Ängste und andere Gefühle

Dieses Thema im Forum "Infektion" wurde erstellt von Anonymus, 15. Februar 2013.

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  1. Anonymus

    Anonymus Neues Mitglied

    Liebe Foris,

    als erstes mal vorweg möchte ich euch sagen; dass ich hier eure Arbeit sehr schätze und auch die Menschen hier! Ich möchte hier auch verdeutlichen, dass vielleicht blöd wirkendende Sätze auf keinen Fall böse oder nicht wertschätzend gemeint sind.

    2010 habt ihr mir damals hier sehr geholfen. Damals konnte man noch anonym schreiben. Bis zu viele Spamer kamen. Meine Anmeldung hat daher jetzt was länger gedauert.
    Ich leide unter einigen Psychischen Erkrankungen und auch einerHIV-Phobie. Wenn ich das hier schreibe, schäme ich mich sehr dafür. :oops: Nach einem Jahr extremen Ängste, mehreren Tests und ein Klinikaufenthalt habe ich damals meine Ängste gut in den Griff bekommen und auch ihr habt mich sehr unterstützt.

    Dennoch spielten meine Ängste im Hintergrund immer noch eine Rolle, ich ging 2,5 Jahre keine Beziehungen und Co ein. Bin ja so gestört :?

    Dann kam Dezember 2012 wo ich einen Mann kennen lernte.
    Das Thema HIV sprach ich schnell an. Zu Geschlechtsverkehr kam es die Wochen über nie. Zu viele Ängste und ich wollte erst -um mit Condom mit ihm zu schlafen von ihm einen Test haben. Denn auch so hatte ich null vertrauen zu dem Herrn. Er trinkt sehr viel und nimmt Drogen (Speed) und war auch schon bei Prostituierten. Er meinte, er hätte natürlich immer verhütet, was ich ihm gewiss aber nicht abkaufe, denn schon bei Kleinigkeiten in Alltag schwindelt er gut. Sein letzter Test war 5 Jahre her. Also beharrte ich weiterhin auf "bitte lass dich testen". Angeblich war er dann bei der Blutspende (er sah nicht ein, Geld auszugeben. Ich dachte nicht ans Gesundheitsamt). Eine Einstichsstelle hatte er wirklich. Ich meinte darauf hin zu ihm, das die von der Blutspende aber nur Post schicken, wenn du irgendwas hast. Wenn du gesund bist, kommt keine Post. Er meinte dann zu mir, er bekäme aber einen neuen Blutspendeausweis zugeschickt. Das war vor 3 Wochen. Post kam keine. Seit einer Woche bin ich allerdings getrennt von ihm. Er tat mir nicht gut.

    Jetzt mein Problem, weswegen ich mich so hasse und wieder erneut in der Angstspirale gefangen bin, täglich wieder weine, mich alleine fühle, Panikattacken habe und ich kaum mehr in der Lage bin, meinen Alltag zu meistern. Ich bin/war trotzdem wohl so unwissend. Denn es gab paar Situationen, wo wir intensiven Petting hatten :cry: Dabei kam also ein paar mal seiner Finger in mich....
    einmal war es so, dass wir uns aneinander rieben (angezogen) bis er kam. Meine Leggins/Slip waren beide nass. Ich bin sofort ins Bad gerannt, um mich zu waschen. Ich habe nun mal diese Ängste :cry: Auch kann es sein, dass vielleicht diese Lusttropfen an den Fingern noch waren. Ich weiß es nicht. Kleine Risse in den Fingern bestanden wohl auch. Er hatte sehr trockene, rissige, spröde Haut.

    Letzte Woche, bevor es zum aus dieses Kontaktes kam, war ich noch bei ihm. Mir ging es schlecht, hatte viel getrunken und auch da kam es zu, dass kurz seine Finger.....ich schreib mal nicht weiter, könnt es euch denken, wo sie waren. Das war nur sehr kurz. Mir gings ja nicht gut.
    Nun weiß ich nicht, ob ich wirklich erst am Abend meine Tage bekommen habe oder schon früh morgens hatte.

    Ich bin so dumm, dass ich mich darauf und auf ihn eingelassen habe. :cry: Ich bin einfach von aus, nur bei Geschlechtsverkehr bzw. mit sehr viel Blut wäre eine Übertragung möglich.

