Auswertung der Blutwerte und Therapiebeginn

Dieses Thema im Forum "Leben mit HIV" wurde erstellt von Lokilein, 10. Dezember 2020.

  1. Lokilein

    Lokilein Neues Mitglied

    Guten Abend,

    wir sind gerade auf dem Heimweg, nach unserem Termin im Infektiologikum in Frankfurt.
    Heute haben wir die Blutergebnisse besprochen, bei mir waren nur 2 Antikörper-Typen nachweisbar, daher vermutet der Arzt, dass ich noch nicht lange infiziert bin, meine Helferzellen sind leicht unter der Norm und meine Viruslast liegt bei knapp 80.000 - alle anderen Werte waren gut.
    Mein Mann hatte bereits alle Antikörper-Typen, Helferzellen etwas besser als meine und Viruslast bei 78.000.
    Wir starten ab Montag mit Symtuza ( darf ich den Namen des Medikamentes nennen?) und passen nach Auswertung der Resistenztest oder je nach Verträglichkeit nochmal an.

    Auch bei unserem heutigen Termin bin ich wieder positiv überrascht gewesen, der behandelnde Arzt hatte einen Kontakt zum Kinderarzt der Uniklinik hergestellt, sodass meine Tochter dort alsHIV exponierten Baby mitbetreut wird. Die Termine koordiniert das Infektiologikum und der telefonische Kontakt mit dem Kinderarzt ( wohlgemerkt schon in seinem Feierabend) war sehr empathisch und beruhigend.
    Denn auch wenn ich die Fakten rational betrachten kann, merke ich einfach, dass besonders mein Mamaherz noch irgendwie in einem psychischen Ausnahmezustand ist.

    Danke fürs Lesen und euch allen einen schönen Abend
     
  2. haivaupos

    haivaupos Poweruser Poweruser

    Jawoll. Ein guter Plan :cool:
    So werdet ihr eure ungebetenen Gäste bald wieder los sein.
    Alles Gute zum und beim Therapiestart :)
     
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  3. Lokilein

    Lokilein Neues Mitglied

    Das hoffe ich. Vielen Dank
     
  4. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Der mit den grauen Locken oder der jugendliche PD mit der Brille? :)
    Egal wer – alle gut!
     
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  5. Lokilein

    Lokilein Neues Mitglied

    Der mit den grauen Locken
    Ja, bin bisher wirklich beeindruckt, menschlich und fachlich gleichermaßen.
     
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  6. nunu

    nunu Neues Mitglied

    Ich kann deine Sorgen
     
  7. AlexandraT

    AlexandraT Moderator HIV-Symptome.de Team

    ... nunu... fehlt da nicht noch was im Text? ;)
     
  8. nunu

    nunu Neues Mitglied

    Sorry, dicke Finger und kleines Handy. Hab mich jetzt an Laptop gesetzt und versuche es nochmal. :)
     
