Mit der Diagnose HIV positiv liegt die durchschnittliche Lebenserwartung heutzutage fast auf gleichem Niveau wie der Durchschnitt der Gesellschaft. Gerade deshalb ist es für HIV Patienten elementar wichtig, dass sie gut versichert sind und für das Alter vorsorgen. Nichtsdestotrotz schließen viele Versicherungsgesellschaften HIV positive Menschen per se von deren Leistungen aus.
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Verfasst am: Di Nov 09, 2010 7:52 pm Titel: Wird HIV auch bei Operationen festgestellt?
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Anne17 Gast
Hallo allerseits
ich hätte da mal eine frage.
und zwar hatte ich einen risikokontakt vor 3 einhalb jahren. habe keinerlei symptome oder ähnliches danach festgestellt.
letztes jahr wurde ich operiert, wegen einer fistel am steißbein ( wahrscheinlich ein erbgeschenk von meinem vater *lach*). und da nehmen die ärzte im krankenhaus ja blut ab und machen ein blutbild. jetzt würde mich mal interessieren, ob man an hand dieses blutbilds irgendwelche anomalien feststellen kann, wenn man hiv positiv ist?
ich habe etwas angst, hiv positiv zu sein, da ich nach dem risikokontakt keinen test habe machen lassen.
Ich dachte, dass die im krankenhaus sowieso ein blutbild machen und dann ja feststellen würden, wenn ich positiv wäre, anhand dieses bildes.
ist das richtig?
Gut, dankeschön.
Das heißt wohl um einen HIV-Test komme ich nicht drumrum, was? :/
Wie hoch wäre denn das Risiko einer Infektion?
Kleine Zusatzinfo: Soweit ich mich noch erinnern kann, hatte er keinen Samenerguss in mir...
Ich mache mir wirklich Sorgen. Ich weis, dass das eine risen Dummheit war, ich weis auch nicht, was mit mir los war.
Meine Psyche treibt mich noch in den Wahnsinn...
Mein Sexualpartner, den ich danach hatte, ist im Krankenhaus tätig und musste daher einen HIV-Test machen. Dieser war negativ.
Wie hoch ist denn nun das Risiko, dass ich trotzdem positiv bin und er sich einfach nicht angesteckt hat und Glück hatte?...
Natürlich ist es sinnvoll, einen Test zu machen, wenn Du Dir nicht sicher über Deinen Status sein kannst. Andererseits gibt es auch keinen Sinn, über Infektionswahrscheinlichkeiten zu sprechen, sofern überhaupt kein Risikokontakt vorlag. Sprich: da Dein damaliger Partner nicht sicher HIV+ war, ist das Restrisiko per se gering. Wie gering, kann man für den Einzelfall kaum sagen - wir waren ja nicht dabei - und selbst dann wäre eine Aussage nur bedingt von Bedeutung. Immerhin handelt es sich bei Infektionswahrscheinlichkeiten immer nur um Statistiken, für den Einzelfall haben sie keine Aussagekraft!
Fakt ist aber, dass die Infektionswahrscheinlichkeit bei ungeschütztem GV mit einem Partner ohne bekannten Serostatus relativ gering ist. Statistisch gesehen besteht ein Infektionsrisiko von 0,05 bis 0,15 % (vgl. rki.de - Tabelle 4a) Da er ja zudem nicht in Dir ejakuliert hat, wird die Wahrscheinlichkeit nochmals gesenkt.
Von daher: mach Dich nicht verrückt, sondern lass Dich testen. Wenn Dein jetziger Partner 12 Wochen vor seinem letzten Test ebenfalls ungeschützte Kontakte hatte oder sich in diesem Zeitraum oder auch danach im Krankenhaus bei der Arbeit verletzt hat, dann sollte er sich - Eurer beider Sicherheit zuliebe - ebenfalls testen lassen. Dann habt ihr eine klare Linie (sofern keiner fremdgeht!) und könnt ungeschützt miteinander schlafen. Vor einer Schwangerschaft oder anderen sexuell übertragbaren Krankheiten schützt aber auch ein HIV Test nicht! Deshalb: lieber gleich ein Gesundheitszeugnis machen lassen - da werden die wichtigsten sexuell übertragbaren Krankheiten gleich mit gechecked! _________________ HIV-Symptome | HIV Factsheet - das kostenlose Ebook
gut :]
Naja, ich hab gerade nochmal mit meinem Partner gesprochen und er hat erst vor nicht allzulanger Zeit erneut einen Test gemacht,der ebenfalls negativ ausfiel..
Das beruhigt mich erstmal. Jetzt gehe ich morgen früh direkt mal zum gesundheitsamt und lass mal einen Test machen.
Wenigstens um meine Psyche zu beruhigen.
Und ein großes Lob an euch, ich finde es super, dass ihr Menschen, die sich infiziert haben und solchen, die Angst vor einer Infektion haben, helft! Ich finde es sehr wichtig, sich um dieses heikle Thema zu kümmern und es nicht tot zu schweigen.
Dankeschön
Hinweis: Bitte beachten Sie, dass die obigen Informationen (sofern nicht explizit gekennzeichnet) von medizinischen Laien stammen. Sie können und wollen daher den Arztbesuch nicht ersetzen. Um medizinisch valide Informationen zu erhalten, wenden Sie sich bitte an den Arzt Ihres Vertrauens.
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