Das Immunsystem

Dieses Thema im Forum "AIDS-Forum" wurde erstellt von JohannesBuhlmann, 11. Mai 2008.

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  1. JohannesBuhlmann

    JohannesBuhlmann Neues Mitglied

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    EDIT by Marion (Admin) - nach einigen (!) Beschwerden unserer User wurde der Beitrag an allen mit "+"-Zeichen markierten Stellen gekürzt, da er potentielle Werbung/PR enthielt. Sorry, aber so sind nunmal die Forenregeln (vgl. https://www.hiv-symptome.de/forum/fore ... vt863.html)

    ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

    HIV ist eigentlich ein eher harmloser Infekt. Das Virus befällt Zellen, die ohnehin eine begrenzte Lebensdauer haben, im wesentlichen die CD-4 (T-Helfer) - Zellen.
    Problematisch ist, daß diese Helferzellen nicht vom Immunsystem angegriffen werden, so wie, sagen wir 'mal, das Militär ja auch nicht auf Polizei schießt (normalerweise).
    Weiter finden sich auch Zellen mit CD-4 Rezeptor in unterschiedlichen Körpergeweben, etwa in der Leber. Kritisch ist allerdings der Befall der Lymphknoten (jeder/jede kennt dieses merkwürdige Ziehen in der Leistengegend und unter den Armen, eigentlich kein Schmerz, irgendwie unangenehm) und der Thymusdrüse.
    Andererseits ist hier auch der Ansatzpunkt für eine körperentsprechende Therapie. Befindet sich die Helferzelle nämlich in einem dieser Gewebe (Vom Knochenmark wandern die neugeborenen Helferzellen in die Thymusdrüse, welche sich etwa unter dem Brustbein befindet, um dort ihre Programmierung für den Kampf in der Körperabwehr zu erfahren - daher der Name T-Zellen. Anschließend geht es in die Lymphknoten zur Reifung), wenn die befallene Helferzelle also sich in einem dieser Gewebe befindet, kann sie durchaus von der Körperabwehr als gefährlich erkannt und vernichtet werden.

    Allerdings ist die Immunreaktion sehr gering ausgeprägt, der Körper nimmt diese Infektion schlicht nicht ernst, da die eigentlichen Schäden sehr gering sind. So läßt er die bitter notwendige Arbeit gegen den bösen Feyndt doch sehr lässig angehen.

    Wie bei allen Viren (z.B. Schnupfen) hält die moderne Medizin kein Medikament bereit, welches das Virus tatsächlich bekämpft, anders als bei bakteriellen Infektionen. Dort gibt es ja die Antibiotika, welche leider durch völlig übertriebenen Einsatz und auch durch Einsatz in der Schlachtviehmast immer mehr an Potenz verlieren.

    A & O einer nebenwirkungsfreien und erfolgreichen Therapie der HIV - Infektion ist also die Stärkung der körpereigenen Abwehr, auf die moderne Medizin ist leider auf nicht absehbare Zeit nicht zu hoffen, aus wissenschaftlichen Gründen heraus.

    Im Unterschied zur die Virusproduktion unterdrückenden, z.B. High Agressiv Anti Retroviral Therapie (HAART), welche erhebliche Nebenwirkungen zeigt (kenn' ich von meiner Freundin: Haare, Nägel, Fettumlagerungen) hilft die immunstimulierende Therapie auch ohne weiteres gegen andere Infektionen (mir hat's auch noch die Hepatitis C ins Kontor gehauen) sowie gegen opportunistische Erkrankungen. Was heißt, die Therapie hilft; der Körper wird dazu in die Lage versetzt, sich selbst zu helfen.

    Hierzu werden zunächst zytokinartige Substanzen verabreicht, welche den zellulären Teil des Immunsystemes (B - Zellen) in Alarmzustand versetzen (Juglans regia D4). Außerdem wird das Knochenmark als Ursprung aller Immunzellen zu höherer Leistung angeregt (Chelidonuim D4). Schließlich wird das Bursa-Äquivalent (der Ort der Programmierung der zellulären Körperabwehr, daher der Name B - Zellen) unterstützt (Hamamelis D4).

