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Antiretrovirale Therapie bei HIV und AIDS. Faktoren des Therapieerfolgs
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Neuling beginnt Therapie


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Verfasst am: Sa Sep 24, 2011 8:05 pm    Titel: Neuling beginnt Therapie
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Argentum81



Anmeldungsdatum: 16.06.2011
Beiträge: 5

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Hallo Gemeinde,

ersteinmal möchte ich diesen Forum danken. Wenn man ganz unten ist und nichtmehr weiß wie und ob es weiter gehen soll liest man hier von anderen Menschen die das gleiche Schicksal vereint. Es tut gut zu wissen dass man nicht alleine ist. Es tut gut zu lesen wie andere mit diesen Problem umgehen.

Zu meiner Geschichte, ich habe mein "positives" Ergebnis Anfang Juni diesen Jahres bekommen. Durch meine Veränderungen an mir die ich bemerkt hatte war mir schon klar das ich auch zu dem Kreis der HIV Positiven gehören könnte (Google sei Dank), aber trotzdem war das Ergebnis ein Schock für mich.

Ich habe mich nach meinem Testergebnis sofort stationär behandeln lassen. Ich wollte wissen wie es um mich steht. Helferzellen und Viruslast waren bis dahin Böhmische Dörfer für mich. Auch Dank dieser Seite kenne ich mich jetzt besser aus.

Meine Helfer lagen Anfang Juni bei 730 und die Viruslast bei 2300. Damals im Krankenhaus sagte man mir das ich mit diesen Werten keine Therapie bekommen würde. Ich habe mich informiert und bin auf eine neue kanadische Studie gestoßen, wo gesagt wird je früher man therapieren würde umso besser.

Ich konnte es schaffen jetzt therapiert zu werden.

Seit heute nehme ich morgens Truvada und Isentress, abends eine Isentress. Ich habe schon gelesen dass hier einige genau die gleiche Kombi nehmen und voll zufrieden sind. Ich bin froh das die Ärzte meinen Wunsch der Kombination zugesprochen haben. Wobei bei mir Sustiva wegen meiner Depression schon wegfällt.

Meine Werte von vor einem Monat: 600 Helfer bei einer VL von 14000

Ich hoffe das die Therapie ohne Nebenwirkungen anschlägt und ich bald unter Nachweis bin.

LG
Steffen
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Verfasst am: Sa Sep 24, 2011 8:05 pm    Titel:
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Verfasst am: Sa Sep 24, 2011 9:55 pm    Titel:
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Hoffnung2011
Bewährtes Mitglied


Anmeldungsdatum: 16.07.2011
Beiträge: 104
Wohnort: DA/DI

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Hallo Steffen,

auch ein herzliches Hallo von mir an dich und Willkommen in diesem Forum, welches mir auch sehr über die ersten Wochen hinweggeholfen hat.

An erster Stelle aber möchte ich erwähnen, dass deine Werte doch wirklich super sind!! Ich habe auch mitte Juni (genau an meinem Geburtstag) erfahren, dass ich + bin. Bei der Untersuchung durch meinen HA hatte ich eine Last von ca. 47000 und die Helferleins um die 1100 - an eine Behandlung also nicht zu denken aber dennoch überwies er mich guten Gewissens in eine ambulante Behandlung. 2 Untersuchungen habe ich nun schon durch und bei beiden Malen waren die Ergebnisse nicht bedenklich. Meine Helfer sind zur Stelle; beim letzten Mal sogar um die 1200 bei einer Last von 27000. Resistenzen keine und auch keine anderen Krankheiten im Gange. Also ist lt. meiner SPA ebenfalls an eine Medi-Behandlung nicht zu denken.

Das Einzige, was mir ein wenig Kopfzerbrechen bereitet ist, dass mein Partner selber neg. ist und ich, um ihn zu schützen, vielleicht doch bald oder spät. nächstes Jahr mit einer Behandlung anfangen möchte.

Auf der anderen Seite - und da komme ich nun zum Knackpunkt - ist es nicht besser, den Körper solange es geht zu schützen und nicht mit Chemie vollzupumpen?????

