Angst essen Seele auf...

Dieses Thema im Forum "Infektion" wurde erstellt von Schackeline, 28. April 2012.

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  1. Schackeline

    Schackeline Neues Mitglied

    Liebes Forum,

    Ich schreibe hier, weil ich allein bin, weil ich angst habe und weil ich mich so schrecklich schäme.

    Ich hatte ein paar Monate lang eine Affäre.
    Der Herr hatte, vorsichtig ausgedrückt, einen ziemlich schlechten Ruf.
    Ich aber habe nicht auf die Warnungen meiner Freunde und Bekannten gehört.
    Anfangs haben wir immer ein Kondom benutzt, da habe ich drauf bestanden.
    Irgendwann dann nichtmehr.
    Ich war so verzweifelt auf der Suche nach Liebe, dass ich komplett alle meine eigenen Grenzen übertreten habe.
    Ich habe gedacht, mit mir stimmt was nicht weil ich so vorsichtig war und ich hatte Angst, dass er mich alleine lässt wenn ich nicht mache, was er will.

    Also haben wir es dann ohne gemacht, oft, sehr oft, ein paar Monate ging das so.

    Jetzt habe ich es geschafft, mich von ohm zu lösen, endlich und jetzt sehe ich ihn mit ganz anderen Augen.
    Er versucht es bei jeder Frau in reichweite.
    Seine abneigung gegen Kondome habe ich selbst erlebt.
    Und ich habe am eigenen Laib erfahren, dass es ihm manchmal schwerfällt, ein "Nein" zu akzeptieren wenn man mit ihm alleine ist.

    Ich schäme mich so schrecklich weil ich das alles mitgemacht habe, weil ich mich so habe behandeln lassen, weil ich buchstäblich vor ihm im Dreck gekrochen bin und alles getan hätte für ein bischen Liebe.
    Oder wenigstens die Illusion davon.

    Und jetzt habe ich Angst, Angst, dass er mich mit etwas angesteckt haben könnte.

    Symptome hatte ich keine.
    Trotzdem, hier im Forum habe ich gelesen, dass die Symptome nichts besagen.
    Und man hört ja immerwieder, dass Leute schon jahrelang infiziert waren ohne es zu bemerken.

    Übernächste Woche Dienastag habe ich einene Termin für einenHIV Test.
    Die Zeitpanne seit dem letzten Sex müsste passen, sie ist auf jeden Fall länger als acht Wochen.

    Ich habe Angst.
    Und ich weiß, dass ich selbst Schuld habe, dass ich das ganze hätte verhindern können.
    Ich weiß (oder ahne) dass ihr mir auch nichts beruhigendes sagen könnt.
    Alles, was ich mir Wünsche ist das Gefühl, nicht ganz so alleine zu sein mit meiner Angst.
    Das schreiben hier hat schon ein kleines bischen geholfen weil ich ehrlich sein konnte, weil ich hier annonym bin.

    ...danke fürs Lesen!
    Schackeline
     
  2. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Hallo Schackeline,

    ich kann mir vorstellen, wie Du Dich fühlst ... aber ich lese auch aus Deinen Zeilen heraus, dass eigentlich die Scham der Auslöser für die Ängste ist. Denn auch ein ausuferndes Sexualleben ist nicht zwingend mit einer Infektion verbunden.

    Mach den Test, dann bist Du auf der sicheren Seite. Aber fang jetzt nicht an, im Internet rumzusuchen und Dir selbst die Zeit bis zum Test schwer zu machen. Nach 8 Wochen ist ein Testergebnis aussagekräftig; einem »negativ« darfst Du dann vertrauen ... und das wünsche ich Dir!
     
  3. Schackeline

    Schackeline Neues Mitglied

    Lieber Matthias,

    vielen, vielen Dank für deine Antwort.
    Es tut gut, verstanden zu werden.

