Ich sterbe...

Dieses Thema im Forum "Leben mit HIV" wurde erstellt von Midnight, 4. Juni 2011.

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  1. Midnight

    Midnight Neues Mitglied

    Hallo!

    Ich habe dieses Forum durch Zufall gefunden und da ich mit niemanden über diese Sache reden kann, will ich versuchen, hier das loszuwerden, was in mir vorgeht.

    Ich bin 21, männlich und habe seit einem Jahr einen Freund. Wir kennen uns seit 2009 und sind seit 2010 fix zusammen. Im Sommer 2010 hatten wir das erste Mal ungeschützten Geschlechtsverkehr.
    Ungefähr 2, 3 Wochen später begann das große Fieber. Ich fühlte mich sowas von abgeschlagen, kaputt, mir war ständig übel und ich fieberte täglich weit über 38 Grad. Niemand konnte mir helfen, niemand konnte mir sagen, was das ist und die Ärzte sagten mir dann irgendwann, das sei das pfeiffersche Drüsenfieber.

    Das dauerte den gesamten (!) Sommer 2010, also von Mai bis August - jeder einzelne Tag war ein "Fieber-Tag".
    Irgendwann im september ging es mir besser, ich dachte einfach auch nicht mehr daran.

    Im Oktober folgte dann Gürtelrose. Äußerst schmerzhaft und dauerte auch ziemlich lang. Kurz danach wieder wochenlang Fieber.
    Meine Ärztin erklärte mir, das sei der Eppstein-Barr-Virus, der auch in Form einer Gürtelrose vorkommt.

    Das war überstanden, danach folgte eine schmerzhafte Zahnfleischentzündung, die ich wochenlang anstehen ließ, weil ich tierisch Angst vor dem Zahnarzt habe. Als das dann überstanden war folgte eine Nebenhodenentzündung, die auch sehr schmerzhaft war.

    Meine Arbeitgeber strichen mir schon mein Gehalt (ohnehin super-gering) und irgendwann sagte meine Ärztin, wir müssen einen Bluttest machen und alles abchecken. Da ich ebenfalls ziemliche Angst vor Nadeln habe, hab ich mich längere Zeit vor dem Bluttest gedrückt, aber dann hat die Neugier überwogen...

    Am 8. April 2011 ging ich um 12 Uhr zu meiner Ärztin; dachte an eine Auto-immunerkrankung oder an ein anfälliges Immunsystem oder dass ich halt bisher einfach nur Pech hatte. AnHIV hatte ich nicht ernsthaft gedacht, weil mein Freund der einzige ist, der mich angesteckt haben könnte...und ihm merkte man nichts an.

    Die Diagnose traf mich wie ein Schlag ins Gesicht. Wie ein harter, brutaler Schlag ins Gesicht. Ich hab der Ärztin nicht mehr zugehört die von "das ist heute kein Todesurteil mehr" bis "HIV-Infizierte haben eine annähernd normale Lebenserwartung" alle beruhigende Floskeln abklapperte, ich habe nur mehr durch das Fenster geschaut und mich schmutzig gefühlt. Unsagbar schmutzig. Irgendetwas ist unter meiner Haut, in meinem Blut. Es will mich zerstören, mich töten und ich weiß, dass es das irgendwann auch schafft.

    Meinem Freund habe ich es dann später via Facebook erzählt (er war leider im Ausland und tel. nicht erreichbar und wir haben uns das so ausgemacht), er reagierte sehr gefasst, so, als wüsste er es schon.
    Ob er wusste, dass er selbst HIV hat, bevor er mich ansteckte, weiß ich nicht. Vielleicht vermutete er es und war bestätigt dadurch, dass ich ständig krank war. Vielleicht wusste er es und hat mir absichtlich nichts gesagt.
    wie dem auch sei, ich habe entschieden, ihm in diesem Punkt zu glauben, dass er es nicht wusste. Außerdem ist safer-sex ja auch immer Sache von zwei Leuten.

    Mein Problem ist, dass mein Freund mir nicht beisteht bei der Sache. Er versteht mich nicht. Er hat lange gesagt, ich brauche mich nicht behandeln lassen, so schlimm sei das nicht.
    Ich war froh, dass mir jemand gesagt hat, was ich tun soll und hab auf ihn gehört. Und wurde wieder krank, immer wieder Fieber. Kopfschmerzen jeden Tag, vielleicht teilweise auch psychisch bedingt - ich weiß es nicht.

