Gummi geplatzt bei AV mit Prostituierter

Dieses Thema im Forum "Infektion" wurde erstellt von bigmistake, 11. Dezember 2011.

Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  1. bigmistake

    bigmistake Neues Mitglied

    Hallo ihr Lieben,

    vorab muss ich ein Lob an dieses Forum aussprechen, da mir selten so viele nette, tolerante und hilfsbereite in einem Forum vorgekommen sind.

    Nun zu meiner Geschichte:

    Ich hatte gestern Abend in einem Bordell mit einer dunkelhäutigen Prostituierten Analverkehr. Am Ende musste ich erschrocken feststellen, dass das Gummi geplatzt ist. Währenddessen habe ich wegen meines alkoholisierten Zustandes wahrscheinlich nichts gespürt.
    Das Bordell selbst ist ein etwas hochwertigeres mit dem Namen "Pascha". Es gelten also Hygienemaßnahmen und ich hoffe einfach mal, dass die Mädels dort dem BetreiberHIV-Tests vorlegen müssen um Arbeiten zu dürfen. Ich habe nach der Aktion mein bestes Stück direkt mit Seife gewaschen und soweit ich die Dame verstanden habe waren die letzten Gesundheitschecks ok, sie könne mir aber nicht sagen ob ich was habe, da das wohl einfach ein Berufsrisiko für sie ist.

    Ich habe diesen riesigen Fehler meiner Freundin gebeichtet, die nun natürlich wütend/enttäuscht/traurig ist und zu dieser psychischen Belastung kommt eine furchtbar große Angst vor einer Infizierung mit HIV. 3 Monate der Ungewissheit ob dieser RK mich mein Leben so wie ich es kenne gekostet hat. Ich habe damit sehr viel kaputtgemacht und bin seitdem in einer regelrechten Panik am Rande der Depression. Ich zittere am Körper, habe Bauchschmerzen und Apetittlosigkeit und bekomme diese Gedanken einfach nicht mehr aus meinem Kopf. In diesen 3 Monaten werde ich akribisch auf jede einzelne Veränderung meines Körpers achten und wahrscheinlich werden diese aufgrund der Psychosomatischen Auswirkung auch auftreten.

    Ich habe einfach nur furchtbare Angst. Versuche mir momentan einzureden, dass nicht alle Prostituierten direkt HIV infiziert sind und wahrscheinlich mehr auf ihre Gesundheit achten als so mancher Disco-ONS. Trotzdem ist natürlich ein Risiko da und bringt mich um den Verstand.

    Ich weiß nicht wie ich die 3 Monate durchstehen soll :(
     
  2. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Offensichtlich hat da jemand überhaupt keine Ahnung vonHIV, sonst würden nicht immer solche uralten und mittlerweile grundfalschen Sätze wie »ob dieser RK mich mein Leben so wie ich es kenne gekostet hat« fallen. Die 80er Jahre sind nämlich mittlerweile lang vorbei - und der Film »Philadelphia«, aus dem die meisten ihren Wissensstand zu beziehen glauebn, gehört auch schon lange zum Alt-Zelluloid. Man kann heute 20 Jahre positiv sein und ein - abgesehen von den Tabletten - völlig normnales Leben führen. ich zumindest tu's ...

    Ich finde es gut und ehrlich, dass Du Deiner Freundin den Fehltritt gebeichtet hast. Letztendlich muss es jeder selbst wissen, aber ich finde es gut.

    Nur, was Du hier beschreibst, grenzt an pure Dummheit: Du hattest gestern den Vorfall und behauptest, Du bist »seitdem in einer regelrechten Panik am Rande der Depression. Ich zittere am Körper, habe Bauchschmerzen und Apetittlosigkeit und bekomme diese Gedanken einfach nicht mehr aus meinem Kopf.«. Wenn Du auch nur einen Hauch Ahnung hättest, würdest Du zumindest wissen können, dass wenige Stunden nach einer Dummheit niemals der Körper, sondern nur die Psyche reagiert.

    Da Du das Bordell als »gehoben« bezeichnest, kann man fest davon ausgehen, dass dort auf Gesundheit Wert gelegt wird. Du wirst jetzt die 3 Monate (bzw. reichen heute auch 8 Wochen) über die psychische Konsequenz deines Tuns nachdenken können.

    Allerdings gehe ich davon aus, dass der dann folgende Test negativ sein wird.
     
