Mit der Diagnose HIV positiv liegt die durchschnittliche Lebenserwartung heutzutage fast auf gleichem Niveau wie der Durchschnitt der Gesellschaft. Gerade deshalb ist es für HIV Patienten elementar wichtig, dass sie gut versichert sind und für das Alter vorsorgen. Nichtsdestotrotz schließen viele Versicherungsgesellschaften HIV positive Menschen per se von deren Leistungen aus.
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Verfasst am: Mi Dez 02, 2009 3:43 pm Titel: Ist HIV+ bei behandlung wirklich so harmlos??
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LuvBoy
Anmeldungsdatum: 02.12.2009 Beiträge: 2
Hay,ich habe da mal ein paar fragen zum thema hiv+, ich bin schwul und habe jemanden kennengelernt der hiv+ ist,aber in behandlung und jeden tag eine tablette schlucken muss...seine ansteckungsgefahr liegt bei 0,01-2,3% laut seiner aussage! ist das möglich? was sollte ich auf fedenfall beachten wenn ich sex mit ihm haben sollte? ist das risiko sich anzustecken wirklich so gering?? danke im vorraus und liebe grüsse
vielen dank für die rasent schnelle antwort, ich bin nicht dumm und würde auch schon aus eigenen zügen nur mit gummi sex haben wollen aber seine erklärung das seine ansteckungsgefahr nur bei so einem geringen wert liegt, lies mich stutzen...ist so ein wert überhaupt möglich?bzw gibt es so etwas überhaupt??
Ja so etwas gibt es. (Fehler behoben)
Es gibt medikamte die Werte so weit runter fahren lassen, das sie in anderen Bundesländern eigentlich kaum noch nach zu weisen sind wenn man die Ärzte vorher nicht darüber Informiert hat.
(Man was hab ich denn da grausames geschrieben) _________________ Eine Herde ist nur so gut wie ihr schwächstes Glied
Zuletzt bearbeitet von Shogun21 am Do Dez 03, 2009 2:29 am, insgesamt 1-mal bearbeitet
Anmeldungsdatum: 11.07.2009 Beiträge: 4259 Wohnort: Bei Basel / CH
Bei gewissen Leuten kann der Virenload dermassen tief sein, dass HIV nicht nachweisbar ist und sie mit dem Partner ohne Kondome schlafen können. Aber diese Leute müssen dauernd unter Kontrolle sein. Und beide Partner müssen dies mit dem behandelnden Arzt besprechen.
Wie Ohne Kondom?
Also es ist es so das mein Patner tatsächlich solch niedrigen Vierenload hat.
Aber von solchen sachen hat er mir nie was erzählst.
Klar auch selbst wenn er bei null wäre, hat er trotzdem immer noch HIV und ich denke das man auch trotzdem weiterhin mit Gummi sex haben sollte. _________________ Eine Herde ist nur so gut wie ihr schwächstes Glied
Anmeldungsdatum: 11.07.2009 Beiträge: 4259 Wohnort: Bei Basel / CH
Ne, das gibt es bei uns in der Schweiz wirklich. Wenn Menschen einen dermassen tiefen Virenload haben, dass sie als nicht mehr infektiös gelten. Aber man muss diesen Virenload ständig unter Kontrolle haben um schnell reagieren zu können. Bei SternTV war es mal das Thema.
Anmeldungsdatum: 08.08.2009 Beiträge: 2130 Wohnort: Berlin
Diese Empfehlung der Eidgenössischen Kommission für Aidsfragen halte ich aber für ausgesprochen schwierig - denn sie öffnet den Leuten Tür und Tor, die trotz HIV nach Auswegen suchen, ihre Krankheit zu verdrängen - und damit andere gefährden. In Deutschland sind die Schwerpunktärzte ziemlich ärgerlich drüber, weil sie die Safer Sex-Kampagnen konterkariert ... _________________ LG - matthias
Anmeldungsdatum: 11.07.2009 Beiträge: 4259 Wohnort: Bei Basel / CH
Es wird auch in der Schweiz nur denen empfohlen die in festen Partnerschaften leben. Ansonsten kann sich der Positive selbst auch bei einem anderen Partner mit HIV (anderer Stamm) oder anderem infizieren.
In Sachen Gefährden... wenn der Virenload tief ist und ungeschützter GV möglich... dann wäre es nur eine Gefährdung wenn der VL wieder steigt. Aber wie dem auch sei.... bei neuen oder wechselnden Partnern gilt safer Sex und dies wird auch so von den Schweizer Aerzten gesagt.
@luvboy: Die Infos, die Du hier bekommen hast, sind etwas ungenau.
Die Deutsche AIDS-Hilfe hat ein Positionspapier veröffentlicht, dessen Kernaussage lautet:
Zitat:
Eine Übertragung bei sexuellen Kontakten ohne Kondom ist unwahrscheinlich, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:
# die Viruslast des HIV-positiven Partners/der HIV-positiven Partnerin ist seit mindestens sechs Monaten unter der Nachweisgrenze,
# die antiretroviralen Medikamente werden konsequent eingenommen,
# bei den Sexualpartnern/-partnerinnen liegen keine Schleimhautdefekte z.B. als Folge sexuell übertragbarer Infektionen vor.
Das heißt: Das Risiko einer HIV-Übertragung ist unter den oben genannten Bedingungen so gering wie bei Sex unter Verwendung von Kondomen.
Die Empfehlung kommt also auch aus Deutschland und nicht nur aus der Schweiz. Sie ist sogar sehr präzise formuliert und der pdf-download des Positionspapiers bezieht sich konkret auf alle relevanten Lebensbereiche.
Die von Alexandra erwähnten "gewissen" Personen sind alle Betroffenen, die sich einer erfolgreichen Therapie mit Medikamenten unterziehen.
Der Empfehlung, das mit dem Schwerpunktarzt zu besprechen, stimme ich nur bedingt zu. Schwerpunktärzte sind dafür da, um eine medizinische Betreuung zu leisten. Die Beratungsleistung wird von den regionalen AIDS-Hilfen oder der Beratungshotline der AIDS-Hilfen erbracht. Dort habt ihr dann auch genügend Zeit um alle Fragen zu diskutieren. Wie auch immer ihr euch dann aufgrund der gegebenen Datenlage entschiedet, ist eure private Angelegenheit.
@mathias: Ich finde es immer wieder bedauerlich, wenn Betroffene die weitreichenden Folgen des EKAF-statements auf diese klischeehafte Barebacker-Diskussion reduzieren. In erster Linie geht es bei EKAF darum, mündigen Menschen keine Informationen vorzuenthalten und aufgrund der Fakten gegen Kriminalisierung und Stigmatisierung anzugehen.
Da ich selbst betroffen und, wie ihr euch denken könnt, engagiert bin, kann ich die pauschalisierende Aussage, dass alle Ärzte über EKAF ärgerlich sind, nicht bestätigen und finde auch diese Pauschalisierung bedauerlich.
Hinweis: Bitte beachten Sie, dass die obigen Informationen (sofern nicht explizit gekennzeichnet) von medizinischen Laien stammen. Sie können und wollen daher den Arztbesuch nicht ersetzen. Um medizinisch valide Informationen zu erhalten, wenden Sie sich bitte an den Arzt Ihres Vertrauens.
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