Hallo

Dieses Thema im Forum "Leben mit HIV" wurde erstellt von Sorrowness, 10. September 2014.

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  1. Sorrowness

    Sorrowness Neues Mitglied

    Ich weiß gar nicht, wie und wo ich anfangen soll.

    Also ich habe mich in letzter zeit hier durchgelesen und ich finde dieses Forum und die Community echt toll.
    Ich weiß, das ich mir hier durch mein ''Angst'' Posting vielleicht ein paar Feinde gemacht habe, aber das war wirklich, wirklich nicht meine Absicht. :oops:
    Nun möchte ich halt einfach wieder alles auf Anfang zaubern und einfach Hallo sagen und ich würde mich freuen, auch alsoHIV Negativer hier willkommen zu sein.
    Ich kann Leute die Ängste vor einer Infektion sehr gut nachvollziehen und würde hier auch gerne denen helfen, die Angst haben.
    Aber ich möchte mich auch mit dem Thema HIV/AIDS beschäftigen, richtig aufgeklärt sein, möchte Matthias' Buch lesen etc.

    Also ich hoffe sehr, ihr könnt mir verzeihen und hoffe noch mehr, das ihr mich hier auf aufnehmt. :)

    P.S. Ich wusste nicht genau, wo dieser Thread hingehört. Ihr könnte ihn gerne verschieben, falls er hier falsch sein sollte.
     
  2. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Hallo Sorrowness,

    lese ich da mehr oder weniger zwischen den Zeilen, dass Dein Testergebnis negativ ausgefallen ist? Ich könnte ja sagen: »Siehste ... nichts anderes haben wir doch gesagt« - aber ich sage lieber »Herzlichen Glückwunsch!«

    Ich hoffe, dass Du jetzt mit dem ThemaHIV abschließen und Dich dem »neuen« Leben widmen kannst. Wir Du selbst festgestellt haben dürftest, kann man sich ganz schön in eine Theorie hineinsteigern ... und der Pieks beim Blutabnehmen ist doch wirklich nichts im Vergleich dazu.

    Also - selbstverständlich bist Du hier willkommen. Was Ängste betrifft, kannst Du ja nun wirklich mitreden. Ich finde es gut, wenn Du Dich jetzt besser informieren willst (natürlich auch, dass Du mein Buch lesen, ööhh ... ich hoffe auch kaufen :) willst).

    Tu Dir selbst bitte einen Gefallen: Lass' Deine Geschichte erst einmal sacken, bevor Du Dich zu intensiv mit anderen Geschichten befasst. Du hast immerhin mehrere Jahre mit deinen Ängsten verbracht; das lässt sich nicht in ein, zwei Tagen wegwischen. Taste Dich langsam, aber sicher heran.

    Übrigens: Feinde hast Du Dir keine gemacht; nur genervt hast Du ;)
    Aber dazu gibt es ja zum Glück keinen Grund mehr.

    Also: Herzlich wieder willkommen!

    P.S.: Wann geht's zum Zahnarzt?
     
  3. Sorrowness

    Sorrowness Neues Mitglied

    Also nerven tu ich ganz bestimmt nicht mehr, das habe ich mir felsenfest vorgenommen.
    Aber muss auch sagen, das ich noch nicht Negativ oder Positiv bin.
    Der Test erfolgt am Freitag, einen Termin habe ich schon.
    Zum Zahnarzt geht es wiederum morgen früh.

    Ich habe einfach, durch Gespräche etc., selber gemerkt, was für einen Hehl ich mache/gemacht habe.
    Angst (und Google :D) können einen ganz schön einnehmen.
    Und man fängt an sich zu informieren (was natürlich nichts schlechtes ist), aber natürlich tut man es zu diesem Zeitpunkt auch nur, weil man halt denkt man hat es und wie es nun weitergehen würde.

    Ich hab mich einfach total verschachtelt in dieser Panik. Das ging so weit, das ich seit 11 Tagen kaum bis gar nichts gegessen habe und auch 2 Kilo verloren (und bin eh schon so ein Hering^^).