    Wenn ich erwähne, dass es mir körperlich nicht gut geht, sieht er kaum vom PC auf, sagt lapidar "uh-jeeeh." oder manchmal gar nichts.
    Er sagte mir, mein Blick sei so abwesend geworden seit dem Tag, er fühlt, dass er keinen Zugang zu mir hat. Ich aber versuche ja, mit ihm zu reden, aber so richtig kann ich das nicht. Es kommt mir so vor, als würde er mich nicht ernst nehmen und auch nicht verstehen, was in meinem Kopf vorgeht.

    Mit meiner Familie oder meinen Freunden kann ich darüber nicht reden. Meine Mutter ist psychisch gestört und mein Vater hat eigene Probleme. Mit ihm über sowas zu reden ist unvorstellbar für mich.
    Ich habe Angst, dass meine Freunde mich anders behandeln als bisher oder dass sie mich auch nicht verstehen...

    Ich weiß nicht, mit wem ich reden soll. Ich habe Angst, Angst zu sterben einerseits... und andererseits Angst vor mir selbst, weil ich mich so unsagbar schmutzig fühle.
    Hört das jemals wieder auf?

    Ich habe außerdem - jetzt - keinen Job mehr... Wenn ich mit der Therapie beginne; kann ich dann überhaupt noch arbeiten gehen? Sind die Nebenwirkungen auffällig? Wird das ständige Krank-Sein irgendwann aufhören? Was passiert, wenn ich einmal die Tabletten vergesse? Wieviele Tabletten werden das sein?
     
  2. ChrisLDK

    ChrisLDK Poweruser

    Hallo Midnight,

    na dann mal willkommen hier bei uns im Forum. Ich selber bin wissentlich seit 2009 Positiv und nehme auch Medikamente.

    Das Kranksein hört natürlich auf, sobald sich das Immunsystem erholen kann und die Viruslast durch die Medikamente unterdrückt wird. Wie hoch die Anzahl der Tabletten sein wird, die Du bekommst, vermag ich nicht zu sagen, denn dies ist von Kombination zu Kombination unterschiedlich. Ich selber nehme 3 am Tag und diese haben keine Nebenwirkungen.

    Aber in Deinem Punkt muss ich Deinem Arzt recht geben. In der heutigen Zeit istHIV kein Todesurteil mehr. HIV wurde als chronische Krankheit eingestuft und steht damit auf der Stufe von Diabetes oder ähnlichem.

    Ich weiß zwar nicht, woher Du kommst. Aber in jeder Stadt gibt es ansich eine Anlaufstelle der Aidshilfe. Dir rate ich, mal Kontakt mit denen aufzunehmen.

    LG
    Chris
     
  3. Infekt2011

    Infekt2011 Neues Mitglied

    Hallo Midnight,

    auch ich begrüße Dich recht herzlich hier im Forum.
    Bist du bei einen Spezialarzt fürHIV? Das geht aus deinem Post nicht hervor.
    Wann du eine Therapie beginnst solltest du weitgehend dem Arzt überlassen. Natürlich sind Tipps von anderen hilfreich aber du solltest dich da auf den Arzt verlassen können, sofern du Vertrauen zu ihm hast.

    Du hast jetzt, da du deine Infektion kennst die Chance erhalten den Virus effektiv zu bekämpfen, mit Beginn der Therapie stehen die Chancen auch sehr gut das die Erkrankungen zurück gehen, sprich dein Immunsystem sich wieder effektiv wehren kann.

    Natürlich kannst du mit Therapiebeginn auch ganz normal arbeiten gehen, es kann zwar zu geringen Nebenwirkungen kommen (bei mir nur Müdigkeit) aber leistungsfähig bist du trotzdem.

    Suche dir kompetente Gespächspartner zb. Aids-Initiative. Hier bekommst du Unterstützung und auch das Gefühl das du nicht alleine bist.
    Und hier im Forum sind auch jede Menge Leute die Dir gerne helfen und unterstützen und vor allem Dich auch verstehen.

    Gruß Dirk
     
  4. Midnight

    Midnight Neues Mitglied

    Hallo Leute,

    danke für eure Antworten. Es freut mich wirklich, mit jemanden über das reden zu können.

    Als ich meinen ersten Post geschrieben habe war ich mit den Nerven runter; darum klingt das wohl sehr negativ eingestellt.