    Also, mir geht es den Umständen entsprechend gut. Im Winter ließ ich es ein wenig gehen, mit der Medikamenteneinnahme, kostet ja auch Geld. Eine schwere Bronchitis (wurde schon grün, an der Schwelle zur Lungenentzündung, hatte ich das letzte Mal vor 25 Jahren als Teenager), die ich mir im Februar einfing, konnte ich dann aber mit Eucalyptusöl und vor allem Immunotrop - Bezug über [+++], enthält oben angeführte Substanzen, Juglans regia D4 ist sonst nirgendwo nicht erhältlich - gut ausheilen.
    Besser ist aber, es garnicht so weit kommen zu lassen und dieses Immunotrop tagtäglich zu nehmen (Kostenpunkt: etwa 65 Euro pro Monat). Es ist nämlich so, wenn sich dermaßen viele Viren in den Geweben von Thymusdrüse und Lymphknoten entwickeln können, weil keine Therapie stattfindet, daß das anschließende Zerplatzen der Wirtszellen (also der CD-4 Rezeptorzellen, das HIV breitet sich per Zytolyse im Körper aus) zu häßlichen Narben im Gewebe führt, welche dann ihre Funktion (Programmierung und Reifung der Helferzellen) nicht mehr hinreichend erfüllen können.

    Allgemein würde ich 'mal sagen, es ist gleich, wann die Zeit zum Sterben kommt, ich jedenfalls werde es immer für nicht meiner Person angemessen halten, ob nun mit 45 oder mit 98 (wie mein Großvater vor ein paar Jahren).
    Nun, wir werden sehen, mit der Flinte im Anschlag, nicht im Korn!

    Johannes Buhlmann, Berlin, 11/05/2008
     
  2. Unser Tipp Frage jetzt einen Arzt! HIV-Symptome.de

  3. taggard

    taggard Neues Mitglied

    Ist das jetzt ein Erfahrungsbericht von einem Betroffenen oder eine Werbeveranstaltung für eine Internetapotheke? Ich blicke das gerade nicht ganz...
     
  4. JohannesBuhlmann

    JohannesBuhlmann Neues Mitglied

    Die [+++]apotheke ist nicht im Internet vertreten, lediglich bei der allgemeinen Apothekenübersicht findet sich ein Hinweis auf die Adresse und die Telefonnummer.

    Und das hat vermutlich einen Hintergrund.


    [+++]

    Die Erfolge kann ich aus eigenem Erfahren bestätigen.

    Heute Mittag schaute ich nocheinmal in die ''Phytotherapie'', dem Standardlehrbuch der Pflanzenheilkunde.
    Und tatsächlich, Chelidonium, also das Schöllkraut, befördert den Gallenfluß durch einen positiven Einfluß auf die Leber, welche einen wichtigen Teil des Bursa-Äquivalentes darstellt.
    Hamamelis (die virginische Zaubernuß) wird gerne für die Wundbehandlung verwendet, steht also mit dem Blut in Verbindung.
    Und die Walnuß findet traditionell in sogenannten ''Zugsalben'' Verwendung, dient also dazu, Pickel zur Reife zu treiben. Das geht aber nur über das Anlocken von Fresszellen, die sich über die Antigene im Pickel hermachen, also über eine zytokinetische Wirkung.

    Das erscheint mir soweit alles recht vernünftig und - wie gesagt - scheint zu helfen.

    Nun weist Dr. Reidweg in seinem Werk ausdrücklich darauf hin, das er nicht das eigentlich homöopathische Simile-Prinzip berücksichtigt.
    Das ist aber ein anderes Thema - wesentlich grundsätzlicher - , so daß der kürze der Zeit halber an dieser Stelle auf eine eingehendere Erörterung verzichtet werden muß. Als vorbereitende Literatur für eine weitergehende Diskussion sei das Buch: ''Basic and Clinical Endocrinologie'', Lange Medical Books, New York, empfohlen. Besonders das Kapitel über ''AIDS related Deseases'': Jeder zweite Satz ist: Wir wissen nicht, handelt es sich nun um eine Störung, hervorgerufen durch die Infektion, oder ist es eine Nebenwirkung der Medikatiion.