Liebe Grüße,
Hoffnung
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Verfasst am: Sa Sep 24, 2011 10:56 pm    Titel:
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Argentum81



Anmeldungsdatum: 16.06.2011
Beiträge: 5

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Vielen Dank Hoffnung,

das was du ansprichst ist genau der Knackpunkt mit dem ich mich die letzten 3 Monate rumgeschlagen habe. Was ist besser und was nicht???

Du hast Recht, um andere zu schützen sollte man therapieren. Ich bin zur Zeit noch solo will aber trotdem unter Nachweis.

Was richtet der Virus in den 2, 3 oder 5 Jahren ohne Therapie in meinem Körper an?

Ich sagte gestern zu meiner Ärztin das ich das vielleicht irgendwann mal bereuen könnte aber ich vertraue der Medizin.

Wenn die schlimmen Nebenwirkungen (Lypo) ausbleiben bin ich schonmal froh. Aber die werden ja denke ich eh nur durch die Proteasehemmer ausgelöst.

Ich hoffe das ich mit Truvada und Isentress gut fahren werde.
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Verfasst am: So Sep 25, 2011 12:54 am    Titel:
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Hoffnung2011
Bewährtes Mitglied


Anmeldungsdatum: 16.07.2011
Beiträge: 104
Wohnort: DA/DI

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Wann richtet er was an, wann nicht???? Ich bin absolut der Meinung es ist IMMER eine Sache der Einstellung dazu. Ich habe auch keine Ahnung, wie es im nächsten Jahr mit mir ausschaut aber genauso wenig Ahnung habe ich, wie lange ich schon infiziert bin. Vielleicht bin ich es ja schon seit Jahren und mein Partner hatte eben nur Glück - genau so wie ich, dass ich zur Zeit so stabil bin. Auf der anderen Seite kann es aber auch ganz schnell gehen, dass es eben nicht mehr so rosig ausschaut. Dafür aber bin ich bzw. sind wir ja in Behandlung um dies unter Kontrolle zu halten. Und solange meine Werte eben noch im Rahmen sind, will ich auch an meinem momentanen Zustand nicht feilen. Die Angst vor Nebenwirkungen und eben auch der Tatsache über die Einnahmeregelmäßigkeit der Medis ist noch zu groß - erst, wenn ich darauf angewiesen bin, werde ich wohl die entsprechende Entscheidung treffen.

Das trifft für mich zu - was du machst ist einzig deine Entscheidung und wird mit Sicherheit auch von jedem akzeptiert. Aber ändert es so viel, unter der NG zu sein????? Ich hatte GV während der Mens (damals waren wir noch unwissend) mit meinem Partner und ihm geht es gut. Auf der anderen Seite betrieb ich Saver-Sex und ich habe es...ist es nicht wie ein Russisch-Roulette??

HIV ist für mich gesehen ein riesen großes Rätsel - gerade, weil ich eben nicht zur Risiko-Gruppe gehöre..ich nehme es hin, kann es eh nicht ändern.. und versuche das Beste draus zu machen.
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Verfasst am: So Sep 25, 2011 9:29 am    Titel:
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matthias
Gute Seele des Forums


Anmeldungsdatum: 08.08.2009
Beiträge: 2421
Wohnort: Berlin

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Argentum81 hat folgendes geschrieben::
Was richtet der Virus in den 2, 3 oder 5 Jahren ohne Therapie in meinem Körper an?

Das ist in der Tat eine Frage, die pauschal nicht zu beantworten ist. Mein Virus war von 1992 bis 2001 allein zu Hause und hat eigentlich nix angerichtet. Und seit 2001 darf er dank Therapie nichts mehr anrichten.

Du musst übrigens nicht bis nach Kanada gehen für die Frage, wann man mit der Therapie beginnen sollte. Es gibt neben der klassischen (»so spät wie möglich«) auch die neuere (»so früh wie möglich«). Die ältere Variante entstammt einer Zeit, als man noch keine große Auswahl an Wirkstoffen sowie keinerlei Hinweise auf Nebenwirkungen und Schädigungen hatte und lieber der Forschung vetraute, dass sie immer modernere Meis auf den Markt bringt (was sie auch tat). Die neuere Variante ist dem Umstand geschuldet, dass man a) nun mehr weiß, auch hinsichtlich Rückgang der Infektiosität, und b) davon ausgeht, dass eine frühe Behandlung die Menge an Medis deutlich verringert, was der Körper besser verträgt.

