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Antiretrovirale Therapie bei HIV und AIDS. Faktoren des Therapieerfolgs
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Keine Behandlung

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Verfasst am: Mo Nov 01, 2010 11:28 pm    Titel: Keine Behandlung
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tm
Gast





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Hallo liebe Leute, ich selbst bin am Thema interessiert und mache mir so meine Gedanken.

Ich wollte mal fragen, ob es hier Personen gibt, die HIV positiv sind und sich dazu entschlossen haben, keine Behandlung durchzuführen.
Gibt es hier Personen, die keinerlei Medikamente eingenommen haben(werden..) ?

mfG.
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Verfasst am: Mo Nov 01, 2010 11:28 pm    Titel:
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Verfasst am: Di Nov 02, 2010 3:08 am    Titel:
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Marion
Administratorin


Anmeldungsdatum: 24.08.2006
Beiträge: 2421

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Bitte lese die Forenregeln - Dein Username hat dagegen verstoßen! Desweiteren bitte ich um Offenlegung der Gründe Deiner Überlegungen - über sowas macht man sich ja nicht "einfach so" Gedanken!
_________________
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Verfasst am: Di Nov 02, 2010 2:13 pm    Titel:
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tm
Gast





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Zitat:
Bitte lese die Forenregeln - Dein Username hat dagegen verstoßen!

Hab die Forenregeln durchgelesen, aber weiß trotzdem nicht genau, was dagegen verstoßen hat. Vielleicht ist der zweite Teil missverstanden worden? Na macht nichts, wenn tm passt ist es auch ok. <:

Zitat:
Desweiteren bitte ich um Offenlegung der Gründe Deiner Überlegungen - über sowas macht man sich ja nicht "einfach so" Gedanken!


Doch ich mach mir einfach so darüber Gedanken, ich bin in vielen Foren unterwegs und rede am liebsten direkt mit der "Quelle".

Meine Überlegungen?
Wer lebt länger? (Die, die Medikamente nehmen oder die, die keine nehmen)
Da die Antwort auf diese Frage hier klar wäre, muss ich das anders formulieren.

Mich würde daher interessieren, ob es Leute gibt, die keine Medikamente genommen haben.
Es ist der Zeitraum interessant, an denen noch keine akuten Probleme vorherrschen.

Ein Vergleich wäre interessant, das Problem ist, dass das sogenannte AIDS ja irgendwann auftreten könnte, also bei jedem anders verläuft und es somit keinen wirklichen Vergleich geben kann.
Oder lieg ich da falsch?

mfG.
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Verfasst am: Di Nov 02, 2010 7:19 pm    Titel:
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ChrisLDK
Moderator


Anmeldungsdatum: 13.01.2010
Beiträge: 1054
Wohnort: Wetzlar

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So, es ist ein kompliziertes Thema, das erst mal vorweg. Es gibt in Deutschland kein Behandlungszwang, so das man keinen zwingen kann, Medikamente zu nehmen.

Auf Deine Frage, wer länger lebt, das ist ja wohl relativ eindeutig. Mit der richtigen Medikation hast Du eine gant normale Lebenserwartung. Allerdings ohne Medikamente ist nach meinem Kenntnisstand der Ausbruch von AIDS unvermeidbar, ich kenne keinen, dessen Immunsystem über Jahrzehnte mit der Viruslast klar kommen kann.
_________________
Art-Medikamente:
Truvada [1-0-0], (Tenofovir + Emtricitabin)
Isentress [1-0-1], (Raltegravir)

Viruslast: <20
CD4 (absolut) [Zellen/µ]: 560
CD4 (prozentual/relativ) [%]: 27,5

Erstdiagnose: 11/2009 (Test in 07/2009 noch negativ)
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Verfasst am: Di Nov 02, 2010 9:21 pm    Titel:
Autor Nachricht
tm
Gast





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Zitat:
Mit der richtigen Medikation hast Du eine gant normale Lebenserwartung.

Wenn das so wäre, könnte man AIDS wohl als "geheilt" betrachten, bzw. einfach als "aufgehalten", wen einem der Begriff "geheilt" nicht gefällt.

Ist das wirklich so?

Zitat:
ich kenne keinen, dessen Immunsystem über Jahrzehnte mit der Viruslast klar kommen kann.


