Mit der Diagnose HIV positiv liegt die durchschnittliche Lebenserwartung heutzutage fast auf gleichem Niveau wie der Durchschnitt der Gesellschaft. Gerade deshalb ist es für HIV Patienten elementar wichtig, dass sie gut versichert sind und für das Alter vorsorgen. Nichtsdestotrotz schließen viele Versicherungsgesellschaften HIV positive Menschen per se von deren Leistungen aus.
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Anmeldungsdatum: 08.08.2009 Beiträge: 2422 Wohnort: Berlin
Hallo Björn,
es gibt z Zt zwei gleichberechtigte Therapieansätze, die beide Vor- und Nachteile haben. Der eine ist der, den Deine Ärztin - ich nehme mal an, sie ist Schwerpunktärztin - offensichtlich verfolgt: Die Entwicklung von Helferzellen und Viruslast regelmäßig zu kontrollieren und erst dann mit der Therapie zu beginnen, wenn bestimmte Werte unter- bzw. überschritten sind. Das hat den Vorteil, dass man - da man erst später mit der Therapie beginnt - die jeweils aktuellsten Wirkstoffkombinationen zur Anwendung bringt. Aber auch den Nachteil, dass dann die Dosierung etwas höher sein muss. Dies ist übrigens der Ansatz, nach dem ich behandelt wurde/werde.
Ein anderer Ansatz geht davon aus, dass ein früher Beginn der Therapie mit geringerer Dosierung (= Menge an Tabletten) einhergeht. Dies ist der Vorteil - aber der Nachteil ist, dass Du schon früher auf die Tabletten angewiesen bist. Bei beiden Ansätzen gilt: Wer einmal angefangen hat, muss die Medikamente dann auch dauerhaft nehmen.
Deine Werte erlauben beide Ansätze. _________________ LG - matthias
Ich werde dann wohl tatsächlich erst mal noch warten, da ich zum 01.07.11 eine neue Stelle beginne (Wechsel innerhalb der Stadtverwaltung) und da ja die Nebenwirkungen mitunter etwas heftig ausfallen sollen (wie ich das hier im Forum gelesen habe) wollte ich nicht gleich zu Anfang läger krank geschrieben sein.
Ok, mit schlechteren Werten hätte ich dann wohl keine Wahl gehabt. Das wär dann halt Pech gewesen.
Im übrigen ist meine Ärztin eine Schwerpunktärztin - denke ich (HIV- bzw Immunologische Ambluanz im KH).
Sorry, wenn ich etwas unwissend erscheine, aber es ist halt doch alles noch recht neu.
Anmeldungsdatum: 08.08.2009 Beiträge: 2422 Wohnort: Berlin
BausH hat folgendes geschrieben::
Sorry, wenn ich etwas unwissend erscheine, aber es ist halt doch alles noch recht neu.
Da musst Du Dich nicht entschuldigen! Auch ich habe mal klein angefangen vor 17 Jahren ... nachdem ich mein Testergebnis erhalten hatte...
Wichtig ist, dass Du alle 3 Monate die Werte checken lässt. Und 'ne HIV-Ambulanz im KH ist prima. Darf ich fragen, in welcher Stadt? Kannst mir auch per PN antworten. Ich arbeite ja für diverse HIV-Ärzteverbände und kenne den/die eine/n oder andere/n vom Telefon oder persönlich ... _________________ LG - matthias
Noch mal eine Frage zu den unterschiedlichen Therapieansätzen:
Wie ist deine Erfahrung mit der "späten" Therapie? Vor allem der Anfang mit evtl. Nebenwirkungen und so. Wieviele unterschiedliche Medis musst du in welcher Dosierung nehmen?
Und kennst du jemanden, der eine "frühe" Therapie begonnen hat (vielleicht auch gar nicht mal wegen allzu schlechter Blutwerte), den ich nach seinen Erfahrungen fragen kann?
Habe gerade mal wieder ein wenig "im Fluss geschürft".
Danke im Voraus.
Björn _________________ Erstdiagnose: 05/2011
Letztes Testergebnis:
VL: 310
Helferzellen: 379
ART seit 03/2012 (Eviplera: 0-1-0)
Anmeldungsdatum: 08.08.2009 Beiträge: 2422 Wohnort: Berlin
Hi Björn,
ich bin da etwas ein Sonderfall: Ich hatte keine Wahl, ob »frühe« oder »späte« Therapie. Ich war die ersten 7 Jahre nach dem Testergebnis untherapiert (anfänglich, weil es keine Medikamente gab - dann, weil ich keine Therapie wollte) und habe dann mal zwischendurch ohne Rücksprache mit dem Arzt die Therapie für etwa 9 Monate ausgesetzt - mit Folgen. Deshalb muss ich heute 11 Tabletten am Tag nehmen:
Ich vertrage sie allerdings sehr gut (und kann die morgendlichen 6 Tabletten auf einen Schlag schlucken ...).
Ich kenne allerdings Leute, die noch mehr Tabletten nehmen müssen. Ein Freund, bei dem die Infektion vor etwa einem Jahr festgestellt wurde, ist relativ schnell an die Therapie gekommen und ist heute mit 1/0/1 Tabletten dabei - aber welche, weiß ich nicht. Er verträgt das allerdings auch sehr gut.
Ich würde die Fürs und Widers allerdings mit dem Arzt besprechen.
x/x/x = morgens, mittags, abends _________________ LG - matthias
Hinweis: Bitte beachten Sie, dass die obigen Informationen (sofern nicht explizit gekennzeichnet) von medizinischen Laien stammen. Sie können und wollen daher den Arztbesuch nicht ersetzen. Um medizinisch valide Informationen zu erhalten, wenden Sie sich bitte an den Arzt Ihres Vertrauens.
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