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Umstellung der Medis - bin K.O.


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Verfasst am: Mo Apr 27, 2009 11:05 am    Titel: Umstellung der Medis - bin K.O.
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muede
Gast





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Hallo zusammen,

Seit letzten Jahr bin ich HIV positiv. Medi's nehme ich seit ca einem halben Jahr, nur 2 Tabletten am Tag. Die Therapie ist gut angefangen und die Nebeneffekte sind innert kürzester Zeit verblasst, bis auf eine Nebenwirkung, das intensive Träumen - Alpträume.

Da ich nach einigen Monaten fast jeder Nacht intensivstem Träumen und grossen Teils auch Alpträume, endlich die Schnauze voll hatte, entschied ich mich nicht wie bis anhin meine Medis vor dem Schlafengehen einzunehmen, sondern Morgens, nachdem Aufstehen. In der Hoffnung das die Starke Dosis im Körper bis zum Schlafengehen so stark abgenommen hat, das mein instensives Träumen nicht mehr vorhanden ist. Mein Arzt unterstützt diesen Versuch.

Nun gut, der zweite Tag ist heute an welchem ich meine Medis am Morgen einnehme und oh mein Gott, ich fühle mich absolut K.O.!! Kopfschmerzen (obwohl nur sehr leicht), ein grosses Gefühl des erschöpft seins, Müdigkeit, Energielosigkeit etc.

Geht jemand etwas ähnliches durch? Lust Erfahrungen auszutauschen?

LG
Ich

P.S.
Ich nehme alle 24 Stunden eine Stocrin und eine Truvada Tablette.
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Verfasst am: Mo Apr 27, 2009 11:05 am    Titel:
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Verfasst am: Mo Apr 27, 2009 5:55 pm    Titel:
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Marion
Administratorin


Anmeldungsdatum: 24.08.2006
Beiträge: 2372

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Hast Du die neue Medi Terminierung mit Deinem Arzt durchgesprochen? Meines Wissens nach sind die Einnahmezeiten u.a. extrem wichtig! Werde mich mal bzw. der Medikamente umhören!
_________________
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Verfasst am: Di Jan 31, 2012 3:39 pm    Titel:
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Schattenkind



Anmeldungsdatum: 30.01.2012
Beiträge: 33
Wohnort: Berlin

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Marion hat folgendes geschrieben::
Hast Du die neue Medi Terminierung mit Deinem Arzt durchgesprochen? Meines Wissens nach sind die Einnahmezeiten u.a. extrem wichtig!...

Mir geht es gerade genauso: ich bin seit fünf Tagen von
TRUVADA (Emtricitabin/Tenofovir) + ISENTRESS (Raltegravir)
auf
EVIPLERA (Emtricitabin/Rilpivirin/Tenofovir)
umgestellt,
wobei ich das Gefühl habe, das Raltegravir besser vertragen zu haben als jetzt das Rilpivirin.
Bisher nahm ich um 9:00 Uhr TRUVADA & ISENTRESS mit kleiner Mahlzeit, um 21:00 Uhr ISENTRESS mit oder ohne Essen - war völlig egal und damit unproblematisch).
EVIPLERA muss ich nur einmal am Tag einnehmen, aber dafür mit einer "ausgiebigen" Mahlzeit (wie auch immer man das definiert, im Waschzettel steht nur dass ein eiweißhaltiges Getränk allein keine Mahlzeit ersetzen kann), was mir mitunter recht schwer fällt. Vorher die eine kleine Mahlzeit morgens zum Truvada war leichter in meinen Tagesablauf zu integrieren...
Abgesehen von massiven Magen-Darm-Beschwerden, die ca.60-90 Minuten nach Einnahme von Eviplera auftreten, bin ich in den letzten Tagen extrem müde, aufstehen geht nur mit größter Anstrengung - und meine Depression hat Ausmaße angenommen, die inzwischen suizidale Tendenzen aufweist...
Momentan nehme ich das Eviplera um 13:30 Uhr, also opfere ich meinen Nachmittag/Abend. Ich habe schon überlegt, die Einnahme nach hinten zu verschieben, aber ich glaube, dass ich es dann gar nicht mehr schaffe, am nächsten Tag aufzustehen Confused
Kann mir jemand von seinen Erfahrungen berichten, der seine Kombi in Form einer nur einmal am Tag einzunehmenden Dosis bekommt? Question

Ich wäre für jeden Rat dankbar, denn ich krauche momentan echt auf dem Zahnfleisch...

