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Verfasst am: Mo Jan 09, 2012 8:54 pm Titel: Immunglobulinmangel / falsch-negativ ?
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unsicher2012
Anmeldungsdatum: 09.01.2012 Beiträge: 4
hallo ,
aufgrund meiner Mandel-OP wurde auch HIV-Test im Krankenhaus gemacht. negativ. wie auch schon der beim Gesundheitamt letztes Jahr.
Auf dem Testbericht im Krankenhaus steht: Bei Immunglobulinmangel oder zu frühem Zeitpunkt kann Testergebnis falsch-negativ sein. Wann hat man einen Immunglobulinmangel ? wisst Ihr das? was ist das genau? danke.
Anmeldungsdatum: 11.07.2009 Beiträge: 4717 Wohnort: Bei Basel / CH
Immunglobuline sind Antikörper. Wenn man also einen Mangel hat (krankheitsbedingt) oder zu früh zum Test kommt wird er ev. falsch-negativ sein. Mehr heisst dies nicht.... ist ein Standardsatz. _________________ Lieben Gruss
Alexandra
auch wenn man diesen mangel haben sollte: werden denn dann zwingend auch die hiv-ak´s nicht gefunden? oder werden die trotzdem mit einem hiv-ak-test gefunden? Immunglobulinmangel = falsch-negativ ? oder werden die hiv-ak´s immer gefunden (trotz eines mangels)?
Anmeldungsdatum: 11.07.2009 Beiträge: 4717 Wohnort: Bei Basel / CH
Du hast nicht nur eine Art an Igs. Zudem... die HIV-Tests haben auch das Antigen mit drin und reagieren somit auf Proteine des Virus. _________________ Lieben Gruss
Alexandra
Bei den Tests (Gesundheitsamt) wird ja auf HIV-Antikörper und aber auch auf HIV-Antigene getestet, oder?
Kann es nicht sein, dass die HIV-Antigene nicht mehr gefunden werden können, weil sie nur kurz da waren? (Wikipedia: "Beachtet werden muss jedoch, dass das HIV-1-p24-Antigen nur für ca. 4 Wochen im Körper nachweisbar ist"). Und kann es sein, dass eventuell die HIV-Antikörper auch nicht gefunden werden können? Dann hätte man doch falsch-negativ (sollte man positiv sein).
Die Fragen zielen darauf ab, ob man sich denn auf die Nachweisbarkeit der HIV-Antigene verlassen kann, wenn u. U. die HIV-Antikörper nicht nachgewisesn werden können. (aber vielleicht kann man sich ja schon auf die Nachweisbarkeit der HIV-Antikörper verlassen, obwohl man M. Bechterew hat (Autoimmunkrankheit)).
...bin zwar kein Moderator, erlaube mir jedoch, auf Deine Frage zu antworten.
Wie Alexandra schrieb, handelt es sich um einen Standardsatz, da es in äusserst seltenen Fällen vorkomment, dass Menschen mit einem Immunglobulinmangel falsch getestet werden.
Noch ein Tipp von mir. Auch Wikipedia ist teilweise nicht gut recherchiert....vorallem das Kapitel HIV-Tests nicht. Denn wenn Du genauer hinschaust, wirst Du feststellen, dass genau diese Seite unzureichend mit Belegen "fundiert" ist.
Dieses berühmte 2. diagnostische Fenster dass Du ansprichst ist KEIN erwiesenes. Hier gehen die Meinungen auseinander.
Ich zitiere hier aus einer sehr guten Quelle:
Teststandards 2011 der Deutschen Aidshilfe für Beraterinen und Berater:
Seite 21:
Der Kombinationstest sucht nach p24-Antigen und nach HIV-Antikörpern. Kombinationstests
oder „HIV-Antikörpertests der 4. Generation“ haben im Labor die reinen Antikörpertests der
„3. Generation“ weitgehend verdrängt.
• THEORETISCH gibt es mit dem p24-Antigen-Antikörper-Kombinationstest ein – WAHRSCHEINLICH BEDEUTUNGSLOSES – zweites diagnostisches Fenster.
