HIV -Therapien / Schule

Dieses Thema im Forum "Hausarbeiten, Uni und Forschung" wurde erstellt von donii, 25. Februar 2015.

Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  1. donii

    donii Neues Mitglied

    Guten Tag !

    Ich bin Donia , Abiturientin und schreibe in meinem Leistungskurs Biologie eine Facharbeit überHIV mit dem Schwerpunkt auf mögliche Therapien.
    Bei dem selbstständigem Teil hatte ich die Idee, Betroffene selbst zu fragen ,für welche Therapien man sich entschieden hatte, etc.
    Würde sich jemand bereiterklären, sich interviewen zu lassen, das Interview bleibt selbstverständlich anonym!

    Vielen Dank im Voraus und mit lieben Grüßen

    Donia
     
  2. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Hallo Donia,

    ich freue mich, dass sich immer mehr Schüler/innen dafür interessieren, das Thema »HIV« in Facharbeiten zu behandeln. Bei Deiner Frage habe ich allerdings ein Verständnisproblem:

    Was genau meinst Du mit »für welche Therapie man sich entschieden hat«? Es gibt lediglich die antiretrovirale Therapie, und die Zusammenstellung der Wirkstoffe hängt im Wesentlichen von den Faktoren Viruslast und Helferzellen plus ein paar anderen Faktoren ab und wird vom Arzt empfohlen. Eine »freie Entscheidung« hat man da nicht wirklich – außer, man verträgt eine bestimmte Wirkstoffkombination nicht oder nur sehr schlecht.

    Die einzige Möglichkeit, »ja« oder »nein« zu sagen, ist in der Frage, ob man überhaupt eine Therapie machen will. Aber da nur diese letztlich ermöglicht, ein vergleichsweise normales Leben zu führen, werden sich die wenigsten Infizierten dagegen aussprechen.

    Vielleicht präzisierst Du einmal, was Du eigentlich für eine Aussage treffen willst. Dann können wir einen Weg entwickeln, dass Dein Projekt erfolgreich wird!
     
  3. [User gel

    [User gel Poweruser

    Vielleicht meint Sie die unterschiedlichenHIV Medikamente? Warum nimmt der eine Isenstress und der andere Truvada.
     
  4. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Das obliegt nicht der »freien Entscheidung«, sondern einer medizinischen Notwendigkeit – zumal sich gerade diese beiden Präparate überhaupt nicht vergleichen lassen. Truvada ist Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil und Isentress ist Raltegravir.
     
  5. Marion

    Marion Administrator HIV-Symptome.de Team

    Fragen über Fragen ... ich hoffe, die Threaderstellerin meldet sich nochmal zu Wort, damit wir das klären können. Ist ja für die Schule und somit für einen guten Zweck. ;)

    @ donii: Ich dachte, "Leistungskurse" wurden abgeschafft und nennen sich nun "Neigungsfächer"? Sorry, bin nicht (mehr) auf dem Laufenden ... 8)
     
  6. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    OT – sorry, aber muss sein :)

    Glaubt man den Gegnern der div. Bildungspläne hinsichtlich sexueller Vielfalt, z.B. in Baden-Württemberg, dürfte z.B. Homosexualität wohl eher ein »Neigungsfach« sein. Als »Leistungskurs« habe ich das nie empfunden :)
     
  7. [User gel

    [User gel Poweruser

    Das war nur ein Fallbeispiel. Ich glaube die Kernfrage ist, warum braucht der eine Patient das eine Medikament und der andere Patient das andere Medikament?
     
  8. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Jeshua, das ändert aber nichts daran, dass nicht der Patient das entscheidet, sondern der Arzt! Und wenn Donia fragt, für welche Therapie man sich entschieden hat, impliziert das eine freie Entscheidung, die es an dieser Stelle aber nicht gibt.

    Und deshalb möchte ich ja gerne wissen, welches Ziel sie verfolgt; evtl. hat sie sich nur unklar ausgedrückt. Es macht wenig Sinn, wenn wir jetzt in ihren Post hineininterpretieren, was sie gemeint haben könnte ... schöner wär's, sie sagt es uns selbst, damit wir sie unterstützen können!
     
