HIV Test und Ansteckung im Alltag

Dieses Thema im Forum "Infektion" wurde erstellt von Depp79, 20. November 2011.

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  1. Depp79

    Depp79 Neues Mitglied

    Hi, hier ein zweiter Post von mir, das Ganze beschäftigt mich halt sehr.

    Hab gelesen , dass beimElisa Test der 4 Generation erstens nach demHIV Virus gesucht wird und zweitens das p 24 antigen nachweisbar wäre.
    Letzteres soll nach einiger Zeit (+- 4 Wochen) nicht mehr nachweisbar sein aber dieser Zeitpunkt überschneidet sich meistens mit dem Moment wo HIV Antikörper nachweisbar sind. Folglich wäre einElisa Test ab in der 4 Woche schon relativ aussagekräftig da entweder das P24 oder das HIV Virus gefunden wird... Was haltet ihr davon?


    Dann interessiert mich wie schnell HIV im Alltag übertragen wird,dh wie zB in der schon von mir geschilderten Situation, durch Zahnfleischbluten an einem Apfel, oder aber auch durch eine kleine aufgeschürfte Wunde, dessen Blutspuren an den Fingern haften und in den Mund eines zweiten gelangen.
    Anders gefragt: Können kleine Blutspuren die in den Mund einer anderen Person gelangen zu einer HIV Infektion führen? (über die Zahnbürste geht das ja anscheinend auch)

    Danke
     
  2. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Lass doch mal diese Ammenmärchen sein!

    Zahnfleischbluten vom Biss in einen Apfel ist ungefährlich, durch eine Zahnbürste kannst Du Dir alles mögliche holen, aber keinHIV und und und...

    Grundsätzlich gilt, dass HIV nicht so leicht zu übertragen ist, wie es offensichtlich die meisten Menschen glauben.

    Es bedarf dazu:
    1) mit HI-Viren ausreichend (!!!) infizierte Körperflüssigkeit
    2) in einem feuchten Milieu ohne (oder nur mit minimalster) Sauerstoffzufuhr
    3) in einer ausreichend (!!!) großen (!!!) Eintrittspforte

    Punkt 1) scheitert oft schon alleine daran, dass es »nur« 70.000 Infizierte in Deutschland gibt, von denen die meisten unter medikamentöser Therapie stehen, die sie unter bestimmten Voraussetzungen nicht mehr ansteckend sein lässt.

    Punkt 2) steht für alle externen Risiken (Waschbecken, Zahnbürsten, Türgriffe etc.), die mit Sauerstoff in direktem Kontakt stehen

    Punkt 3) bedeutet: offene (!!!) Wunde, weiche Schleimhaut oder (sehr) lange Einwirkzeit.

    Dazu kommt noch, dass selbst der ungeschützte Sexualkontakt mit einer HIV-positiven Person zun einer Infektion führen kann, aber nicht zwangsläufig muss. Trotzdem ist und bleibt es natürlich ein Risiko, das man durch Nachdenken und sich Schützen minimieren bis ausschalten kann.
     
  3. Depp79

    Depp79 Neues Mitglied

    Mir ist schon klar, dass sichHIV anscheinend nicht so leicht übertragen lässt.
    Allerdings, und auch das habe ich in einem anderen Post bereits erwähnt, mache ich mir große Sorgen darum, meine Tochter angesteckt haben zu können.
    Vor Wochen hatte sie hohes Fieber während 1 Tag, am zweiten Tag noch ein wenig. Der Arzt sagte, es sei ein Virus.
    Nun hat sie Appetitlosigkeit, starken Durchfall und AUsschlag um den Mund!
    Ich weiß nicht was tun und fühl ich scheiße. Wenn sie infiziert wurde, dann über kleinste Blutspuren die in ihren Mund gelangen...Deßhalb die Frage: Reichen kleinste Blutspuren die in den Mund gelangen?
    Sie hatte mich mal gekratzt und danach ihre Finger in den Mund gesteckt. Im Badezimmer bemerkte ich, dass ich ein wenig blutetete. Reichen solche Mengen aus?
    Fühl mich einfach nur schuldig.
     