Klar kommen kann(wurde es schon mal versucht /protokolliert?), aber gab es jemanden, der bereits damit klar kam?
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Verfasst am: Di Nov 02, 2010 9:44 pm    Titel:
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ChrisLDK
Moderator


Anmeldungsdatum: 13.01.2010
Beiträge: 1054
Wohnort: Wetzlar

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Dazu kann es noch keine Langzeitstudien geben, da die hochwirksamen Antiretroviralen Medikamente erst im Laufe 1996/1997 auf den Markt kamen und auch immer noch neue dazu kommen. Aber die, die seit 15 Jahren diese Medikamente nehmen, haben eine Viruslast, die nicht nachweisbar ist und NEIN, als geheilt kann man das allerdings nicht sehen. Die Viruslast wird unterdrückt, kann aber relativ schnell wieder hochschnellen, wenn man diese Medikamente nicht sehr regelmäßig nimmt.

Auf den zweiten Teil Deiner Frage gehe ich nicht mehr ein, da dies ja jedem klar sein müsste, der sich ein bisschen mit der Infektion auskennt.
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Verfasst am: Di Nov 02, 2010 10:31 pm    Titel:
Autor Nachricht
tm
Gast





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Zitat:
Dazu kann es noch keine Langzeitstudien geben, da die hochwirksamen Antiretroviralen Medikamente erst im Laufe 1996/1997 auf den Markt kamen und auch immer noch neue dazu kommen. Aber die, die seit 15 Jahren diese Medikamente nehmen, haben eine Viruslast, die nicht nachweisbar ist und NEIN, als geheilt kann man das allerdings nicht sehen. Die Viruslast wird unterdrückt, kann aber relativ schnell wieder hochschnellen, wenn man diese Medikamente nicht sehr regelmäßig nimmt.


Also keine Langzeitstudien.. aber es gibt doch wenigstens eine extrem hohe/bewiesene Wahrscheinlichkeit, dass AIDS nicht ausbricht, wenn an die Medikamente nimmt, oder?

Zitat:
Auf den zweiten Teil Deiner Frage gehe ich nicht mehr ein, da dies ja jedem klar sein müsste, der sich ein bisschen mit der Infektion auskennt.


Schade, denn genau das wollte ich wissen und darum dreht sich alles.
Siehe Eingangsfrage.


mfG.
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Verfasst am: Di Nov 02, 2010 11:47 pm    Titel:
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matthias
Gute Seele des Forums


Anmeldungsdatum: 08.08.2009
Beiträge: 2421
Wohnort: Berlin

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tm hat folgendes geschrieben::
Also keine Langzeitstudien.. aber es gibt doch wenigstens eine extrem hohe/bewiesene Wahrscheinlichkeit, dass AIDS nicht ausbricht, wenn an die Medikamente nimmt, oder?

HIV ist eine relativ junge Krankheit, was die Erfahrungswerte mit Krankheitsverläufen, anhaltenden Wirkungen und Neben- bzw. Nachwirkungen der Medikation betrifft. Es gilt derzeit als nachgewiesen, dass die medikamentöse Therapie das Immunsystem soweit stabilisiert, dass das Vollbild »Aids« am Ausbruch gehindert werden kann. Da die Krankheit erst 1981 zum ersten Mal bewusst auftrat und eine ernstzunehmende Therapie erst seit 1996 existiert, ist alles andere reine Spekulation. Trotzdem ist Tatsache, dass dank der Medikation z.B. die Infektiosiät positiver Menschen weit zurückgedrängt wurde - aber das sind alles im medizinischen Bereich eher kurzfristige Resultate.

Zitat:
Auf den zweiten Teil Deiner Frage gehe ich nicht mehr ein, da dies ja jedem klar sein müsste, der sich ein bisschen mit der Infektion auskennt.

Schade, denn genau das wollte ich wissen und darum dreht sich alles


Ich muss Chris hier unterstützen. Welche Aussage erwartest Du? »Es hat schon mal jemand auf die Medikamente verzichtet und ist drei Wochen später gestorben als erwartet?« Das kann nicht Dein Ernst sein. Es gibt schlicht keine Erfahrungswerte, aber eine Menge Scharlatane, die im Netz behaupten, dass das Trinken von linksdrehenden Bachblüten effektiver sei als die antiretrovirale Therapie. Glaubst Du wirklich, dass jemand, der entweder positiv ist oder sich mit positiven Menschen befasst, nicht jeden einigermaßen glaubwürdigen Strohhalm greifen würde, wenn es bedeutet, dass HIV in den Griff zu kriegen ist? Wir (Betroffene, Behandler und Begleiter) verlassen uns lieber auf das, was wir wissen und was beweisbar ist. Deshalb hat Chris Deine Frage nicht beantwortet - und deshalb tue ich das auch nicht. Aber Du sollst wenigstens wissen, warum ...
_________________
LG - matthias