Beide Ansätze stehen sich gleichberechtigt gegenüber.
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LG - matthias

1994 beim ersten Test positiv getestet. Wahrscheinlich bereits 1992 infiziert. Und immer noch gut drauf - wie es im Buche steht.
Website zu meinem Buch »Endlich mal was Positives«.
Video: Ein kleiner Film über mich
Hier gibt's mein Buch zu kaufen.
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Verfasst am: Fr Nov 18, 2011 7:34 pm    Titel:
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Argentum81



Anmeldungsdatum: 16.06.2011
Beiträge: 5

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Hallo Hoffnung,

deine Werte sind echt super. Da kann jeder verstehen dass du noch nicht therapieren willst. Vor allem die Helfer bei rund 1200 sind super. Für mich macht es schon was aus unter der NG zu sein. Ich brauche das für meinen Kopf. Jeder sollte es so halten wie er für richtig hält.

Ich habe heute meine Ergebnisse bekommen. Meine Viruslast liegt nun bei 34, also bin ich unter der NG. Nebenwirkungen hatte ich überhaupt keine. Ich bin froh mich für die Medis entschieden zu haben.

Weil ich zur Zeit immer noch viel Alkohol trinke hatte ich nicht gedacht, das die Therapie nicht anschlägt. Ich hatte immer so ein Gefühl dass der Alkohol die Therapie behindert. War aber nicht so.

Danke auch Mathias.

LG
Steffen
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Verfasst am: Fr Nov 18, 2011 7:47 pm    Titel:
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Hoffnung2011
Bewährtes Mitglied


Anmeldungsdatum: 16.07.2011
Beiträge: 104
Wohnort: DA/DI

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Herzlichen Glückwunsch Steffen,

nun wünsche ich dir, dass es so bleibt und du weiterhin gut fährst mit der Behandlung.

Ich habe Ende des Monats wieder einen Untersuchungstermin. In der letzten Zeit allerdings habe ich mir immer mehr den Kopf zerbrochen, ob oder ob ich mich nicht therapieren lasse. Ich warte einfach mal die Ergebnisse ab und höre mir den Rat meiner SPA an.

Das mit dem Alkohol ist leider nicht nur in Bezug auf die Behandlung ein Problem Sad
Vor Jahren habe ich auch weitaus mehr getrunken als ich sollte. Heute aber merke ich für mich selber (vielleicht bringt es ein kl. wenig das Alter mit), dass ich überhaupt nichts mehr vertrage. Son bissi geb ich da dem Virus die Schuld - lach. Was bleibt ist Zurückhaltung und wenn man mal in einer fröhlichen Runde sitzt, weiß ich für mich, dass ich am nächsten Tag wirklich krank bin, ohne zu viel getrunken zu haben ;.( Aaaaaber, die lustige Runde ist es mir wert- hehe!

Liebe Grüße,
Hoffnung
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Verfasst am: Sa Nov 26, 2011 9:18 pm    Titel:
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Argentum81



Anmeldungsdatum: 16.06.2011
Beiträge: 5

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Hallo Hoffnung,

ja das mit dem Alkohol ist sicher ein Thema für sich. Ich wollte auch eigentlich auch nur die Angst davor nehmen, dass man jetzt wo man therapiert nichts mehr trinken darf. Ist absolut nicht so.

Danke für deine Glückwünsche ich hoffe auch das ich noch lange unter Nachweis bleibe. Die nächsten Werte kommen im Januar.

GLG
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Hinweis: Bitte beachten Sie, dass die obigen Informationen (sofern nicht explizit gekennzeichnet) von medizinischen Laien stammen. Sie können und wollen daher den Arztbesuch nicht ersetzen. Um medizinisch valide Informationen zu erhalten, wenden Sie sich bitte an den Arzt Ihres Vertrauens.




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