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Antiretrovirale Therapie bei HIV und AIDS. Faktoren des Therapieerfolgs
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Imunschwäche in der Anfangszeit


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Verfasst am: Mi Dez 07, 2011 1:28 am    Titel: Imunschwäche in der Anfangszeit
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littlecrazyboy
Neues Mitglied


Anmeldungsdatum: 23.03.2011
Beiträge: 18
Wohnort: Schömberg bei Balingen, BW

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Hey, Leute!

Mal eine kurze Frage:
wie macht sich HIV denn in der Anfangszeit bemerkbar? Ist es glaubhaft, wenn man sagt, dass i.d.R. vier bis sechs Wochen nach der Infektion erste Krankheitssymptome auftreten KÖNNEN und man sich diese einfängt, weil der Körper und das Imunsystem durch die Bildung von HIV-Antikörper so sehr geschwächt sind? Danach beginnt ja die sogenannte Latenzphase, also eine Zeit von ca. 9-10 Jahren, in denen man sich wieder fit und wie gesund fühlt, also praktisch wie vor der Infektion. Erst danach wandelt sich HIV in AIDS um und die Krankheitserscheinungen, die nun einhergehen, klingen folglich nicht mehr ab, wenn sie nicht behandelt werden...

Inwiefern stimmt das? Da sich HIV ja bei jedem einzelenen indivudell bemerkbar macht (bei manchen ja auch gar nicht, weswegen allgemein ja nicht von Symptomen gesprochen werden kann), könnte es doch auch sein, dass es keinen Unterschied zwischen Anfangs- und Latenzzeit gibt und man sich ständig schlapp und unwohl fühlt.

Es gibt doch keine Garantie dafür, dass das Imunsystem während der laut einigen Internetberichten "beschwerdefreien Latenzzeit" doch ganz normal arbeitet, oder?

Ich frage das, weil ich mich derzeit in einer unklaren Situation befinde. Ich hatte vor einigen Wochen einen Risikokontakt und warte derzeit noch, bis die Wochen zum erstmöglichen, aussagekräftigen AIDS-Test vergehen. Seitdem habe ich einige Krankheiten gehabt und einige davon habe ich mir womöglich auch eingebildet, da mit dieser gewissen schlimmen Angst im Hinterkopf ja alles schon sehr schrecklich aussieht, was eigentlich gar nicht so ist...
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Verfasst am: Mi Dez 07, 2011 1:28 am    Titel:
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Verfasst am: Mi Dez 07, 2011 9:12 am    Titel: Re: Imunschwäche in der Anfangszeit
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matthias
Gute Seele des Forums


Anmeldungsdatum: 08.08.2009
Beiträge: 2421
Wohnort: Berlin

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Hi littlecrazyboy,

ich weiß ja nicht, woher Du Deine Kenntnisse hast, aber sie wirken auf mich wie ergoogelt und nicht verstanden.

Eine Infektion macht sich nicht unbedingt bemerkbar. Sie kann mit Begleiterscheinungen verbunden sein, die allesamt auch zu anderen, weit harmloseren »Krankheitchen« gehören können (und das zumeist auch tun) ... sie kann aber auch völlig ohne diese oft fälschlich als »Symptome« bezeichneten Begleiterscheinungen einhergehen. Irgendwelche Zeitspannen als allgemeingültig anzugeben, ist jedenfalls falsch; es hängt immer von der Konstitution, dem Immunsystem, den äußern und inneren Stressfaktoren und manchmal sogar vom Wetter (kein Scherz!) ab, wie schnell oder langsam sich eine Infektion ausbreitet.

AIDS kommt nicht automatisch. AIDS ist auch keine Krankehit, sondern bezeichnet den Zustand nach Zusammenbruch des Immunsystems, wenn sich sog. »opportunistische Infektionen«, also solche, die den schwachen Zustand des Immunsystems ausnutzen, bilden. Erst wenn es mindestens eine dieser opportunistischen Krankheiten gegeben hat, spricht man von AIDS.

Heutzutage kommt es aber nur noch in den wenigsten Fällen so weit, denn die Therapiemöglichkeiten (antiretrovirale Therapie) zielen mittlerweile mit großem Erfolg darauf ab, das Immunsystem zu stärken (Helferzellen hoch) und die Verbreitung des Virus' zu stoppen (Viruslast runter). Ganz entfernen lässt sich das Virus nicht - daher ist eine HIV-Infektion irreversibel (oder auch unheilbar). Aber: Wo kaum Viren - da kaum Infektiosität, und wo kaum Infektiosität - da keine Negativspirale in der Gesundheit.