  3. bigmistake

    bigmistake Neues Mitglied

    Hallo Matthias,

    ich hatte hier im Forum bereits einige Berichte über das Leben mitHIV+ gelesen (ich glaube darunter auch Beispiele von dir). Das ist zwar nach wie vor eher ungut, aber ich habe realisiert, dass es weitaus schlimmeres im Leben gibt. Wo diese schreckliche Angst herkommt weiß ich auch nicht genau.

    Ich meinte nicht, dass ich diese Symptome aufgrund einer möglichen Infektion bekam, sondern natürlich weil sich meine Psyche nun so verrückt macht.

    3 Monate sind eine sehr lange Zeit für mich. Würdet ihr mir empfehlen einenPCR-Test zu machen?

    Oh Mann, das war das letzte mal, dass ich sowas gemacht habe :(
     
  4. am_ende

    am_ende Neues Mitglied

    hi bigmistake, ich hab den psychostress auch durch und kann dir nur empfehlen einenpcr zu machen, auch der ak test ist nach sechs wochen schon sehr sicher laut meiner aerztin, denpcr kannst du nach 15 tagen machen! akzeptier deine bestimmt negativen testergebnisse dann aber auch und begib dich nicht in eine irrationale phobie, so wie ich...
     
  5. bigmistake

    bigmistake Neues Mitglied

    hallo am_ende,

    vielen dank für deinen zuspruch. wenn ich rational über die wahrscheinlichkeit einer infektion nachdenke ist diese denke ich mal ziemlich gering (sind prostituierte in einem bordell eigentlich direkt ein RK?) und selbst wenn es ein positives ergebnis gäbe wäre das leben noch lange nicht vorbei.

    trotzdem bin ich am rande eines zusammenbruchs und kann meine gedanken einfach nicht ablenken.

    habt ihr eine information für mich, wie sicher derpcr nach den 2 wochen ist? kann man dann mit diesem thema abschließen (den ak werde ich trotzdem machen) oder gibt es dann noch eine reelle chance infiziert zu sein?

    tut mir leid, wenn ich etwas unbeholfen klinge, aber das ist eben was die angst momentan mit mir macht.
     
  6. am_ende

    am_ende Neues Mitglied

    wenn du googelst findest du komplett widerspruechliche aussagen zur sicherheit einespcr tests, das liegt vor allem daran, dass leute, die sich nicht auskennen darueber schreiben und viele publikationen veraltet sind!

    ich finde die informationen deshiv schwerpunktarztes horst schalk online sehr gut! ich selbst habe meine tests auch bei einer hiv schwerpunktaerztin durchfuehren lassen, die sehr kompetent ist und seit 20 jahren in diesem bereich taetig, aus welcher gegend kommst du denn?! ihre aussage ist, dass derpcr nach 15 tagen sicher ist und der duo nach sechs wochen mit einem kleinen restrisiko von ein paar prozenten!
    wenn du jetzt in england oder frankreich waerest, waere der duo ak uebrigens nach sechs wochen sicher! das hat mich auch sehr verwirrt, als ich info zu testsicherheit suchte....
     
  7. bigmistake

    bigmistake Neues Mitglied

    ich komme aus dem raum köln-bonn.

    dass im internet viele falschinformationen kursieren ist wohl richtig, den ak würde ich einfach zusätzlich nochmal nach 8 und 12 wochen machen. so wie ich das vernommen habe, heißt es dass man sich mit einem negativernpcr nach 14 tagen keine sorgen mehr machen muss?
     
  8. am_ende

    am_ende Neues Mitglied

    ab dem 15. tag ist einpcr sinnvoll und zeigt ein zuverlaessiges ergebnis laut vertrauenswuerdiger quellen! such dir doch in deiner umgebung einen schwerpunktarzt und mach einen termin, so bekommst du auch die zuverlaessigsten infos! ich habe in der letzten zeit gelernt, dass ein medizinstudium und zusaetzlich noch ein facharzt nicht umsonst so lange dauert;)!
     
  9. bigmistake

    bigmistake Neues Mitglied

    danke für den tipp. das werde ich machen. hoffentlich bekomme ich zeitig einen termin.

    diese wartezeit ist furchtbar, allein 2 wochen in dieser ungewissheit zu leben macht mich fertig. aber das ist auch schließlich selbstverschuldet.
     
