HAART

Dieses Thema im Forum "Behandlung / Therapie" wurde erstellt von fragende, 8. Mai 2008.

  1. fragende

    fragende Neues Mitglied

    Ich bin Neuling im Bereich der Therapie von HIV und habe immer wieder den Begriff HAART gelesen im Zusammenhang mit der Behandlung. Was bedeutet das?
     
  2. Unser Tipp Frage jetzt einen Arzt! HIV-Symptome.de

  3. Marion

    Marion Administrator HIV-Symptome.de Team

    HAART = Hochaktive antiretrovirale Therapie

    Hallo fragende,

    unter einer HAART versteht man die sog. Hochaktive antiretrovirale Therapie. Diese Therapie vereint mehrere (i.d.R. mind 3) antriretrovirale Medikamente zur Verlangsamung des Fortschreitens einer HIV-Infektion.

    Ich hoffe, Dir geholfen zu haben.

    Liebe Grüße
    Marion
     
  4. JohannesBuhlmann

    JohannesBuhlmann Neues Mitglied

    Bei der HAART wird die Polymerase-II-Reaktion in den Mitochondrien der Zellen unterdrückt. Damit wird auch das Virus, welches seine Erbinformation in den Zellkern eingebaut hat und sie sozusagen parasitär mitproduzieren läßt, nicht mehr so stark reproduziert und die Infektion verläuft langsamer. An Nebenwirkung tritt Haarausfall auf, die Fingernägel werden brüchig und es kommt zu Fettumlagerungen.
    Normalerweise werden zwei Medikamente gegeben, die den Wirkstoff enthalten sowie ein weiteres (Epivir?), welches den Abbau der eigenlich gegen das Virus wirkenden Substanzen in der Leber verlangsamt. Damit kann die Tagesdosis auf zwei Einnahmen verringert werden.
    Ein anderer Ansatz der medkamentösen Therapie ist das T20, ein enorm kompliziertes Medikament, dessen Herstellung Monate in Anspruch nimmt, weshalb es recht teuer ist (aber auch nicht wesentlich teurer als die Standartkombinationstherapie).
    Der Vorteil des T20 ist seine Nebenwirkungsarmut, weil es nicht so brutal in den Stoffwechsel des Körper eingreift wie die ''normale'' Kombitherapie. T20 verhindert das Eindringen des Virus in die Wirtszelle, indem es ein bestimmtes, viruseigenes Eiweiß blockiert. Der Nachteil ist aber, daß es zu Resistenzbildung kommen kann, d.h. das Virus entwickelt einfach ein anderes Eiweiß, mit dem es die Zellwand der Wirtszelle durchdringen kann. Dann ist T20 nicht mehr wirksam und muß durch andere Medikamente ersetzt werden.
    Bei der Standarttherapie gibt es das Problem der Resistenzbildung nicht, da ja die Wirtszelle und nicht das Virus beeinflußt wird. Lediglich muß hin und wieder die Dosis angepasst werden, weil der Körper sich an die ständige Unterdrückung der Polymerase-II gewöhnt (was mit einer Medikamentenumstellung verbunden sein kann, da nicht jede Dosierung unter jedem Markennamen verfügbar ist).

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    EDIT by Marion (Admin) - nach einigen (!) Beschwerden unserer User wurde der Beitrag gekürzt, da er potentielle Werbung/PR enthielt. Sorry, aber so sind nunmal die Forenregeln (vgl. [url=https://www.hiv-symptome.de/forum/forenregeln-und-hinweise-vt863.html)

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  5. RaoulDuke

    RaoulDuke Neues Mitglied

     
  6. Anonymous

    Anonymous Gast

  7. Anonymous

    Anonymous Gast

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