Erfahrungsaustausch zwischen Phobiker

Dieses Thema im Forum "HIV Phobiker Plauderecke" wurde erstellt von realex, 11. Februar 2019.

  1. realex

    realex Mitglied

    Hallo Zusammen,

    Ich habe diese Thema erstellt, damit wir "Phobiker" hier unsere Erfahrungen/Situationen austauschen.

    Vielleicht können wir uns gegenseitig helfen....

    Also ich fange mal an und erzähle mal von Anfang an..
    (Sorry voraus, wenn viele Grammatik Fehler auftauchen. Mein Deutsch ist noch nicht so ganz fortgeschritten.)

    Kurze Vorgeschichte, sorry wenn es bisschen lang wird.

    Es fing alles im Jahr 2016 an. Anfang Februar hatte mein erste Bordell besuch, es ging alles mit Kondom. Bis ende 2016 war ich auch 5-6 mal. Der letzte GV war leider ohne Schutz.

    Bis Jänner 2017 hatte ich nicht so viele Information über HIV und hab zufällig durch den Film " Straight Outta Compton" über Hiv/Aids mitbekommen. Wie Ihr schon vorstellen könnt, kamen die ganzen Bordell besuche durch Kopf und vor allem der letzte ohne Schutz. Natürlich hatte ich ziemlich viel Angst. Nachdem bin ich sofort zu Aids-Hilfe Haus gerannt und hab einen Schnelltest gemacht und einen Labortest, die Gott sei danke negativ waren. Dann hab ich mir gesagt nie wieder Ohne Kondom.

    Nach diese ganzen Geschichten hatte ich bis Mai 2018, nur GV mit Schutz. Mein Letzte S*x war auch dann im Mai 2018. Es lief alles gut, hatte keine Gedanken weil die ganzen GV nur mir Schutz war.
    Bis meine Kollegen gesagt haben das man sich auch mit Kondom anstecken kann (das war dann im Dezember 2018,also vor 2 Monaten). Und so fing die ganzen Kopfkino wieder mal an...

    - Was wäre wenn, kann es sein, könnte ich mich evtl. angesteckt haben auch mit Schutz etc.

    Nun war ich dann wieder am 6 oder 9 Jänner 2019 wieder bei der Aids-Hilfe Haus und wollte meinen Status wissen. Weil mein letzte GV mehr als 6 Monate her ist, wollte ich auch eine schnelle Ergebnis und habe einen Schnelltest und Labortest gemacht. Nach der Blutabnahme saß ich mich bei Warteraum und wartete auf mein Ergebnis. Diese 15 Minuten waren schrecklich kann es mit Wörtern nicht beschreiben. So, die nette Dame hat mich nach 10-15 Minuten aufgerufen um mir meine Ergebnis zu sagen. Wir gingen im Zimmer rein, und schaute mich an und sagte "na, herzlichen Glückwunsch zu Ihrem negativen Ergebnis, war ja klar das es negativ ist". Nachdem ich das gehört hab, war ich so glücklich, ich kann es nicht beschreiben. Wir haben dann noch ein paar Minuten gesprochen und ich verabschiedete mich. Nach 6 Tagen habe ich dann auch mein "negativen" Labortest abgeholt, alles gut bis dahin.

    So begann dann meine Phobie an.

    1. Situation

    Die erste Woche lief alles gut, bis ich beim Friseur war. Während er meine Haare mit Schere schneidete hat er sich auch an den Zeigefinger geschnitten, jedoch hat er nicht aufgehört zu schneiden. Ich habe nicht gesehen ob er viel oder wenig geblutet hat. Nach einer Minute hat er sich die Finger gewaschen und einen Pflaster drauf gegeben. Da ging die ganzen Kopfkino los.
    -kann es sein
    -wäre es möglich

    2. Situation
    War beim Döner laden, wollte mir einen Pizza bestellen. Alles gut, hab alles gegessen aber beim bezahlen hab ich gesehen das er ein Wunde auf dem Hand hatte. Wie immer hat Kopfkino wieder angefangen.
    -kann es sein
    -was wäre wenn 2 tropfen auf mein Pizza waren...

