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Verfasst am: Sa Nov 05, 2011 3:26 am Titel: Test ja oder nein?
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Marko
Anmeldungsdatum: 05.11.2011 Beiträge: 3
Hallo zusammen,
Um kurz den Hintergrund meines Beitrags zu erklären würde ich ganz gern kurz beschreiben was mir passiert ist. Abends bin angetrunkenem Zustand mit ein paar Freunden ins Bordell gegangen. Bis hierhin nichts verwerfliches. Kein Drogen oder Strassenstrich und alles nur Safe, was der Dame auch sehr wichtig war. Wie es der Zufall so wollte ist leider das Kondom gerissen bei einer Kontaktzeit von ca 2 bis 5 Minuten wenn überhaupt.
Ich persönlich würde Prostituierte eher weniger zu einer der Risikogruppen zählen und auch das geschehene birgt meiner Meinung nach nicht das größte Infektionsrisiko ( korrigiert mich bitte wenn ihr das anders seht ). Auch nichts weiter bei gedacht und nach hause gegangen.
Erst in den darauf folgenden Tagen machte ich mir Gedanken und es kam mir in den Sinn das etwas passiert sein könnte. Gut die Zeit für die PEP Behandlung versäumt und damit dann auch erstmal wieder abgeschlossen.
Seit dem Vorfall hab ich immer drauf geachtet vor allem andere davor zu schützen falls ich doch infiziert sein sollte. Ich weiß nicht ob ich das so sagen kann aber ich hab ein Stück weit gelebt als hätte ich ein positives Ergebnis bekommen und gehe auch weiterhin im sexuellen Kontakt mit anderen Menschen so um. Dies ist jedoch nicht gerade förderlich weil man sich Gedanken darüber macht was wär wenn das Kondom bei einer Person reisst und man Sie tatsächlich anstecken könnte. Eigene Ansteckung hin oder her aber das könnte ich mir nicht verzeihen.
Damit lebe ich ganz gut jedoch weiß ich auch das das auf keinen Fall ein Dauerzustand sein kann, obwohl mich das Ganze weniger mitnimmt als in manch anderen Beiträgen die ich hier gelesen habe.
Es wäre natürlich eine enorme Erleichterung ein negatives Testergebnis zu erhalten und sich keine Gedanken mehr darum machen zu müssen jedoch wüsste ich nicht wie ich damit umgehen sollte, wenn ich wüsste das ich positiv bin. Jetzt bin ich hin und her gerissen und überlege ob es denn tatsächlich sinnvoll ist zum Test zu gehen oder einfach erstmal so weiter zu leben wie bisher. Um es vllt einfach auszudrücken ob es nicht besser wäre mit einem Halbwissen zu leben anstatt die Erkenntnis zu haben positiv zu sein aber dennoch den Lebensstil kaum zu verändern.
Das waren so meine Gedanken darüber... Würde mich freuen ein paar Meinungen zu hören!!
also ich persönlich würde es definitiv wissen wollen und mich entsprechend testen lassen.
Mit der ständigen Ungewissheit leben zu müssen kann einen auf Dauer auch ganz schön mürbe machen....
Und sollte wirklich eine Infizierung statt gefunden haben hast du Gewissheit und kannst entsprechend handeln.....
Anmeldungsdatum: 08.08.2009 Beiträge: 2421 Wohnort: Berlin
Hi Marko,
leider hast Du nicht geschrieben, wann Dir das passiert ist, so dass ich jetzt nicht weiß, ob die Zeit schon »reif« ist für einen Test. Acht Wochen sollten für einen AK-Test vergangen sein - vorher macht es keinen Sinn.
»Mit einem Halbwissen leben« - na, viel Freude dabei! Wir hatten hier einen User, der sich zwei Jahre nicht zum Test getraut hat, weil er der festen Überzeugung war, sich infiziert zu haben ... was sich dann gottseidank als Fehlalarm herausstellte. Aber was der in diesen zwei Jahren durchgemacht hat, möchte ich nicht wissen. Ständig diese Zweifel, diese unbeantworteten Fragen, diese Ungewissheit ... und keine Chance, sich am Leben zu erfreuen! Hältst Du das für wünschenswert? Gut ... ich kenne Dich nicht und weiß nicht, wie Du gestrickt bist ... aber ich gehe fest davon aus, dass auch Dich eine solche Situation psychisch zu einem Wrack machen wird.