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  9. nunu

    nunu Neues Mitglied

    Ich kann deine Sorgen als Mama total verstehen. Ich habe während! der U3 Untersuchung unseres jüngsten Familienmitglieds von derHIV-Infektion meines Mannes erfahren. Er rief aus dem Krankenhaus an und stand selbst noch völlig unter Schock.
    Es reißt einem den Boden unter den Füßen weg.
    Ich bat die Ärztin, welche meine Panik/Verzweiflung und auch die Info über die HIV-Infektion, mitbekam unserem Zwerg Blut abzunehmen und auf HIV zu testen. Dies wollte die Ärztin aber erst tun wenn ich positiv getestet bin. Die U3 ging dann im Schnelldurchlauf und ich raste völlig kopflos zu meinen Eltern. Mein Vater nahm den Zwerg und meine Mutter fuhr mich ins Krankenhaus zu meinem Mann.
    Die Ärzte dort waren mit HIV offenbar auch total überfordert und haben die Gefühlslage nicht verbessert. Aber wenigstens hatten sie uns einen Termin in einer HIV-Schwerpunktpraxis für den nächsten Tag organisiert.
    Ich saß dort heulend in der Praxis. Und auch jetzt gerade lässt die Erinnerung Tränen kullern.
    Der Arzt war toll. Nicht nur die Infos über HIV und die guten Behandlungsmöglichkeiten, sondern seine tolle menschliche Art haben mir viel gebracht. Die Angst in Bezug auf eine mögliche Infektion von mir konnte er mir nehmen. Aber die Sorgen in Bezug auf unseren Zwerg konnte er mir nicht nehmen. Mein Mamaherz hat schrecklich gelitten. Auch wenn es gut behandelbar ist, macht es das Leben nicht leichter.
    Ich musste zum Glück nicht lange auf mein Ergebnis warten. Und mit meinem negativen Ergebnis ist mir ein riesen Stein vom Herzen gefallen. Unvorstellbar wie Dein Mamaherz sich fühlen musst. Ich kann es nur erahnen.

    Ich wünsch Dir/Euch von Herzen, dass Ihr bald das endgültige negative Ergebnis für Euren Zwerg bekommt und Dein Mamaherz/ Euer Elternherz dann wieder etwas aufatmen kann. Und natürlich wünsche ich Euch als Paar und als Familie viel Kraft für diese schwere Zeit.
     
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  10. Lokilein

    Lokilein Neues Mitglied

    Das stelle ich mir auch sehr schwierig vor, quasi " unterwegs" davon zu erfahren. Ich war Zuhause als mein Mann angerufen hat, aber mein erster Gedanke war auch, ob ich die Kleine angesteckt habe.
    Dadurch, dass ich aber bereits das positive Ergebnis des Selbsttestes hatte, war auch der Kinderarzt bereit Blut abzunehmen.

    Jetzt hoffe ich einfach, dass auch die nächsten Tests bei meiner Kleinen negativ ausfallen.
    Ich danke dir für die lieben und Kraft spendenden Worte.
    Ebenso wünsche ich dir und deiner Familie ganz viel Kraft und zwischendurch viele schöne, lichtspendende Momente. Hoffentlich geht es deinem Mann bald schon besser, sodass auch du und eure Kinder wieder ein wenig zur Ruhe kommen können.
     
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  11. nunu

    nunu Neues Mitglied

    Ich drück Euch die Daumen.
    Danke Lokilein.

    Hier gibt es so viele Erfahrungsberichte die echt Mut machen. Ich wünschte ich hätte das Forum früher entdeckt.
    Auf jeden Fall hab ich mir vorgenommen positiv zu denken
     
  12. Lokilein

    Lokilein Neues Mitglied

    Guten Abend :),

    ich hoffe ihr seid alle gut,im kleinen Kreis feiernd oder auch nicht feiernd durch die letzten Tage gekommen.
    Die ersten zwei Wochen der medikamentösen Therapie sind um.
    Mein Mann hat die letzten Tage nach Einnahme vermehrt mit Sodbrennen zu kämpfen - sonst im Tagesverlauf aber keine Schwierigkeiten.
    Mir ging es insgesamt ( durch das abruptes Abstillen mit Milchstau etc.) eher schlecht aber ich habe trotz wenig Schlaf, gerade in den letzten Tagen das Gefühl, dass sich mein Allgemeinzustand verbessert und ich mich nicht mehr ganz so erschöpft fühle.
    Die Medikation vertrage ich bisher sehr gut, trotz zugegenermaßen großer Sorge vor der ersten Tablette bzw. eher vor, den vom Arzt erwähnten, möglichen Erstnebenwirkungen.

    Ich wünsche euch allen schon mal vorab einen guten Rutsch und danke euch für eure Arbeit hier.
    Es macht es mir deutlich leichter, zu wissen, dass es hier einen Ort für Fragen, Gedanken und Austausch gibt.
    Dankeschön :)
     
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