Dem Horizont so nah

Dieses Thema im Forum "Nachrichten" wurde erstellt von Sandra_02, 15. Oktober 2019.

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  1. Sandra_02

    Sandra_02 Neues Mitglied

    Hallo zusammen!

    Vor etwa zwei Jahren habe ich einige Beiträge hier verfasst und mit höchster Wahrscheinlichkeit auch sehr genervt. Leider funktionierte mein Passwort nicht mehr, auch nach dem Zurücksetzen konnte ich mich nicht mehr einloggen. Nun musste ich leider ein neues Konto erstellen (Sorry!). Ich war früher als Sandra02 unterwegs.

    Wie ihr wisst, hatte ich immer grosse Angst vorhiv. Ich war dann lange in psychologischer Behandlung, nicht stationär, aber trotzdem regelmässig. Manchmal kämpfe ich immer noch mit der Angst, aber ich habe einen Weg gefunden, damit zu leben und habe mich immer wieder informiert usw.

    Kürzlich habe ich gesehen, dass ein Buch entstanden ist, das auf einer wahren Geschichte basiert: Dem Horzizont so nah. Da geht es ja auch um einen hiv positiven Mann. Mich hat sehr beeindruckt, wie stark die junge Frau (18 Jahre alt) in dem Buch war, da sie im Jahre 1999 mit ihm zusammen gekommen ist und bis er starb an seiner Seite blieb. Aus diesem Buch habe ich mitgenommen, dass Liebe stärker ist als die Angst. Das Buch wurde auch verfilmt. Ich finde es toll und kann es vor allem Leuten empfehlen, die generell Angst haben vor hiv. Natürlich hat mich das Buch emotional sehr fest mitgenommen, aber ich bewundere solche starke Leute und finde, dass es Phobikern / Leute, die Angst haben eine neue "Sicht" eröffnet. Natürlich geht es nicht nur um hiv, sondern auch andere Themen.

    Ich möchte jetzt nicht extra Werbung machen für das Buch, sondern mir hat es wirklich geholfen.

    Liebe Grüsse
    Sandra
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. Oktober 2019
  2. LottchenSchlenkerbein

    LottchenSchlenkerbein Poweruser Poweruser

    Würden Buch und Film in den 80ern spielen, könnte man das Ende nachvollziehen.. es spielt aber 1999, somit wäre eine wirksame medikamentöse Behandlung möglich gewesen und der ach so heldenhafte Freitod des Hauptakteurs weder notwendig noch sinnvoll... aber dann wärs natürlich nich so schön kitschig und ramontisch und überhaupt.

    Von daher.. überladen und unrealistisch ! Es wird lediglich auf die Tränendrüse gedrückt ob des Schicksals des armen kranken und ausgestossenenHIV-Positiven Models, welches immerzu gute Mine zum bösen Spiel machen muss, und sich so tapfer gegen die Zuneigung der noch heldenhafteren HIV-negativen Wonderwoman wehrt, weil er ist ja das Böse und es ist ja alles so schrecklich und gemein.. bla bla bla.

    Von daher würde ich weder Buch noch Film empfehlen, schon gar nicht Leuten mit einer HIV-Phobie. Die brauchen kein kitschiges Heldenepos, sondern fundiertes Wissen und professionelle Hilfe.

    "Pretty Woman" ist ja schließlich auch kein Leitfaden, um aus der Prostitution auszusteigen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. Oktober 2019
  3. Sandra_02

    Sandra_02 Neues Mitglied

    Die Geschichte ist aber tatsächlich wahr und passiert. Er hatte halt die Medikamente abgesetzt und hatte ja bereits schon AIDS. Man bedenke, dass die Medikamente heute vielleicht besser vertragen werden als früher. Diese wurden ja auch stets weiter entwickelt. Heutzutage kann man ja auch bei AIDS etwas dagegen tun, bzw. wieder "hiv positiv" werden, früher war es vielleicht anders.

    Naja, mir gefallen das Buch und der Film und ich glaube nicht, dass die Schriftstellerin alles erfunden hat. Die Frau war nunmal stark in meinen Augen und ist ein Vorbild für mich. Ist das so schlimm? Mich haben der Film und das Buch mitgenommen. Und ich finde es relativ kalt ohne ohne Warmherzigkeit geschrieben, wenn man sagt, dass es nur kitschig ist.. Die Gesichte ist, wie gesagt, wahr!
     
