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Verfasst am: So Jan 15, 2012 12:22 pm Titel: Studie zu diskordanten Paaren
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shadowstar82
Anmeldungsdatum: 15.01.2012 Beiträge: 1
Hallo,
ich wollte mal nachfragen, ob es denn schon neue Studien zu diskordanten Paaren gibt. Ich lebe seit 9 Monaten mit meinem Partner zusammen (eine homosexuelle Beziehung also) und er ist seit 8 Monaten unter der Nachweisgrenze.
Sein Arzt meinte, dass man, wenn er 6 Monate unter der NWG sei, auch unverhütet Verkehr haben könnte und das Ansteckungsrisiko gen Null sei.
Zu unverhütetem Verkehr gehören immer noch (mindestens) zwei Personen. Deshalb ist es eminent wichtig, dass alle Beteiligten wissen, was sie tun und sich als ausreichend aufgeklärt bezeichnen. Im EKAF-Statement wird - leider ganz hinten - deutlich ausgeführt, dass Information und Aufklärung sowie Einwilligung des negativen Partners unbedingte Voraussetzung sind.
Du wirst keinerlei Studie oder Empfehlung finden, der Du bedingungslos entnehmen kannst, dass unverhüteter Verkehr ohne Risiko ist. Diese Entscheidung müsst Ihr immer noch selbst - und jedes mal aufs Neue treffen.
Die Aussage des Arztes entspricht zwar dem aktuellen Stand der Wissenschaft - aber justiziabel (einklagbar) ist diese Ausage nicht. _________________ LG - matthias
Ob die Aussage des Arztes so korrekt ist kann ich dir nicht sagen. Ich denke, eine 100% zuverlässige Aussage kann dazu niemand treffen.
Ich lebe aber auch in einer +/- Partnerschaft (hetero) und mein Partner ist seit gut einem Jahr unter Nachweisgrenze. Wir haben auch seit einiger Zeit wieder fast ausschließlich ungeschützten Verkehr, wobei er peinlich darauf achtet, nicht in mir zu ejakulieren. Das hat er auch wirklich sehr gut im Griff und es ist noch nicht einmal vorgekommen. Solange diese Voraussetzungen gegeben sind, halte ich es FÜR MICH PERSÖNLICH für vertretbar, auf Kondome zu verzichten.
Dem ist eigentlich nichts hinzu zu fügen. Jeder muss für sich selbst und in Kombination mit seinem Partner entscheiden, ob er bzw. sie das Risiko eingehen können, oder nicht. Eine 100 prozentige Sicherheit vor einer Infektion gibt es natürlich nicht, aber das sollte bei der Sachlage so oder so klar sein. Das sagt ja auch Dein Arzt: ge(ge)n Null, aber das ist noch lange nicht Null.
Kleines Beispiel zum Thema "gegen Null":
Das Restrisiko, bei einer Vollnarkose als durchschnittlich gesunder Mensch zu sterben liegt bei 1/50.000 oder dezimal ausgedrückt bei 0,00002, also auch bei "gegen Null". Selbst 0,01 wäre gegen Null, aber immens höher als 1/50.000.
==> traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast!
Anmeldungsdatum: 08.08.2009 Beiträge: 2421 Wohnort: Berlin
Aymaraa hat folgendes geschrieben::
Ob die Aussage des Arztes so korrekt ist kann ich dir nicht sagen.
Ich hoffe nicht, dass meine Aussage so 'rüberkam. Der Stand der Wissenschaft ist zwar derzeit so - was aber eben nicht heißt, dass er jetzt bereits der Weisheit letzter Schluss ist.
Aymaraa hat folgendes geschrieben::
Ich denke, eine 100% zuverlässige Aussage kann dazu niemand treffen.
Das ist exakt richtig - und nichts anderes versuchte ich auch auszusagen. _________________ LG - matthias
[quote="matthias"]
Ich hoffe nicht, dass meine Aussage so 'rüberkam. Der Stand der Wissenschaft ist zwar derzeit so - was aber eben nicht heißt, dass er jetzt bereits der Weisheit letzter Schluss ist.
Ach verdammt! Ich hab gedacht, ich könnte dich rechtlich belangen, wenn es mal schief geht!
Das weiß ich doch, Matthias. Aber solange mit seiner Therapie alles so gut läuft, halte ich das Risiko für vertretbar. 100%ige Sicherheit gibt es sowieso nicht und sterben müssen wir eh alle irgendwann. Und am Ende sterben wir sowieso alle an irgendwas anderem, aber nicht an HIV (jaaaa, ich weiß, an HIV stirbt man sowieso nicht^^).
Ich kann auch die absolut größtmögliche Sicherheit anstreben und mich daheim in meinem Bett verschanzen. Dem Tod kann ich trotzdem nicht von der Schippe springen und hab dazu noch mein ganzes Leben verpasst. Also was solls? Shit happens! Es muss halt jeder für sich selber abwägen, wo seine Grenze ist.
Hinweis: Bitte beachten Sie, dass die obigen Informationen (sofern nicht explizit gekennzeichnet) von medizinischen Laien stammen. Sie können und wollen daher den Arztbesuch nicht ersetzen. Um medizinisch valide Informationen zu erhalten, wenden Sie sich bitte an den Arzt Ihres Vertrauens.
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