    Ja, ich habe rieseige schuldgefühle und ich schäme mich ohne Ende.
    Und mir ist sehr wohl klar, dass das die ganze Sache noch viel schlimmer macht.
    Ich fürchte glaube, ich fürchte mich weniger vor der Krankheit an sich als davor, selbst schuld zu sein und jeden Tag an meine Dummheit erinnert zu werden.

    Ich denke, wenn ich das Testergebnis habe und es negativ ist kann ich die ganze Sache vergessen.
    Es fällt mir nur gerade so schwer, die Zeit bis dahin auszuhalten.
    Und es fällt mir ehrlich gesagt auch sehr schwer, mich nicht mit dem Thema zu beschäftigen.
    Andauernd suche ich im Intenet nach irgendwelchen Statistiken und versuche auszurechnen, wie hoch die Warscheinlichkeit einer Ansteckung ist.
    Obwohl ich merke, dass mir das absolut nicht gut tut.
    Und obwohl mir klar ist, dass ich jetzt sowieso nichts mehr ändern kann.
    Wenn ich infiziert bin, dann bin ich infiziert, Statistik hin oder her.

    Zum Glück habe ich den größten Teil, die acht Wochen schon hinter mir.
    Aber je näher der Termin, die Gewissheit rückt, desto verrückter mache ich mich.

    Danke, dass ich hier schreiben darf, es ist schön, wenigstens nicht mehr so ganz allein damit zu sein.

    Schackeline
     
  4. Mircstar

    Mircstar Bewährtes Mitglied

    hey du

    das verrückt machen und ständige googlen kenn ich nur zu gut.
    ich geben dir den tip die Finger von google zulassen . Das was passiert ist ,ist passiert.

    Geh raus ,hab Spaß im leben. Es gibt viele schlimmere Sachen alsHiv , das merk ich gerade am eigenen leib.

    ich wünsche dir alles gute
     
  5. Schackeline

    Schackeline Neues Mitglied

    Lieber Mircstar,

    vielen lieben Dank auch für deine Antwort!

    Es ist gut zu wissen, dass das Leben auch mitHIV weiter geht.
    Das nimmt mir ein ganz kleines bischen die Angst.

    Wenn ich wieder mal kurz vor dem durchdrehen bin, dann denke ich immer an dieses Forum und an euch.
    Und dann schaffe ich es auch, die Finger von google zu lassen.
    Diese ganzen wissenschaftlichen Berrichte sind so deprimierend, als wäre das Leben mit einer positiven Diagnose sofort beendet.
    Hier habe ich ja den Beweis, dass es nicht so ist.

    Und manchmal, so wie jetzt gerade, da fühlt es sich sowieso so an, als hätte das alles garnichts mit mir zu tun.
    Als hätte eine Fremde meine Texte geschrieben, als wäre es eine Fremde, die sich möglicherweise infiziert haben könnte aber ganz bestimmt nicht ich.

    Schackeline
     
  6. roadrunner

    roadrunner Neues Mitglied

    Ein wahres Wort!

    @schackeline

    wenn du die Gewissheit hast, dann ists viiiiel besser! Denn es gibt nichts was einen mehr aufreibt, als diese grauenhafte Ungewissheit!


    Jetzt, da ich weis, dass meine Frau HIV+ ist, können wir erstens richtig auf gewisse Situationen reagieren, aber vor allem, es gibt die richtige Behandlung dafür!
     
  7. lost

    lost Bewährtes Mitglied

    Hallo,

    HIV ist keine Strafe für ein ausuferndes Sexleben oder sonstiges "unmoralisches" Verhalten.

    Es gibt übrigens auch viele Beziehungen, in denen erst Jahre später herauskommt, dass ein Partner positiv ist - und sich der andere trotzdem nicht infiziert hat.

