HIV, AIDS & Soziologie

Dieses Thema im Forum "AIDS-Forum" wurde erstellt von JohannesBuhlmann, 14. Juni 2008.

  1. JohannesBuhlmann

    JohannesBuhlmann Neues Mitglied

    Abgesehen von der unangenehmen Unübersichlichkeit der Statistik, wie wir sie morgen unter der Mathematik finden,
    gibt uns das screening der unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen via AIDS-Statistik doch ordentliche Einblicke in die Gruppendynamik der unterschiedlichen Kulturen.

    Zunächst fällt auf, daß die Seuchenausbreitungsgeschwindigkeit in Afrika bei Null liegt, bei einem Durchseuchungsgrad von 25% (Salopp formuliert: Die Seuche frisst, was nachwächst).
    Dann stellen wir für ein IDU-Gebiet fest, daß - rückgerechnet auf die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Seuche ohne IDU - (IDU := Intravenöser Drogengebrauch) die Ausbreitungsgescheindigkeit der Seuche etwa bei 0 läge.

    Andererseits finden sich auch Berichte über die Geldströme des Drogenhandels:

    In Hanoi geben 60% der IDU-Personen ungeschützten Verkehr mit einer Prostituierten an, für Da Nang sind es noch 30% IDU-Personen, welche sich eine Prosituierte leisten können.
    Der Geldstrom versiegt allmählich mit dem Eintritt des Mekong in den Pazifischen Ozean, am weitesten vom Goldenen Dreieck Laos/Kambodscha/Thailand entfernt.

    Hatte ich schon beinahe vergessen, das Goldenen Dreieck, über der Opiumschwemme aus Afghanistan, von die ATON (Association Traitéon Atlantique Nord) frisch verteidigt (Die ''New York Times'' forderte kürzlich: ''more Wehrmacht in the Bundeswehr''; Gotthilf, wo ist der Fischer?).

    Aber auch über die Wirkungen der Virussuppression gibt es einiges zu lernen.

    Etwa die wesentlich längere Überlebensdauer ''behandelter'' Menschen im Vergleich zu den Nichtbehandelten in Subsaharien.

    Wenn bei kurzer Überlebensdauer 25% der relevanten Gesamtbevölkerung (15-49) infiziert sind, wenn die Seuche ihr Maximum erreicht hat, folgt bei höherer Überlebendauer (wie in Europa) ein größerer Durchseuchungsgrad bei Maximum.

    Es liegt also nahe, sich mit dem Virus anzufreunden. Zumal das Virus nicht unbedingt seropositive Blutproben ergibt und eine Konzentrierung nach (zweifelhaftem) Seroscreening noch nicht durchsetzbar scheint, gerade und auch, wo die Bundeswehr in Afghanistan steht und so absolut nichts gegen das Opium (Hauptverbreitungsweg Nummer 1) unternehmen kann.

    Zunächst wollen wir die Infektionsstadien kennenlernen um hieraus eine Verzögerung des Krankheitsgeschehens gezielt anstreben zu können.

    1. Stadium:
    Infektion, grippale Symptome, je jünger, desto schöner zu sehen.

    2. Stadium:
    Thymoidlymphoidkompensierte Latenzphase

    3.Stadium/4.Stadium:
    a) Thymoidkompensierte Phase (Waste-Syndrome)
    b) Dekompensierte Phase (Opportunistic Diseases).

    Das erste Stadium ist klinisch unauffällig, abgesehen davon, daß die Kompensationsreserven der Lymphknoten und die der Thymusdrüse konstant abgebaut werden.

    Für junge Menschen kann davon ausgegangen werden, daß unbedingt die Lymphknoten zunächst klinische Relevanz zeigen: Lymphknotentuberkulose, ein schlechter Name für den Untergang der Lymphknoten.
    Der junge Mensch geht also von der totalkompensierten Latenzphase in die Thymoidkompensierte Phase (a)) über.

    Der junge Mensch geht deswegen nicht erst zur dekompensierten Phase über, weil die Thymusdrüse einem konstanten Abauprozeß unterworfen ist, welcher bei älteren Menschen zunächst eine sozusagen ''lymphoidkompensierte Phase'' hervorruft.