  9. donii

    donii Neues Mitglied

    Hallo zusammen !

    Erstmal vielen vielen Dank, dass Sie sich entschieden haben, mir bei meiner Facharbeit zu helfen ! Und verzeihen Sie, dass ich mich nicht schon vorher gemeldet habe , ich hatte bis halb 5 Schule und musste noch bis morgen eine Menge Hausaufgaben machen.

    Dann entschuldigen Sie, dass ich ich mich nicht so präzise ausgedrückt habe , natürlich meinte ich die Zusammenstellung der Medikamente.

    --
    Ich weiß nicht, wie es an anderen Schulen ist , aber an unsere Schule werden die Fächer in der Oberstufe in Leistungs - und Grundkurse eingeteilt :D
     
  10. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Hallo Donia,

    da sind wir aber leider schon am Ende angelangt. Diese Frage sollte lieber ein Arzt beantworten. Als Patient hat man darauf nämlich keinen Einfluss. Die Kombonation der Wirkstoffe basiert auf so vielen Faktoren, die letztlich wirklich nur Ärzte durchschauen. Wie gesagt: Mit freier Entscheidung hat das nichts zu tun.

    Ich kann als Patient lediglich entscheiden, ob ich eine Therapie machen will oder nicht. That's it.

    Großes Sorry. Hier können wir – und auch kein anderer positiver Mensch – helfen.
     
  11. donii

    donii Neues Mitglied

    ok gut , dankeschön trotzdem :) kann ich Ihnen auch andere Fragen stellen wie z.B ihre Familie / bekanntenkreis / vielleicht auch Sie selber auf die Krankheiten reagiert haben / umgegangen sind ?

    Dankeschön im Voraus :)
     
  12. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Ohne Ende :)
    Und ... wir sind hier »per Du« :)
     
  13. donii

    donii Neues Mitglied

    OK :D

    wann hattest du zum ersten Mal den Verdacht, dass du dich mitHIV infiziert hast und warum (z.B konntest du bei dir Symptome einer HIV-Erkrankung wiedererkennen )?

    Gruß Donia
     
  14. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Donia,

    geh' mal auf meine Signatur un damit auf meine Website. Unter Kontakt findest Du meine eMail-Adresse. Schick mir mal einfach eine kurze Mail, dann stell' ich Dir was zusammen. Das vereinfacht die Sache :)
     
  15. donii

    donii Neues Mitglied

    ok gut, danke :)
     
  16. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Das soll aber endere nicht davon abhalten, Donia auch zu helfen :)
     
  17. Thorsten

    Thorsten Neues Mitglied

    Hy @ all im Forum und Matthias ganz besonders,

    und hmm, nun ja...
    also Matthias, ich sehe die Geschichte mit der "freien Medikamentenwahl" ein klein wenig anders als Du.
    Natürlich hast Du ja recht, dass nur wenige Ärzte die biochemischen Hintergründe der Medikamentencocktails
    in der notwendigen Tiefe verstehen.

    Aber es ist immer und alleine nur die Entscheidung des Patienten. Das wird zum Beispiel deutlich, wenn man
    mal schaut, dass manche Betroffene, wie zum Beispiel ein lieber Freund von mir, noch Medis bekommen, die
    seit 15 Jahren auf dem Markt sind. Klar gibt`s da mittlerweile bessere Medikamente, die sein Arzt ihm auch
    mal angeboten hatte. Aber die Abwägung, warum etwas wechseln was bei den Blutwerten halt funktioniert
    und toll vertragen wird, ist letztlich immer die Entscheidung des Patienten.

    Aber es ist natürlich immer gut, wenn man einen kompetenten Arzt hat, der einen richtig gut beraten kann.