Liebe Grüße,

Schattenkind
_________________
Liebe Grüße,
Schattenkind
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[ART: Eviplera
(Emtricitabin/Rilpivirin/Tenofovir)]
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Verfasst am: Di Jan 31, 2012 6:22 pm    Titel:
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Mircstar



Anmeldungsdatum: 24.01.2012
Beiträge: 32

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Ich bin da zwar kein speziallist drinne, aber ich denke mal das du ersteinmal deine depressionen berarbeiten musst und wieder eine positive grundeinstellung zum leben bekommen solltest, dann wirds mit den Nebenwirkungen bestimt auch besser
_________________
Nichts bleibt mehr wenn ich jetzt noch geh,
Nichts bleibt mehr wenn ich diesen weg nicht geh,
Nichts bleibt mehr wenn ich weiter vor mir flieh
Nicht bleibt mehr wenn ich diesen kampf verlier .....
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Verfasst am: Di Jan 31, 2012 8:12 pm    Titel:
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Spaziergänger



Anmeldungsdatum: 30.07.2011
Beiträge: 28

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Wenn die Magen-Darm-Beschwerden regelmäßig nach der Tabletteneinnahme auftreten, dann kann man wohl schon einen Zusammenhang mit Eviplera herstellen. Das kann einerseits an dem Wirkstoff Rilpivirin liegen. Im Beipackzettel müssten u.a. Übelkeit, Bauchschmerzen, abdominelle Beschwerden als sehr häufige oder häufige Nebenwirkungen aufgeführt sein.

Andererseits ist Eviplera auf Grund des Wirkstoffes Rilpivirin nur mit einer Mahlzeit mit mehr als 500 Kalorien (2.200 KJ) einzunehmen. Wenn du also immer viel isst, auch wenn du eigentlich nichts magst, dann können die Beschwerden vielleicht auch daher kommen; dein Magen will das Essen einfach nicht.

Deine extreme Müdigkeit kann natürlich auch verschiedene Ursachen haben. Einerseits könnte es an deiner sowieso schon vorhandene Depression liegen, andererseits wird für Rilpivirin die NW Erschöpfung (Fatigue) als häufig angegeben.

Es spricht also doch einiges dafür, dass Rilpivirin dir den Kummer bereitet und dann hilft eigentlich nur ein Wechsel.

Gab es denn einen medizinischen Grund für die Umstellung oder war es dein Wunsch, nur einmal am Tag die Tabletten nehmen zu müssen? Gerade Isentress ist doch ein gut verträgliches Medikament, sodass mich der Wechsel etwas wundert.

Alternativen an "einmal täglich" gibt es noch einige, wobei ich auf Grund deiner psychischen Grundstimmung auf alle Fälle vom Wirkstoff Efavirenz (in Sustiva oder Atripla) abraten möchte. Vielleicht kommt zusammen mit Truvada noch Viramune in Frage. Der darin enthaltende Wirkstoff Nevirapin kann zwar auf die Leber gehen, aber das muss dich nicht schrecken: Das ist recht schnell messbar und Viramune wird daher "eingeschlichen", also nicht gleich von Anfang an die volle Dosis und der Arzt macht dann auch mehr Untersuchungen. Viramune wird als gut verträglich beschrieben.

Meine eigene Kombi mit Kivexa und Reyataz/Norvir ist auch nur einmal am Tag zu nehmen und ich vertrage sie sehr gut. Aber ich würde auf Grund der zu erwartenden langfristigen NW von Reyataz (Fettansammlung im Bauchbereich) nicht dazu raten wollen und werde es demnächst ersetzen, wahrscheinlich durch Isentress.

Also, sprich mit deinem Arzt über die vermutlichen Auswirkungen von Eviplera, denn die Medikamente sind ja für uns ja - nicht wir für die Medikamente.

Alles Gute!
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Verfasst am: Di Jan 31, 2012 10:01 pm    Titel: 1000 Dank für die Antworten
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Schattenkind



Anmeldungsdatum: 30.01.2012
Beiträge: 33
Wohnort: Berlin

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Mircstar: Du hast natürlich recht, allerdings bin ich schon dabei, alles mögliche gegen die Depression zu tun (Antidepressiva, Verhaltenstherapie - von tiefenpsychologischer Therapie wurde mir aufgrund diverser traumatischer Vorfälle abgeraten).

