HIV-Phobie

Dieses Thema im Forum "Infektion" wurde erstellt von M, 25. November 2012.

Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  1. M

    M Neues Mitglied

    Hallo !
    ich leide wohl an der im Volksmund tituliertenHIV-Phobie, die mich im Moment leider dazu veranlasst viele Alltagssituation als bedrohlich zu empfinden, die wohl objektiv kein Risiko darstellen. Ich befinde mich daher auch schon in therapeutischer Behandlung, da mir bewusst ist, dass diese Angst sehr viel tiefer angesiedelt ist. Dennoch würde es mir sehr helfen, wenn kompetente Beratungskräfte wie Sie es ja sind mir ein kleines fundiertes Faktenwissen an die Hand geben könnten. Die allgemeinen Fakten sind mir bekannt. Mir geht es eher darum, wie ich alltägliche Situation als ungefährlich einstufen kann, selbst wenn ich oder eine andere Personen kleinere Wunden bspw. an den Händen oder an der Hautoberfläche haben.
    Meine konkrete Frage ist nun, ob sie mir ein virtuelles Bild vor Augen "malen" könnten, das es mir ermöglich mir vorzustellen, wie große die ungefähre Blutmenge überhaupt sein müsste, die potentiell in eine kleine Wunde eintritt, damit diese eine praktische Gefahr darstellt. Es ist richtig, dass ich eine kleine Wunde fast schon in ein Glas voller Blut halten müsste, damit eine potentielle Gefahr besteht ?
    Ist es möglich, dass ohne erkennbaren Blutspuren ein solcher Eintritt erfolgen kann oder wie groß müsste die ungefähre Menge bildlich gesprochen sein ?
    Es ist richtig, dass ich eine kleine Wunde fast schon in ein Glas voller Blut halten müsste, damit eine potentielle Gefahr besteht ?
    Kann ich es ausschließen, dass ich einer Gefahr ausgesetzt war, wenn ich beispielweise kein Blut an meinen Händen erkennen kann ?
    Auf diese Weise könnte ich wahrscheinlich auch für mich viele Situationen als ungefährlich einstufen. Sie würden mir mit der Beantwortung der Frage meinen Alltag erleichtern, auch wenn diese Fragen ihnen vielleicht lästig erscheinen.
    Vielen Dank im Voraus für ihre Antwort !

    Freundliche Grüße
    m
     
  2. AlexandraT

    AlexandraT Moderator HIV-Symptome.de Team

    Hallo

    Es tut mir leid, aber Mengenangaben sind nicht möglich bei solchen Sachen. Da spielen viele Faktoren mit wie Virenmenge, wie alt ist das Blut bzw. die Wunde.... oder welche Schleimhaut betrifft es und so weiter.

    Aber.. im Alltag kannst Du Dich nicht mitHIV infizieren - auch nicht wenn Du jemandem die Hand gibst.
     
  3. M

    M Neues Mitglied

    Hallo Alexandra,
    erstmal vielen Dank für die Antwort.
    Mir geht es ja hauptsächlich um Alltagsituationen mit kleineren Wunden. Ich
    suche im Prinzip Fakten, die ich nach bestimmten Situationen falsizieren kann sprich das ich mir dann keine Gedanken mache, dass diese Situation gefährlich war oder nicht.
    Ich würde einfach nur gerne wissen, ob man für eine theoretische, potentielle Gefahr mit blut verschmiert sein müsste ?
    Also müsste man Blut in irgendeiner Form an der Körperoberfläche beobachtbar sein. So etwas würde lässt sich ja überprüfen und da das fast nie der Fall ist, könnte ich somit im Alltag entspannter leben.
    Ich bin nicht auf der Suche nach konkreten Mengenangaben. Mir würde schon eine näherungsweise Beschreibung ausreichen, die ich dann in den Alltagsituationen ausschließen kann.
    Sprich welches Bild müsste nur rein theoretisch darbieten, damit eine potentielle Gefahr besteht ?

    Du würdest mir mit einer Antwort auf diese Frage sehr helfen !

    Vielen Dank !
     
  4. AlexandraT

    AlexandraT Moderator HIV-Symptome.de Team

    Natürlich muss man das Blut sehen.... eine nicht sichtbare Menge Blut verursacht auch keine Infektion. Kleine Wunden sind auch sehr schnell wieder verschlossen, sodass sie keine Infektionsmöglichkeit fürHIV darstellen.



    Ich glaube nicht wirklich, dass Dir unsere Antworten hier helfen. Im Gegenteil... Du brütest weiter an möglichen Infektionswegen.

    Ich hab doch eben gesagt, dass dies nicht möglich ist. Ein ganz wichtiger Aspekt ist der Virenload.
     
  5. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Der kommt aber nur bei wirklichHIV-positiven Menschen zum Tragen.

    In Deutschland sind (neueste Zahlen) etwa 78.000 Menschen HIV-positiv. Davon sind über 50.000 in antiretroviraler Therapie (Medikamente) und nicht mehr infektiös. D.h. bei 28.000 Menschen von 82 Millionen besteht eine potentielle Ansteckungsgefahr. Erst hier kommt die Frage der Viruslast ins Spiel.

    Überleg' mal: Welche Wahrscheinlichkeit liegt bei 28.000 im Vergleich zu 82 Millionen, dass Du einem HIV-positiven Menschen begegnest? Und wie hoch ist de Wahrscheinlichkeit, das Du mit ihm in irgendeiner Form in Kontakt kommst?

    Siehst Du ... es ist gar nicht so einfach sich mit HIV zu infizieren - es sei denn, man legt es darauf an (ungeschützter Sex, gemeinsame Spritzenverwendung). Hier ist das Risiko da ... aber auch hier gilt: Risiko : Wahrscheinlichkeit = ist NICHT 1:1, sondern erheblich geringer.
     
  6. AlexandraT

    AlexandraT Moderator HIV-Symptome.de Team

    Hi Matthias

    Da hast Du mal wieder vollkommen Recht.
     
Die Seite wird geladen...
Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  1. Unser HIV Forum nutzt Cookies. Details zur Nutzung von Cookies auf unseren Seiten findest Du hier und unter "Weitere Informationen":

    Information ausblenden