    Ich bin halt schon ein Hypochonder und habe halt große Angst vor dem Tod. Aber durch meine Angst lebe ich gar nicht und verschwende mein Leben.
    Heißt anstatt zu leben und Erfahrungen zu sammeln, sitze ich rum, vorm PC und lebe mit und in meiner Angst.
    Und das geht nicht mehr so weiter.
    Ich gebe natürlich schon zu, das ich immer noch ein wenig Schiss vor morgen habe.
    Und ich hab mich selber falsch ausgedrückt. Es ist nicht so das ich jetzt so krasse Angst vorHIV habe oder Positiv zu sein. Klar, mein Berufswunsch wäre wohl im Eimer, aber naja.
    Ich habe einfach so große Angst gehabt, die ganze zeit schon Positiv gewesen zu sein und es nicht gemerkt zu haben bzw. nen Test gemacht zu haben (merken tut man es ja nicht wirklich).
    Und ich weiß halt, das man mit den retroviralen Mitteln alles wieder gut machen kann bzw. es wieder unter Kontrolle kriegen kann, nur weiß ich halt nicht, wie das aussieht, wenn man schon etwas wie Kaposi-Sarkom hätte. Und da blüht dann meine Angst vor dem frühen Tod wieder auf.
    Oh ja, Therapie würd definitiv auch angegangen. ;)

    Und natürlich werde ich dein Buch nicht nur lesen, sonder auch kaufen, Matthias. ;)
     
  4. Moe

    Moe Bewährtes Mitglied

    Man schlägt in Google aber meistens nur die Symptome nach. Da liegt auch das Problem! :wink:

    Liebe Grüße
     
  5. Sorrowness

    Sorrowness Neues Mitglied

    Oh ja. Da gebe ich dir vollkommen recht.
    Das ist leider wirklich wahr. Also in meinem Fall war es so.

    Aber ich habe auch sehr viel überHIV gelesen in den letzten Tagen. Auch mal ein wenig in dem HIV Buch, was ich mir in den kommenden Tagen auch mal ganz durchlesen will.

    Ich glaube ein Problem ist es, das es immer noch viele gibt (mich eingeschlossen), die nicht richtig aufgeklärt sind. Man weiß zwar über Safer Sex bescheid, aber man redet nie bzw. klärt sich nie über HIV auf.
    Und man denkt für ne Weile wirklich, ''Wenn ich es kriege, dann war es das''.
    Aber so ist es ja überhaupt nicht mehr und jemand wie Matthias z.B. beweist es ja sehr gut.

    Ich glaube auch, das die Ängste einer HIV Infektion mitunter mehr darauf beruhen, wie andere darauf reagieren würden. Familie usw.
    Und bei mir persönlich ist halt die Angst da, das man sich wie eine tickende Zeitbombe fühlt, die vielleicht irgendwann platzt.
    Obwohl auch das bei jedem Menschen ist und als HIV-Positiver ist man ja immer unter ärztlicher Aufsicht, was auch echt vom Vorteil sein kann.
    Also ich habe auf jedenfall sehr viel Respekt vor HIV bekommen und vor den Menschen die es haben und die so toll damit umgehen können (auch wenn sie es natürlich auch müssen).
     
  6. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Hallo Sorrowness,

    da habe ich wohl etwas falsch verstanden. Ich korrigiere mich also in: »Ich drücke Dir ganz fest die Daumen!«

    Ich bin - auch für Dich - sehr froh, dass Du »etwas 'runtergekommen« bist und Dich nicht mit jeder neuen Zeile weiter verrückt machst. Es macht nämlich überhaupt keinen Sinn, »was-wäre-wenn«-Szenarien aufzubauen, wenn man gar nicht weiß, von was man ausgehen soll. Mach also den Test. Dass Dir - nach Deiner Geschichte - ein wenig mulmig ist, verstehe ich voll und ganz, aber denke daran: Jede Sicherheit ist der Startpunkt für einen neuen Lebensabschnitt, den man konstruktiv angehen kann. Unsicherheiten dagegen hemmen die Entwicklung, von der Lebensfreude ganz zu schweigen.

    Eine Frage hätte ich noch an Dich: Was ist denn Dein Berufswunsch, der an einer evtl.HIV-Infektion scheitern könnte?
     
  7. Sorrowness

    Sorrowness Neues Mitglied

    Danke dir, Matthias.