Spaziergänger: erstmal vielen Dank für die Info mit den 500 Kalorien. Die NW habe ich bewusst beim lesen des Waschzettels übersprungen.
Für mich gab es keinen nachvollziehbaren Grund, die ART umzustellen. Es war die (aus meiner Sicht fragwürdige) Entscheidung des behandelnden Arztes. Er hat das Isentress aufgrund von Taubheitsgefühlen im linken Arm und Bein abgesetzt.
Eine Überweisung an einen Neurologen wäre mir lieber gewesen, weil ich die bisherige Kombi sehr gut vertragen habe und bezweifle, dass diese Taubheit durch Isentress verursacht wurde. Vor etwa sieben Jahren hatte ich schon einmal mit Taubheit und Lähmungserscheinungen zu kämpfen. Damals war ich (wie auch heute) ziemlich untergewichtig (BMI ~16), was eben auch bedeutet, dass die Nervenenden durch fehlendes Fett nicht mehr optimal geschützt werden...

Ich bin jetzt einfach mal so frei, hier aufzuschreiben, was mich stutzig werden lässt (natürlich ohne Namen zu nennen):*

An dem Tag, an dem die ART umgestellt wurde, war das Eviplera - worauf Schwerpunktmediziner laut meinem Arzt lange warten mussten - (nach seiner Aussage) erstmalig (vorerst an sechs oder sieben Berliner Apotheken, die an Schwerpunkt-Praxen angegliedert sind) lieferbar. Bevor der Arzt das Rezept ausstellte, legte er mir daher nahe, das Rezept in der angegliederten Apotheke einzulösen, wo ich mich dann mehr oder weniger überreden ließ, an einer Studie teilzunehmen.
Das mag vielleicht paranoid klingen, aber besagter Arzt ist schon öfter wegen seiner "Machenschaften" mit diversen Pharmakonzernen negativ aufgefallen... und für mich klingt das irgendwie nach einem Vorwand, das neue Medikament am eigenen Patienten auszuprobieren.

Liebe Grüße und ein noch mal herzliches Dankeschön Euch beiden,

Schattenkind

*Liebe Admins: sollte das ein Problem sein, bitte löschen
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Liebe Grüße,
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[ART: Eviplera
(Emtricitabin/Rilpivirin/Tenofovir)]
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Verfasst am: Di Jan 31, 2012 10:14 pm    Titel: Re: 1000 Dank für die Antworten
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Spaziergänger



Anmeldungsdatum: 30.07.2011
Beiträge: 28

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Schattenkind hat folgendes geschrieben::
Das mag vielleicht paranoid klingen ...

Nein, das ist es m.E. keineswegs, ich wollte es in meinem Beitrag nur nicht thematisieren, obwohl ich auch den Eindruck hatte. Wir sollten uns nichts vormachen: gerade niedergelassene Ärzte unterliegen schon mal gewissen Verlockungen. Es sei noch darauf hingewiesen, dass Eviplera nur für noch nicht behandelte Patienten zugelassen ist.

Gibt es denn keinen anderen HIV-Arzt in deiner Nähe? So wie es sich anhört, lebst du ja in einer größeren Stadt.

Auch würde ich an deiner Stelle auf alle Fälle zum Neurologen gehen. HIV kann nun mal leider auch das Nervensystem beeinträchtigen und es gibt Tests, dieses herauszufinden.
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Verfasst am: Mi Feb 01, 2012 1:47 am    Titel: Danke für die Antwort
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Schattenkind



Anmeldungsdatum: 30.01.2012
Beiträge: 33
Wohnort: Berlin

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@spaziergänger:
Danke für die sehr hilfreiche Antwort.
Idea Finde ich sehr interessant, dass Eviplera für nicht antiretroviral vorbehandelte Erwachsene mit HIV-1-Infektion mit einer Viruslast von höchstens 100.000 HIV-1 RNA Kopien/ml zugelassen wurde, denn es wäre damit für mich auch ohne Vorbehandlung eigentlich nicht in Frage gekommen weil meine VL vor der ART bei ~600.000 Kopien/ml lag (inzwischen ist sie allerdings unter der Nachweisgrenze).

Du hast recht. Es gibt bei uns mehrere Schwerpunktpraxen, Ambulanzen etc...
Schon seit einiger Zeit trage ich mich mit dem Gedanken, den Arzt zu wechseln. Ich tue mich ein bisschen schwer, weil er wirklich mal ein guter Arzt war. Leider spricht inzwischen immer mehr dafür, dass diese Zeit der Vergangenheit angehört... und da hilft es leider auch nicht viel, dass ich ihn gern mag.

Liebe Grüße,

Schattenkind
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Schattenkind
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Hinweis: Bitte beachten Sie, dass die obigen Informationen (sofern nicht explizit gekennzeichnet) von medizinischen Laien stammen. Sie können und wollen daher den Arztbesuch nicht ersetzen. Um medizinisch valide Informationen zu erhalten, wenden Sie sich bitte an den Arzt Ihres Vertrauens.




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