Eitrige Angina

Dieses Thema im Forum "Infektion" wurde erstellt von Anonymous, 27. Januar 2009.

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  1. Anonymous

    Anonymous Gast

  2. Unser Tipp Frage jetzt einen Arzt! HIV-Symptome.de

  3. Marion

    Marion Administrator HIV-Symptome.de Team

    Von einger direkten Verbindung von HIV und Angina habe ich noch nie gelesen - ich schließe sie aber definitiv nicht aus. Erstens, weil sich Halsbeschwerden auch zu einer Angina entwickeln könnten und zweitens, weil es auch ein indirektes Symptom sein kann. So weiß ich z.B. von einigen HIV-Patienten, die an der koronaren Herzkrankheit (KHK) leiden. Ein Symptom der KHK kann wiederum die Angina pectoris sein.

    Ja, die gibt es definitiv. Da sich die wenigsten Menschen präventiv testen lassen, liegt hierin auch die größte Gefahr. Wie Du bereits richtig angemerkt hast, vermuten (!) einige Wissenschaftler, dass man unter bestimmten Voraussetzungen (Alter, Gesundheitsstatus vor Infektion, Lebenswandel, Medikamentöse Behandlung, Ernährungsumstellung etc.) mehrere 10 Jahre mit einer HIV Infektion leben können, wenn sie sich heutzutage infizieren. Das ist grundsätzlich richtig, aber genau hier liegt auch das Problem: man kann viele Jahre mit einer HIV Infektion leben ohne, dass man es bemerkt. Gerade deshalb ist es auch wichtig, sich testen zu lassen - insbesondere dann, wenn man sich Gedanken über seinen Status macht bzw. machen muss!

    Nicht unbedingt. Einen PCR-Test kann man bereits wenige Tage nach der Infektion machen. Er ist laut aktueller Studien fast so sicher wie ein "normaler" Test nach 12 Wochen. Der Nachteil: die Kosten hierfür müssen selbst getragen werden und liegen zwischen 100 und 200 Euro (meist um die 150).

    Liebe Grüße,
    Marion
     
  4. Anonymous

    Anonymous Gast

  5. Marion

    Marion Administrator HIV-Symptome.de Team

    Bis morgen? Na das ist doch wirklich noch human - meist dauert es schon 2,3 Tage bis die Ergebnisse da sind. Von daher: die Zeit bekommst Du auch rum ...

    Das stimmt so definitiv nicht. Durch die medikamentöse Behandlung kann zwar die Viruslast gesenkt werden, übertragen werden kann das Virus aber immer! Ungeschützter GV ist daher ein Spiel um Leben und Tod! Aber dank der Fortschritte im Bereich der künstlichen Befruchtung können auch Paare Kinder bekommen bei denen ein oder beide Partner HIV positiv sind. Aber wie gesagt: eben auf dem "künstlichen" Weg. Wo hast Du das denn gelesen?

    Liebe Grüße,
    Marion
     
  6. Anonymous

    Anonymous Gast

  7. Marion

    Marion Administrator HIV-Symptome.de Team

    @ Anonyme

    Das freut mich für Dich! :)

    @ All

    Nochmals zur Klarstellung:

    Eine Auswertung (wie die hier genannte) ist immer nur so gut, wie die Forschungsziele, das Framing (Aufbau), die Methode und insbesondere die Stichprobe. Desweiteren müssen zahlen immer richtig interpretiert und dies auch noch korrekt kommuniziert werden. Dies perfekt zu realisieren ist schwer bis unmöglich. Praktisch jede Studie hat irgendwo Formfehler oder zumindest hinterfragenswerte Bestandteile. Von der Aussagefähigkeit mal ganz abgesehen!

    Zahlen sind sehr geduldig! Von daher rate ich immer jedem dazu, die Hintergrundinfos zu Studien zu lesen. Diese sind eigentlich immer entscheidend für den Meinungsbildungsprozess. Und nur, wer über diese Informationen verfügt, kann sich eine klare, subjektive Meinung bilden.

    Um Missverständnissen aus der obigen Interpretation vorzubeugen: genau so wird das auch nicht in der genannten Publikation beschrieben. Das lässt sich bereits aus der Überschrift erkennen. Ich zitiere: "für Bevölkerung und Zielgruppen ändert sich nichts an der HIV-Prävention!".

    Desweiteren wird auch nicht darüber geschrieben, dass ungeschützter GV (auch in Verbindung mit der Intention, Kinder zu zeugen) komplett risikofrei sei. Im Gegenteil: es werden viele Voraussetzungen genannt und zudem lässt sich herauslesen, dass eben doch ein (Rest-)Risiko besteht. Ansonsten würde man auch nicht weiterhin für den in der Überschrift genannten Schutz hinweisen.

    Desweiteren muss auch bemerkt werden, dass die Studie -eben wegen solcher Formalia und den daraus möglichen Interpretationen- international auf heftige Kritik gestoßen ist. So wurde das Ganze u.a. auch im SF aufgegriffen (auf folgender Seite einfach nach Eidgenössische Kommission für Aidsfragen suchen): http://www.sf.tv/sfwissen/dossier.php?docid=10582&navpath=ges

    Ich für meinen Teil halte die Studie und insbesondere auch die oftmals aus ihr geschlossenen Aussagen für hinterfragenswert! Eine für mich gut nachvollziehbare Erörterung der Fakten findet man unter: http://deutschland.hiv-facts.net/hivnews/hivuebertragungekaftext/index.html

    Ansonsten ist alles zu dem Thema gesagt. Ich schließe daher diesen Thread. Sofern Ihr ähnliche oder neue Beiträge publizieren möchtet, eröffnet bitte einen neuen Beitrag.

    Liebe Grüße,
    Marion
     
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