    Grüß(l)e aus dem Ländle
    Thorsten
     
  18. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Hi Thorsten,

    ich denke, dass es eben eher die Ärzte und nicht die Patienten sind, die »die biochemischen Hintergründe der Medikamentencocktails in der notwendigen Tiefe verstehen«, wie Du schreibst. Ärzte – insbesondere Schwerpunktärzte – stecken da wesentlich tiefer in der Materie drin. Ich arbeite ja für die dagnä und weiß, mit welcher Akribie da Studien gelesen, bewertet, verglichen und kommentiert werden, um auf auf dem pharmakologischen Gebiet mit Forschung und Wissenschaft Schritt zu halten.

    Bei »freier Entscheidung« denke ich z.B. immer erst an »Coca-Cola oder Pepsi-Cola« ... im pharmazeutischen Bereich auch an »Aspririn« oder »Doritricrin« ... aber das sind Produkte, deren Kaufentscheidung alles andere als rationale Gründe hat. Hier geht es um »schmeckt besser«, »wirkt bei mir schneller« oder »ist billiger« ... also alles rein emotionale und vor allem subjetive Empfindungen und Aspekte.

    Bei einerHIV-Therapie muss der Patient zustimmen, ob er sie machen will. Aber er sucht sich doch nicht selbst die Pillen aus (2 x die rote, 1 x die gelbe und vielleicht noch die blaue?), sondern wird seinem Arzt das Vertrauen schenken, den richtigen Cocktail zusammenzustellen. Wenn er dieses Vertrauen nicht hat, sollte er schleunigst über einen Arztwechsel nachdenken!

    Sicherlich gibt es immer wieder neue Medikamente bzw. Wirkstoffkombinationen. Und natürlich hat das Patient – so er sich denn damit befasst – die Möglichkeit und/oder das Recht, von seinem Arzt zu erfahren, ob diese neuen Medikamente für ihn geeignet sind. Oder auf seiner derzeitigen Kombi zu bestehen. Aber auch der Arzt hat die Möglichkeit, Empfehlungen auszusprechen. Wenn der Patient diesen folgt (oder auch nicht), ist das für mich aber keine »freie Entscheidung«, sondern eine Abwägung nach ausreichender, gründlicher Information. Rational.

    Vielleicht meinen wir beide ja dasselbe, formulieren es nur unterschiedlich. Ich habe allerdings (auch bei mir selbst) die Erfahrung gemacht, dass derjenige, der »im Saft« (also in der Materie) steht, gern mal dazu neigt, sein erworbenes Wissen als Standard anzusehen und Unbeteiligte damit zu verwirren und sogar zu verängstigen. Deswegen ist es insbesondere unsere Pflicht, Fragen und Kommentare immer aus dem Blickwinkel des Fragenden zu sehen. Nur so können wir die Fragenden dort abholen, wo sie sind und dorthin mitnehmen, wo wir es für wichtig befinden: in der Aufklärung und im Wissensstand.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 14. November 2017
  19. donii

    donii Neues Mitglied

    Ich wollte mich nochmal bei Euch Allen bedanken, das Ihr Euch die Zeit nimmt, mir zu helfen :)
     
  20. [User gel

    [User gel Poweruser

    Ich hatte noch nie den Verdacht das ich es haben könnte. Hatte nur sehr viel Verkehr damals gehabt. Und mit desto mehr Frauen ich geschlafen habe, war immer so ein beigeschmack was ist, wenn ich mir jetzt was eingefangen habe? Irgendwie hat mich das so sehr unter Druck gesetzt, das ich mir dachte es müsste doch ein Forum geben, wo man über solche Sachen sprechen kann. Dadurch bin ich zufällig auf dieses Forum hier gestossen und habe meine bedenken gepostet. Und hier hat man mir geraten, das ich eigentlich kein Test brauche, aber das ich einen machen kann. Nach längeren Gesprächen habe ich mich tatsächlich durchgerungen. Zum Glück war ich 2 mal negativ. Diese beiden Tests waren die beste Entscheidung meines Lebens, nun bin ich wieder viel befreiter! (Allerdings bin ich jetzt ein Negativ Fall)
     
Die Seite wird geladen...
Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  1. Unser HIV Forum nutzt Cookies. Details zur Nutzung von Cookies auf unseren Seiten findest Du hier und unter "Weitere Informationen":

    Information ausblenden