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Verfasst am: So Jan 31, 2010 5:07 pm Titel: Meine Geschichte
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Quintus
Anmeldungsdatum: 30.01.2010 Beiträge: 4
nach einer ziemlich harten Woche muss ich mich einfach mal irgendwo mitteilen.
Für mich war HIV bis letzte Woche eigentlich ein Thema von dem ich mal als Teenager gehört hatte aber das für mich eigentlich nicht mehr existent war.
Ich habe fast zehn Jahre in einer deutschen Großstadt gelebt und viele Kontakte zu Frauen gehabt - das Thema Schutz spielte nie eine Rolle. Das ist schon aus der jetzigen Sicht ziemlich krass weil man sich auch einiges anderes hätte einfangen können aber mich hat in all den Jahren auch nie eine Partnerin nach safer Sex gefragt (das ist nicht als Entschuldigung gemeint).
Ich habe dann meine Frau kennen gelernt die eine sehr ähnliche Vergangenheit und auch ein stark „unsafes“ Singleleben hinter sich hatte. Hier potenziert sich das Risiko natürlich und trotzdem kamen wir vor der Ehe und Kinderplanung gar nicht auf die Idee einen HIV Test zu machen. Dass es unverantwortlich und bescheuert war weiß ich heute selber.
Letztes Frühjahr bekam ich eine starke Infektion die plötzlich mit starkem Fieber kam, vier Wochen andauerte und von meinem Arzt als EBV diagnostiziert wurde. Die Symptome stimmten wie aus dem Lehrbuch und es passt auch, dass es lange dauert bis man wieder ganz auf dem Damm ist. Ich nahm ca. fünf Kilo ab (was allerdings wirklich an unregelmäßigem Essen liegen kann) und fühle mich bis Heute ziemlich angeschlagen.
Ca. drei Monate nach dem vermeintlichen EBV schwellten mehrere Lymphknoten stark an. Der Arzt meinte zwar das könnte eine Nachwirkung der Infektion sein aber es sollte mal bei einem Radiologen abgeklärt werden. Kurz darauf war die Geburt unseres zweiten Kindes und ich hatte erstmal drei Monate den Kopf mit anderen Dingen voll sodass ich erst vor kurzem dann doch noch zum Radiologen ging. Nach einer CT wusste ich soviel wie vorher – ich habe deutlich geschwollene Lymphknoten (das sehe ich allerdings auch schon von Außen). Jetzt sollte eine Biopsie durchgeführt werden.
In der Zwischenzeit wurde mir doch langsam sehr mulmig weil das Wort Krebs jetzt im Raum stand und ich fing an im Internet mich zu informieren.
Dabei fand ich überall viele Möglichkeiten was ich haben könnte und jedes Mal war HIV mit als Ursache genannt. Jetzt erinnerte ich mich an die Singlezeit und dachte das sollte doch mal abgeklärt werden. Ich war allerdings immer noch sicher das HIV mittlerweile kein Thema mehr ist. Dienstags habe ich mir dann Blut abnehmen lassen und mir wurde nur mulmig weil die Ergebnisse doch sehr lange dauerten.
Der Beste war aber mein Hausarzt der mich freitags anrief um mir mitzuteilen, dass er dringend Montag mit mir meine Laborergebnisse besprechen muss. Angesichts der Tatsache, dass ich nur einen HIV Test habe machen lassen war das ein super hilfreicher Anruf der mir mein Wochenende schon ziemlich versaut hat.
Es war dann ein positiver Test obwohl W-Blot noch ausstand. Jetzt ging eigentlich alles nur noch um die Familie. Da ich davon ausging dass es eine „alte“ Infektion war waren generell beide Kinder und meine Frau stark gefährdet.
Ich musste erstmal mit meiner Frau sprechen was nicht gerade ein gutes Gefühl war. Sie hatte über das Wochenende mitbekommen, dass bei mir etwas nicht in Ordnung war und hatte schon mit einigem gerechnet. Sie nahm die Diagnose erstaunlich gelassen hin und meinte nur dass Krebs wesentlich schlimmer für sie gewesen wäre. Sie ist dann natürlich auch in den Internetdschungel gesprungen um sich erstmal schlau (oder besser verunsichern) zu machen.
Als erstes machte sie einen Test (Elisa 4) der negativ ausfiel.
Das heißt für uns (wahrscheinlich) es handelt sich um eine neue Infektion. Das passte dann doch zu gut zu der EBV Infektion, meiner Angeschlagenheit und den Lymphknotenschwellungen.
Damit hatten wir ein neues Problem: In der Schwangerschaft und danach war längere „Sendepause“ und wir hatten den ersten sexuellen Kontakt exakt 2,5 Wochen vor meinem Test das heißt die Aussagefähigkeit ihres Tests ist so etwa 0. Jetzt geht es nur noch um unser zweites Kind das in den letzten Wochen gestillt wurde. Wenn meine Frau sich angesteckt hat ist das Kind durch die hohe Virenlast der ersten zwei Wochen durch Stillen sehr gefährdet.
Ein P24 Test bei meiner Frau fiel auch negativ aus – die Aussagefähigkeit nach 2,5Wochen kann ich nicht abschätzen.
Wir waren dann in der Kinderklinik um Hilfe zu bekommen. Dickes Lob hier an Mannheim. Wir waren 1,5 Std. beim Arzt der uns über alles aufgeklärt hat und nach der Untersuchung unserer Tochter sehr optimistisch ist aber keine Aussage über Wahrscheinlichkeiten machen wollte. Es wurde eine PCR bei meiner Frau und dem zweiten Kind durchgeführt was allerdings eine Woche dauern kann.