    Nix Werbung für Internetapotheke.
     
  5. Erlk

    Erlk Neues Mitglied

    Wissenschaftliches Halbwissen verbunden mit Vermutungen und Falschaussagen, das fördert bei MIR den Gallefluss. Ach ja, da fehlen noch die Verschwörungstheorien des Dritten Reiches, habe ich ganz vergessen.

    Sorry, aber in einem seriösen Forum hat so ein von irgendwo her kopierter Artikel definitiv nichts zu suchen.

    Beispiele gefällig?

    Juglans regia D4 führt die DHU, der größte deutsche Homöopathiehersteller ganz regulär im Sortiment.

    Mit dem Titel gibt es ungefähr 350 Bücher. Wo standen denn diese bahnbrechenden Erkenntnisse? Im Wichtl? Schilcher? Wagner?



    Ach, ich hör auf, das langweilt mich. Ich hoffe nur, dass jedem betroffenen HIV-Infizierten klar ist, dass eine derartige Therapie immer nur adjuvant eingesetzt werden darf, alles andere wäre tödlicher Leichtsinn!
     
  6. Mandicho

    Mandicho Neues Mitglied

    Ich verstehe ja von der Sache nichts, aber warum soll man denn keine Naturheilkunde verwenden dürfen? Die Ärzte wissen auch nicht alles!
     
  7. JohannesBuhlmann

    JohannesBuhlmann Neues Mitglied

    Ei jei jei jei.

    Eins nach dem anderen:
    Sicher führt die Deutsche Homöopathische Union die Walnuß D4 im Sortiment, leider ist das Präparat jedoch um etwa viermal so teuer wie in der Mischung im ''Immunotrop'' von [+++]

    Das ''Lehrbuch der Phytotherapie'' wurde von einem gewissen Herrn Fintelmann herausgegeben (Ja, genau, der ''Fintelmann'').

    [+++]

    Ist aber trotzdem schön, 'mal so richtig ins Schwarze getroffen zu haben. Das Aufjaulen des (vermutlich) Pharmavertreters ist ja bis nach Malawi zu vernehmen!

    Aber kommen wir zu den neuesten ''wissenschaftlichen Erkenntnissen''.
    Die Inkubationszeit der HIV-Infektion wurde ja nun auf zehn Jahre heraufgesetzt, vor einem Jahr waren es schon sechs Jahre, eigentlich sind es maximal sechs Monate.

    Wenn die Inkubationszeit aber zehn Jahre beträgt, warum soll der Mensch dann sofort und möglichst viele, teure Medikamente zu sich nehmen, die einem außerdem noch den ganzen Tag versauen, wie ich es bei meiner Freundin leidvoll beobachten mußte?

    Also sorry, lieber Vollwissender, da beschränke ich mich auf meine gesunde Halbbildung und achte außerdem auf die Reaktion meines Körpers. Die allerdings ist eindeutig positiv auf die Einnahme von Immunotrop, was kein Wunder ist. Sondern - von mir aus halb - wissenschaftlich nachvollziehbar.

    Wenn natürlich dazu z.B. Polymerase-II-Inhibitoren [+++] eingenommen werden, welche den Körper erheblich schwächen und damit das Immunsystem, ist fraglich, ob noch eine Wirkung erzielt werden kann.

    Außerdem muß die Wirksamkeit der chemischen Medikation doch sehr skeptisch betrachtet werden. In meinem Kopf geht die ganze Zeit die Frage um, warum die Inkubationszeit plötzlich zehn Jahre betragen soll. Eine Möglichkeit ist, daß der ganze Medikamentendreck die schleichende Erosion des Immunsystemes im Verlauf der HIV-Infektion eben in keiner Weise günstig beeinflußt und die zehnjährige Inkubationszeit nun als dumme Ausrede für die Milliarden und Abermilliarden verbrannten Euros herhalten soll. Das wäre zwar nicht wirklich logisch, aber so tickt die barbarische Kamarilla nun mal. Ein paar Zahlen ins Gefecht geworfen, allgemeine Verwirrung gestiftet, und der Betrug am Menschengeschlecht bleibt - so hofft man - unentdeckt.