Vielleicht schilderst Du erst einmal Deinen Risikokontakt - dann können wir mehr dazu sagen. Und ... Du wartest nicht auf den AIDS-Test, sondern auf den HIV-Test.
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LG - matthias

1994 beim ersten Test positiv getestet. Wahrscheinlich bereits 1992 infiziert. Und immer noch gut drauf - wie es im Buche steht.
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Verfasst am: Mi Dez 07, 2011 9:43 pm    Titel: Danke
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littlecrazyboy
Neues Mitglied


Anmeldungsdatum: 23.03.2011
Beiträge: 18
Wohnort: Schömberg bei Balingen, BW

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...für die rasche Antwort! Du hattes Recht, vieles aus deinem Beitrag habe ich gar nicht gewusst bzw. falsch eingeschätzt.

Zu meinem Risikokontakt: der war am 03.10.11. Sozusagen ein einmaliger Ausrutscher mit einem anderen Typen anal und ungeschützt. Ob es zum Erguß seinerseits kam, weiß ich leider nicht mehr hundertprozentig. Das war mein erster sexueller Kontakt mit einem Kerl auf diese Weise. Aber ich hätte es trotzdem besser wissen sollen, stimmt...

kurz darauf kam ich mit einer schweren Magendarminfluenz ins KKH, was sich aber wohl nicht wirklich damit in Verbindung bringen lässt. Aber seit der Entlassung aus dem Krankenhaus hatte ich verschiedene Krankheitssymptome, die dich irgendwie nicht zuordnen liessen. Z.B. ein geschwollener Lymphknoten auf der rechten Halsseite und Schmerzen am Hals und im Mund, sowie gelegentliche Unterleibschmerzen. Seitdem war ich schon bei allerhand von Ärzten, vom Hausarzt bis hin zum HNO-Dok, aber keiner wusste wirklich weiter. Wenn man dann die Möglichkeit von HIV nannte (weil ich mich damals noch weniger damit auskannte, und durch Internetsuchen auf allerhand möglicher Symptome gekommen bin), wurde man irgendwie nicht mehr ernst genommen, weil es keiner für möglich hielt, es könnte damit zusammenhängen oder ich hätte mich tatsächlich damit infiziert...

jetzt sitz ich schon Tage und Wochen daheim, immer mal wieder mit Schmerzen, hauptsächlich aber mit der panischen Angst, infiziert zu sein. Und niemand kann mir da weiterhelfen und mir sicher sagen, wieso z.B. der Lymphknoten schon seit fast 2 Monaten einfach nicht abschwellen will oder wieso ich weißen Belag auf der Zunge hab, der seitdem noch keinem Arzt aufgefallen ist oder nicht ernst genommen wurde. Entweder wird dann schnell Antibiotika verschrieben oder ich werde gebeten, die Sache einfach auszusitzen, da die Beschwerden ja nicht so heftig sein können, dass sie nicht binnen eines bestimmten Zeitraumes nicht von selbst wieder verschwinden würden (kein Witz!!)

So ist das... langsam weiß ich nicht mehr wohin mit meinen Gedanken. Das macht mich schon alles ziemlich fertig!
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Verfasst am: Mi Dez 07, 2011 9:55 pm    Titel:
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blume23
Bewährtes Mitglied


Anmeldungsdatum: 13.09.2011
Beiträge: 155

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Die einzige Gewissheit bringt dir Ak-Test. Die Sache ist doch schon ca. 8 Wochen her oder? Somit hast du schon eine große Sicherheit durch den Test!
So wie du unter deinen Symptomen leidest solltest du möglichst bald einen machen, denn du gehst ja schon fast davon aus dich tatsächlich infiziert zu haben!
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Verfasst am: Mi Dez 07, 2011 11:33 pm    Titel:
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littlecrazyboy
Neues Mitglied


Anmeldungsdatum: 23.03.2011
Beiträge: 18
Wohnort: Schömberg bei Balingen, BW

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Einen Test habe ich bereits vorletzte Woche machen lassen, da war er negativ. Das war im Gesundheitsamt und damals meinte der für mich zuständige Amt auch, dass wäre jetzt noch zu ungenau und erst nach ca. 10-12 Wochen wäre er hundertprozentig genau. Deshalb warte ich noch. am 26.12. wären es genau 12 Wochen, aber da wird wohl niemand einen Test machen, also frühestens wieder am 03.01.12
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Verfasst am: Do Dez 08, 2011 12:26 am    Titel:
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krikrakris
Neues Mitglied


Anmeldungsdatum: 23.11.2011
Beiträge: 17

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Dann mach doch einen nach 11 Wochen, die eine Woche macht bei den heutigen Tests nicht wirklich was aus! 10 Wochen sind schon 99,irgendwas% sicher, hat zumindest der Chef meiner Freundin gesagt und der ist Betriebsarzt, der kennt sich aus.Dann kannst du die Feiertage über entspannen.
Wenn dir die eine Woche im Hirn geistert, was ich hier schon mehrfach überflogen hab, dann mach noch irgendwann im Januar einen. Aber dass sich dann noch was am Ergebnis ändert glaub ich kaum...da müsstest du eher Angst haben, dass dich auf dem Weg zum Test der Blitz trifft Very Happy
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