    Lymphknoten können aber nicht keine Thymusdrüse ersetzen (wohl aber die Funktion der Thymusdrüse die der Lymphknoten, den T-Zweig betreffend).

    Erst wenn die ebenfalls mit CD-4 Rezeptor und Korezeptor ausgestatteten, funktionalen Zellen des Thymusgewebes durch Virusaktivität vernichtet sind, bricht die Immunabwehr endgültig zusammen (CD4-Zellzahl bei 50).

    Wie wir unter HIV, AIDS & Mathematik bewiesen haben, bricht die Immunabwehr bei zum Zeitpunkte der Infektion älteren Menschen früher zusammen als bei zum Zeitpunkte der Infektion jüngeren Menschen; jeweils gerechnet vom Zeitpunkt der Infektion aus.
    Diese mathematische Postulat finden schöne Resonanz in der Darstelllung unterschiedlicher Altersgruppen von Blutern, die ja in der Anfangsphase der Seuche häufig infiziert wurden (Ohne Sex und ohne Drogen, allein, weil der clotting-factor VII nicht produziert werden kann).
    Wer seinerzeit unter 40 Jahre alt war, starb nach einer bestimmten Zeit zu 50%, war ein Mensch (meistens Männer, da Frauen zwei clotting-factor VII exprimierende Gene haben) zur Zeit der Infektion mit kontaminierten Blutprodukten (clotting-factor VII, die einzige Chance, gewonnen aus menschlichem Spenderblut, danke) älter, hatte er eine 80%tige Chance, nach Ablauf dieser Zeit verstorben zu sein.

    Die Thymusdrüse ist durchaus nicht so nutzlos, wie sie in der deutschen Literatur dargestellt wird. Richtig ist zwar, daß die Thymusdrüse im antepubertären Körper wesentlich aktiver ist (bis zu der Zeit wird das erworbene Immunsystem erworben), jedoch danach nicht zu Fettkloß verkommt, sondern die T-Zellen programmiert (an dieser Stelle muß ich Einstein widersprechen. Einstein war der Auffassung, Gott würfele nicht. Bei der Programmierung der Thymusdrüse würfelt Gott, jedoch nicht ohne Beschränkung. Diese Beschränkung hat die Thymusdrüse in einem Ausleseprozeß während der antepubertären Phase erworben.).

    Summary

    Eine körperbezogene Therapie des HIV muß sich auf den Schutz der Lymphknoten und der Thymusdrüse konzentrieren.

    Während die Lymphknoten durch physiologische Vorgänge zugrunde gehen (dauernde Entzündung, welche des Stützgewebe keine Gelegenheit zur Regeneration gibt), sterben die erworbenen Thymuszellen an der pathologischen Wirkung des HIV (Da selber Träger des CD-4 Rezeptors und des Korezeptors CCR5).

    Eine Stammzelltherapie für die Thymusdrüse scheidet aus, da die funktionalen Zellen der Thymusdrüse auf die individuelle Mikrobenlast des Organismus abgestimmt sind. Sämtliche Infektionen, welche einmal ''durchgemacht'' wurden, würden neu aufflammen (und dabei neu gelernt werden), sollte etwa Thymusgewebe ersetzt werden (wie z.B. bei der Knochenmarkstransplantation, wie sie für erbkranke Kinder notwendig ist, von denn wir durch Beobachtung beinahe alles über das Immunsystem gelernt haben und noch lernen).

    Junge Menschen sollten jedenfalls gut ernährt werden, was auch den Abbau der Thymusdrüse durch neuinfizierte Zellen verringert.

    Die Lymphknoten sollten geschont werden, wobei handelsübliche Antipholgistica (Aspirin etc.) nicht angezeigt sind, da diese lediglich das angeborene Immunsystem beeinflüssen, nicht jedoch die Lymphknoten, welche Organ des erworbenen Immunsystemes sind.

    Schonung der Peyerschen Plaques an der Darmwand als Teil des Lymph- und damit Immunsystemes ist zur Beserng des späteren Bildes des Waste Syndromes angezeigt.
    Hier gilt es, auf eine gesunde Darmflora zu achten, d.h. Antibiotika nur im kritischen Grenzfall und dann i.v..
     
  2. Unser Tipp Frage jetzt einen Arzt! HIV-Symptome.de

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