    3. Situation
    WC beim Krankenhaus. Beim abspülen, hab ich ein bisschen Tropfen auf mein Hintern gespürt.
    Wie gewöhnt ... kopfkinoooooooooooo

    4. Situation
    Bei der Arbeit hab ich eine Zigarette von Arbeitskollege genommen. Nach 5-6 Sekunden Angezündet und 3-4 Züge genommen, plötzlich sah ich 1 oder so kleine Topfen Blutreste auf Filter.. ich weiß nicht ob es von ihm oder von mir war und ich hatte Risse auf Lippen (wegen Kälte). Ich hab danach seine Finger beobachtet aber hab kein Blut gesehen. Vielleicht von Ihm oder von mir .. letztendlich haben wir schweres getragen, vielleicht hatte er ein kleine stich auf dem Finger bekommen somit bei übergabe von Zigarette den Filter geschmiert.. wer weiß..
    und dann Fingen wieder die ganzen Kopfkinoo an..

    5. Situation
    Beim Blutabnahme! kann es sein das ich gebraucht Kanüle bekommen hab, oder mein Test verwechselt worden ist.... vielleicht war ich der Einzelfall (weil ich immer so glück im leben hab)
    - Falsche Test
    - Gebrauchte Kanüle/Butterfly
    - Falsche Ergebnis
    - Kann es sein das negativ plötzlich später positiv wird.

    Mein Alltag besteht nur aus Risiken. Ich bin viel vorsichtiger geworden, aber immer passieren mir dinge oder merke Dinge die mir vorher nie auffallen würden.

    Ich wollte wegen 1. Situation wieder einen Test machen nach 6 Wochen. Aber nach einer woche passiert wieder irgendwas und denke mir okey von heute an in 6 Wochen. Nach 4-5 Tagen passiert wieder was und mein Test verschiebt sich wie immer...

    Es gibt noch paar andere Situationen die ich dann schreiben werde falls noch so einer wie ich gibt.
    Können gerne unsere Erfahrungen austauschen und uns gegenseitig mit Hilfe von Mods und PowerUsern helfen...

    Ich hoffe es melden sich paar leute und wir können bisschen plaudern und darüber sprechen.

    Liebe Grüße

    realex
     
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  2. Unser Tipp Frage jetzt einen Arzt! HIV-Symptome.de

  3. Wyoming

    Wyoming Poweruser Poweruser



    Ich erkläre mich gerne bereit, hier Hilfe anzubieten, in dem Umfang, der in einem Forum möglich ist.

    Vielleicht kurz zu mir,- ich arbeite im sozialen Bereich, leite eine Selbsthilfegruppe zu den verschiedensten, psychischen Erkrankungen, ein Thema ist auch die HIV-Phobie und die daraus resultierenden Angsterkrankungen und die damit zusammenhängenden, psychischen Störungen.

    Ehrenamtlich arbeite ich für den Checkpoint Regensburg in der HIV-Prävention, Schwerpunkt psychosoziale Beratung.

    Ich arbeite sowohl mit Hiv-Positiven Mitbürgern, die Ängste und Sorgen aufgrund der Erkrankung haben, als auch unterstütze ich die Berater an der Telefonhotline ab und an, wenn es um Risikoeinschätzungen geht und akut "Not am Mann" ist.

    Zum "Kerngeschäft", wenn ich das mal vorsichtig so nennen darf, gehört natürlich auch in der psychosozialen Beratung, die Arbeit mit Menschen, die Phobien haben, aber niemals ein Risiko.
    Zudem besuchen wir Prostituierte in deren Wohnungsappartements oder in Bordellen und führen dort Gesundheitsberatungen durch. Auch sind wir am CSD, in Schulen oder in der breiten Öffentlichkeit vertreten.
    Kollegen von mir unterstützen inhaftierte HIV-Positive Mitmenschen oder jene, die bereits am Vollbild Aids leiden.

    Das als kurzer Steckbrief zu mir.

    Bei Fragen und Zeit bin ich für euch gerne erreichbar,- bitte aber nicht per PN, sondern ausschließlich im Phobiker-Forum.
     
    Pphat, Holger1977 und realex gefällt das.
  4. realex

    realex Mitglied

    Vielen Dank @Wyoming für dein Hilfsbereitschaft.

    Das was du machst finde ich persönlich ganz super. Gott sei dank gibt es Leute wie dich und die ganzen anderen Mods und Poweruser. Ihr helft uns und opfert euer Freizeit für uns. Natürlich ist es manchmal anstregend für euch immer die selber Fragen zu sehen.