  4. Volldepp

    Volldepp Bewährtes Mitglied

    Bitte mich jetzt nicht falsch verstehen ...

    Ich darf davon ausgehen, dass Du wohl keinen ungeschützten Sex mit Deiner Tochter hattest??

    Verdammt, beruhige Dich!

    Du wirst deiner Tochter innerhalb der letzten Wochen kein Blut gespendet haben? Und Du wirst sie auch nicht mit deinem Blut (und Du bist doch negativ getestet oder hab ich da etwas falsch verstanden???) eingeschmiert haben!

    Wobei willst Du Dein Kind WOMIT infiziert haben???

    Ich bitte Dich, komm runter. Das ist wirklich schon eine Phobie, die Du entwickelst.

    Ich habe selbst noch Sorgen, dass eine Ansteckung bei mir nicht 100%ig ausgeschlossen ist ... obwohl ich mit meiner Sexpartnerin gemeinsam zum Test war und sie negativ getestet wurde. Im Kopf weiß ich, das ist quasi ausgeschlossen ... der Bauch hat immer noch Angst, weil ich im Kopf die Fristen für sichere Testergebisse kenne!

    Aber diesen Preis (die Ungewissheit, die Schuldgefühle, das Kopfkino, die Verlustängste) müssen WIR BEIDE zahlen ... immerhin waren wir Mann genug unsere Partnerinnen zu betrügen und für Sex zu bezahlen ... aber das wird vorrüber gehen!

    Du hast Dein Kind nicht mit irgendwas angesteckt, weil Du nichts hast.

    Wir haben November ... es ist kalt ... mein Kollege (Fahrgemeinschaft) war letzte Woche (ich hatte Urlaub) mit einem Virusinfekt krank ... hoffentlich habe ich ihn nicht angesteckt, weil er neben mir im Auto saß! *Sarkasmus aus*

    Merkst Du, wie abstrus sowas klingt?

    Beruhige Dich und lasse nicht alle Deine Gedanken um die drei großen Buchstaben kreisen. Kopfkino vor dem Hintergrund ist Scheiße!

    Beruhige Dich ....
     
  5. Depp79

    Depp79 Neues Mitglied

    Du hast schon recht. Aber ich dreh so langsam einfach durch, es tauchen halt immer wieder neue "Symptome" auf. Ich werde diese miesen Gedanken einfach nicht los, achte auf eventuelle Symptome meiner Tochter, und sogar wenn meine Frau hustet werde ich mittlerweile paranoid....
    Müsste dringends zu nem Psychiater. Hab den Psychologen kontaktiert, 2 mal, jedoch keine Antwort bekommen.
    Mein Test war nach 5 Wochen und 2 Tagen, also 37 Tagen insgesamt. Der sollte schon mal eine gewisse Aussagekraft haben(man liest meistens von 90 % iger Sicherheit da es ein Kombinationstest auf Antikörper und P 24 Antigen war.) Jedoch frage ich mich ob der Test durch die PEP die ich bekam eventuell beeinflusst wurde und so eventuell ein falsches Ergebnis vorliegt...
    Ich bin mir bewusst, dass das was ich hier labere für viele "doof" klingt, mich hat das Kopfkino haltvoll erwischt. Wünsche mir, dass der Film bald endet.
     
  6. Volldepp

    Volldepp Bewährtes Mitglied

    He ... Du und ich ... wir sind momentan in einer seelischen Ausnahmesituation. Wir haben beide Scheiße gebaut, haben Schuldgefühle unseren Partnerinnen gegenüber (damit müssen wir klar kommen oder beichten, letzteres werde ich nicht tun) ... und wir schieben einen Horror vor einerHIV-Ansteckung, weil wir beide wissen was das für (soziale) Folgen für uns hätte.