    Ich wohne in Österreich und bin gerade mit dem Umzug nach Deutschland beschäftigt - habe dort eine Zusage für eine neue Arbeit, die ich ja in Österreich nicht mehr habe...

    Ich bin eigentlich schon in Behandlung - habe unendlich viel Blut abgenommen, war röntgen, Augen kontrollieren usw.
    Meine Helferzellen sind auf 290 aber Medikamente habe ich noch keine bekommen...

    Man hat mir letztens gesagt, dass man das jetzt nochmal überprüfen muss und jetzt habe ich erst in 2 Wochen wieder einen Termin. Mich macht die Warterei so fertig...

    Es gibt in Wien 2 Stellen, an die man scih wenden kann; bei der ersten war ich schon und wurde unmöglich behandelt.
    Darum bin ich nun im Krankenhaus in Behandlung, aber trotzdem habe ich ganz arg das Gefühl, dass sich hier niemand richtig auskennt. Komm mir irgendwie wie ein Versuchskaninchen vor...

    War das bei euch auch so oder seid ihr von Beginn an das Gefühl, kompetent behandelt zu werden?

    Ja, bei uns gibt's eine Aidshilfe, da trau ich mich aber ehrlich gesagt nicht hinein. Aus der Homepage geht nicht genau hervor, was genau die dort machen, ich weiß es auch nicht.

    Danke jedenfalls für eure Antworten! :)
     
  5. Infekt2011

    Infekt2011 Neues Mitglied

    Hallo Midnight,

    ich bin auch noch ein rechter Frischling wasHIV angeht. Durch eine Betroffenengruppe (in der Aids-Initiative ) habe ich erfahren, dass ich mit meinem Arzt viel Glück habe. Andere haben da weniger Glück und schimpfen auf Ihren Arzt und nehmen dann zum Teil auch weitere Anfahrten von 40 km in Kauf um in einer anderen Stadt behandelt zu werden.
    Wenn die Therapie mal ein paar Monate läuft denke ich ist es nicht mehr so wichtig, aber am Anfang ist das schon viel wert.
    Gerade Wien als Großstadt hat sicher einige Anlaufstellen. Reisse deinen Mut zusammen und probier es, da es anonym ist brauchst du dir keine Sorge zu machen. Lass dir bitte einen Termin geben.

    Gruß Dirk
     
  6. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Hi Midnight,

    schon der Titel des Threads ist völlig Banane. Sterben werden wir alle, egal ob positiv oder nicht. Ich lebe übrigens schon fast 20 Jahre mit dem Virus und mir gehts immer noch gut. Tut mir also leid ... aber vom jammern wird nix besser.

    Was glaubst Du eigentlich, was die bei einer Aids-Hilfe tun? Das sind keine Scientologen die eine gehirnwäsche vornehmen, sondern Menschen, die positiven Menschen Angebote machen - Gespräche, Unterstützung, Anleitung zur Selbsthilfe. Und vor allem das Gefühl, mit der Infektion nicht alleine zu sein.
     
  7. Midnight

    Midnight Neues Mitglied

    @ Infekt2011
    danke für deine Antwort - Wien hat die Aidshilfe; mehr ist mir nicht bekannt. Ich werd auf jeden Fall die nächsten Tage mal vorbeischauen. Danke!

    @matthias
    Mich freut's ja, dass es dir offenbar so gut damit geht. Ich versteh nicht, wieso du mir dann das Recht aberkennst, nicht damit klarkommen zu können.

    Jammern hilft nichts - klar, aber ich denk niemand wird jetzt sagen, dass man's nicht doch verstehen kann, nicht? Und sorry, aber du weißt absolut nichts über mein Leben; ich muss schon sagen, dass ich bisher immer nicht nur in die Kacke gegriffen sondern mit beiden Beinen reingesprungen bin.
    Jammern bringt nichts, da hast du Recht aber ich glaub jeder wird verstehen, dass man in schlechten Stunden dazu neigt.

    Denkst du, dass wenn ich wüsste, was die in der AIDS-Hilfe machen, dass ich dann danach gefragt hätte? Ich hab auch einige Leute, die ich kenne danach gefragt - so richtig konnte mir das niemand sagen.

    Und dass es dir nach 20 Jahren noch gut geht freut mich zwar für dich, aber mir geht's im Moment gesundheitlich nicht gut. Außerdem kenne ich auch jemanden, der daran gestorben ist.
    Sorry dass ich davor Angst hab.

