "Beachtet werden muss jedoch, dass das HIV-1-p24-Antigen nur für ca. 4 Wochen im Körper nachweisbar ist"). Und kann es sein, dass eventuell die HIV-Antikörper auch nicht gefunden werden können? Dann hätte man doch falsch-negativ (sollte man positiv sein).

    Die Fragen zielen darauf ab, ob man sich denn auf die Nachweisbarkeit der HIV-Antigene verlassen kann, wenn u. U. die HIV-Antikörper nicht nachgewisesn werden können. (aber vielleicht kann man sich ja schon auf die Nachweisbarkeit der HIV-Antikörper verlassen, obwohl man M. Bechterew hat (Autoimmunkrankheit)).

    Danke für dieses Forum.
     
  6. Austria3

    Austria3 Mitglied

    ...bin zwar kein Moderator, erlaube mir jedoch, auf Deine Frage zu antworten.

    Wie Alexandra schrieb, handelt es sich um einen Standardsatz, da es in äusserst seltenen Fällen vorkomment, dass Menschen mit einem Immunglobulinmangel falsch getestet werden.

    Noch ein Tipp von mir. Auch Wikipedia ist teilweise nicht gut recherchiert....vorallem das KapitelHIV-Tests nicht. Denn wenn Du genauer hinschaust, wirst Du feststellen, dass genau diese Seite unzureichend mit Belegen "fundiert" ist.

    Dieses berühmte 2. diagnostische Fenster dass Du ansprichst ist KEIN erwiesenes. Hier gehen die Meinungen auseinander.

    Ich zitiere hier aus einer sehr guten Quelle:

    Teststandards 2011 der Deutschen Aidshilfe für Beraterinen und Berater:

    Seite 21:

    Der Kombinationstest sucht nach p24-Antigen und nach HIV-Antikörpern. Kombinationstests
    oder „HIV-Antikörpertests der 4. Generation“ haben im Labor die reinen Antikörpertests der
    „3. Generation“ weitgehend verdrängt.
    • THEORETISCH gibt es mit dem p24-Antigen-Antikörper-Kombinationstest ein – WAHRSCHEINLICH BEDEUTUNGSLOSES – zweites diagnostisches Fenster.

    Ferner heisst es auch:

    Umstritten ist, ob das Zweite diagnostische Fenster beim Testen relevant ist. Denn wenn p24 gebunden
    ist, müssen ja in relevantem (und vielleicht auch nachweisbarem Umfang) Antikörper da sein!

    Diese sehr gut beschriebene Broschüre kannst Du Dir im pdf downloaden....such einfach nach Teststandards_211.pdf.

    Gruß
    Daniel
     
  7. AlexandraT

    AlexandraT Moderator HIV-Symptome.de Team

    Man muss kein Moderator sein um zu antworten.
     
  8. unsicher2012

    unsicher2012 Neues Mitglied

    hallo alexandra, hallo daniel,

    gehe ich recht in der annahme, dass die 4. generation eventuell vorhandenehiv-antigene (die ja nur dann da sein müssten, wenn man positiv ist) immer findet? sind die also immer nachweisbar?

    gilt das gleiche für hiv-antikörper?

    ich denke, die sicherheit der nachweisbarkeit von hiv-antigenen und hiv-antikörpern beschäftigt viele. gerade dann, wenn sie negativ getestet wurden, aber trotzdem eine immunkrankheit haben wie z.b. morbus bechterew (rheuma in wirbelsäule).

    und zweitens: es ist also richtig, dass die 4.generation beides testet (hiv-antigene und hiv-antikörper) und somit eine infektion in jedem fall nachweist?

    danke euch
     
  9. Austria3

    Austria3 Mitglied

    Hallo!

    Also ich muss Dir schon sagen, Du bist wirklich kreativ in der Suche nach einer Möglichkeit, warum DEIN...vorallem NUR DEIN Test doch unsicher sein könnte.

    Man hat in der Medizin immer die Möglichkeit, ALLES in Frage zu stellen...denn 100% Sicherheit wird Dir nie jemand geben können. Das liegt daran, dass wir halt einfach Individuen sind.

    Zum Thema Autoimmunkrankheiten:

    Die genauen Ursachen für die Entstehung von Autoimmunkrankheiten sind unbekannt. Da jedoch in vielen Fällen Frauen der Altersgruppe zwischen 20 und 45 betroffen sind, werden u.a. hormonelle Gründe als Entstehungsbedingung zugrunde gelegt. Teilweise kommt es zu familiären Häufungen einer bestimmten Autoimmunerkrankung, so dass gleichfalls von genetischen Dispositionen ausgegangen werden kann. In Bezug auf die Lebensweise der Betroffenen (Ernährungs-, Reise- und Freizeitgewohnheiten) werden keine bedeutenden Faktoren benannt.