    Ich hoffe es kommen auch andere die unter gleiche Phobie leiden wie ich und mit Hilfe von euch können wir hier mal bisschen darüber sprechen.
     
  5. Wyoming

    Wyoming Poweruser Poweruser

    Nichts zu danken, dafür bin ich da.

    Viel Spass beim diskutieren, ich gucke hier gerne ab und an mal rein und biete meine Hilfe gerne an.
     
    realex gefällt das.
  6. realex

    realex Mitglied

    Mal schauen wie viel sich melden. Ob sie diese Unterforum überhaupt finden.

    ich warte auch mal bis jemand sich meldet :)
     
  7. bluepie

    bluepie Neues Mitglied

    Hi @realalex!

    Wir kennen uns ja schon aus meinem Thread, und bei mir ist es "ähnlich" wie bei dir.

    Wobei deine Situation noch ein wenig verstrickter ist? Ich bin nach meinem ersten kaum RK kein weiteres Risiko eingangen und auch wenn ich sehr oft und lange über Risiken nachdenke, hatte ich keins.

    Bei mir liegt allerdings nicht ausschließlich eine Phobie vor, ich leide zudem auch an einem Waschzwang. Der war bis vor kurzem noch extremer als jetzt, auch wenn ich jetzt natürlich noch die Beschwerden einer Zwangserkrankung habe.

    Ich fange zum Glück auch bald mit einer Therapie an und bei mir ist diese ganze Sache auch noch relativ frisch. Ich bin auch sehr glücklich, dass ich das Thema jetzt angehen kann, es gab Phasen in denen ich psychisch richtig am Ende war.

    Im Alltag versuche ich auch ganz langsam und vorsichtig bestimmte Dinge wieder zu machen, oder aufhören zu machen, aber nicht in zu großem Ausmaß. Also z.B. reduziere ich schrittweise das Händewaschen, ich wasche Wäsche nicht mehr bei 90 Grad, solche Sachen. Aber ich versuche es - zumindest bevor ich in Behandlung bin - nicht zu übertreiben, ich hatte es auch schon, dass ich mich zu "mutig" gefühlt habe und das hat in einer absoluten Katastrophe geendet.

    Und wie gesagt, mental geht es bisschen besser. Ich war in meiner schlimmeren Phase so misstrauisch gegenüber Aidshilfe, Gesundheitsamt etc, das hab ich auch ganz gut in den Griff bekommen. Auch hatte ich es eine Zeit lang, dass ich meiner Wahrnehmung echt nicht mehr trauen konnte, also ich habe Sachen gedacht wie "Der Kerl auf dem Klo und ich hatten vielleicht Sex, ohne dass ich mich daran erinnern kann". Sowas extremes ist aber echt auf die Zwangserkrankung zurückzuführen und das hat sich bei mir auch wieder gelegt.

    Bald komme ich auch in "neue" Lebensumstände, wenn man das so nennen kann, ich ziehe übergangsmäßig um. Sowas erfordert bei auch immer extremst viel Kraft, ich bin mal gespannt wie ich darauf reagieren werde, hoffe aber, meine Symptome verschlimmern sich nicht.

    Gerne können wir uns hier auch weiter austauschen!

    Ganz liebe Grüße! Auch an dich @Wyoming, deine Arbeit ist großartig.
     
  8. realex

    realex Mitglied

    Hello @bluepie !

    Ja wir kennen uns aus deinem Thread :). Freut mich das du dich hier gemeldet hast.

    Könntest du vielleicht mal über diesen " Waschzwang" erzählen?

    Bei mir ist es in vergleich zu dir bisschen anders. Ich hab totale Angst vor Blut bekommen, auch wenn ich weiß das es mein ist. Mein letzte RK (GV) war letztes Jahr. Wie ich auch oben geschrieben hab ist mein Alltag ganz anders geworden. Ich kontrolliere bei jede Gruß meine Hände ob ich irgendwo Blut abbekommen hab oder so was...

    Genau wie bei mir, die letzten Wochen musste ich nur an HIV denken und war psychisch fast am ende..... ich war fast 10 stunden am tag nur bei diese Forum.. hab so viele Themen gelesen...
    Hab Mails an verschiedenen Aids-Hilfen geschickt und immer die selben Antworten bekommen wir hier "KEIN RISIKO", dennoch konnte ich mich nur für 10 Minuten beruhigen.. dann fing die Kopfkino wieder an

    Meine erste Sitzung ist Morgen in der Früh bei der Aids-Hilfe (Psychologin). Ich freu mich wirklich extrem.