    Tja, junger Herr Pharmavertreter, haben Sie denn schon das Kapitel: ''AIDS related endocrinological disorders'' ('tschuldigung, da erinnerte ich gestern falsch) im Buch ''Basic and Clinical Endocrinologie'' von Lange Medical Books gelesen?
    Da, wo jeder zweite Satz in etwa lautet: 'Wir wissen nicht, warum es den Leuten so dreckig geht, liegt es an den Medikamenten oder liegt es an der Infektion.'
    Ach so, Sie können kein Englisch?
    Fachchinesisch schon garnicht?
    Nur Sozialpädagogik studiert?
    Da kann ich jetzt aber nichts dafür.
     
  8. Erlk

    Erlk Neues Mitglied

    :lol:

    Wenn Du nicht mal erkennst, dass eine Erlkönigin wohl kein HERR Pharmavertreter sein kann, dann tut es mir echt Leid. Und stell Dir vor, das was Du über Phytotherapie schreibst, das lernt jeder Pharmaziestudent im 2. Semester (Pharmakognosie).

    Aber macht ja nix. Auf Dein Level der Polemik begebe ich mich nicht, sorry.
     
  9. Marion

    Marion Administrator HIV-Symptome.de Team

    Bitte ontopic bleiben!

    Der Thread wurde von mir editiert, da hier Parts aufgetaucht sind, die nicht unseren Forenregeln entsprechen. Dieses Forum akzeptiert die Meinungsfreiheit und stellt für all jene eine Diskussions-Arena dar, die diese Meinung objektiv kundtun möchten. Anschriften und insbesondere politische Hintergrund-Infos (!!!) gehören definitiv nicht in diesen Thread und sind der Diskussion auch in keiner Hinsicht förderlich. Derartige Passagen wurden und werden umgehend gelöscht!

    Ich habe mir einige Zeit genommen, um das Ganze nachvollziehen zu können und die Edits nur an den Stellen vorgenommen, die den Forenregeln nicht entsprechen. Die Lesbarkeit des Threads ist daher immer noch gegeben und es darf weiter konstruktiv diskutiert werden. Aber: sofern weiterhin gegen Regeln verstoßen wird, behalte ich mir dennoch die Schließung des Threads vor.

    Vielen Dank für Euer Verständnis.

    Liebe Grüße
    Marion
     
  10. dino

    dino Neues Mitglied

    Ich verstehe jetzt ehrlichgesagt nicht ganz den Grund für den ganzen Streit. Ein Betroffener hat für sich eine Methode gefunden, die ihm hilft, mit der Infektion umzugehen. Und die ist anders, als die Schulmedizin das vorgibt. Na und? Darf doch jeder mit seinem Leben machen, was er will.

    Ob das alles stimmt oder nicht stimmt kann man doch von hier aus und ein einem Forum sowieso nicht herausfinden.
     
  11. Marion

    Marion Administrator HIV-Symptome.de Team

    Dem stimme ich auch zu. Meinungspluralität ist mir in diesem Forum sehr wichtig!

    Ein Forum ist ja auch dafür gedacht, dass unterschiedliche Themen von unterschiedlichen Teilnehmern mit unterschiedlichen Sichtweisen und Meinungen diskutiert werden. Es hat ja per se nicht die Funktion eines "Tests" :) ... aber mal ganz im Ernst: ich finde es sehr interessant, welche alternativen Behandlungen es gibt! Bei der Suche nach Medikamenten wird ja in praktisch jedem Bereich auch in der Pflanzen- und Tierwelt "abgeguckt" ... weshalb sollte dann nicht die Möglichkeit bestehen, dass durch alternative Medikation (insbesondere wenn diese zusätzlich zur eigentlichen Behandlung erfolgt!) Erfolge erzielt werden können? Von daher freue ich mich über alle zusätzlichen Eingebungen ... aber: bitte ohne Werbung :)

    Liebe Grüße
    Marion

    PS. Jetzt sollten wir uns aber wieder dem eigentlichen Thema des Threads zuwenden ... :wink: :)
     
  12. dino

    dino Neues Mitglied

    Und das wäre?