  4. LottchenSchlenkerbein

    LottchenSchlenkerbein Poweruser Poweruser

    Also ... HIV-Positiv ist der AIDS-Kranke auch... nur dass bei ihm die HIV-Infektion zu opportunistischen Erkrankungen führt... zB Krebs oder Lungenentzündung.

    Eine HIV-Infektion zerstört das Immunsstem, so dass der Körper keine Widerstandskräfte mehr hat.

    Die Medikamente verhindern das Andocken der HI-Viren an die Helferzellen und somit die zerstörung des Immunsystems.

    Eine wirksame und gut verträgliche Medikation der HIV-Infektion ist seit 1996 Standard. Und somit hätte unser Held im Buch weder sterben müssen noch den Freitod wählen.

    Wenn er natürlich die Medikation verweigert, aus welchen Gründen auch immer, ist das sein Problem und das ist nun wirklich wenig dazu geeignet, aus diesem blödsinnigen Verhalten ein kitschiges Rührstück zu kontruieren.


    Aber.. das ist meine persönliche Meinung ;)

    Und auch das zweifle ich persönlich an.


    Aber wenn es Dir hilft und gefallen hat ... who cares.
    Die Geschmäcker sind nunmal verschieden.
     
  5. Sandra_02

    Sandra_02 Neues Mitglied

    Gut, jeder hat die eigene Meinung und das mithiv und aids habe ich verstanden. Er hatte ja die Medikamente nicht gut vertragen. Ich denke, die Medikamente im Jahre 1996 waren nicht so gut entwickelt, wie diejenigen von heute. Man musste ja auch mehr Tabletten schlucken. Da kann ich mir schon vorstellen, dass er dann die Medikamente sehr schlecht vertragen hat. Ausserdem war er ja schon viel früher, als im Jahre 1996 hiv positiv. Das kann sich auch negativ auf das Immunsystem auswirken.

    Naja, also ich glaube überhaupt nicht, dass die Geschichte nicht wahr ist. Finde es schade, dass Leute das denken. Wieso sollte sie alles erfinden? Die Geschichte ist sehr dramatisch, ja..aber wegen dem muss sie noch lange nicht erfunden sein. Im Gegenteil: Unglaublich, dass so etwas passieren kann mit dem Vater. Die Geschichte ist viel zu detailiert, um nicht wahr zu sein. Ich verstehe zwar, dass es deine persönliche Meinung ist, finde es aber schade, wenn alle beginnen so zu denken.
     
  6. LottchenSchlenkerbein

    LottchenSchlenkerbein Poweruser Poweruser

    Warum .. weil sie nicht in Dein Weltbild passt ?

    Diese ganze Story enthält für mich zu viele Ungereimtheiten, ein bekanntes Männermodel wohnt mit einer exdrogenabhängigen Ex-Prostituierten zusammen, die auch noch zusammen in einem Bett schlafen wegen des erlebten Mißbrauchs .. das ist mir alles zu viel und zu dick aufgetragen.. sorry.

    Aber nochmal.. das ist meine Meinung.

    Wenn Dir diese Story hilft und sie Dir gefällt .. dann soll es so sein.
     
  7. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Ich kenne diesen Film nicht – kein Wunder, er ist ja gerade erst in die Kinos gekommen, genau genommen gerade erst vor weniger als einer Woche – und kann dazu nicht viel sagen. Ich habe mich im Netz schlau gemacht … und außer, dass Jannik Schümann die Hauptrolle spielt, kann ich der Geschichte nichts Ernsthaftes entnehmen.

    Das mag daran liegen, dass ich seit 27 JahrenHIV-positiv bin; das mag daran liegen, dass ich Lesungen, Schulveranstaltungen und Vorträge über die Darstellung von HIV im Film halte … aber die Geschichte, die da erzählt wird, ist so etwas von 80er, gepaart mit »Gute Zeiten, schlechte Zeiten« dass ich 2019 Brechreiz bekomme.

    Ich schließe diesen Thread, weil er die Aufklärung, der wir uns in diesem Forum verschrieben haben, um 20 Jahre zurückwirft.
     
    AlexandraT und LottchenSchlenkerbein gefällt das.
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