    Liebe Grüße
     
  9. bluepie

    bluepie Neues Mitglied

    Ja, Angst vor Blut kann ich nachvollziehen, Sperma sehe ich allerdings kritischer, das sieht man ja nicht :D, zumindest nicht als Fleck irgendwo eindeutig als Sperma identifizierbar.

    Mit dem Handschütteln hatte ich auch meine Probleme und wohl fühle ich mich dabei immer noch nicht, aber ich verfalle nicht mehr in absolute Panik, wenn ich was anfasse.

    Bei mir ist es auch (also das ist jetzt echt bisschen too much information) dass ich richtig Schiss vor meinen eigenen Körperflüssigkeiten habe. Sex fällt im Moment ganz weg und Masturbation ist mit so viel Stress verbunden, dass ich kaum noch Spaß dran hab. Aber man gewöhnt sich letztendlich daran, auch wenn das DEFINITIV kein Dauerzustand sein sollte.

    Aber ich kann mich bisschen mehr entspannen, ich denk mir halt, jeder Mensch der unsere Angststörung nicht hat, denkt seltenst über Hiv nach und ist trotzdem negativ, also was soll ich mir eigentlich den Kopf zerbrechen.

    Nur wäre Sex eben mal wieder ganz schön;) mal gucken, inwiefern ich das unter Kontrolle bekomme, das Ziel ist erstmal dass ich nicht nach jedem Masturbieren dusche und quasi meine gesamte Umgebung desinfiziere. Wenn ich das geschafft hab, kann ich mich vielleicht auch wieder auf Männer einlassen. Vielleicht muss ich auch nur jemanden verständnisvollen kennenlernen - und mich dann ins kalte Wasser fallen lassen. Aber kein Stress, das macht schlechte Haut:).

    Liebe Grüße zurück!
     
  10. realex

    realex Mitglied

    Bei mir ist gegenteil :D hab totale angst vor Blut.
    Da ich mit fremde Sperma nicht so viel zu tun gehabt hab, macht mir das nicht so viel Angst. Aber ich Versteh dich ganz gut.. unsere Ängste sind identisch :)

    So wie bei dir auch bei mir. Lange kein Sexuelle Kontakt mehr mit einer Frau gehabt. Werde auch bestimmt bis zu meine Ehe auch keins haben..
    denn so viel Stress die ich letzte zeit gehabt hab.. reicht schon :)

    Wirst bestimmt einen verständnisvollen kennenlernen, musst nur auf den richtigen Zeitpunkt warten.

    LG:)
     
  11. Wyoming

    Wyoming Poweruser Poweruser

    Hallo ihr beiden und Dankeschön @bluepie für das liebe Kompliment.

    Da muss ich mich kurz einklinken.
    Dein Ziel sollte keinesfalls sein, Sex gänzlich und bis zur Ehe zu vermeiden.
    Deine Ziele sollten schon eher kurativ sein, sprich, mit Hilfe der Psychotherapie wieder den Spass am Sex zu finden.

    Etwas gänzlich vermeiden bringt nichts, das ist die Erfahrung. Das lässt sich von der HIV-Phobie, die euch beide betrifft, auch gut anderweitig übertragen.

    Als kleines Beispiel:
    Die Angst, einen Aufzug zu betreten. Wenn du ihn nicht betrittst, wirst du diese Ängste immer mit dir herumschleppen.

    Welchen Ansatz es gibt?

    Im Beisein deines Behandlers den Aufzug zu betreten -, bringt dir aber nichts, weil du ihn ja schließlich alleine betreten möchtest.

    Also muss man Aufklärungsarbeit leisten.
    Welche Risiken kommen denn auf mich zu, wenn ich den Aufzug betrete?
    Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich stecken bleibe?
    Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich stecken bleibe und mich trotz ausgelösten Alarms niemand findet?
    So beginnt man eine Diskussion.

    Was ich euch mit diesem kurzen Exkurs sagen möchte ist, dass ihr den Sex, den ihr in Zukunft haben werdet, nicht zusammen mit eurem Partner und eures Therapeuten habt, sondern mit eurem Partner.

