Mit der Diagnose HIV positiv liegt die durchschnittliche Lebenserwartung heutzutage fast auf gleichem Niveau wie der Durchschnitt der Gesellschaft. Gerade deshalb ist es für HIV Patienten elementar wichtig, dass sie gut versichert sind und für das Alter vorsorgen. Nichtsdestotrotz schließen viele Versicherungsgesellschaften HIV positive Menschen per se von deren Leistungen aus.
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Verfasst am: Sa Feb 28, 2009 12:39 am Titel: Impotenz durch HIV?
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Er48 Gast
Hallo liebe Community!
Ich habe eine Frage. Mein neuester Schwarm ist HIV positiv. Wir sehen das Virus aber nicht als "Beziehungskiller" an - im Gegenteil: durch das Virus intensiviert sich unsere Beziehung zwangsweise! Wir müssen uns deutlich intensiver mit uns gegenseitig beschäftigen - auch, wenn man mich für diese Aussage wohl für verrückt erklären könnte.
Für meinen Freund habe ich mich sehr intensiv mit dem Thema HIV auseinandergesetzt. Daß wir bei allem verhüten versteht sich für uns von selbst! Aber - und jetzt kommt meine eigendliche Frage: wie sieht das denn eigentlich aus? Kann es sein, dass mein Freund durch die HAART so geschwächt wird, dass er impotent wird?
Bitte versteht mich nicht falsch! Ich möchte unsere Beziehung nicht auf die Sexualität reduzieren. Jedoch halte ich es für besonders wichtig, dass wir genau solche Fragen im Vorfeld klären.
Es ist immer schwer, eine funktionierende Partnerschaft aufzubauen, obwohl das HI Virus in einem der Partner schlummert. Gerade deshalb halte ich es für besonders wichtig, dass man auch genau solche Fragen recherchieren kann, wie Du sie gestellt hast! Dafür danke ich Dir!
Es ist in der Tat so, dass die HIV Therapie zu einer (Unter-)Form von Impotenz führen kann. Es handelt sich aber hierbei nicht um die klassische Form der Impotenz (vgl. Zeugungsunfähigkeit), sondern um die im Volksmund ebenfalls als Impotenz bezeichnete erektile Dysfunktion. Meist jedoch kommt es also nicht zu einem kompletten Verlust der Erektionsfähigkeit - man spricht daher in diesem Zusammenhang eher von Erektionsstörungen.
Die Antiretrovirale Therapie (ART) kann sich gegebenenfalls so auswirken, dass der Patient Erektionsstörungen bekommt. Dies ist primär auf den Libidoverlust und hormonelle Probleme zurück zu führen (vgl. Dr. Reiter/Rainbow Magazin)
Mit Nachdruck möchte ich aber betonen, dass dies eine Nebenwirkung der ART sein kann - aber definitiv nicht muss! Es gibt jedoch vermehrt Statistiken, in denen genau dieses Thema angegangen wird. Die entsprechenden Studien haben alle einen ähnlichen Tenor: nämlich, dass es bei HIV positiven Männern die via ART behandelt werden deutlich wahrscheinlicher ist als bei HIV negativen Männern (die natürlich auch den Nebenwirkungen der ART nicht ausgesetzt sind) dass sie an Erektionsstörungen leiden. (vgl. Dr. Glaunsinger / Berlin)
Zusammengefasst bedeutet dies nichts anderes, als dass die Problematik der Erektionsstörung durchaus vorkommen kann. Ein kompletter Verlust der Erektionsfähigkeit im Rahmen der ART ist aber eher unwahrscheinlich. Wie groß die Wahrscheinlichkeiten genau sind, ist noch nicht sicher erforscht. (vgl. MED-INFO)
Ich denke: wenn man sich wirklich liebt, dann sollte man auch über solche Themen sprechen. In der heutigen Zeit sind Erektionsstörungen aber behandelbar. Sollte es also wirklich dazu kommen, so gibt es die unterschiedlichsten Möglichkeiten, diese zu beheben. _________________ HIV-Symptome | HIV Factsheet - das kostenlose Ebook
Anmeldungsdatum: 08.08.2009 Beiträge: 2130 Wohnort: Berlin
Ich kann nur für mich sprechen: Bei mir gibt es diesbezüglich keinerlei Anzeichen (bin seit 2001 auf HAART). Mein Testosteronspiegel steigt faszinierenderweise immer noch an, obwohl ich schon die 50 überschritten habe ... _________________ LG - matthias
Hinweis: Bitte beachten Sie, dass die obigen Informationen (sofern nicht explizit gekennzeichnet) von medizinischen Laien stammen. Sie können und wollen daher den Arztbesuch nicht ersetzen. Um medizinisch valide Informationen zu erhalten, wenden Sie sich bitte an den Arzt Ihres Vertrauens.
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