    Ehrlich, nichts gegen dich, ich kenne dich ja nicht - aber solche Leute wie du sind der Grund, weshalb ich nicht gerne in Foren schreibe...
     
  8. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Ich erkenne Dir überhaupt nichts ab - ich weiß aber, dass manche Leute einen Tritt in den Allerwertesten benötigen, um aus ihrer Lethargie aufzuwachen und aus ihrem Schmollwinkel herauszukommen.
    Klar weiß ich nichts ... aber mach' mir das nicht zum Vorwurf! Natürlich kann das Leben grottenschlecht zu einem sein ... auch ich habe nicht immer nur lustige Stunden ... aber wer soll denn was ändern, wenn nicht Du selbst?
    Es gibt z.B. in Deutschland, Österreich und der Schweiz - also im deutschsprachigen Raum - über 110 regionale und lokale Aidshilfen - und fast alle haben Websites, auf denen nachzulesen ist, was man dort tut und welche Angebote es gibt. Die Liste für Deutschland findest Du hier: http://aidshilfe.de/de/adressen. Für Österreich: http://www.aidshilfen.at/. Für Wien: http://www.aids.at. Also: Information gibt es genügend. Und einen Internetanschluss scheinst Du ja auch zu haben.
    Ich habe überhaupt kein Problem damit, dass Du Angst hast - ich verstehe das sogar sehr gut. Aber ich entnehme Deinem Posting - und auf mehr kann ich mich nicht beziehen, dass Du Dich schon aufgegeben hast. Und das finde ich sch***. Übrigens kenne ich auch jemanden, der daran gestorben ist. Und ich kenne viele, die an Krebs gestorben sind, u.a. mein ältester Bruder, der 16 jahre lang an einem Gehirntumor laborierte und der 5 x eine Kopfoperation hatte, die letztlich nichts geholfen haben. Und einige Freunde von mir sind bei Autounfällen oder Bränden ums Leben gekommen.
    Danke schön. Weiter kommentiere ich diesen Satz nicht.

    Nachtrag 23.34 Uhr: Doch, ich kommentiere ihn doch. Was hat Dich an meiner Antwort gestört? Dass ich Dir gesagt habe, dass »ich sterbe« ein völlig kontraproduktiver Threadtitel ist? Dass ich Dir - wie es übrigens auch Chris tat - gesagt habe, dassHIV kein Todesurteil mehr ist? Dass ich Dir in kurzen Worten erklärt habe, was Aids-Hilfen tun?

    Bitte - sag es mir.

    Oder hat Dich gestört, dass ich nicht in »dutzi-dutzi«-Sprüche verfallen bin, die einem erstens nicht helfen und zweitens ohnehin nicht meine Sache sind? Mannomann ... mein Leben war auch nicht immer lustig. Ich war selbständig, als ich mein Testergebnis bekam und ich bin es immer noch. Mehrfach habe ich große Aufträge verloren und stand kurz vor der Insolvenz ... aber habe immer irgend etwas gemacht, um nicht unterzugehen. Und genau das solltst Du auch machen. Natürlich ist es schwierig, aus einem Jammertal, in das man einmal gefallen ist, wieder herauszukommen - aber wenn man es nicht einmal versucht, wird man nie wissen, ob man es geschafft hätte.

    Mehr habe ich eigentlich nicht gesagt. Aber wenn Du es nicht hören willst ... dann frage nicht. Und dieser Thread ist eine einzige Frage. Sorry also, dass ich geantwortet habe. Ich wollte helfen - Mut machen - Stärke vorleben - die andere Seite zeigen. Aber das stört ja Dich wohl eher.

    Deswegen finde ich Deinen Schlusssatz grenzwertig - sehr grenzwertig.

    Das ändert aber nichts daran, dass ich Dir viel Glück und auch Kraft wünsche. Und Einsicht.
     
  9. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Und noch ein Lesetipp, damit Du weißt, dass es viel mehr Biographien von meiner Sorte gibt. Ulli hat seine Diagnose vor über 25 Jahren erhalten, war schon totgesagt und lebt nach wie vor ... und gut.
    http://www.ondamaris.de/?p=27046

    Vielleicht verstehst Du nun, was ich meine ...
     
