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Verfasst am: Sa Jun 05, 2010 4:40 am Titel: Kondom bei GV mit Prostituierter gerissen
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verzweifelter Gast
Hallo,
wie der Titel schon sagt.. ich hatte vorhin Geschlechtsverkehr mit einer Prostituierten, dabei ist das Kondom gerissen. Ich habe es erst nach einer Weile gemerkt und wir haben das Kondom dann gewechselt, erst später ejakulierte ich dann.
Danach habe ich meinen Penis gewaschen - aber erst jetzt realisiere ich, dass ich mich ja womöglich mit HIV angesteckt haben könnte.
Ich bin dann nochmal hingefahren und habe sie gefragt ob sie Krankheiten in dieser Richtung hat. Sie verneinte zwar HIV positiv zu sein und meinte, sie würde es ausschließlich mit Kondom tun - aber wie vertrauenswürdig ist diese Person schon...
Wie schätzt ihr das Risiko ein und die wichtigste Frage; sollte ich zu einem Arzt bzw. Notfallaufnahme (wegen Samstag) gehen und nach PEP fragen - oder "nur" in drei Monaten einen HIV-Test machen?
Ich bin gerade ziemlich durcheinander und habe einfach ungeheure Angst, dass ich mir wegen so einem Blödsinn das Leben versaut habe (war das erste mal mit einer Professionellen).
Um das Risiko besser einschätzen zu können wären folgende Informationen von zentraler Relevanz:
* warst du in einem gewebrlichen Bordell?
* hattest du lediglich Vaginalverkehr mit der Prostituierten?
Sind beide o.g. Faktoren erfüllt, so kann ich mir nicht vorstellen, dass dir irgendein Arzt zu einer PEP raten würde, da erstens nicht davon auszugehen ist, dass eine gewerbliche Prostituierte HIV+ ist (entgeltlicher GV bedeutet keinesfalls HIV - posititiv zu sein) und zweitens kurzer, ungeschützter GV ein reelles (dies ist mit Sicherheit NICHT zu leugnen), aber überschaubares Risiko birgt
Es besteht meines Erachtens nach kein Grund jetzt in Panik zu verfallen und mit dem Gedanken zu spielen, nun tatsächlich infiziert zu sein
Ein gewisses Risiko ist nicht zu leugnen, trotzdessen gestaltet sich dieses eher gering
Verfasst am: Sa Jun 05, 2010 9:21 am Titel: Re: Kondom bei GV mit Prostituierter gerissen
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matthias Gute Seele des Forums
Anmeldungsdatum: 08.08.2009 Beiträge: 2421 Wohnort: Berlin
Wenn Dir beim Verkehr mit einer Professionellen das Kondom reißt, muss es ja anwesend gewesen sein, deshalb verstehe ich Deinen Einwand "aber wie vertrauenswürdig ist diese Person schon..." überhaupt nicht. Gut genug für Sex war sie offensichtlich – aber sonst ist sie was? Unterste Schublade???
Grundsätzlich hat der Mann beim Verkehr mit einer positiven Frau ein geringeres Risiko als umgekehrt. Daher kann ich Rextons Aussage nur unterstützen. Ich sähe an deiner Stelle keine Notwendigkeit für eine PEP. Entscheiden musst Du das selbst.
Übrigens versaut man sich das Leben nicht mit einer HIV-Infektion. Man erschwert es - und sie ist sicher nicht notwendig. Aber man kann auch positiv sein und trotzdem gut leben. _________________ LG - matthias
...mir ist auch vor einer Woche bei einer Hobbyhurre das Kondom gerissen. Ich habe auch die gleichen Sofortmaßnahmen getroffen wie Du, d.h. Penis gründlich gewaschen und gleich noch uriniert.
Bei Dir besteht sogar noch ein geringeres Risiko, weil es sich um eine Professionelle gehandelt hat.
Allerdings solltest Du in Zukunft, wenn Dir das nochmal passiert, gleich Deinen Freund waschen und nicht erst zu Deinem endgültigen Spass kommen. Weiß zwar nicht, ob das jetzt so wichtig ist, aber ich denke, je eher du das Zeug wegwäschst, desto geringer ist das Ansteckungsrisiko.
Wie auch meine Vorredner sagen, ist das Ansteckungsrisiko relativ gering. Statistisch gesehen bei 1:1000, wobei dann auch die Frau positiv sein müsste!! Klar reicht dabei ein einziger RK aus, aber wie gesagt, versuche Dich durch diesen Wert zu beruhigen!
Eine PEP wird Dir der Arzt wahrscheinlich eher abraten, weil die Nebenwirkungen im Vergleich zu der Wahrscheinlichkeit einer Infektion wesentlich gravierender sind.
Also...cool down und mach einfach nach 8 Wochen mal einen AK-Test und dann nochmal abschließend nach 12 Wochen. Dann kannst Du wirklich beruhigt sein.
Ich meinte natürlich nicht dass sie unterste Schublade ist, aber wer als Prostituierte klar bekennt HIV positiv zu sein verschreckt seine Kunden ja wohl - also ist eine Lüge hilfreich.
Es war eine Professionelle in einem gewerblichen Bordell, sie verstand schlecht Deutsch, aber auf die relativ internationale Frage nach AIDS verneinte sie halt.
Ich werde dann wohl keine PEP machen und hoffen, dass nichts passiert ist.
Verfasst am: Sa Jun 05, 2010 8:39 pm Titel: Kondomart
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verzweifelter Gast
Macht es eigentlich einen Unterschied, dass ich ein Kondom verwendete (Kondomi Max.Love), das die Eichel ein wenig betäubt und somit eine frühzeitige Ejakulation verhindern soll?
"Benzocain" ist da anscheind drin - verändert diese Betäubung die Aufnahmefähigkeit der Schleimhaut am Penis?
Nur für diejenigen, die diesen Thread jetzt lesen;
letzendlich mache ich die PEP - ist zwar kostspielig, aber auch ein minimales Risiko ist letzendlich ein Risiko.
Und wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit dass ein Kondom trotz sachgemäßer Verwendung reißt? Auch das ist ziemlich unwahrscheinlich und ist bei mir dennoch eingetreten.
Ich will mir in einigen Wochen nicht vorwerfen müssen, ich hätte nicht alles probiert um eine Infektion auszuschließen.
Außerdem habe ich nun keine so große Angst mehr, dass etwas passiert ist.
Allein das ist schon ein großer Erfolg!
Hinweis: Bitte beachten Sie, dass die obigen Informationen (sofern nicht explizit gekennzeichnet) von medizinischen Laien stammen. Sie können und wollen daher den Arztbesuch nicht ersetzen. Um medizinisch valide Informationen zu erhalten, wenden Sie sich bitte an den Arzt Ihres Vertrauens.
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