    Mach Dich nicht so fertig, auch wenn die Ungewissheit arg an den Nerven frisst. Vielleicht hilft es Dir zu wissen, dass HIV nicht das Ende des Lebens ist. Dank der Fortschritte in der Forschung ist es heutzutage viel mehr eine chronische Erkrankung, die zwar nicht heilbar - aber sehr wohl behandelbar ist.

    Ich wünsche Dir alles Gute und ein negatives Testergebnis. :wink:
     
  8. Schackeline

    Schackeline Neues Mitglied

    Vielen Dank euch beiden!

    Die meiste Zeit des Tages komme ich jetzt ganz "gut" klar.
    Ich meine, da ist zwar so eine Grundanspannung aber ich muss nicht mehr ständig an das Thema denken.

    Leider ruft der gute Mann gerne nochmal bei mir an und das reißt mir dann jedes mal wieder den Boden unter den Füßen weg.
    Besonder wenn ich ran gehe und mir anhöre, was für einen Blödsinn er erzählt.
    Ich habe vorsichtig angefragt, ob er sich eventuell mal testen lassen würde.
    Aber das will er natürlich nicht.

    Gestern Abend habe ich mich tatsächlich bei dem Gedanken ertappt, Gott einen Deal anzubieten...
    Ich glaueb wirklich, dass es eine Strafe ist...
    Irgendwie...
    Auch wenn mein Verstand etwas anderes sagt.
    So viel Angst.
    Ich komme aus einer streng gläubigen Familie und ich weiß nicht, was passiert wenn ich mich tatsächlich angesteckt haben sollte.

    Wenn ich so darüber schreibe, dann merke ich, dass die Angst vor dem körperliche Teil dieser Krankheit nur die Spitze des Eisberges ist.

    Schackeline
     
  9. lost

    lost Bewährtes Mitglied

    Hallo Schackeline.

    Wie meinst Du das? Hast Du Angst vor Diskriminierung oder geht es Dir schlecht, weil Du Dich schuldig fühlst?

    Also wenn Du Angst vor Diskriminierung haben solltest, kannst Du das umgehen, indem Du - im Falle einer Infektion, die ich für sehr unwahrscheinlich halte - sehr genau überlegst, wem Du Dich anvertraust.

    Wenn Du Dich generell schuldig fühlst (wofür es keinen rationalen Grund gibt, denn so wie ich es verstanden habe, bist Du ja in keiner festen Beziehung), musst Du diese Affäre psychisch verarbeiten, wobei es auch keine Schande wäre, einen Psychotherapeuten zu Rate zu ziehen.

    HIV ist wirklich keine Strafe Gottes. Wenn dem so wäre, warum kommen dann in Entwicklungsländern, wo es an Medikamenten und ärztlicher Behandlung fehlt, so viele Kinder schon mit dem Virus infiziert zur Welt?
    Warum infizieren sich manchmal Frauen, deren Partner hinter ihrem Rücken Affären haben, ins Bordell oder sogar auf den Straßenstrich gehen?
    Warum haben sich so viele Bluter durch verseuchtes Plasma infiziert, als das Virus noch nicht bekannt war?

    Lass Dir diese Fragen mal durch den Kopf gehen. Vielleicht siegt Dein Verstand dann über Dein aufgewühltes Gefühlsleben. :wink:

    Ich wünsch Dir viel Kraft und natürlich ein negatives Testergebnis.
     
  10. Schackeline

    Schackeline Neues Mitglied

    Hallo Lost!

    Vielen leiebn Dank für deine Antwort.
    Und natürlich hats du Recht.
    Mit meinem Verstand ist es zur Zeit glaube ich wirklich nicht besonders weit her...

    Nein, ich lebe in keiner fetsen Beziehung, zumindest in diesem Beziehung brauche ich mir keine Gedanken zu machen.