    :p
     
  13. JohannesBuhlmann

    JohannesBuhlmann Neues Mitglied

    Erlkönigin, stimmt, kann kein Kerl sein. Kennen Sie denn die Ballade vom Erlkönig?
    Sie endet, wenn ich mich recht erinnere, mit:

    Auf seinem Arm, das Kind, ist tot.

    Vom Erlkönig geholt, die ganze Zeit beeilt sich der Vater ja, den Hof zu erreichen, bevor der Erlkönig das Kind töten kann.

    Sich in einem HIV/AIDS - Forum Erlkönigin zu nennen, das ist von einer seltenen Geschmacklosigkeit. Passt aber, von Thema zu Thema chattet die Erlkönigin und verbreitet Angst und Schrecken, welche nur und ausschließlich durch den Glauben an die moderne Medizin geheilt werden können.

    Pharmakologin, hab' ich doch beinahe so geraten.

    Gruß & Kuß
    Johannes
     
  14. Marion

    Marion Administrator HIV-Symptome.de Team

    Lieber Johannes,

    unter dem "Erlkönig" versteht man nicht nur die klassische Ballade von Johann Wolfgang von Goethe, sondern auch Testfahrzeuge. Warum der Nickname "Erlkönig" beinhaltet weiß wohl nur die Userin selbst. Besonders glücklich ist der Username aber nicht ausgewählt - da man ihn eben auch wie von Dir beschrieben interpretieren kann.

    Wie gesagt: dieses Forum fördert und fordert Meinungspluralität - es ist definitiv nicht im Sinne des Betreibers, dass nur schulmedizinische Meinungen auf den sprichwörtlichen Tisch kommen und das ist auch gut so. Alternative Medizin birgt zwar Risiken - auch meinem privaten Umfeld weiß ich aber, dass auch alternative Behandlungsmethoden bei diversen Erkankungen (z.B. Krebs) helfen und voll "anschlagen" können. Gerade deshalb finde ich es super, dass Du die alternative Medikation vertrittst.

    Ich bitte aber alle Diskussionsteilnehmer nun wieder zum Thema zurück zu kehren; ansonsten muss ich diesen Thread leider schließen und das wäre -insbesondere anbetracht der interessanten Thematik- doch wirklich schade.

    Liebe Grüße
    Marion
     
  15. Butterkeks

    Butterkeks Neues Mitglied

    Die Thematik <<Alternative Heilmethoden bei chronischen Erkrankungen>> ist tatsächlich sehr interessant, wenn auch nicht neu. Es ist halt ein völlig anderer Ansatz der Therapie - nicht die Bekämpfung eines einzelnen Krankheitssymptomes oder Krankheitserregers, sondern ein ganzheitlicher Ansatz. Die Verantwortung dafür trägt letztendlich jeder mündige Patient selbst.
     
  16. Marion

    Marion Administrator HIV-Symptome.de Team

    Unterschrieben.
     
  17. uno

    uno Neues Mitglied

    JaJaJaJein.

    Ein Verzicht auf eine virusunterdrückende Therapie kann die Viruslast hochschnellen lassen und somit ist dieser Infizierte für seine Umgebung deutlich 'gefährlicher' als jemand, in dessen Blut kaum Viren zu finden sind oder unter der Nachweisgrenze.

    Natürlich gehören auch die normalen Schutzmaßnahmen zum Umgang mit einem HIV-Infizierten, aber trotzdem. Jeder Mensch hat nicht nru eine Verantwortung für sein eigenes Leben, sondern auch für seine Mitmenschen.
     
  18. JohannesBuhlmann

    JohannesBuhlmann Neues Mitglied

    Ist der Pulverdampf jetzt verzogen? Schön.

    Seit ich das letzte Mal ins Netz schaute (vor etwa drei Jahren), hat sich doch einiges getan in Sachen Medikamenten.

    Neuerdings gibt es Protease-Hemmer und Integrase-Hemmer (neben den Transkriptase-Hemmern - die damals noch Polymerase-II-Hemmer hießen - und dem Eintritthemmer T20).

    Damit ist im Prinzip bis auf den letzten Schritt - das Zusamensetzen des Fertigteiles aus der RNA und den Hüllenproteinen - der gesamte Virusproduktionsprozeß medikamentös abgedeckt.