Ferner heisst es auch:
Umstritten ist, ob das Zweite diagnostische Fenster beim Testen relevant ist. Denn wenn p24 gebunden
ist, müssen ja in relevantem (und vielleicht auch nachweisbarem Umfang) Antikörper da sein!
Diese sehr gut beschriebene Broschüre kannst Du Dir im pdf downloaden....such einfach nach Teststandards_211.pdf.
gehe ich recht in der annahme, dass die 4. generation eventuell vorhandene hiv-antigene (die ja nur dann da sein müssten, wenn man positiv ist) immer findet? sind die also immer nachweisbar?
gilt das gleiche für hiv-antikörper?
ich denke, die sicherheit der nachweisbarkeit von hiv-antigenen und hiv-antikörpern beschäftigt viele. gerade dann, wenn sie negativ getestet wurden, aber trotzdem eine immunkrankheit haben wie z.b. morbus bechterew (rheuma in wirbelsäule).
und zweitens: es ist also richtig, dass die 4.generation beides testet (hiv-antigene und hiv-antikörper) und somit eine infektion in jedem fall nachweist?
Also ich muss Dir schon sagen, Du bist wirklich kreativ in der Suche nach einer Möglichkeit, warum DEIN...vorallem NUR DEIN Test doch unsicher sein könnte.
Man hat in der Medizin immer die Möglichkeit, ALLES in Frage zu stellen...denn 100% Sicherheit wird Dir nie jemand geben können. Das liegt daran, dass wir halt einfach Individuen sind.
Zum Thema Autoimmunkrankheiten:
Die genauen Ursachen für die Entstehung von Autoimmunkrankheiten sind unbekannt. Da jedoch in vielen Fällen Frauen der Altersgruppe zwischen 20 und 45 betroffen sind, werden u.a. hormonelle Gründe als Entstehungsbedingung zugrunde gelegt. Teilweise kommt es zu familiären Häufungen einer bestimmten Autoimmunerkrankung, so dass gleichfalls von genetischen Dispositionen ausgegangen werden kann. In Bezug auf die Lebensweise der Betroffenen (Ernährungs-, Reise- und Freizeitgewohnheiten) werden keine bedeutenden Faktoren benannt.
(Quelle: alexandra-doell.suite101.de)
Soll heissen, dass es
1. sehr, sehr, sehr wenige Menschen gibt, die daran leiden,
2. davon nichts wissen.
DENN
Bei Autoimmunerkrankungen ist das Immunsystem nicht geschwächt, es kommt vielmehr zu überschießenden Reaktionen, die bereits oben näher beschrieben wurden.
Also dies mal zu dieser Sache. Im Regelfall hat man "sowas" nicht einfach mal nebenbei!!!
Dann noch zum Thema p24 Antigen:
Es handelt sich hierbei um die Kernhülle des HIV-Virus das jedoch nur dann nachweisbar ist, wenn die Viruslast sehr hoch ist. (Besonders in der Anfangsphase einer Infektion!)
Soll heissen, diese sind nicht zu jeder Zeit der Infektion nachweisbar.
Du wirst in der Matherie HIV-Testung immer was finden, damit Du einen Test in Frage stellen kannst......jedoch auch bei anderen Erkrankungen.
Daher empfehle ich Dir, wenn Du einen Risikokontakt hattest, 8-12 Wochen zu warten, einen Antikörpertest zu machen und die Sache abzuschließen.
Sonst kommst Du immer wieder von Bäumlein auf Ästlein, von Ästlein auf Stöcklein und von Stöcklein auf Blättlein.
Gruß
Daniel
PS: Und lies den von mir empfohlenen Flyer, da steht ALLES drinnen!!!
Hinweis: Bitte beachten Sie, dass die obigen Informationen (sofern nicht explizit gekennzeichnet) von medizinischen Laien stammen. Sie können und wollen daher den Arztbesuch nicht ersetzen. Um medizinisch valide Informationen zu erhalten, wenden Sie sich bitte an den Arzt Ihres Vertrauens.
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