    Ich wünsche mir ebenfalls ein Ende des Filmes, aber wir werden abwarten müssen ... und müssen beide darauf achten, dass wir am Ende keine Infektion haben (wovon ich ausgehe) ... sondern noch alle Tassen im Schrank haben und wenigstens etwas aus unserem Bockmist gelernt haben.
     
  7. Depp79

    Depp79 Neues Mitglied

    Hey Volldepp,
    du hast natürlich Recht. Wir sind in einer "speziellen"Situation, und das vor allem Familienbedingt.
    Ich denke, wenn wir nicht in einer Beziehung wären, würden wir klarer denken. Aber es steht eben viel mehr dahinter...

    Ich fühle mich heute mal wieder etwas besser. Hab mit dem Arzt geredet und einige Termine beim Psychologen bekommen. Das wird auch wieder ein wenig helfen. So wie dieses Forum hier. Deshalb ein großes Lob an alle Beteiligten die Leute wie uns in solchen Situationen unterstützen! Man fühlt sich ansonsten schon ziemlich allein...

    Heute denke ich wieder mal positiv, aber ich weiß mittlerweile, dass das morgen vielleicht schon wieder anders aussieht.

    Ich rede mir folgendes ein:
    Folgende Bedingungen müssten gegeben damit eine Infektion stattfand::
    1) Die Prostituierte mussHIV positiv gewesen sein(dazu noch ohne Behandlung, da ansonsten die Viruslast ja niedriger ist und sich schwerer überträgt)
    2) Das Kondom muss gerissen sein (Scheiss Alkohol, wäre in diesem Punkt keine Unsicherheit hätte dieses ganze Dilemna nicht stattgefunden)
    3) Ich wurde tatsächlich infiziert
    4) Die PEP hat nichts genutzt
    5) Der Test nach der PEP mit 90% Sicherheit wäre falsch negativ


    Hier kommen in meinem Fall viele Bedingungen ins Spiel die eine Infektion erst möglich machen. Dann wäre ich schon ein krasser Pechvogel....

    So denke ich wie gesagt heute, wären keine Symptome vorhanden gings mir wahrscheinlich auch längerfristig gut, aber so muss ich wohl noch einige Wochen warten, schade um die Weihnachtszeit...

    Schönen Abend an alle
     
  8. Volldepp

    Volldepp Bewährtes Mitglied

    Das ist doch erst mal ein guter Ansatz sich sein eigenes Risiko vor AUgen zu führen.

    Aber Du hast doch praktisch Gewissheit.

    Du hast einen negativen AK-Test.

    Weißt Du, was gestern mein Laborarzt Dr. O. gesagt hat? (Natürlich weißt Du es nicht, aber es ist eine einfach Einleitung)

    "Herr N. ... kaufen Sie ihrer Frau was Schönes, und ne Flasche Wein ... machen sie sich einen schönen Abend ... das Leben ist doch so schön ..."

    Und ein Rat von ihm an mich (nicht als Arzt sondern als Mann <-- so er wörtlich) ich habe ihm natürlich den Hintergrund meiner BEsorgnis gebeichtet: "Herr N. ... behalten sie es für sich. Nicht beichten ... damit vergrößern sich nur ihre Probleme. Man muß auch in einer Ehe nicht alles von sich preisgeben."
    Gut, das klingt feige ... aber für einen letztmaligen Ausrutscher sollte man nicht seine Familie riskieren ... es ging ja lediglich ums f****n und nicht um Gefühle.
     
  9. niemehrwieder

    niemehrwieder Poweruser

    Für einen ausrutscher soll man nicht seine Familie Riskieren ? Aber den Ausrutscher doch machen ? Was ist denn das für ein Käse ?

    Die Warheit kommt irgendwann immer ans Tag.

    Wenn ich as lese hier ist das alles schön rederei für mich und da bekomm ich echt das würgen.
     
  10. Volldepp

    Volldepp Bewährtes Mitglied

    Falsche Zeitform ... der Ausrutscher ist bereits passiert. Ansonsten wäre es ein Freibrief, und das ist es nicht.