    Eintritthemmer, klar, verhindert das Eindringen des Virus in die Zielzelle. Vorteile: es kommt erst garnicht zu einem Befall der Zellen und es gibt keine Nebenwirkungen. Nachteil: rasche Resistenzbildung, da da blockierte Molekül des Virus in seinem Aufbau Abweichungen aufweisen kann, die eine Blockade mit genau diesem Medikament verhindern.

    Dann die reverse Transkriptase, die verhindert, daß aus der Virus R N A DNA hergestellt wird, ein Vorgang, der notwendig ist, um in das Erbgut des Zellkernes eingebaut zu werden.
    Vorteil: Es gibt keine Resistenzbildung, da das Medikament nicht auf den Virus, sindern auf die Wirtszelle gerichtet ist. Diese Medikamentenklasse geht immer, jedoch, Nachteil: Da die Wirtszelle beeinflußt wird, ergeben sich erhebliche Nebenwirkungen. Es wird eben nicht nur das Umschreiben der Virus-RNA in DNA gehemmt sondern auch das Umschreiben sämtlicher anderer RNA, etwa bei der Zellteilung. Das kann bei entsprechender körperlicher Verfassung Probleme bereiten.

    Recht vielversprechend einscheinen mir die Integrasehemmer. Diese wohl neueste Klasse der anitretroviralen Medikamente verhindert den Einbau des transkribierten (umgeschriebenen) Viruserbgutes in das Zellerbgut. Normalerweise sitzt die Integrase wie ein Reiterlein auf dem Virus-DNA-Strang und lotst ihn in das Zellerbgut.
    Nachteile sehe ich zur Zeit nicht, es dürfte aber recht schwierig sein, den Wirkstoff in die Zelle zu bekommen und die Frage nach Resistenzen scheint noch nicht geklärt zu sein.

    Nach der Integration des Erbgutes in das Zellerbgut beginnt die Zelle dieses Kuckucksei zu bebrüten, sozusagen, es entsteht messengerRNA, die die Erbinformation des Virus enthält und die in ''normale'' RNA wiederum umgeschrieben werden muß. Da setzen nochmal die Reverse Transkriptase-Hemmer an, indem sie den Zellstoffwechsel herunterfahren.

    Das sind schon recht ordentliche Fortschritte, meine ich, und wenn ich mich hier irgendwie geirrt haben sollte, bitte, ich bin belehrbar.

    Außerdem fordere ich niemandem zum Experiment mit homöopathischen Medikamenten wie etwa Immunotrop auf. Ich kann aber berichten, daß es mir recht gut geht, wenn ich die Tropfen nehme und eher schlecht, wenn ich etwa zwei Monate darauf verzichtet habe (Kopfschmerzen und vorallem ein feucht-dumpfes Unwohlsein in den Lymphknoten).

    Das heißt aber leider noch nicht allzuviel, da die HIV-Infektion schubweise abläuft, immer, wenn eine Generation Viren in den befallenen Zellen herangereift ist, platzen die Wirtszellen und es gibt Symptome wie oben beschrieben.
    Das Ende eines solchen Vermehrungszykluses macht sich mit leichtem Juckreiz am Ort der Lymphknoten bemerktbar. Wie meine Mutter ihren Kindern immer sagte: Wenn es juckt, dann heilt es. Was Mutter damals nicht so ernst nahm, waren die Narben, die im Gewebe zurückbleiben und bei den Lymphknoten eben die Fähigkeit zur Endfertigung der Helferzellen beeinträchtigt.

    Schau'n mer mal, würde Schau'n-mer-mal-Franze sagen.
    Beobachte ich also, ob diese Rezidive bzw. Zyklen aufhören, wenn ich meine Tropfen (100 ml enthalten: Juglans regia D4 (Walnuss) 80 ml; Chelidonium D4 (Schöllkraut) 10 ml; Hamamelis D4 (virginische Zaubernuss) 10 ml) regelmäßig nehme, noch habe ich ja etwas zuzusetzen. Zu oft sollte das nicht passieren, daß es juckt und heilt, vorallem nicht zu heftig und zu schnell hintereinander, gibt häßliche, dysfunktionelles Narbengewebe ...
     