    Zu den Ängsten. Jetzt muss ich wieder diese langen Wochen warten und ich weiß nicht, was ich tun soll. Bin schon drauf und dran diesen Typen wieder zu kontaktieren und Geld zu bieten, dass er sich testen lässt, damit das bei mir aufhör (um mir einfach so einen gefallen zu tun, würde er das nicht machen. Für ihn bin ich total krank in der Birne)

    Ich kann das so nicht mehr. Mein behandelnder Arzt geht noch nicht so auf meine Ängste ein, weil er alle Probleme woanders sieht und eben meine Ängste vor Krankheiten. Aber jetzt besteht eben wieder nen Risiko. Ich fühle mich gerade so hilflos und alleine. Ich hatte einfach den Wunsch, dass es bei mir irgendwann wieder gut wird, es mir gut. Ich irgendwann einen lieben Partner und Kinder haben werde. Ich hab Angst, mich nimmt dann noch weniger wer in den Arm, noch mehr Leute werden mich meiden.
    Ich hab Angst den Boden unter den Füßen zu verlieren.

    Wäre es vielleicht hilfreich, mich an eine Aidsberatung zu wenden? Wo ich drüber sprechen könnte? Oder betroffene Menschen? Gibt es da wen, der mit mir darüber sprechen würde? Oh ich bin übrigens weiblich. Einmal hatte ich bei einer Beratungsstelle damals angerufen und die meinten, sie wären für sowas gar nicht zuständig. Aber wohin damit?

    Tut mir leid für den langen Text.
     
  2. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Zunächst einmal musst Du Dich nicht für den langen Text entschuldigen. Ich entschuldige mich ja auch nicht für die vergleichsweise kurze Antwort.

    Eine Aidsberatung ist zuständig, wenn es um das ThemaHIV/Aids geht. Du hast aber weder das eine noch das andere, sondern eine mehr oder weniger ausgeformte Phobie (für die man sich übrigens nicht schämen muss, wenn man sie denn entdeckt und akzeptiert hat):

    Der Grund für die Phobie ist austauschbar - deshalb muss die Ursache bekämpft werden. Du solltest noch einmal mit Deinem Arzt sprechen - nicht, damit er Dir irgendetwas verschreibt, sondern damit er - falls möglich - Dir Hinweise und Kontaktmöglichkeiten zu einer psychologischen Beratungsstelle bzw. zu einer Psychologin gibt. Du solltest Dir definitiv eine weibliche Hilfestellung suchen, weil Dein »männliches Weltbild« Teil der Phobie ist.

    Nur: Du MUSST dringend etwas unternehmen. Das sind keine körperlichen Beschwerden, dass ist seelisch/psychisch/mental. Es ist gut, dass Du zumindest weißt, dass da eine Phobie ist. Nun muss sie bzw. ihre Ursache »nur noch« herausgekitzelt und verarbeitet werden.

    Alles Gute für Dich!
     
  3. Anonymus

    Anonymus Neues Mitglied

    danke dir Matthias, für deine Antwort!!
    ich schäme mich in soweit gegenüber Betroffene. Das habe ich auch bezügl. meinen anderen Krankheitsängsten. Viele meiner Bekannten/Freunde wissen das auch. Aber dosiert und eben nicht als tatsächlich psychisches Problem. Eher als "Macke" und allgemein gehalten. Denn ich kenne auch betroffene Menschen und da wäre es nicht sonderlich gut, würden die wissen, wie sehr ich durch drehe, während diese wirklich was haben.

    Mein Arzt ist mein Facharzt. Psychologe. Er verschreibt mir auch keine Tabletten, die erhalte ich bei meinem Neurologen. Hab mich bisschen falsch ausgedrückt :oops:
    Ich dachte auch, dass ich alle Gründe mittlerweile kenne. Also weiß, was wirklich dahinter steht. Wohl falsch gedacht. Vorallem dein dritter Absatz (Anfangen mit "der Grund") gibt mir sehr zu denken. Werde das Thema wohl weiterhin genauer thematisieren und angehen.

    Aber laut den Risiken, die hier wo beschrieben werden, besteht doch auch nun wieder ein geringes Risiko für mich. :? Darum dachte ich, die Beratungsstellen kennen sich auch zeitgleich mit der Phobie aus.
     
  4. AlexandraT

    AlexandraT Moderator HIV-Symptome.de Team

    Hallo

    Du hast keine Risiken beschrieben d.h. Deine Kontakte waren absolut safe. Und die Regelblutung wäre nur ein Risiko für ihn bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr.
     
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