Mit der Diagnose HIV positiv liegt die durchschnittliche Lebenserwartung heutzutage fast auf gleichem Niveau wie der Durchschnitt der Gesellschaft. Gerade deshalb ist es für HIV Patienten elementar wichtig, dass sie gut versichert sind und für das Alter vorsorgen. Nichtsdestotrotz schließen viele Versicherungsgesellschaften HIV positive Menschen per se von deren Leistungen aus.
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Verfasst am: Di Dez 29, 2009 2:12 am Titel: ungeschützter Sex mit RK
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Senor Stupido Gast
Hallo,
verzeiht, wenn das Thema schon mehrfach angesprochen worden ist und ich trotzdem ein neues Threat aufmache.
Da ich alleine und lose bin, gehe ich ab und an, nach FFM in ein Laufhaus. Bisher habe ich immer die Regel eingehalten, das es für mich nur Sex mit Kondom gibt.
Heute war ich bei einer Dame (Thailand), bei der ich schon mehrfach war. Bisher immer mit Kondom.
Daher "vertraute" ich der Dame auch und achtete nicht weiter darauf, da sie es immer beim OV so aufsetzt, das ich es nicht merke. Diesmal wunderte ich mich aber nach dem GV, das ich kein Kondom trug.
Ich war schockiert, nahm gleich ein Papiertuch, wischte mein Glied ab, danach habe ich mein Glied gründlich gewaschen.
Ich fragte die Dame, wieso sie das gemacht hat und sie lachte nur und meinte, das mache sie manchmal - aber nur bei Stammkunden.
Auf meine Frage, ob sie HIV+ ist meinte sie "NEIN" und das sie nur hohes Cholesterin und Probleme mit der Schilddrüse hätte...
Ich bohrte weiter und sie sagte, das sie alle drei Monate zum Doc geht um sich testen zu lassen. Sie sicherte mir zu, nicht HIV+ zu sein (wie sicher die Versicherung ist, wird sich zeigen...)...
Der Vorfall gibt mir persönlich zu denken. Ich habe jetzt (noch) nicht die große Existenz an, muss aber ganz klar zugeben: ich hatte ungeschützten Sex mit einer Frau, die aufgrund der möglichen Häufigkeit eine hohe Wahrscheinlichkeit hat HIV+ zu sein.
Ferner habe ich in ihr ejakuliert. Ob ich Vaginalflüssigekeit an meinem Glied hatte, kann ich nicht beurteilen, da ich mich gleich um die "Erstversorgung" kümmerte.
Wenn ich einige Threats richtig interpretiere, dann
* ist ein HIV-Test erst nach ca. 12 Wochen sinnvoll und aussagekräftig.
* ist eine Wahrscheinlichkeit sich mit HIV anzustecken gegeben aber nicht unebdingt zwingend geschehen.
Ich ärgere mich über meine eigene Sorglosigkeit und fahrlässigem Verhalten, das ich an den Tag gelegt habe. Aber akzeptiere die notwendigen Konsequenzen, die sich aus dieser Geschichte ergeben können.
Nochmal ich: ein kleiner Nachtrag. Ich bin Blutspender beim DRK.
Ich gehe alle drei Monate hin.
Wenn ich richtig informiert bin, untersuchen die Ärzte beim Blutspendedienst ALLE Blutkonserven unabhängig davon ob man Positiv angegeben hat oder nicht die Blutkonserve und informieren den Betroffenen bei einem HIV+-Befund.
Ja, ein Antikörpertest ist erst nach 12 Wochen (offiziell) sicher. Nach acht Wochen ist das Ergebnis aber auch schon sehr sicher. Es sollte aber immer ein abschließender Test nach insgesamt 12 Wochen gemacht werden.
Ein PCR-Test kann bereits nach 14 Tage gemacht werden. Die Kosten müsstest Du aber selbst tragen (für HIV1 und HIV2 ca. 200 - 300 EUR).
Ob Du in ihr gekommen bist oder nicht, spielt für Dich keine Rolle. Für sie schon.
Es ist auch richtig, dass es bei ungeschütztem Sex nicht zu einer Ansteckung kommen muss, auch wenn sie positiv sein sollte. Die Wahrscheinlichkeit, sich anzustecken, ist sogar weitaus geringer als die Wahrscheinlichkeit, sich nicht anzustecken. Dennoch birgt jeder ungeschützte Sex ein Risiko.
Deshalb solltest Du Dich auf jeden Fall nach gegebener Zeit testen lassen. Wenn man einen Risikokontakt hatte, sollte man im Übrigen nicht Blut spenden gehen (und wenn dann unter freiwilligem Selbstausschluss). Es ist auch richtig, dass alle Blutprobem beim Blutspenden mittels AK und PCR-Test auf HIV getestet werden (und auch auf viele andere Infektionskrankheiten).
vielen lieben Dank für Deine sehr schnelle und erklärende Antwort.
Wir haben in der nächsten Woche einen Blutspendetermin in unserer Gegend, den ich lieber mal ausfallen lassen werde.
Ich überlege einen PCR-Test machen zu lassen, allerdings nicht in meinem "Heimatdorf". Wie kann ich denn hier am Besten vorgehen?
Ich habe am vergangenen Abend gegoogelt und bin froh, das es solch ein Forum wie dieses gibt. Grade in der heutigen Zeit. Ich bin mit der "Gefahr" bzw. "Angst" vor AIDS aufgewachsen (Jahrgang 69) weshalb für mich auch der Umgang mit Kondomen sehr wichtig ist. Und einmal nicht aufgepasst und schon stecke ich in der gleichen "Horror"-Situation. Wie heißt es so schön?`Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!
mir geistert noch eine Frage durch den Kopf: Wenn sich jemand auf HIV testen lässt und er/sie + ist, wird das dann dem Gesundheitsamt gemeldet?