  19. JohannesBuhlmann

    JohannesBuhlmann Neues Mitglied

    Gestern las ich noch einmal in meiner ''Endokrinologie'' und es war doch etwas peinlich.

    Tatsächlich ist die Funktion der Helferzellen anders, als ich es neulich beschrieben habe (ich bin heimlich rot geworden, welches Hormon dafür wohl zuständig ist?).

    Folgender Abwehrmechanismus funktioniert wirklich:
    Eine B-Zelle (bzw. eine Antigenpräsentier-Zelle, APC) hat z.B. ein Bakterium als körperfremd eingestuft und entsprechend seinem Auftrag verspeist. Das Bakterieneiweiß wird nun innerhalb der B-Zelle aufbereitet, d.h. ein Eiweiß des Bakteriums wird mit einem MHC II - Molekül verlinkt und zur Zelloberfläche transportiert. Dort wird dieser Komplex vorbeischwimmenden Helferzellen präsentiert, eine dockt an und kontrolliert das präsentierte Eiweiß darauf, ob es tatsächlich körperfremd ist (dies kann nur die Helferzelle mit hinreichender Genauigkeit entscheiden, die B-Zellen sind in Sachen Unterscheidung fremd/eigen wesentlich schlechter ausgebildet). Im Fall des positiven Befundes wird die B-Zelle so programmiert, daß sie vorbeikommende und andockende Killerzellen zur Vernichtung der dieses spezielle Fremdeiweiß präsentierenden Zellen ermächtigt. In einem weiteren Schritt verbindet sich die Helferzelle mit einer weiteren B-Zelle, die ebenfalls dieses Eiweiß gebunden hat, winkt kurz ab, kenn' ich schon, den Burschen, und verwandelt die B-Zelle in eine Plasmazelle. Die Plasmazelle produziert nun massenhaft Antikörper, die genau zu dem Fremdeiweiß passen.

    Der Antikörper-Zweig der Immunabwehr ist ein Thema für sich.

    Die Helferzelle jedoch ist sozusagen - wenn mir dieser militärische Ausdruck erlaubt ist - das Hauptquartier der Bakterienabwehr. Von hier aus gehen die Befehle an die Armeen des Körpers im Kampf gegen schädliche Eindringlinge. Nur die Helferzelle ist imstande, zwischen ''guten'' und ''bösen'' Fremdstoffen zu unterscheiden. Ohne ''Befehl'' der Helferzellen bleibt der größte und mächtigste Teil der Bakterienabwehr (Killerzellen und Antikörper) untätig.

    Wie das mit der Virenabwehr ist, weiß ich noch nicht so genau. Hierfür sind jedenfalls die Killerzellen zuständig, die sich im Unterschied zu den Helferzellen (CD-4 Rezeptor) mit ihrem CD-8 Rezeptor um Viren kümmern. Virusprotein bindet in der APC an MHC I, MHC I passt zum CD-8 Rezeptor.

    Dummerweise ist nun der HI Virus dazu in der Lage, die Bildung von MHC I in der befallenen Zelle zu unterbinden, mit einer Protease (?) namens ''Tat''.
    So kann sich die befallene Zelle nicht krankmelden und muß das HI-Virus ausbrüten.
    Gemein.

    P.S.:
    Eine der neuesten Richtungen der Medikamentenforschung hat das Protein ''Tat'' zum Objekt, es wird nach einem Stoff gesucht, um dieses Eiweiß zu neutralisieren. Siehe auch HIV/Behandlungsmethoden.
     