    (Quelle: alexandra-doell.suite101.de)

    Soll heissen, dass es

    1. sehr, sehr, sehr wenige Menschen gibt, die daran leiden,
    2. davon nichts wissen.

    DENN

    Bei Autoimmunerkrankungen ist das Immunsystem nicht geschwächt, es kommt vielmehr zu überschießenden Reaktionen, die bereits oben näher beschrieben wurden.

    Also dies mal zu dieser Sache. Im Regelfall hat man "sowas" nicht einfach mal nebenbei!!!

    Dann noch zum Thema p24 Antigen:

    Es handelt sich hierbei um die Kernhülle desHIV-Virus das jedoch nur dann nachweisbar ist, wenn die Viruslast sehr hoch ist. (Besonders in der Anfangsphase einer Infektion!)

    Soll heissen, diese sind nicht zu jeder Zeit der Infektion nachweisbar.

    Du wirst in der Matherie HIV-Testung immer was finden, damit Du einen Test in Frage stellen kannst......jedoch auch bei anderen Erkrankungen.

    Daher empfehle ich Dir, wenn Du einen Risikokontakt hattest, 8-12 Wochen zu warten, einen Antikörpertest zu machen und die Sache abzuschließen.

    Sonst kommst Du immer wieder von Bäumlein auf Ästlein, von Ästlein auf Stöcklein und von Stöcklein auf Blättlein. ;)

    Gruß
    Daniel

    PS: Und lies den von mir empfohlenen Flyer, da steht ALLES drinnen!!!
     
  10. Alex-Facharbeit

    Alex-Facharbeit Bewährtes Mitglied

    Die Frage von unsicher2012 ist doch nun wirklich mehr als berechtigt und so manchen mit Symptomatik wird die sicher beschäftigen! Mir scheint aber, dass es da keine klare Antwort drauf geben kann. Mal Autoimmunerkrankungen außen vor gelassen, wäre doch der Fall denkbar, dass jemandes Antikörper-Bildung dermaßen gehemmt ist, dass er innerhalb von Monaten ein Fortschreiten der Infektion erleben würde wie andere erst nach Jahren. Dann wäre z.b. 8 Monate nach Infektion ein Test negativ, weil es entweder vielleicht schon zu einem Antikörper-Verlust gekommen wäre, oder von vornherein zu wenige bis gar keine AKs gebildet worden wären. Und dann ist die Frage doch total wichtig, ob das p24 Antigen dann dennoch in jedem Fall nachzuweisen wäre, da die Viruslast ja hoch sein müßte. Es ist aber immer -nicht nur hier- auch von Ärzten die Rede davon, dass ein AK-Test nach entsprechender Zeit ausreichen würde. Das bedeutet also, dass kaum Fälle bekannt sind, bei denen es aus diesen Gründen zu einem falsch negativen Ergebnis gekommen ist. Gibt es eine Statistik darüber? Gibt es noch andere Parameter, die auf eine schlechte Abwehrlage gegenüberhiv hinweisen? Man kann ja nicht in jedem Fall sagen, dass sofort schwere Erkrankungen auftreten müssen, wenn die Abwehrlage gegenüber hiv zu schlecht ist, oder? Die Abwehrschwäche bezieht sich ja nicht automatisch auch auf andere Erreger.
     
  11. Yan

    Yan Neues Mitglied

    Hallo Unsicher,

    Da ich auch mit einer Autoimmunerkrankung gesegnet bin, hatte ich mich auch mal mit dieser Frage auseinander gesetzt. Eine Autoimmunerkrankung (wie auch Rheuma) hat nichts mit einen Antikörpermangelsyndrom zu tun, im Gegenteil, es werden hier auch sogenannte Autoantikörper gebildet, diese "könnten eventuell" bei einemHIV Test zu einem falsch positiven Test führen aber nicht zu einem falsch negativen !!!

    Gruß Yan
     
  12. Mircstar

    Mircstar Bewährtes Mitglied

    Mich wundert es wie gut hier alle über Antikörperbildung und Immunoglobinmangel und und und bescheid wissen . Habt ihr studiert ?

    Nehmt doch einfach mal die Antworten an .
     
Die Seite wird geladen...
Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  1. Unser HIV Forum nutzt Cookies. Details zur Nutzung von Cookies auf unseren Seiten findest Du hier und unter "Weitere Informationen":

    Information ausblenden