    Also liegt es an euch, wie ihr die Therapie beginnt,- wenn ihr euch aktiv einbringt und Eigeninitiative zeigt,- und das setzt auch mal etwas Unangenehmes voraus, kommt ihr eurem Ziel ein Stück näher.

    Das Ziel muss heissen, den Sex zu genießen, Risiken richtig einschätzen zu lernen und sich mit dem Thema auseinander zu setzen, vor dem ihr Angst habt.

    Das besteht bei euch aus 3 Buchstaben und nennt sich HIV. Die Beratung oder auch das Gespräch mit jemandem, der bei einer Beratungsstelle arbeitet, halte ich in deinem Fall für wirklich nicht verkehrt, @realex.
    So lernt ihr viel über die Infektion und werdet schnell merken, dass das Gespenst HIV, welches ihr in euren Köpfen habt, gar kein Gespenst ist.

    Angst vor HIV muss man nicht haben.
    Respekt reicht völlig aus.


    Ihr seid auf einem guten Weg, ihr müsst aber geduldig sein.


    Ein kurzer Edit noch:

    Es gibt hier im Forum den lieben @matthias, der Autor der Buchreihe "Endlich mal was Positives" ist -, die beiden Bücher habe ich bei uns in der Selbsthilfe eingesetzt, vielleicht wäre das ja auch etwas für euch.

    Empfehle ich ausschließlich als jemand, der mit den Büchern arbeitet,- nicht für Werbezwecke.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Februar 2019 um 18:13 Uhr
    Holger1977 und realex gefällt das.
  12. realex

    realex Mitglied

    Hallo nochmal, @Wyoming danke das du dich wieder gemeldet hast :)

    ja du hast volkommen recht, was den Angst angeht. Ein super passende Beispiel mit Aufzug.:D
    Bis ich wieder Se* hab, wird es ein bisschen noch dauern. Ich möchte vorerst öfter Sitzungen besuchen und mich von Alltäglichen ansteckungs Ängsten zu befreien.

    Ich denke erst dan könnte ich wieder ein Sex genießen...

    Ja diesen Gespenst werde ich hoffentlich bald los.
    Und danke fürr Motivierung :)

    Ganz liebe grüße
     
  13. Wyoming

    Wyoming Poweruser Poweruser

    Wie du möglicherweise weisst, kann man sich in Alltagssituationen nicht mit HIV infizieren,- aber, wir sind hier im Phobikerbereich und nicht im Infektionsforum, deswegen werden wir das hier mal nicht weiter diskutieren.

    Ich halte es für richtig, dass du dir erst gewisse Basics zulegen möchtest, bitte dich aber zugleich, dich nicht all zu sehr einzukesseln, sonst droht der "Ping-pong"- Effekt.

    Das wünsche ich dir ganz arg dolle.
    Du schaffst das, glaub an dich und vertrau deiner Therapie.

    Ich wünsche dir für die kommenden Sitzungen jedenfalls viel Erfolg und nicht zuletzt: Viel Spass, denn du wirst merken, dass aus großen Brocken irgendwann Steine werden, aus Steinen irgendwann Steinchen und aus Steinchen irgendwann nur mehr Sand.
     
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  14. realex

    realex Mitglied

    @Wyoming
    Ja im alltag ist es unmöglich. Ich lese jeden Tag den Leitfaden, jedoch kopfkino hört leider nicht auf..
    aber bald werde ich das los, hoffe ich.

    Danke für die netten Worte.

    Werde dan morgen nach meiner Sitzung nochmal berichten.

    Lg
     
  15. bluepie

    bluepie Neues Mitglied


    Ich finde damit sind wir zwei wirklich ein großartiges Beispiel dafür, wir irrational unser Denken ist. Wenn eine HIV-Phobie auf irgendeine Art berechtigt wäre, müsste man sich ja um alle Körperflüssigkeit, die pot. infektiös sind, immer Sorgen machen. Aber wenn ich irgendwo Blut sehe oder einen dunklen Fleck denke ich halt "Okay kein Grund zur Sorge, du kannst jetzt exakt einschätzen, wo die Flüssigkeit ist - du siehst sie ja", also mach ich mir um Blut kaum Gedanken, um Sperma umso mehr. Und Vaginalsekret ist mir völlig egal. :D

    Der Austausch hier hilft mir auch sehr - ich bin vorhin erst in eine Situation gekommen, die mir Sorgen gemacht hat, aber gerade geht es mir ganz gut. :) und eigentlich beschäftigt mich sowas viel länger.