Der Volksmund sagt: »Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß.« Aber der Satz gilt für Dich nicht, da Du ja eine Befürchtung hast. (Ob es wirklich ein Risikokontakt war, ist ohne Test nicht zu beantworten ... ich tendiere aus der Erfahrung heraus eher zu »nein«. Aber nur ein Test wird Dir das sagen können.)
Ich kann Dir - auch wieder aus Erfahrung - sagen, dass es leichter ist, mit Antworten zu leben als mit Fragen. Das hält auf Dauer keiner aus. Ein Beispiel: Immer wieder gibt es im Fernsehen Filme mit Themen aus dem Zweiten Weltkrieg. Zwei Onkels von mir sind in diesem Sch---krieg gefallen (lange, bevor ich geboren wurde - aber trotzdem). In beiden Fällen haben meine Großeltern fast ein Jahr darauf warten müssen, bis sie die Gewissheit hattn ... monatelang haben sie nichts gehört - weder die Bestätigung des Todes noch ein Lebenszeichen. Diese Monate - so haben sie mir erzählt, waren die schlimmsten Monate ihres Lebens. Mach es Dir leichter! Geh - wenn es Zeit ist, zum Test. _________________ LG - matthias
Oh ist mir auch im nachhinein aufgefallen das die Zeit vllt auch recht interessant sein könnte Mittlerweile sind 8 Monate vergangen also sollte es ja eig für einen AK- Test reichen.
Das Problem an der Sache ist das ich momentan auch sehr beschäftigt bin. Dann in dieser Situation davon zu erfahren ist vllt nicht der optimale Zeitpunkt (Wenn es einen solchen überhaupt gibt... ). Mich plagen eig nur immer mehr die Gedanken wenn es innerlich hin zum Test geht was wäre wenn und mache eig weiter wie bisher. Sehr schwierig sich dann dazu zu überwinden.
Habt ihr evtl noch von ähnlichen Kontakten gehört die hier in Beiträgen beschrieben wurden die vllt beruhigenderweise negativ waren? Ich weiß man kann so etwas nicht pauschal sagen und nur der Test gibt Gewissheit. Nur würde es vllt einfach den Gang erleichtern
Anmeldungsdatum: 07.10.2011 Beiträge: 89 Wohnort: Frankfurt am Main
Mach einfach einen Test.
Termin beim Gesundheitsamt, Beratungsstelle usw.
Du kannst recht kurzfristig hin. Ergebnis liegt innerhalb von 20 Minuten (sofern Schnelltest) vor.
Was bringt es dir viel es auf die lange Bank zu schieben. Du willst Gewissheit und die hast du danach. Definitiv.
Recht hast du! Zu dem Entschluss bin ich auch immer wieder gekommen. Ist schwierig vor allem immer die Frage danach ob man denn momentan die Gewissheit möchte. Vernünftiger wäre es natürlich auch der Gesundheit zu Liebe jedoch gibt es auch einige Gründe wie z.B. das familiäre Umfeld was zwangsläufig davon mitbekommen würde und es in diesem eine eher abwägige Vorstellung wäre das man sich mit HIV infizieren könnte (keine naive Einstellung.). Aufgrunddessen würde ich mir mehr Sorgen um deren als um meine Reaktion machen.
Ich weiß ich drehe mich ein Stück weit im Kreis nur gibt es keinen der das einigermaßen nachvollziehen kann?
Anmeldungsdatum: 08.08.2009 Beiträge: 2421 Wohnort: Berlin
Dein Problem ist nicht die mögliche Infektion (die ich nicht so sehe), sondern die Tatsache, dass Du Dir einer psychischen »Schuld« bewusst bist, die Du verdrängen willst. Aber auch das funktioniert nicht. Du versuchst, Dir etwas vorzumachen, indem Du vorgibst, bzgl. HIV keine Gewissheit haben zu wollen - meinst aber eigentlich, dass Du bzw. Dein Ausflug nicht entdeckt werden soll. _________________ LG - matthias
Hinweis: Bitte beachten Sie, dass die obigen Informationen (sofern nicht explizit gekennzeichnet) von medizinischen Laien stammen. Sie können und wollen daher den Arztbesuch nicht ersetzen. Um medizinisch valide Informationen zu erhalten, wenden Sie sich bitte an den Arzt Ihres Vertrauens.
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