HIV Forschung

Dieses Thema im Forum "AIDS-Forum" wurde erstellt von Anonymous, 10. August 2010.

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  1. Anonymous

    Anonymous Gast

    Also ich selber habe jetzt keinHIV soweit ich weiss aber ich mache mir natuerlich auch immer Gedanken darueber warum es seit 25 Jahren noch kein Heilmittel gibt.
    Ich habe mal generell die Frage. Es ist doch moeglich Zellen zu zuechten im Labor. Ist es denn nicht moeglich, T-Helferzellen zu zuechten und sie so zu modifizieren das sie einen CCR-5-Gendefekt besitzen und sie dann dem HIV Patienten zu spritzen? In diesem Falle koennte doch HIV sich nicht mehr weiter vermehren?.. oder wo koennte da das Problem liegen?
     
  2. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Wenn wir hier im Forum das Problem lösen könnten, würde Marion den Nobelpreis bekommen (den sie natürlich jetzt schon verdient hat!).

    Es ist so, dass das Virus stetig mutiert, und die Mutationen (noch) nicht greifbar sind. Die jüngsten Wege der Forschung aber zielen darauf ab, das Virus in seiner Grundversion an der Mutation zu hindern bzw. die Vielfalt einzudämmen. Erst dann wird man sich um die schon erfolgten Veränderungen kümmern können.

    Neben der Forschung ist aber auch das Wissen umHIV, die Übertragungswege und die Vorsicht wichtig. Hier herrscht noch viel Aufklärungsbedarf, als es uns lieb sein kann. Sonst würde nicht jedes Jahr bei 3.000 Deutschen die Infektion neu festgestellt.

    Beide Wege sind immens wichtig und ergänzen einander:

    Forschung, um das Virus irgendwann zu besiegen. Hier sind die Wissenschaftler gefragt, und die bleiben stetig am Thema, auch wenn man nicht oft etwas hört oder liest. Denn das geht nur in ganz kleinen Schritten - aber immerhin. Als ich mein Testergebnis erhielt (1994) war HIV = AIDS = Tod. Heute gibt es Medikamente, die schon mal dafür sorgen, dass man mit HIV genauso alt werden kann wie ohne.

    Aufklärung, um die Infektionsausbreitung einzudämmen. Hier ist jeder gefragt - nicht nur Wissenschaftler.

    Das Virus kennt keine Moral, ziemlich intelligent - und es ist ihm egal, wen es befällt. Wir sollten anfangen, intelligenter zu sein als das Virus.
     
  3. Anonymous

    Anonymous Gast

  4. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Marion ist hier Chef ... :)

    Also ... klar wird hier geantwortet ...ein Forum nur mit Fragen ohne Antworten wäre ja doof ...

    Zellen züchten ist so eine Sache. Das geht (für mein recht geringes wissenschaftliches Verständnis) nur, wenn die Faktoren statisch, also unveränderlich sind. Bei jedemHIV-positiven Menschen ist das Mutationsstadium des Virus unterschiedlich - daher ja der genannte Ansatz, am »Urknall« anzufangen.

    Die Geschichte des so genannten »Berliner Patienten«, der durch Stammzellenübertragung von Leukämie und HIV (letzteres wahrscheinlich, ob es so ist, wird die Langzeitbeobachtung ergeben) geheilt wurde, ist sehr viel komplexer, als man glaubt.

    Hier kamen verschiedene Faktoren zusammen: Der Stammzellenspender hatte Eltern, bei denen beide (!) den genannten Gendefekt hatten und erst in dieser Konstellation führte dieser Gendefekt zum gewünschten Ergebnis. Diesen »Defekt« künstlich nachzustellen, klingt wie eine einfach Aufgabe, ist allerdings ausgesprochen schwierig - aber ich wette, daran wird schon geforscht. Nur braucht das halt seine Zeit.

    HIV über eine Stammzellenübertragung zu heilen, wäre zwar relativ sicher .... ABER: a) unglaublich teuer ... und b) eine noch unglaublichere Belastung für den Patienten, weil nicht einmal sichergestellt ist, ob alleine die Übertragung schon wie gewünscht funktioniert.

    Noch ist es Zukunftsmusik - aber die Betonung liegt auf »noch« ... :)
     
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