1994 beim ersten Test positiv getestet. Wahrscheinlich bereits 1992 infiziert. Und immer noch gut drauf - wie es im Buche steht.
Website zu meinem Buch »Endlich mal was Positives«.
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Hier gibt's mein Buch zu kaufen.
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Verfasst am: Mi Nov 03, 2010 2:23 am    Titel:
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tm
Gast





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Zitat:
Es gilt derzeit als nachgewiesen, dass die medikamentöse Therapie das Immunsystem soweit stabilisiert, dass das Vollbild »Aids« am Ausbruch gehindert werden kann

Wie geht es einem eigentlich wenn man diese ganzen Medikamente schluckt?
Jeden Tag diese fuhr, also mein logisches Denken sagt mir jetzt so kurz mal ein, dass das auf Dauer nicht gesund ist. Langzeitstudien gibts auch nicht, also ist schwer zu sagen, wie sich die nun wirklich auswirken.

Zitat:
Das kann nicht Dein Ernst sein.

Warum nicht? Ich zweifle alles an, ich prüfe alles selbst.
Das nächste Zitat stützt mich.
Zitat:
Es gibt schlicht keine Erfahrungswerte

(Schlicht auch keine Langzeitstudien)
Zitat:
aber eine Menge Scharlatane, die im Netz behaupten

(Gibt auch einige öffentliche Scharlatane)
Zitat:
verlassen uns lieber auf das, was wir wissen und was beweisbar ist

Ihr wisst höchstens das, was euch erzählt wird und bei Beweisen wirds offensichtlich eng.. aber egal.

Ich versuche mir nur mein eigenes Bild zu machen.
Um das zu schaffen, bräuchte ich nur ein paar Fakten.

1. Wann bricht Aids durchschnittlicherweise aus, bei Leuten die keine Medikamente nehmen?
2. Wann bricht Aids bei Personen aus, die die Medikamente nehmen, gleich nachdem sie erfahren haben, dass sie HIV+ sind?

Egal wie die Antworten ausgehen, sie sagen jedesmal etwas aus Wink
mfG.
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Verfasst am: Mi Nov 03, 2010 6:22 am    Titel:
Autor Nachricht
ChrisLDK
Moderator


Anmeldungsdatum: 13.01.2010
Beiträge: 1054
Wohnort: Wetzlar

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Hallo,

erste mal, was ist so schwer daran zu verstehen, das es noch keine Langzeitstudien geben kann, wenn die Antiviralen Medikamente erst seit gut 15 bis 16 Jahren auf dem Markt sind. Eines kannst Du mir glauben. Seit dem hat es keinen Ausbruch von AIDS mehr gegeben (Voraussetzung hierfür: konsequente Einnahme der Medikamente)!!!

Wann AIDS bei jemanden ausbricht, der keine Medikamente nimmt, hat viel mit dem Virenstamm zu tun, den man sich eingefangen hat, desweiteren kommt hinzu, wie derjenige lebt und ob er sich "nur" HIV eingefangen hat oder eine weitere schwer zu behandelnde Krankheit (wie z.B. Hephatitis C).
Auch hier gibt es keine konkreten Studien!!!

Die Medikamente bekommt man nicht gleich am Anfang nach dem Testergebnis, der Therapiebeginn richtet sich nach den Werten der Helferzellen und der Viruslast. Ich habe mit 313 Helferzellen und einer Viruslast von 220.000 mein Testergebnis bekommen und erst nen halbes Jahr später mit den Medikamenten begonnen.

Die Ärzte warten in der Regel ab, bis man den "set-Point" erreicht hat. Das kann je Patient von wenigen Wochen bis zu mehreren Jahren dauern. Mit "set-Point" meint man die Viruslast, bei der man sich "einpendelt". Bei mir wäre das bei 100.000 gewesen und das ist für das Immunsystem zu viel.
_________________
Art-Medikamente:
Truvada [1-0-0], (Tenofovir + Emtricitabin)
Isentress [1-0-1], (Raltegravir)

Viruslast: <20
CD4 (absolut) [Zellen/µ]: 560
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Erstdiagnose: 11/2009 (Test in 07/2009 noch negativ)
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Verfasst am: Mi Nov 03, 2010 6:22 am    Titel:
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Hinweis: Bitte beachten Sie, dass die obigen Informationen (sofern nicht explizit gekennzeichnet) von medizinischen Laien stammen. Sie können und wollen daher den Arztbesuch nicht ersetzen. Um medizinisch valide Informationen zu erhalten, wenden Sie sich bitte an den Arzt Ihres Vertrauens.




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