  10. am_ende

    am_ende Neues Mitglied

    sieh es als chance zur veraenderung und nutze die zeit dir gedanken zu machen, steiger dich nicht in phobien so wie ich...
     
  11. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

  12. niemehrwieder

    niemehrwieder Poweruser

    Und wieder diePcr....

    Mach lieber den Ak Test. Der ist sicherer und deckt alle Typen ab. EinePcr ist auch kein Auschlusstest und muss durchh den Ak Test abegesichert werden
     
  13. Volldepp

    Volldepp Bewährtes Mitglied

    Hallo bigmistake,
    ist das nicht „toll“, dass wir immer erst erkennen was wir falsch machen wenn man(n) die Zeit nicht mehr zurück drehen kann? Du siehst es als „großen Fehler“, ich sehe mich als „Volldepp“ (der einen großen Fehler gemacht hat).

    Zunächst einmal „Willkommen im Club“! Nein, das ist kein Sarkasmus … das ist Realität. Geschichten wie Deine (und meine) gibt es zu Hauf. Bei mir war es ebenfalls der Besuch bei einer Prostituierten und die Feststellung (danach) dass das Kondom gerissen ist. Jedoch hatte ich das „Glück“, das meine Sexpartnerin mit mir gemeinsam 11 Tage nach unserem Unfall zumHIV-Test ging und negativ getestet wurde. Bleibt bei mir noch ihre „diagnostische Lücke“ aber ich hoffe das Beste und alle meine Tests bisher sind negativ bzw. ohne Befund (PCR).

    Natürlich sieht manHIV niemandem an, aber Fakt ist nun einmal dass es ergänzende Risikofaktoren gibt, die ein „Risiko“ erhöhen oder senken, wenn man diese Risikofaktoren eliminieren kann.

    Das ist jetzt weder diskriminierend oder Rassismus. War Deine Sexpartnerin z.B. eine Schwarzafrikanerin? Dann käme sie womöglich aus einem Hochrisikoland. Aber auch das muß nicht heißen, dass sie HIV in sich trägt. Du schreibst sie arbeitet in einem Bordell. Also ich denke, dass man dort größeren Wert auf HIV-Tests der Damen legen wird. Immerhin haben die einen Ruf und damit ihre Geschäftsgrundlage zu verlieren.

    Im Drogenmilieu wird sie auch nicht gewesen sein.

    Mein „Zahlenspielchen“ … das hab ich hier schon mehrfach gebracht … ich bitte daher um Nachsicht.

    Also es leben in D rund 20.000 HIV+ Frauen. Die HIV-Rate unter Huren deckt sich mit der in der weibl. Gesamtbevölkerung … das sind 0,05%. Da in Deutschland etwa 400.000 Huren arbeiten ergibt sich eine theoretische Anzahl von 200 HIV+ Huren (Die Meisten davon würde ich im Drogenmilieu erwarten). Also jetzt kannst Du Dir überlegen wie hoch die Chance ist, dass Du auf eine von diesen 200 Frauen getroffen bist. Und nebenbei Prostituierte sind auch Menschen die Angst vor Krankheiten haben und sich um ihre Gesundheit sorgen.

    Respekt … ich habe meiner Partnerin mein Vergehen nicht gebeichtet und werde es auch nicht tun. Ich will weder meine Frau noch mein Kind durch diesen Sch**ß, den ich gemacht habe verlieren. Das wird die nächste größere Baustelle. Damit muß jeder auf seine Art umgehen.

    Ja, die Angst vor Infizierung, Ungewissheit, psychische Belastung … damit wirst Du erstmal leben müssen. Das muss ich auch. Das müssen Alle.
    Andere mögen das anders sehen, aber ich rate Dir DRINGEND zurPCR! Natürlich ist das kein Ausschluss, aber 15 Tage warten ist eine andere Hausnummer als 8 Wochen. DiePCR kostet Dich rund 200 Euro und die übernimmt keine Kasse. Aber Du kaufst Dir damit wertvolle Wochen mit weniger Stress. EinePCR kann dir schon mal eine „Tendenz“ zeigen. Und wenn Dich dass einige Wochen spürbar beruhigt, dann ist es gut angelegtes Geld. DiePCR würde ich aber nicht nach 15 Tagen machen, sondern wenn 3 Wochen nach Deinem Risikokontakt rum sind und dann in Verbindung mit einem normalen Antikörper/Antigen-Test machen. In Woche 3 sollten bei erfolgter Infektion große (mittelsPCR nachweisbare) Virenmengen vorhanden sein und ebenso kann das p24-Antigen (bei 75% der Neuinfizierten innerhalb von 2-4 Wochen nach Infektion detektierbar) nachweisbar sein. Der Spaß würde Dich ungefähr 250€ kosten (PCR+AK-Test)

