Entzündete Haut als Übertragungsweg? Widersprüchliche Aussag

Dieses Thema im Forum "Infektion" wurde erstellt von Mobi2011, 13. Oktober 2011.

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  1. Mobi2011

    Mobi2011 Neues Mitglied

    Hallo,

    lieder gibt es im Internet auf wahrscheinlich verlässlichen Seiten
    widersprüchliche Aussagen zum Thema Ansteckungsrisiko bei
    Neurodermitis (d.h. entzündeter Haut, die ggf. rissig ist) und Kontakt
    mit Schneidesekret.

    Auf http://www.gib-aids-keine-chance.de/themen/uebertragung/index.php werden
    ausdrücklich "blutende Wunden und entzündete Hautflächen" als
    Übertragungswege genannt. "Blutende Wunden" ist klar, aber "entzündete
    Hautflächen" würde auch auf Neurodermitis zutreffen, d.h. trockene
    rissige Haut, die ggf. entzündetet ist in den unteren Hautschichten (ohne offene Wunde bzw. nässende Wunde und direkten Kontakt mit der Blutbahn) aber mit Rissen der oberen Hautschicht aufgrund er Trockenheit.

    Die Mehrzahl von Internetseiten schließt diesen
    Infektionsweg aus bzw. gibt ihm nur sehr geringe theoretische Chancen.

    Oder interpretiere ich "entzündete Haut" falsch und es nicht entsprechend nicht geschlossen Hautschichten gemeint, die in Verbindung mit Wundwasser o.ä. eine Eindringmöglichkeit bzw. Überlebenschance für da HI-Virus bereitstellt und damit als potentiell risikoreich gesehen werden muss?

    Was ist richtig?

    Mobi
     
  2. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Solange die Unterhaut geschlossen ist, ist eine Infektion nicht möglich.
     
  3. Mobi2011

    Mobi2011 Neues Mitglied

    Danke für die Antwort!

    Ich habe noch einmal genauer nachgesehen und folgendes bei euch gefunden (http://www.rki.de/cln_100/nn_753398/DE/ ... gen_08.pdf) :

    " BeruflicheHIV-Übertragungen sind bisher nur durch Blut oder Viruskonzentrat (Viruskultur) erfolgt, und zwar bei
    - Stich- und Schnittverletzungen,
    - Kontakt solcher Materialien mit einer offenen Wunde oder nicht-intakter (geschädigter) Haut des Exponierten oder
    - Schleimhautexposition (inklusive Blutspritzern ins Auge).

    Bei sexuellen Expositionen können HIV-Übertragungen erfolgen bei
    - ungeschütztem eindringenden oder aufnehmenden Anal- oder Vaginalverkehr (hohes Risiko) und
    - Aufnahme von Samenflüssigkeit in den Mund (geringes Risiko)"

    Heißt, dass beim Petting/Fingern kein Risiko besteht, sofern nicht wirklich eine offene Wunde besteht, da ja weder Blut noch Viruskulturen im Spiel sind.

    Damit erklärt sich auch die Aussage zum Thema "entzündete Haut". Ist aber meiner Meinung nach etwas irreführend bei der AiDS Aufklärung angegeben.

    Ich hoffe ich sehe das richtig.
     
  4. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Deine Schlussfolgerung bzgl. Petting/Fingern ist richtig. Und auch das Thema »entzündete Haut« hat sich damit ja erledigt.

    Prima, dass Du Dich beschäftigst und nachfragst, was Du nicht verstehst. Nur so können Unklarheiten ausgeräumt (und damit ja auch Vorurteile vermieden) werden.

    Alles Gute!
     
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