    Hmm, an Diskriminierung habe ich bisher ehrlich gesagt nur am Rande gedacht.
    Ich habe mir eher Gedanken um mein Umfeld gemacht, meine Familie, meine Freunde, wem ich mich anvetrauen könnte und wem eher nicht.
    Natürlich braucht man mit so einer Sache nicht hausieren zu gehen.
    Aber es ganz alleine durchzustehen, das würde ich mir nicht zutrauen.
    Und wenn ich mal ehrlich zu mir selbst bin, dann bleibt da fast niemand.

    Im Klartext: Ich habe Angst, meine Illusionen zu verlieren.
    Ich habe Angst davor, in Wahrheit ganz allein zu sein, Grundsätzlich und mehr noch in einer schwierigen Situation.
    Das ist ein Thema, über das ich mir bisher noch nie wirklich Gedanken gemacht habe.

    Dann habe ich auch Angst vor der Zukunft.
    Ich bin noch jung, ich möchte irgendwann mal eine eigene Familie haben.
    Ich weiß, dass auch positive Frauen Kinder bekommen können.
    Aber ich frage mich ernsthaft, wie es mit dem dazu passenden Mann aussieht.
    ja, es gibt diese Goldstücke...
    Aber sicher nicht wie Sand am Meer.
    Und ich habe Angst, keinen abzukriegen.

    Und dann frage ich mich, wie das beruflich sein wird.
    Zur Zeit bin ich noch am lernen aber ich muss körperlich fit sein.
    Die Frage ist, ob ich das mit einerHIV Infektion bzw. mit den Nebenwirkungen der Tabletten auch wäre.
    Oder ob ich meine Lebensplanung in dieser Hinsicht nocheinmal umkrempeln müsste.
    Ja, ich habe gelesen, dass es sogar positive Leistungssportler gibt.
    Aber Angst davor, es am eigenen Laib zu erfahren habe ih trotzdem.

    Und last but not least, JA, ICH FÜHLE MICH SCHULDIG!
    Nicht wegen der Affäre.
    Sondern weil ich unvorsichtig war.
    Ich habe das Schicksal herausgefordert und wenn ich Pech habe, dann bekomme ich die Quittung dafür.
    Der Gedanke, dass ich mein Leben lang die Konsequenzen meiner eigenen Dummheit tragen muss...
    Der ist nicht schön!
    Und diesen Mann, den möchte ich auch vergessen.
    Ich glaube, ich würde mich jeden einzelnen Tag im Leben selbst Verurteilen und davor habe ich Angst.

    Ich weiß ja, dass die Geschichten hier ganz unteschiedlich sind und dass auch viele Abgehörige und Negative unter euch sind.
    Aber die Positiven...
    Darf ich fragen, wie ihr damit umgeht?

    Viele Grüße
    Schackeline
     
  11. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Das macht jeder anders, daher kann ich nur von mir sprechen. Ich bin von Anfang an offen mit dem Thema umgegangen (dass ich schwul bin - also mein »erstes« Coming-Out – war für einge Leute schwieriger zu akzeptieren, als dieHIV-Infektion) und habe Ende 2009 ein Buch darüber geschrieben, mit dem ich mittlerweile auf über 50 Lesungen und/oder Schulvorträgen war und nutze meinen Umgang mit der Krankheit zu Aufklärung und Prävention.

    Jeder muss entscheiden, wie bzw. wie offen er/sie damit ungeht. Aber: Solange sich nur wenig Infizierte rückhaltlos offen zu ihrer Infektion bekennen, wird sie nie als »normal« im Sinne von »müssen wir nicht mehr diskriminieren« angesehen ...

    Ich verstehe jeden, der diese Angst hat und betrachte mich so lange eben als eine Art »Stellvertreter«.

    Und: Schuldgefühle - dort wo sie nicht hingehören - sind ein schlechter Berater und spielen dem Unverständnis und der Diskriminierung durch die Umwelt nur in die Hände. Ich habe den Eindruck, dass Du einem sehr katholischen Umfeld entstammst ... aber auch dort sollte man langsam wissen, dass die Inquisition vorbei ist ...
     