    Ich rate Dir auch dringend Dein Kopfkino in den Griff zu bekommen. Sonst wirst Du eines Nachts schweißnass aufwachen und das als „HIV-Symptom“ erkennen … obwohl Du lediglich die körperlichen Auswirkungen deiner momentanen seelischen Großwetterlage spürst.

    Ich glaube Matthias, ihm Recht geben kann und will ich nicht (da mir die entsprechenden Erfahrungen hoffentlich auch erspart bleiben werden), wenn er schreibt, dass auch mit HIV ein weitest gehend normales Leben möglich ist.

    Wo ich ihm aber nicht zustimmen kann ist die Erwiderung auf Deinen Satz (sinngemäß), dass Dein Leben, so wie Du es kennst, zu Ende wäre. Das wäre es nach meinem Erachten zweifelsohne. Beziehungen zerbrechen an Seitensprüngen und einer HIV-Diagnose erstrecht, man verliert im ungünstigsten Fall seine Familie/Kinder … daraus folgen Umzüge, eventuell der Verlust von Menschen, von denen man dachte es wären Freunde … psychische Probleme mit Auswirkungen auf den Job usw. usf..

    Die logische Erwiderung auf diesen meinen Einwurf wäre logisch und folgerichtig, das nichts bleibt wie es ist und das die einzige große Konstante die VEränderung ist.

    Wo ich Matthias aber 100%ig zustimme ist der Fakt, dass MANN sich das vor derart Fehltritten überlegen sollte welche Konsequenzen da auf einen zukommen können und nach Fehltritten nicht nach Entschuldigungen sucht! Das trifft auf uns alle (Fremdgeher) zu. Und eine kritische Selbstbetrachtung der eigenen Verhaltensmuster bzw. der eigenen Beziehung tut auch dringend Not. Alkohol ist da keine „Rechtfertigung“.

    Kopf hoch! Es wird schon gut gegangen sein!
     
  14. am_ende

    am_ende Neues Mitglied

    verstehe nicht, warum einpcr kein ausschluss sein soll? wenn man nach einer gewissen zeit (15 tage) nichts nachweisen kann, dann ist da nichts...wieso die zweifel ampcr?
     
  15. Volldepp

    Volldepp Bewährtes Mitglied

    Bitte starte nicht wieder Deinen Projektor im Kopfkino wenn Du das hier gelesen hast!

    Soweit ich weiß gilt in Östereich einePCR als Ausschluß der Infektion.
    ABER es gibt die sogenannte Nachweisgrenze. Das hat mit Statistik zu tun.

    Bei einigenPCR-Verfahren liegt diese Nachweisgrenze bei 50 Genomkopien pro mL Blut, bei anderen 40 ... bei meinen Befunden stand etwas von 20 Genomkopien / mL Blut (Roche COBAS TaqManHIV-1 V2.0).

    D.h. weniger sind nicht erfassbar. Guck Dir den VErlauf einer HI-Infektion an. Die ersten 2 Wochen praktisch keine freien VFiren im Blut (das Virus nistet sich in irgendwelchen Zellen ein, es "versteckt" sich) ... dann in Woche 3-4 schüttet es massig Viren ins Blut aus ... diese wären dann mittelsPCR detektierbar.

    Dieser Spruch, es wäre kein "Ausschluß" einer Infektion wird vermutlich seitens der Hersteller der Nachweispräparate gebracht, weil sie eine absolute Sicherheit nicht garantieren wollen/können.

    Hingegen das menschliche Immunsystem wird früher oder später IMMER Antikörper gegen Viren bilden, die nach 12 Wochen im AK-Test sicher erfassbar sind. Dieser fällt positiv (AK gefunden = Viren vorhanden) oder negativ (keine AK vorhanden = keine Viren vorhanden) aus.

    OK?

    UNd jetzt lass das Kopfkino aus ... DU hast kein HIV2/HIV1!
     