  10. ChrisLDK

    ChrisLDK Poweruser

    Hallo Midnight,

    klar geht es jedem erstmal mit der Diagnose nicht gut. Meinst Du, wir hätten das alle nicht selber hinter uns? Aber in einem Punkt gebe ich Matthias recht, der Titel ist echt kontraproduktiv. Mehr mag ich dazu eigentlich gar nicht mehr schreiben.

    Ich lebe mitHIV sehr gut und ich habe keinerlei gesundheitlichen Einschränkungen, die Viruslast ist unter der Nachweisgrenze und da gehört er auch hin.

    Folgende Worte mögen vielleicht jetzt hart klingen, aber sind nett gemeint: nimm Dein Leben in die Hände und hör auf rumzujammern, denn das ist alles andere als Hilfreich.

    Matthias lebt seit 20 Jahren mit dem Virus, ich lebe seit November 2009 mit dem Virus (hups...schon so lang) und ich selber weis zwar das ich HIV-Positiv bin, aber denke da fast gar nicht dran, dahin musst Du auch kommen.
     
  11. Vincent

    Vincent Neues Mitglied

    Du brauchst Hilfe !

    Hallo Midnight,
    ich bin Vincent aus Wien und auch erst seit Februar 2011 diesen Jahres positiv . Ich habe diesen message VErlauf aufmerksam verfolgt. Natürlich geht es dir schlecht. Das ist doch normal. Wie Matthias und Chris schrieben, haben wir / machen wir das alle durch. Kaum einen lässt das kalt.
    Aber es kommt doch auch irgendwann ein Punkt, wo man Dinge im Leben - die man so oder so nicht ändern kann, akzeptieren muss. Dem einen gelingt es früher dem anderen anscheinend nie. Ich bin noch mitten in diesem Prozess aber ich rate dir. Lerne es zu akzeptieren, lerne es anzunehmen.
    Ohne jezt eine Diagnose stellen zu wollen, aber ich glaube du brauchst wirklich psychologische Hilfe. Ich lebe selbst in Wien und kann dir die Wiener Aids Hilfe sehr ans Herz legen. Mir hat die Dame sehr geholfen und ich bin sozusagen umsonst in psychologischer Beratung. Bitte habe keine Angst davor. Geh hin , lass dir helfen. Die verstehen dich, die hören dir zu, die beraten dich. Eine Ärztin der Wiener Aids Hilfe hat sich über eine Stunde Zeit für mich genommen. Bitte nimm das an.
    Wenn Du willst, kann ich dir Namen etc nennen. Ich wünsche dir viel Kraft in dieser schweren Zeit und bitte dich, dir Hilfe zu holen! Solltest du doch in Österreich/Wien bleiben, kann ich dir eine gute Schwerpunktärztin empfehlen wenn du magst. Die ist einfach toll und eineHIV/AIDS Expertin der ersten Stunde! Die kennst sich echt aus und hat dabe so einen Humor , dass sie mich trotz der ernsten Sache, immer zum Lachen bringt.
    Ich persönlich habe schlechte ERfahrung mit dem AKH gemacht. Man wartet Stunden, die Ärzte sind überfordert und das GEäude ist wie aus dem Bürgerkrieg. Na ja. Wenn du magst, melde dich bei mir. Ich würde dir gerne helfen. Vincent aus Wien
     
  12. Maja

    Maja Neues Mitglied

    ich habe mir nun diese Theads teils überflogen, teils durchgelesen. ich denke es sit völlig normal wenn man diese Diagnose erhält das eine Welt zusammen bricht. Leider ist es Heute noch ein Tabu-Thema und die Menschenwelt ist immer noch nicht wirklich aufgeklärt. Als ich mit 17 erfahren habe das auch ich infiziert bin (1993) war für mich früher auch klar ich muss MORGEN sterben, Das ist nun 18 Jahre her. Ich habe ein auf und ab hinter mir... 2x war meine Viruslast schon über 1 Mio war aber auch schon 2x unter der Nachweisgrenze, bis zu der Aussage wenn es so weiter geht werde ich meinen Urlaub nicht mehr erleben. Natürlich muss man aus dem Strudel heraus kommen aber es ist schwer ohne Freunde mit denen man darüber sprechen kann. Ich hatte Glück, ich habe kum schlechte erfahrungen gemacht. Sicherlich gehe ich damit nicht hausen denn ich möchte meine Kinder schützen aber die wichtigsten Personen in meinem Leben wissen bescheid.
    Es fehlt doch immer noch MEHR aufklärungund nicht 1x im Jahr den Welt-Aids-Tag
     
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