  20. JohannesBuhlmann

    JohannesBuhlmann Neues Mitglied

    Fortsetzung

    Der Gedanke, daß eine unmittelbares hormonelles Ungleichgewicht die Entgleisung des CD-4/CD-8 - Verhältnisses verursacht, muß ich wohl zu den Akten legen.
    Die Thymusdrüse, die für die Unterscheidung der T - Zellen nach Helfer- und Killer-Zellen zuständig ist, trägt auf ihren funktionellen Zellen selbst den CD-4 Rezeptor und einen Korezeptor und wird also nach und nach von der Infektion zerstört.
    Es ist ja so, die Viruslast bleibt während der Latenzphase, wenn sich noch keine Symptome von AIDS zeigen, niedrig. Trotzdem geht die Zahl der Helferzellen allmählich in die Kniee um bei einer Konzentration von etwa 200 pro Mikroliter nicht mehr für die Krankheitssabwehr auszureichen. Das dürfte der Punkt sein, an dem die Thymusdrüse soweit zerstört ist, daß kaum noch Helferzellen produziert werden.
    Medikamente verlangsamen jedoch die Virusentwicklung auch in der Thymusdrüse, so daß es länger dauert, bis die Zellen von den in ihnen produzierten Viren zerstört werden, das dürfte dann das Geheimnis der längeren Überlebensdauer sein.
     
  21. JohannesBuhlmann

    JohannesBuhlmann Neues Mitglied

    Fortsetzung

    Ersteinmal möchte ich mich entschuldigen, daß ich hier so ziemlich unvorbereitet hineingeplatzt bin.
    Vielleicht hätte ich mit e r s t ein einigermaßen schlüssiges Bild vom Immunsystem machen sollen und d a n n mich aus dem Fenster lehnen.
    Nun denn, es sind Fortschritte zu verzeichnen (ach ja, und meine Apotheke kann kein Immunotrop mehr liefern, ausverkauft! Schönes Eigentor!).

    Nach allem, was die Literatur hergibt, bricht das Immunsystem zusammen, wenn die Lymphknoten durch jahrzehntelange Entzündungsreaktionen zerstört sind und die Thymusdrüse keine naiven Helferzellen mehr zur Verfügung stellt.
    Die Lymphknoten sind die erste Anlaufstelle für die Aktivierung des erworbenen Immunsystemes. Dort ''sitzen'' dendritische Abwehrzellen, selbst Objekte der Begierde für das HIV, die zwar wesentlich widerstandfähiger gegenüber der Virusbelastung sind als etwa Helferzellen, jedoch die bei ihrem Untergang das Stützgewebe der Lympknoten mitnehmen. Das ist unangenehm einerseits, weil dort normalerweise die T-Zell-Aktivierung erfolgt und außerdem enorm viele T- und B- Zellen gespeichert sind, sozusagen das Arsenal der Immunabwehr. Ist das Arsenal leer, bzw. gibt es kein Arsenal mehr, kann keine Immunantwort mehr erfolgen.
    Außerdem haben die Lympknoten am Darm die Aufgabe, Fette aufzunehmen und aufbereitet in das Blut abzugeben, eine Aufgabe, die im Falle des Waste Syndromes fehlt.
    Das Problem der Selbstzerstörung des Körpers bei der Immunantwort ist ähnlich dem bei Hepatitis C, wo auch die Immunreaktion (also die Entzündung) den wesentlichen Teil der zerstörerischen Wirkung ausübt, nicht das Virus selbst (sozusagen das Kind mit dem Bade ausschütten).

    Jetzt möchte ich erstmal lesen - ''Janeway's immunobiology'' - bevor ich wieder irgendwo in den Nesseln sitze, aber so ist das Leben, mancher Schuß geht daneben.
    (Captain Janeway von Raumschiff Voyager heißt wahrscheinlich nicht zufällig so, diese ganze Sience-Fiction-Serie scheint mir doch stark inspiriert von der Mikrobiologie. Da gibt es auch Sphären, Eindringlinge, Kuben etc.. Sowieso alles Borgs, die Mikroben, ob mit oder ohne Tarnvorrichtung ...)

    Wenn ich fertig gelesen habe (in spätestens 10 Jahren) versuche ich nochmal, eine Zusammenfassung des Immunsystemes zu erstellen. Im Augenblick denke ich an die Anwendung des mathematischen Apparates der Eichtheorien (Quantenchromodynamik), was bitte nicht überraschend ist. Es geht hier wie da im wesentlichen um diskrete Teilchen, die mit einer bestimmten Energie und mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit aufeinader treffen und neue Teilchen erzeugen.
    Bis dahin gebe ich meinen Senf sinnigerweise unter AIDS/Aidsdiät??? zum besten sowie unter HIV, Aids & Mathematik.
     
Status des Themas:
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