angst vor nebenwirkungen bei therapie

Dieses Thema im Forum "Leben mit HIV" wurde erstellt von senior, 28. Januar 2009.

  1. senior

    senior Neues Mitglied

    hallo leute.ich bin seit 7 jahren positiv und müsste jetzt mit der therapie (tabletten)beginnen,habe aber große angst vor den nebenwirkungen und das ich nicht mehr arbeiten kann.kann mir jemand diese angst nehmen?wäre sehr dankbar,denn das quält mich sehr.lg senior
     
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  3. JsabelleM

    JsabelleM Neues Mitglied

    Hallo Senior,
    da brauchst Du keine Angst haben.
    Ich habe vielleicht ein Mittel das Dir helfen könnte die nebenwirkungen zu verringern oder das Du gar keine hast.
    Hast Du interesse dann melde Dich bitte bei mir.
    P.S.: das ist kein Witz, ich will Dir nur helfen.
    Liebe grüsse jsabelleM :roll:
     
  4. Paulchen

    Paulchen Neues Mitglied

    Diese Angst hatte ich viele Jahre auch, und deshalb erst recht spät mit der Medikation begonnen. Im Hinterkopf hatte ich wohl dabei noch die Todesfälle
    aus den Anfangstagen der Medikamententherapie, es wurde hochdosiert AZT
    als Einzelwirkstoff gegeben (USA).

    Es war ein verzweifelter Versuch, zumindest irgendetwas gegen die Virusvermehrung zu tun, alles war Neuland, aber die einzige Alternative wäre gewesen, hilflos dem Sterben zuzuschauen.

    Das ist mittlerweile verdammt lang her, täglich forscht ein Heer von Spezialisten mit grossem Aufwand an einer verbesserten Wirkung und Verträglichkeit, das mit Erfolg!

    Heutzutage wird in der Regel eine 3er Kombi verschrieben, das Virus wird damit einerseits direkt angegriffen, andererseits an seiner Vermehrung gehindert.

    Anfangs nahm ich Sustiva und Kombivir, jeweils morgens um 9, und abends um 9. Leider war ich ja da schon arbeitslos, ansonsten hätte es
    aber auch mit Job keine Probleme gemacht.

    Unwissenden habe ich immer erzählt: "Ich muss jetzt meine Vitamine nehmen", der grosse Teil meines Umfelds weiss aber um die Infektion.

    Auch die Frage "Wann mit der Therapie anfangen" konnte zunächst niemand schlüssig beantworten. es gab aber die Meinung "Hit Hard and early", also ein schneller, konzentrieter Gegenangriff, andere Meinungen befürworteten eher ein Abwarten.

    Es gab ja bis dahin keine Erfahrungswerte!

    Die gibts mittlerweile. Die Viruslast und die T4/T8 Helferzellenzahl
    geben praktisch das Startsignal.

    Das ist ein Einschnitt ins Leben, tägliche Medieinnahme.
    Lass es mich salopp formulieren: Das ist ein bisserl wie heiraten :) .

    Es braucht ein wenig Zeit, oft auch Unterstützung durch Freunde oder Arzt, aber dann ist es akzeptiert, und halt ein Teil des Lebens.

    Zu Deiner persönlichen Angst vor Nebenwirkungen. Das kriegst Du nur über das Probieren raus. Schlimme Nebenwirkungen sind viel seltener
    als man allgemein denkt. Vielleicht braucht der Körper auch eine Weile,
    um sich an die "neuen Stoffe" zu gewöhnen. Gegen evtl. anfangs auftretende Durchfälle oder Übelkeit gibts auch Mittel.

    Also ich bin froh, meine Angst vor Nebenwirkungen überwunden zu haben. Zum Glück hatte ich wenn überhaupt eher leichte, aber die sind mir allemal lieber, als Gefahr zu laufen von einem Schnupfen gemeuchelt zu werden!


    LG!
     
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