Mit der Diagnose HIV positiv liegt die durchschnittliche Lebenserwartung heutzutage fast auf gleichem Niveau wie der Durchschnitt der Gesellschaft. Gerade deshalb ist es für HIV Patienten elementar wichtig, dass sie gut versichert sind und für das Alter vorsorgen. Nichtsdestotrotz schließen viele Versicherungsgesellschaften HIV positive Menschen per se von deren Leistungen aus.
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Verfasst am: Do Jan 28, 2010 1:41 am Titel: ...was soll ich noch glauben? Was passiert mit mir?
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VerwirrtEr Gast
Hallo liebe Forumsmitglieder,
ich bin 23ig Jahre alt, männlich und aus der CH.
Meine Story ist irgendwie...verwirrend. Hatte einen sympatischen Typen Ende August kennen gelernt. Am 13. September hatten wir zum erstenmal saver Sex. Allerdings hatte ich (durch das unsave blasen bei ihm) irgendwie offene Oberlippen, im Gaumenbereich. Wesswegen ich beim Küssen kurzzeitig etwas Blutgeschmack merkte. Aufjedenfall sprach ich Ihn darauf an und brachte das Thema HIV auf den Tisch, mit der Aussage von ihm "klar hätte er schon einmal einen HIV-Test gemacht." Leider vergass ich ihn nach dem Resultat zu fragen, da ich dachte wenn er positiv ist würde er es in diesem Moment erwähnen. Leider teilte er mir dies erst ende Sept. nach einem weiteren, saven Abend mit.
Mitte Oktober machte ich den ersten P24, negativ! Da der Typ sich mit der Medikamententherapie behandeln lässt, sei seine Viruslast so gering, dass sowieso keine Ansteckung mehr erfolgen könne, hiess es. Die Therapie ist für ihn zum Glück wirklich erfolgreich. Dennich fühlte ich mich nicht gut, nahm 6kg ab, fühlte mich verloren und schwach. Mitte November ein erneuter kombi P24 - negativ. Einen Tag später: Zahnfleischprobleme, Zahnärztin schaut mich an und meint: klinisch HIV Positives Bild. Ich geh zu meinem Auto, hab nen Nervenzusammenbruch. Erneut zur allgemein medizin, "standard HIV Labortest" - Negativ. Die Zahnärztin tuts mit "dann wohl Stressbedingt" ab. Zahnfleischentzündung mit Spühlung behandelt, alles wieder okay. Seit 7tagen hab ich nu eine brennende, schmerzende Zunge mit kleinen, weissen Pusteln. Was ist das nu?? Mag nicht mehr. Hab keinen Überblick mehr, kaum das Thema einigermassen verarbeitet kommt das nächste gequäle. Geh Morgen erneut einen Test machen (dann sinds definitiv 16Wo her) mir bleibt wohl nix anderes mehr übrig. Was meint ihr denn? Wäre eine Übertragung möglich gewesen? Hoffe auf viele konstruktive Antworten. Vielen lieben Dank.
ich denke mal eher, das diese "gesundheitlichen Probleme" von der Psyche herkommen, ohne Dir jetzt auf die Füße zu treten.
Der Test, den Du im November gemacht hast, ist nach meinen Rechnungen ausreichend, um eine HIV-Infektion auszuschließen. Du hast diese Probleme ja auch nur im Mund und Rachen, das alleine sind keine deutlichen Anzeichen für eine HIV-Infektion. Wenn Du ganz sicher gehen möchtest, dann machen nochmal einen Test. Denke der ist dann auch wieder negativ.
Verfasst am: Do Jan 28, 2010 8:31 am Titel: Re: ...was soll ich noch glauben? Was passiert mit mir?
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matthias Gute Seele des Forums
Anmeldungsdatum: 08.08.2009 Beiträge: 2130 Wohnort: Berlin
VerwirrtEr hat folgendes geschrieben::
Da der Typ sich mit der Medikamententherapie behandeln lässt, sei seine Viruslast so gering, dass sowieso keine Ansteckung mehr erfolgen könne, hiess es.
Das ist das, was ich gegen die Einschätzung der Eidgenössischen Kommission für Aidsfragen habe. Das Thema Infektiösität wird dadurch von Positiven runtergespielt, hat aber, wie man sieht, die psychischen Auswirkungen, die kein Mensch braucht. Das ist in meinen Augen absolut kontraproduktiv. Das hab ich in meinem Buch ja auch deutlich gemacht ...
Ich wünsche Dir viel Kraft, aber ich denke auch, dass da mehr Psyche als Körper drin steckt. Aber das mit Deiner Zahnärztin ist heftig. Da würde ich mir eine andere suchen ... _________________ LG - matthias
..hmh..danke euch allen schonmal! War heut Morgen beim Doc, einmal mehr Blut abgezapft. Morgen soll ich s wissen, dann ist dieses hin- und her hoffentlich vorbei. Ist schon so, das gestehe ich mir auch ein, das ich psychisch nicht mehr auf der Höhe war, in Kombi mit dem Berufsbegleitenden Studium wohl stressbedingt noch weniger. Aber ich hab den typen echt gemocht und bin ihm deswegen auch net böse, kann seine Situation auch nachvollziehen. Jedoch das Ganze drum herum, mit Ärzten, pos/neg und auch die tatsache, dass er kurz vor meinem ersten Test auf kokain mit einem anderen poppte schmerzt. Ich glaub irgendwie war alles zu viel...naja, hoff jetzt das Beste und werde so oder so ab und zu hier mitschreiben. Finde das ein sehr gutes Forum mit enorm geduldigen und netten Mitglieder!
Machts gut, werde mich melden...und meine Lehre bislang: bei Fragen direkt fragen und auf Antwort ,pochen'. Vielen Dank!
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