Ich schätze die Wahrscheinlichkeiten eigentlich recht gut ein dass ich weder meine Frau noch eins meiner Kinder angesteckt habe aber Wahrscheinlichkeiten helfen nicht wirklich. Die Frage nach der Übertragung stelle ich mir seit einer Woche. Es gab schon einen Kontakt in der fraglichen Zeit der allerdings beim Verkehr geschützt war. Der Oralverkehr war ungeschützt aber dachte bis letzte Woche immer das ist sicher. Da kann man allerdings auch genau das im Internet finden was man sucht. Jedenfalls war das Risiko in der betroffenen Zeit um ein x-faches geringer als in meinem Leben als Single.
Das hat aber anscheinend den Virus nicht interessiert.
Nun hoffe ich erstmal dass ich den Rest der Familie nicht angesteckt habe weil das wäre dann doch nicht zu verkraften. Nächste Woche habe ich den ersten Termin beim Spezialisten und dann werde ich versuchen ein positives Leben zu führen.
Verfasst am: Di Feb 02, 2010 6:31 pm Titel: Ansteckung
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Quintus
Anmeldungsdatum: 30.01.2010 Beiträge: 4
Ich habe meine Frau betrogen aber dachte eigentlich das das sicher war und habe nicht über eine Ansteckung nachgedacht. Über eine Risiko bei oral ohne liest man zwar auch etwas aber eigentlich gilt das doch als sicher und alles andere war definitiv safe.
Wie schon geschrieben hatte ich ein hohes Risko vor unserer Ehe das nie getestet wurde aber denke dass meine Frau sich dann angesteckt hätte. Weiterhin spricht die vermeintliche EBV Infektion und der Verlauf im letzten Jahr eher für eine Ansteckung so etwa im April
Ja,
das Ergebnis meiner Frau und des Kindes sind negativ.
Die Partnerin mit der ich den Seitensprung habe kenne ich leider nicht wirklich und habe keinen Kontakt mehr zu Ihr
Ich wollte auch nur mal eben sagen, dass ich deine Frau bewundernswert finde.
War vor drei Jahren mal in einer ähnlichen Situation! Mein Mann hat mich damals mit einer wirklichen "Schlampe" betrogen, leider ungeschützt. Er hatte danach auch weiterhin Sex mit mir und ich habe ihn als ich es erfahren habe zum HIV- Test gezwungen, dieser war Gott sei Dank negativ.
Ich muss Dir ganz ehrlich sagen das nir gerade Dinge durch den Kopf gehen die ich aber lieber für mich behalte. Ich findes es sehr schade das Du (oder auch mein Mann) Menschen die euch wirklich lieben, und die ihr vermeintlich wirklich liebt, einer solchen Gefahr aussetzt und ihnen so weh tut. Jetzt wird wahrscheinlich als Antwort kommen "ist nun mal passiert", "Tut mir ja Auch leid", "Hab nicht darüber nachgedacht"! Mit diesen Antworten kenn ich mich schon aus und ich muss Dir sagen: Diese Antworten sind grausam zu hören!
Ich wünsche Dir trotzdem alles Gute für deine Zukunft! Und hoffe, dass Du und deine Familie diese wirklich schwere Zeit gut meistern könnt!
hatte mit zwei frauen sex(ungeschützt) an einem tag! einmal vormittag und einmal nachmittag! meine frage jetzt! wenn die erste hiv hat kann ich die andere paar stunden später auch anstecken??
bitte um antwort!!
danke!!!
Mach bitte einen eigenen Faden auf und häng Dich nicht an die Themen anderer. Dann wird Dir Deine Frage sicherlich auch beantwortet.
gibt es von Dir etwas Neues? Ich war doch ziemlich überrascht, dass Du Dich Deiner Meinung nach beim Oralverkehr infiziert haben könntest. Das Risiko wird ja immer als sehr gering eingestuft, sofern man kein Menstruationsblut oder umgekehrt Sperma in den Mund kriegt (und auch dann soll die Gefahr noch relativ gering sein). Ich bin also schon überrascht und würde mich interessieren, ob man anhand Deiner Virenkonzentration schon den ungefähren Zeitpunkt der Infektion feststellen konnte und damit Deine Vermutung bestätigt worden ist.
Hallo
Habe deine Geschichte gelesen und kann dazu sagen, das ich mich sehr warscheinlich beim Blasen angesteckt habe. Ich mache das sehr gerne und tja ich selber kann da nicht immer aufpassen ob Sperma gerade doch in den Hals läuft.
Das Risiko ist zwar in den Medien immer als niedrig eingestuft, trotzdem bleibt es ein risiko und es darf nicht vergesen werden.
Ich wünscher dir und deiner Familie alles alles gute!! toi toi toi
gruß klaus _________________ 44 / Schwul
Art-Medikamente:
Truvada [0-0-1], (Tenofovir + Emtricitabin)
Sustiva [0-0-1], (Efavirenz)
ich höre aus deinem Posting die Annahme herraus, dass Sperma im Mund, solange man es nicht runterschluckt, ungefährlich ist. War das so gemeint?
DAS IST FALSCH!!!
Im Mund befinden sich Schleimhäute, über die das Virus sehr leicht in den Körper gelangt. Man nimmt ja auch Zucker über die Schleimhaut im Mund sehr viel schneller auf, als über den Magen.
Blasen ohne Gummi ist nur safe solange kein Sperma in den Mund gelangt. Sollte das doch mal passieren, bitte SOFORT ausspucken und den Mund gründlich spülen.
Hinweis: Bitte beachten Sie, dass die obigen Informationen (sofern nicht explizit gekennzeichnet) von medizinischen Laien stammen. Sie können und wollen daher den Arztbesuch nicht ersetzen. Um medizinisch valide Informationen zu erhalten, wenden Sie sich bitte an den Arzt Ihres Vertrauens.
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