Bzw. ist jemanden bekannt, wie das Gesundheitsamt bei "Damen" im körperorientierten Gewerbe vorgeht, wenn ein +er Befund vorliegt und der Laufhaus-Betreiber seriös arbeitet?
Ich weiß, das ihr zur zweiten Frage wahrscheinlich keine verbindliche Aussage machen könnt. Auch will ich nicht, das es um eine Gewissensbereinigung/-erleichterung für mich als Besucher geht. Aber vielleicht hat trotzdem jemand eine Ahnung oder Erfahrung, da mir die vielen Google-Einträge nicht immer klarheit verschaffen.
Anmeldungsdatum: 11.07.2009 Beiträge: 4719 Wohnort: Bei Basel / CH
Senor Stupido hat folgendes geschrieben::
mir geistert noch eine Frage durch den Kopf: Wenn sich jemand auf HIV testen lässt und er/sie + ist, wird das dann dem Gesundheitsamt gemeldet?
Bzw. ist jemanden bekannt, wie das Gesundheitsamt bei "Damen" im körperorientierten Gewerbe vorgeht, wenn ein +er Befund vorliegt und der Laufhaus-Betreiber seriös arbeitet?
Ja, es gibt eine Meldung. Aber nur anonym zu statistischen Zwecken. D.h. man meldet, dass es ein männlicher neu pos. getesteter im Raum x gibt der sich verm. durch xy infiziert hat. Mehr wir nicht gemeldet. Es wäre also niemandem bekannt, ob in diesem Laufhaus jemand pos. wäre oder nicht.
DANKE für Eure Antworten. Das bedeutet, das ein +-Befund bei einer Dame im körperlichen Gewerbe keine zwingende Konsequenz hätte. Ich bedenke auch dabei, das wenn sie mir erzählt, das sie nicht+ ist, sich vielleicht seit ihrem letzten Test angesteckt haben könnte...
Mein Kontakt war gestern Abend gg. 22.45 Uhr (die Uhrzeit weiss ich in etwa, denn ich habe gg. 23.00 Uhr wieder im Auto gesessen und Nachrichten gehört).
Daher sind seit dem Kontakt bisher ca. 13-14 Stunden vergangen.
Im Netz habe ich jetzt mehrfach über Postexpositionsprophylaxe (PEP) gelesen, eine Methode, die bei einer möglichen Ansteckung helfen kann. Allerdings wird vor den Nebenwirkungen gewarnt.
Die Entscheidung, ob ich eine Postexpositionsprophylaxe (PEP) machen sollte, kann ich nur für mich selber treffen, allerdings würde ich gerne wissen, wie Eure Erfahrungen oder Empfehlungen mit der Postexpositionsprophylaxe (PEP) sind bzw. ob es in dieser Situation auch angebracht sein sollte.
ich habe eben bei MH-Hannover gelesen, das zu einer Postexpositionsprophylaxe (PEP) geraten wird, wenn das Risiko einer Übertragung deutlich unter 1:1000 ist.
Wenn ich mich dieser Empfehlung annehmen würde, und andere Beiträge mit ähnlicher Problematik hinzuziehe, denke ich, das ich nicht deutlich unter der 1:1000 - Grenze liege, oder?
Nochmal mein Problem in Kurzfassung: ich hatte ungeschützter Verkehr mit Ejakulation in der Dame. Anschließend gleich mein Glied mit einem ugs. Zewa-Papiertuch gereinigt und nochmals in unmittelbarem Zeitabstand mit fließendem Wasser und Seife (Waschlotion) gereinigt. Für den gesamten Vorgang rechne ich max. 3 Minuten.
Sorry, das ich Euch mit meiner "Puffgeschichte" Freizeit koste.
"Zur Wirksamkeit einer HIV-PEP nach Sexualkontakten mit relevantem HIV-Infektionsrisiko gibt es noch keine aussagefähigen Studien, da bisher nur kleine Fallzahlen ohne Kontroll-gruppen vorliegen und auf dieser Grundlage eine Aussage über die Wirksamkeit nicht möglich ist [44,45,46,47]. Im Rahmen der Dokumentation von nicht-beruflichen HIV-Postexpositionsprophylaxen in Deutschland sind seit 2002 zwei Fälle von sexueller Exposition berichtet worden, bei denen trotz rascher Einleitung einer Postexpositions-prophylaxe (Beginn innerhalb von weniger als 6 Stunden) und ohne andere ersichtliche Gründe (wie z.B. zusätzliche Exposition, Resistenzen gegen die verwendeten Medikamente) eine Infektion nicht verhindert werden konnte"
Denke, das ich die PEP nicht in betracht ziehen werde, da zum Einen für mich nicht klar ist, das die Dame HIV+ ist (nach eigenen Angaben nicht), zum anderen weil nur 2 Fälle zwischen 2002 und 2008 bekannt sind, bei denen eine Infektion auch nicht verhindert werden konnte.
P.S.: Ich weiß, das nicht nur HIV beim ungeschützten GV übertragen werden kann. Geschlechtskrankheiten und Hepatitis (bin gg A/B geimpft) habe ich hier nicht angesprochen, weil es ja ein HIV-Forum ist.
Liebe Grüße an alle und DANKE für die Möglichkeit des Austausches ;o)
Senor Stupido
Hinweis: Bitte beachten Sie, dass die obigen Informationen (sofern nicht explizit gekennzeichnet) von medizinischen Laien stammen. Sie können und wollen daher den Arztbesuch nicht ersetzen. Um medizinisch valide Informationen zu erhalten, wenden Sie sich bitte an den Arzt Ihres Vertrauens.
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