Mit der Diagnose HIV positiv liegt die durchschnittliche Lebenserwartung heutzutage fast auf gleichem Niveau wie der Durchschnitt der Gesellschaft. Gerade deshalb ist es für HIV Patienten elementar wichtig, dass sie gut versichert sind und für das Alter vorsorgen. Nichtsdestotrotz schließen viele Versicherungsgesellschaften HIV positive Menschen per se von deren Leistungen aus.
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Heute musst ich wieder mal erleben, was Krebs in 4 Wochen alles bewirken kann. Vor drei Monaten hat ein Mensch der mir nahe stand die Diagnose Brustkrebs bekommen. Es war meine oma. Gut sie war alt , aber fit. Seit vier Wochen ging es dann so rapide bergab, das könnt ihr euch nicht vorstellen. Und es gab nichts was man hätte tuhen können. Heute morgen ist sie dann eingeschlafen.
Warum kann man nicht ein neues Gesetz zur Sterbe hilfe machen? Die Frau hat nen krieg als flüchtling mitgemacht , zwei kinder plus ihren mann zu grae getragen. Warum kann man so jemanden nicht diese qual ersparen ?
Krebs ist aus meiner sicht noch ne andere Hausnummer als Hiv. Versteht mich nicht falsch , damit will ich niemanden auf den schlips treten. Aber es ist oft ein harter kampf der oft genug verloren wird. Bei allen Medizineschen fortschritten , wenn man ne Chemo macht ist man schon am ende der Kräfte. Obe es dann was bringt ist die andere Sache.
Anmeldungsdatum: 11.07.2009 Beiträge: 4719 Wohnort: Bei Basel / CH
Hallo
Ich möchte Dir mein herzliches Beileid aussprechen.
Auch wenn Deine Oma nicht mehr jung war.... es ist immer schlimm wenn ein Mensch an einer Krankheit sterben muss. Bei uns in der Schweiz ist Sterbehilfe erlaubt. _________________ Lieben Gruss
Alexandra
Anmeldungsdatum: 08.08.2009 Beiträge: 2422 Wohnort: Berlin
Du trittst niemanden auf den Schlips - und ich gebe Dir Recht: HIV ist zwar unheilbar, aber mittlerweile behandelbar. Krebs ist immer noch unerklärlich und unabsehbar. Ich habe selber in meiner Familie zwei Menschen an den Krebs verloren (mein Bruder starb nach 16 Jahren Krankheit im Alter von 30 Jahren, meine Mutter 5 Wochen nach der Diagnose mit 76 Jahren). Mein Neffe hatte mit 27 Jahren Morbus Hodgkins, scheint aber »drüber« zu sein. In bin lieber HIV-positiv als krebskrank.
Insofern kann ich Dich sehr gut verstehen. Einen geliebten Menschen - egal wie alt - zu verlieren, ist immer schmerzlich. Deshalb auch von mir herzliches Beileid. _________________ LG - matthias
Ich gebe dir vollkommen Recht, das Krebs eine andere Hausnummer ist als HIV. Dennoch - so denke ich - haben beide Krankheiten bzw. alle Krankheiten dieser Welt einen gemeinsamen Nenner. Dein eigenes Körpergefühl dazu spielt eine sehr große Rolle. Das Ankämpfen!! Ich hatte letztens eine Diskussion darüber verfolgt und siehe da, es waren von den Gästen verschiedene dabei, die vom Krebs geheilt wurden. Die einen auf herkömmlicher Weise mit Chemo und die anderen auf alternativer Weise. Jeder, für sich gesehen, hat seinen eigenen Weg gewählt und Erfolg damit gehabt. Das aber setzt natürlich voraus, dass man mit sich selber im Reinen ist und natürlich seinen Körper auch kennt. Ich kann mir vorstellen, dass für deine Großmutter dies vielleicht nicht zur Wahl stand, da ihr bestimmt auch die Kraft fehlte zu kämpfen. Vielleicht wusste sie auch instinktiv, dass ihre Zeit gekommen war - wer weiß das schon. Einzig und allein die Tatsache, wie sehr sie leiden musste ist überaus schmerzlich und da gebe ich dir ebenso Recht; in solchen Fällen sollte eine humane Sterbehilfe zur Anwendung kommen.
@ Alexandra: Bedauernswert, dass ich meinen Plan in die Schweiz auszuwandern, nicht mehr weiter verfolgt habe
Ich wünsche einen schönen Sonntag,
Hoffnung _________________ Die Welt ist mir ... es liegt bei mir etwas zu bewegen!!