    Der Hintergrund ist der, das man sich wegen einer ein-/zweimaligen Dummheit nicht lebenslänglich bestrafen muß.


    Das ist keine Schönrederei ... das ist lediglich eine Betrachtungsweise. Auch Du wirst in Deinem Leben noch in kritische Situationen kommst, in denen Du an Deinen Grundsätzen zweifelst ...
     
  11. niemehrwieder

    niemehrwieder Poweruser

    Für mich klingt das so.

    Ich hatte schon mehr als genügend kritische SItuationen. Und wenn nur fest dran glaut dann ist man anderen und sich selbst treu.
     
  12. Volldepp

    Volldepp Bewährtes Mitglied

    Das ist es nicht ... auch meine, Deine wessen auch immer Partnerin kann fremd gehen ... und sie sagt es einfach nicht ... DU erfährst es nie ... und dann ... passiert auch nichts.

    Glaub mir ... nahezu jede kritische Situation kann noch eine Spur schärfer werden ... der Krug geht solange zum Hals bis er bricht ...
     
  13. niemehrwieder

    niemehrwieder Poweruser

    Ich bin da wirklich komplett anderer meinung. Klingt auch so als wenn du immer noch nach ausreden suchst. Aber wie du es drehst und wendest
    , der fehler bleibt bei dir.
     
  14. Depp79

    Depp79 Neues Mitglied

    Bin der Meinung, dass nicht jeder Mensch Fehler macht, aber wahrscheinlich viele.
    Und was ein Fehler ist, ist für jeden Ansichtssache. Und das ist auch eines Jedens Recht. Persönlich fände ich eine Affäre wesentlich schlimmer als ein One-Night-Stand mit wem auch immer...

    Finde auf jedenfall deinen Arzt recht sympathisch Volldepp. Ist schön wenn ein Arzt so locker drauf ist, dann vertraut man dem gerne und das beruhigt wiederum.

    Volldepp, hast du gestern einenPCR Test gemacht während der PEP? So wie ich das verstanden habe, wäre dieser durch die PEP nichts wert, oder hab ich da was falsch verstanden. Mir wurde jetzt mehrfach bestätigt, dass ein AK-AG Kombi Test eine Woche nach der Pep schon zu 90 Prozent aussagekräftig wäre und auch nicht durch die PEP beeinflusst wurde,dh die Antigene oder (und) die Antikörper nachzuweisen seien.
    Wirst du einen solche Test machen?

    Ich überlege nächste Woche einen weiteren Test zu machen, dh 8 Wochen nach Rk. Bringt der Test mir etwas? Sollte er negativ sein, so wüsste ich dann, dass sich noch immer keine Antikörper gebildet hätten.
    Da sich angeblich bei "gesunden" Menschen ab der 8 Woche ja angeblich meistens nichts mehr ändert, hätte ich dann schon so etwas wie Gewissheit.
    Was denkt ihr darüber? Oder lieg ich da falsch?

    Klar, der Test in der 12 Woche muss trotzdem noch sein..
     
  15. AlexandraT

    AlexandraT Moderator HIV-Symptome.de Team

    Richtig... ein Test ist nach 8 Wochen sicher... so wie Du es beschrieben hast.
     
  16. Depp79

    Depp79 Neues Mitglied

    Danke Alexandra, und vorerst letzte Frage:

    Ändert die Tatsache, dass eine PEP im Spiel war etwas daran wie sicher der Test dann sein wird?

    MFG
     
  17. AlexandraT

    AlexandraT Moderator HIV-Symptome.de Team

    Ja, wenn eine PEP im Spiel ist erweitert sich das Fenster... daran hab ich nicht gedacht, dass Du ne PEP machst. Du musst nach Abschluss des PEP warten und nochmals einen Test machen. Ich würde 4 Wochen nach der PEP nochmals testen.

    Allerdings... Du warst ja mit ihr beim Test und sie war neg. Also beruhige Dich wieder. Die Sache mit dem Test besprichst Du am besten mit den Fachleuten vor Ort.
     
  18. Anonymous

    Anonymous Gast

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