  12. lost

    lost Bewährtes Mitglied

    Hallo Schackeline.

    Damit es Dir besser gehen kann, musst Du Dir erstmal selbst verzeihen. Die Angst vor einer möglichen (aber doch unwahrscheinlichen) Infektion scheint in Deinem Fall eher eine untergeordnete Rolle zu spielen.
    Davon abgesehen, würdest Du Dich sicher nicht jeden einzelnen Tag selbst verurteilen, weil es auch für HIV-positive Menschen Tage, sogar Wochen gibt, in den man keinen einzigen Gedanken an das Virus verschwendet.
    Man darf nur nicht zulassen, dass die Infektion das ganze Leben bestimmt.
    Wie Du selber schon geschrieben hast, gibt es positive Leistungssportler, Mütter, Prominente... die alle ihr Leben leben.

    Wie Matthias schon geschrieben hat, geht jeder auf seine Weise mit seiner Infektion um.
    Fünfzehn Jahre lang habe ich mit dem Virus völlig "normal" gelebt, ohne auch nur einen Gedanken an HIV zu verschwenden, wurde nur an meine Infektion erinnert, wenn ich jemanden kennengelernt oder wenn ich mich verletzt hatte. Natürlich war ich dann extrem vorsichtig, damit niemand mit meinem Blut in Berührung kommt.

    Ich habe mich kurz vor meinem zwanzigsten Geburtstag infiziert und bin damit sehr offen umgegangen.
    Fünf Jahre später bin ich Mutter geworden und gehe seither nicht mehr ganz so offen mit dem Thema um - aus Angst, dass meine (beiden) Kinder diskriminiert werden. (Über die Geburten meiner Kinder habe ich hier im Forum schon ausführlich berichtet. Falls es Dich interessiert: https://www.hiv-symptome.de/forum/fach ... t4772.html)
    Nichtsdestotrotz verheimliche ich meine Krankheit nicht, ich binde es nur eben nicht gerade Lehrern, Mitschüler oder sonstigen Freunden (und deren Eltern) meiner Kids auf die Nase.
    Klar gibt es immer wieder Leute, die glauben, sie würden auf der Stelle an AIDS sterben, wenn sie mir die Hand geben, aber es gibt auch genug aufgeklärte Menschen.

    Von diesen "Goldstücken" gibt es mehr als Du glaubst...
    Ich war überrascht, wie viele Männer sich nicht von meiner Infektion abschrecken lassen haben... und das obwohl ich mein Gegenüber immer schon aufgeklärt habe, lange bevor es auch nur im Ansatz zum Austausch von Zärtlichkeiten kam.
    Wenn ich jemanden attraktiv finde, sage ich beizeiten was los ist, damit derjenige sich mit klarem Kopf Gedanken darüber machen kann, ob er mit meiner Infektion klar kommt oder nicht. Ich will nicht, dass jemand einfach aus dem Moment heraus "im Eifer des Gefechts" unüberlegt mit mir was anfängt, es dann anschließend bereut und womöglich zum Hypochonder mutiert, bei dem dann alle bei Google zu findenden Symptome auftreten.

    Das Leben ist nicht zu Ende, wenn man sich infiziert hat. Genauso wenig ist HIV die Strafe für Dummheit oder irgendwelche Fehltritte. Davon abgesehen glaube ich nicht, dass Du Dich infiziert hast. Verzeih Dir selbst, arbeite diese Affäre auf – und verbanne diesen Kerl aus Deinem Leben.
    Gedanken ob Du Dein Leben umkrempeln musst, brauchst Du Dir nicht machen, denn selbst wenn Du wirklich infiziert sein solltest, kannst Du dein Leben noch etliche Jahre ganz normal weiterleben.