  16. niemehrwieder

    niemehrwieder Poweruser

    Der Ak Test ist um ein paar Prozent sicher und deckt alle eventualitäten wie zbHiv 2 gleich mit ab. Das müsste man bei derPcr noch extra mit dazu machen .
     
  17. bigmistake

    bigmistake Neues Mitglied

    Hallo ihr Lieben,

    ich werde denPCR-Test auf jeden Fall machen lassen, damit ich schonmal relativ früh weiß woran ich dran bin. Ich denke, wenn dieser negativ ausfallen wird kann ich erstmal beruhigt durchatmen, da dieser ja auf jeden Fall als zuverlässig angesehen wird. Zwei weitere Ak-Tests lasse ich aber auf jeden Fall folgen, einfach der Sicherheit wegen.

    @Volldepp

    Ja, da sagst du leider ein wahres Wort. Man merkt erst im Nachhinein, was man da eigentlich gerade getan hat und welche Konsequenzen das nun mit sich bringt. Sie war eine Schwarzafrikanerin, allerdings werden im sogenannten "Pascha" die Frauen mit ziemlicher Sicherheit regelmäßig getestet. Es ist das größte Bordell Europas und bietet viel mehr als nur ein Laufhaus an. Von daher versuche ich mich erstmal ein wenig zu beruhigen. Hier ein Auszug aus der Email an die Verwaltung:

    "hallo,

    die damen lassen sich regelmäßig untersuchen, aber sie sollten das selbe
    auch tun.
    wir denken aber sie sollten sich nicht zu sehr verrückt machen, da wir
    bisher keine bekannten fall hatten, daß sich ein gast angesteckt hat bei
    uns.

    mfg pascha-team"

    Klar können und müssen die das sagen. Den wirklichen Wahrheitsgehalt kann ich nicht erschließen, aber ich kann mir vorstellen, dass so ein großes Unternehmen da schon wert drauf legt. Warte gerade noch auf die Rückmeldung, in welchen Intervallen diese Tests geschehen. Auch wenn die Dame aus einem Hochrisikoland kommt, kann ich mir nicht vorstellen, dass sie ohne die üblichen Tests dort hätte ihre Dienste anbieten dürfen.
    Allen in allem gesagt glaube ich nichtmal, dass ich mich infiziert habe. Aber die Angst davor ist da und sie ist enorm und sie frisst mich innerlich auf.

    Habe diese Nacht relativ gut geschlafen, wenn auch wenig. Ich sitze nun auf der Arbeit, das lenkt wenigstens einigermaßen ab, auch wenn ich kaum einen klaren Gedanken fassen kann. Mir hilft es jedenfalls schon sehr hier zu schreiben.

    Die Rechnung von Volldepp beruhigt mich auch ein wenig, die Wahrscheinlichkeit ist ja wirklich sehr gering direkt an eine Prostituierte mitHIV+ gekommen zu sein.

    Mir bleibt sowieso nichts anderes übrig als die 15Tage bis zumPCR zu warten und zu hoffen, dass dieser Fehler keine gesundheitlichen Konsequenzen für mich nach sich zieht.

    Vielen Dank nochmal an alle.

    Edit:
    Ich musste meiner Freundin einfach davon erzählen, auch wenn das die Beziehung nun erstmal ziemlich zerstört hat und alles auf der Kippe steht. Diese psychische Belastung kommt noch erschwerend hinzu. Ich versuche das alles wieder geradezubiegen, da ich sie wirklich nicht wegen eines so dummen Fehlers verlieren möchte. Ich schwöre, dass wenn ich aus dieser Sache ohne physische Konsequenzen herauskomme diese Frau auf Händen durch's Leben tragen werde. Dass mir diese Einsicht nicht vorher kam ist traurig, aber ich kann es leider nicht mehr rückgängig machen, auch wenn ich es wollte.
     
  18. Volldepp

    Volldepp Bewährtes Mitglied

    Sei vorsichtig mit solchen Schwüren ... Dieser entspringt auch Deiner momentanen seelischen Großwetterlage. Eigentlich salbst Du Dir damit nur Dein eigenes "Seelchen" ... weil Du irgendwie "wiedergutmachen" willst. So funktioniert das aber nicht.

    Du brauchst ihr jetzt auch nicht von Deinem letzten Geld gigantische Rosensträuche kaufen und Liebesschwüre loslassen. Das ist Alles zu kurz gedacht. Überlege lieber, wie es zu Deinem Ausrutscher kam ...