    So dumm das klingt, aber darauf freue ich mich in der Therapie sogar. Wenn ich es jetzt alleine im Alltag durch "unangenehme" Situationen geschafft habe, war ich danach echt entspannt.

    Ich wünsch dir viel Glück morgen @realex! Ich hab diese Woche ja auch meinen ersten Termin, mal gucken was dabei rum kommt;)

    So eine Selbsthilfegruppe fänd ich auch ganz spannend, schade dass ich nicht in Regensburg bin. Ich frag mal bei meinem Therapeuten, ob es hier auch sowas gibt.

    Grüße!
     
  16. realex

    realex Mitglied

    @bluepie

     
  17. realex

    realex Mitglied

    Puah das mit Zitieren klappt irgendwie bei mir nicht. Alles was ich geschrieben hab, ist in diese Gelbe Kasten drinnen :)
     
  18. Wyoming

    Wyoming Poweruser Poweruser

    Bei euren Situationen bezüglich der "Flecken", die ihr überall als vermeintlich infektiöse Flüssigkeiten seht, kann ich dagegenhalten:

    Das HI-Virus wird an der Luft sehr schnell inaktiv. ;)
    Zudem ist ein Fleck, der irgendwo zu sehen ist, kein Übertragungsweg.

    Aber da ihr mit Fakten momentan nicht umgehen könnt, mach ich's mal anders:

    Ihr seht,- egal was durch euren Kopf konstruiert wird, oder besser,-
    Ein aus eurer Sicht "echtes" Risiko, lässt sich durch Fakten eliminieren.

    Ich halte die Idee von @realex, sich bei einer Beratungsstelle vorzustellen, die mit der Materie täglich arbeitet, für sinnvoll.

    Gegen die Angststörung würde ich explizit eine(n) Behandler(in) wählen, der/die Erfahrung auf diesem Gebiet hat.
    Das ist u.a. bei der DPtV (Deutsche Psychotherapeutenvereinigung) zu erfragen.
    Dort bekommt ihr auch Hinweise und Hilfestellung zur Suche eines Behandlers/einer Behandlerin, der/die Erfahrung im Umgang mit der HIV-Phobie Problematik hat.

    @bluepie
    Es freut mich, dass du die Stadt Regensburg anhand meines Bildes erkannt hast.
    Hast du auch den Text dazu gelesen? ;)
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Februar 2019 um 20:30 Uhr
  19. realex

    realex Mitglied

    Ab und zu wenn ich wieder komische Gedanken hab, mach ich Forum auf und lese unsere Unterhaltung. Danach gehts mir wieder besser. Natürlich für paar Stunden.:)
    Arbeite daran das es länger hält.
    @Wyoming


    Wegen Spezielle Behandler für diese Gebiet werde ich Morgen den Psychologin fragen. Sie hat mir auch am Telefon gesagt, dass Sie sehr gute Therapeuten kennt.

    Mal sehen, bin gespannt auf Morgen.
     
  20. bluepie

    bluepie Neues Mitglied

    @Wyoming Das Bild habe ich nicht erkannt, du hast es irgendwo hier ja hingeschrieben:).

    Und dass das Virus an der Luft inaktiv wird, weiß ich auch - nur kommt es in meinem Hirn eben nicht an - also vermeide ich trockene Körperflüssigkeiten gerade noch so gut es geht.:confused: Auch wenn's bescheuert ist.

    Ich war bei einer psychologischen Beratungsstelle und mir wurde mein Therapeut genannt, ich werde diese Woche mal fragen, inwieweit der sich mit HIV-Phobien auskennt. Ich denke aber, das es relativ irrelevant ist, solange er überhaupt Ahnung von Zwangserkrankungen hat.

    Auf eigene Faust einen Therapeuten suchen ist so frustrierend, dass ich froh war, dass mir der Kontakt relativ schnell vermittelt wurde, ich wäre sonst wohl langsam ein Fall für einen stationären Aufenthalt geworden.

    Ich warte ab, was er sagt und melde mich wieder! :)
     
    realex gefällt das.
  21. haivaupos

    haivaupos Poweruser Poweruser

    Du darfst immer nur unter den zitieren Text schreiben. Also nach dem letzten "[/quote]"
     
    realex gefällt das.
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