    Ich wünsch Dir alles Gute und ganz viel Kraft
     
  13. Schackeline

    Schackeline Neues Mitglied

    Hallo ihr Lieben!

    Bitte entschuldigt, dass ich so einfach verschwunden bin.
    Ich war so durch, dass ich jedeamal, wenn ich ins internet gegangen bin auf irgendwelchen schrecklichen Seiten (wie zum Beispiel Wikipedia... :roll: ) gelandet bin und so ganz nebenbei auch kein einziges vernünftiges Wort mehr getippt bekommen habe.

    Ich habe das Ergebnis...

    Ich bin negativ!!!!

    Ich kann euch garnicht sagen, wie froh ich bin!
    Das war eine der schlimmsten Zeiten meines Lebens und ich kann euch versichern, dass ich daraus gelernt habe!

    Vielen Tausend Dank für eure Unterstützung, ihr ahnt garnicht, wie sehr ihr mir geholfen habt.
    Und ich denke auch dass mich diese Zeit verändert hat.
    Mir war nicht bewusst, wie viele Baustellen es in meinem Leben eigentlich gibt.

    @Matthias: Nein, mein Umfeld ist nicht katholisch... Es ist millitant protestantisch...
    Was selten vorkommt aber gefühlt ziemlich schlimm ist.

    Du hast bestimmt schon sehr oft gehört, dass du mutig bist.
    Ich finde es auch!
    Und ich finde es gut, dass du direkt in die Schulen gehst.
    Ich erinnere mich noch an jeden einzelnen Vortrag dieser Art der jemals in unserer Schule gehalten wurde und bestimmt geht es vielen Leuten so.
    Ich glaube, das ist einer der besten und einprägsamsten Wege um die Leute zu erreichen und zum Nachdenken zu bringen.
    Zumindest ist das bei mir so.
    Also, mach weiter damit!

    @Lost: Ich weiß garnicht, was ich dir schreiben soll...
    Ja, ich habe den Thread über die Geburt deiner Kinder gelesen.
    Und irgendwie hat mich deine Geschichte besonders berührt.
    Ich musste immer daran denke, dass du geschrieben hast, die Anorexie wäre schlimmer zu bekämpfen als dieHIV-Infektion.
    Ich habe selbst lange, lange unter Essstörungen gelitten, fast mein halbes Leben lang.
    Ich bin nicht gesund, vielleicht werde ich es nie sein...
    Aber ich bin "clean" und ich lerne immer besser damit zu leben.
    Ich wünsche dir auch ganz viel Kraft, für dich und für deine Kinder!
    Ich denke an dich!

    Also, nochmal Danke euch allen
    und ganz viele Liebe Grüße
    Schackeline
     
  14. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Militant protestantisch ist schon sehr katholisch :)

    Nein - ich bin nicht »mutig« - ich bin nur ehrlich.
    Ja - ich mach weiter so :)

    Aber Dir erst einmal: Deine Steine, die Dir vom Herzen gerumpelt sind, haben bis hierhin geklungen :) Und das Geräusch höre ich gerne :)
     
  15. lost

    lost Bewährtes Mitglied

    Hallo Schackeline,

    Zuerst mal: Herzlichen Glückwunsch zu Deinem negativen Testergebnis!

    Und vielen, vielen Dank für Deine lieben Worte. Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und Mut, um Deine "Baustellen" anzugehen. Hol Dir dabei Hilfe und lerne, auf Dich zu achten - anstatt Dich selbst zu bestrafen.
    Sicher wird es nicht immer einfach sein, aber langfristig wird es aber sehr viel Last von Deinen Schultern nehmen. Manchmal merkt man erst, wenn es einem sehr schlecht geht, dass es im Umfeld durchaus Menschen gibt, die für einen da sind. Ich wünsche Dir, dass Du auf liebe Menschen triffst, die Dich auf Deinem Weg begleiten und unterstützen.

    Ich wünsche Dir von Herzen alles Gute.
     
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