    Die Frage ist auch (und die solltest Du nicht unterschätzen) ... ob SIE von DIR "getragen" werden will ?!?!?! Auch ein Nein solltest Du als Antwort darauf in Betracht ziehen.

    Daher habe ich mich fürs FEIGE totschweigen entschieden. Damit muß ich jetzt fertig werden.


    Je öfter Du das fest stellst umso "wahrer" wird es nicht.
     
  19. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Das kannst Du gerne glauben - auf meiner Website unter »Presse« findest Du unzählige Belege dafür ...

    Den folgenden Absatz würde ich gerne etwas zerlegen, wobei ich betonen möchte, dass meine Aussagen allgemeiner Natur sind und ich niemanden direkt beschuldigen will. Trotzdem wäre es mir lieb, wenn der eine oder odere mal sein Lebensbild daraufhin überprüfen würde:

    Vielleicht sollte man sich, bevor man darüber diskutiert, erst einmal klar machen, welches Leben man denn überhaupt kennt ... Ist es ein Leben mit Wissen und Interesse, oder mit Verdrängung und (heimlicher) Diskriminierung? Ist es ein Leben voll Wahrheit und Ehrlichkeit oder ein Leben mit kleinen und größeren Lügen? Ist es ein Leben in einer »heilen Welt«, die man zur Not auch dadurch schützt, dass man im übertragenen Sinne über Leichen geht - oder gibt es ein ehrliches Interesse an anderen Menschen - selbst jene, die einem auf der Straße begegnen? Diese Fragereunde könnte noch endlos weitergeführt werden ...

    Seitensprünge habe nicht das geringste mit HIV zu tun, denn nicht nach jedem Seitensprung kommt das große Heulen und Zähneklappern. Vielmehr habe Seitensprünge mit Problemen innerhalb einer Beziehung oder mit magelndem Respekt vor dem Partner zu tun.

    Der Verlust des Sorgerechtes hat ebenfalls nichts mit HIV zu tun, sondern im Regelfall erfolgt die Trennung vom Partner und der Streit um die Kinder nach einem Seitensprung. Funktionsfähige Beziehungen zerbrechen nur dann an einer HIV-Diagnose, wenn der Ursprung in einer beziehungszerstörenden Tat (Seitensprung) passierte, der Partner belogen wird und davon »um die Ecke« erfährt oder aber sich keiner der Partner vorher Gedanken gemacht hat, welche Konsequenzen aus Krankheiten generell erwachsen.

    Wer zwingt Dich zum Umzug? Etwa das zu erwartende Spießrutenlaufen in der Gesellschaft, bei »Freunden« und Kollegen? Also bei Menschen, die dasselbe denken und (nicht) wissen wie Du, bevor Dein Risikokontakt stattfand und HIV diagnostiziert wurde? Warum jammerst Du, wenn Du plötzlich in der Opferrolle bist ...? Es hat Dich ja auch nicht interessiert, als Du vorher in der Täterrolle warst!!!

    Hier wird schon wieder HIV als Popanz augebaut, an dem alles schuld sein soll! Aber: Nicht HIV und nicht die anderen sind das Problem ... man ist es immer - in den meisten Fällen sogar zum größten Teil - selbst! Hört also endlich auf, Eure eigenen Fehltritte im Nachhinein durch HIV relativieren zu wollen ... damit begeht Ihr nämlich eine weitere Diskriminierung der HIV-infizierten Menschen.
     
  20. bigmistake

    bigmistake Neues Mitglied

    @ Volldepp:

    Wahrer wird es dadurch keinesfalls, das stimmt. Die Devise lautet eher: Aus dem Fehler lernen, Fokus darauf ihn wieder geradezubügeln und hoffen mit einem blauen Auge davonzukommen.


    @Matthias:

    Sollte das bisher so geklungen haben möchte ich um Entschuldigung bitten. Ich bin nervlich einfach nur am Ende und habe ganz im Gegenteil zum Anschein sehr großen Respekt vor Menschen die damit umgehen können. Eigentlich nimmt mir das sogar ein wenig die Angst...
     
Die Seite wird geladen...
Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  1. Unser HIV Forum nutzt Cookies. Details zur Nutzung von Cookies auf unseren Seiten findest Du hier und unter "Weitere Informationen":

    Information ausblenden