Es war ja nicht das schlimme das sie gestorben ist , sonder das eine frau die alle erlebt hatte so jämmerlich dahin siechen musste. Und keiner konnte helfen. Das macht mich fast mehr wütend als traurig.
In Vier wochen so extrem abgebaut. Da kann man sich schon fast freuen das es so schnelll gegangen ist
Anmeldungsdatum: 11.07.2009 Beiträge: 4719 Wohnort: Bei Basel / CH
Ich glaube, dass ich Dir am Besten den Link von Exit gebe. http://www.exit.ch/wDeutsch/ Mein Vater war auch Mitglied bei denen und ich hätte es im Ernstfall auch akzeptieren können, dass er entscheidet wann es zu Ende ist. Meine Mutter hätte mehr Probleme gehabt. Irgendwer hat ihm aber die Entscheidung abgenommen und er ist früher als erwartet über die Regenbogenbrücke.
Dignitas gibt es auch noch.... aber die kommen regelmässig mit schlechten Schlagzeilen in die Oeffentlichkeit. _________________ Lieben Gruss
Alexandra
ja der verdammte Krebs. Ich hatte bisher in meiner Verwandtschaft ( die zum Glück meist alt wurden) auch schon 4 Fälle von Krebstoten. Davon waren 3 im Alter von Mitte bis Ende 50. Also nicht sehr alt. Allerdings pflegten die 2 Herren und 1 Frau auch ein sehr ausschweifendes Leben hinsichtlich Genussmittel. Ich weiß das muss nicht ausschlaggebend sein, aber eine relativ ungesunde Lebensweise trägt hier doch sehr zum Nachteil bei. Schlimm finde ich es, wenn es Kinder oder Jugendliche sowie junge Erwachsene erwischt. Hier hatten wir in diesem Jahr erst einen schlimmen Fall von einem Schüler in der 7 Klasse an der Schule meiner Tochter. Sowas ist echt hart. Ich denke, das schlimme an dieser Krankheit ist die Hinterhaeltigkeit und Heimtücke dieser Krankheit. Das es einige ( wenn auch wenige) Krebsarten gibt, die relativ gut behandelnde sind und auch früh entdeckt werden. Dem Gegenüber stehen immer wieder Schockmeldungen auch von Jungen Leuten, die wegen eines Knubbels zum Arzt gingen und mit der Diagnose "Krebs im Endstadium" wieder heimkamen. 8 Wochen später war dann Ende. Das sind die schlimmen Seiten dieser Krankheit. Darf ich nicht zu lange drüber nachdenken, sonst Sitz ich wieder nur beim Arzt. Sterbehilfe wäre in diesem Fall sicher hilfreich. Aber bei uns geht das ja nicht.
Gruß
beepop1
Ps: mein Beileid wegen Deiner Oma _________________ Öffne Dein Herz für die Schönheit der Natur.
Ja, das ist sehr schlimm. Aber wir müssen es uns vor Augen halten. Mich hat ein Post von Marion die letzte Woche wieder stark daran erinnert, dass ich + bin. Ich werde sterben - das steht ausser Frage ob an dem Virus oder eben an einer anderen Krankheit. Jederzeit kann ich auch die Treppe runterfallen und mir das Genick brechen.
Wenn es Kinder betrifft, so ist es doppelt so schlimm - gerade, wenn man eigene hat. Da ist das Empfinden darüber noch ein "Tuck" härter.
Niemals in meinem Leben habe ich mich mit dem Tod so auseinander gesetzt wie zur Zeit. Natürlich aber weiß ich auch, dass dieses Thema mein Leben nicht bestimmen darf und so sehe ich den nächsten Jahrzehnten "positiv" entgegen. Die Quintessenz: Es schärft meine Sinne - Freude an Sachen zu haben, die ich früher total außer 8 gelassen hatte.
Mal ein anderer Blickwinkel..in einer Zeit, die nur so von "negativen Nachrichten" beherrscht wird _________________ Die Welt ist mir ... es liegt bei mir etwas zu bewegen!!
Hinweis: Bitte beachten Sie, dass die obigen Informationen (sofern nicht explizit gekennzeichnet) von medizinischen Laien stammen. Sie können und wollen daher den Arztbesuch nicht ersetzen. Um medizinisch valide Informationen zu erhalten, wenden Sie sich bitte an den Arzt Ihres Vertrauens.
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