    Nur leider komm ich gerade einfach auf keinen grünen Zweig. :(
    Habe ja schon längere zeit eine kleine Schwellung in der Mitte des Gaumen.
    War dann heute endlich mal beim Zahnarzt und dieser meinte das er mich beruhigen könnte und das es für ihn nichts auffälliges ist.
    Da aus irgendeinem Grund ein Stück Zahn damals nicht gezogen wurde, muss dieser vom Kieferchirugen rausgeprokerlt werden. Und der soll sich das ganze an meinem Gaumen dann nochmal anschauen.
    Er meinte, was Krebs und so betrifft, das würde er ja nie wirklich zu Gesicht bekommen und der Kieferchirug ist da besser informiert etc.
    Naja, was soll mir das nun sagen? Er sagt er kann mich beruhigen und dann sagt er aber wieder sowas.
    Für einen Angstmenschen wie mich ist das nicht wirklich hilfreich.
    Hab jetzt leider echt große Angst davor, Mundkrebs zu haben.
    Und die Prozeduren, die man da durchleben muss sind ja echt schrecklich.
    Loch im Gaumen, Neck-Dissection etc. :eek:
    Er meinte halt, ich habe wohl einen Pilz von der Prothese, also Prothesenstomatitis und ich hoffe das die kleine Schwellung damit zu tun hat und es nur was harmloses ist.

    Naja, werde vielleicht nicht die 2 Wochen warten und mir morgen einen Termin beim HNO holen. Sicherer ist wohl sicherer.

    Ich verstehe was du meinst, Matthias. Ich denke mal ich muss mir dringenst ne Therapie suchen. Meine Ängste machen mich wirklich kaputt.
    Ich mein von der einen Angst gleich zur nächsten zu rutschen ist ja schon echt krass.
    Ich will das alles endlich in den Griff kriegen und leben anstatt in ständiger, meist komplett unnötiger, Angst zu leben. :(
    Im Moment ein echter Teufelskreis.

    Naja, ich werde mal berichten was der HNO sagt. Wenn er sagt es ist nichts, dann werde ich mich beruhigen.
    Aber die etwas unsicheren Aussagen des Zahnarztes waren mir doch etwas seltsam.
     
  8. [User gel

    [User gel Poweruser

    Fürchte nicht den Tod! Erfreue dich des Lebens!!!!! Lebe nicht gegen die angst, sondern mit der Angst!. Lerne deine Angst positiv zu nutzen!
     
  9. Moe

    Moe Bewährtes Mitglied

    Aber man brauch nicht bei jedem Muttermal denken, dass man Hautkrebs hat. Mit dieser Angst brauch man nicht leben, nur man muss es angehen und eine Therapie beginnen. Wie willst du Angst den positiv nutzen? Jeder hat mal Angst, aber das ist auf keinen Fall ein schönes Gefühl das man in irgendeiner Form positiv nutzen kann.

    Liebe Grüße
     
  10. [User gel

    [User gel Poweruser

    Angst ist grundsätzlich etwas positives. nur wird sie von manchen Menschen falsch verwertet, daher Phobie genannt. Angst an sich ist ein schutzmechanismus. Er sorgt dafür das ich mich nicht sorglos in Gefahren stürze. und sorgt dafür das du wenn du ein anfahrendes auto siehst auch wegspringst, somit kann Angst dir sogar das Leben retten.
    Die Phobien angst unterscheidet sich in der symptomatik nicht von der realen Angst. Man kann es zum Beispiel beim Kampfsport sehen: wo viele Einsteiger, zuerst zurückzucken, weil sie eben die Phobienangst haben. Dadurch verwerten Sie die Schurzreflexe falsch. denn an sich ist das zurückgehen falsch, da der Angreifer mich dann irgendwann kriegt. Erfahene Kampfsportler wissen das Sie hingehen müssen. In die Schlagrichtung rein. Denn nur das dämpft den Schlag. Also die angst richtig verwerten. Wenn mir jemand ein Faust Schlag geben will, dann geh ich hin. Das führt meist dazu das der Schlag an mir vorbei geht und ich ihm den Gegenhieb verpassen kann. Der dank der Bewegung des Gegners noch stärker ist. Dies als Fallbeispiel. Also die reale Angst nutzen. Daher sagte ich mit der Angst! Also das tun was Angst wirklich will. Angst will dir in erster Linie helfen! Ich nutze die Angst zum Angriff und nicht zur Hemmung! man soll sich von Angst nicht hemmen lasssen, sondern Sie als Antrieb nutzen!
     
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