Mit der Diagnose HIV positiv liegt die durchschnittliche Lebenserwartung heutzutage fast auf gleichem Niveau wie der Durchschnitt der Gesellschaft. Gerade deshalb ist es für HIV Patienten elementar wichtig, dass sie gut versichert sind und für das Alter vorsorgen. Nichtsdestotrotz schließen viele Versicherungsgesellschaften HIV positive Menschen per se von deren Leistungen aus.
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Verfasst am: Mi Okt 27, 2010 11:19 am Titel: „Ich bleibe immer positiv“
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ZDFonline
Anmeldungsdatum: 27.10.2010 Beiträge: 1
Hallo ins Forum,
wusstet ihr, dass nur etwa drei von 100 HIV-infizierten Frauen offen mit ihrer Krankheit umgehen? Die meisten schweigen - sie haben Angst vor Diskriminierung, Ausgrenzung und aus Rücksicht auf ihre Familie.
Annette Heinrich hat einen Film gemacht, in dem drei HIV-positive Frauen von ihrem Leben erzählen – davon, wie schön es trotz dieser Krankheit sein kann. Aber auch davon, wie schwer es ist, die Diagnose nicht zu verheimlichen.
Nun ja, der Post ist ja doch schon etwas älter aber infolge dessen, dass ich noch gar nicht so lange hier online bin und ihn auch eben erst gelesen habe, versuche ich doch mal eine Antwort zu verfassen
Wie gehe ich mit HIV um?? Soweit eigentlich recht gut und ich kann wirklich sagen, dass es mein Leben zur Zeit noch gar nicht so beeinflusst. Ich kenne die Diagnose seit bald 3 Monaten. Klar, die ersten 4 Wochen waren nicht wirklich angenehm aber dank diesem Forum hier und auch Dank der Hilfe meines Partners konnte ich das gut verarbeiten. Die Krankheit ansich sehe ich als eine Art Allergie an. Ich muss da auf einen näheren Verwandten blicken, der Asthma hat; ausgelöst durch allerlei Allergien und auch dieses könnte letztdendlich zum Tode führen, würde er nicht seine Behandlung bzw. Medis regelmäßig nehmen.
Ich selber behalte mir natürlich vor, wem ich von meiner Erkrakung erzähle und wem nicht. Das aber würde ich mit jeder "anderen" Erkrankung genau so handhaben - da mache ich keine Unterschiede. Und von der handvoll Personen, die es nun wissen muss ich ganz ehrlich sagen, dass sie es zwar schmerzlich aber durchaus nicht aussichtslos aufgenommen hatten. Es hat sich an der Beziehung zu diesen überhaupt nichts geändert. Villeicht auch, weil sie sehen, dass ich ganz normal damit umgehen kann, mich nicht hängen lasse oder gar in ein tiefes Loch voller Depressionen falle. Vielleicht auch, weil ich es immer betone: Es gibt weitaus schlimmere Krankheiten als die Diagnose HIV+
Woran allerdings noch gearbeitet werden sollte in meinen Augen ist, dass eine bessere Aufklärung betrieben werden muss. Mit einem TV-Werbespot über Kondome ist es da m.E. nicht getan. Das zeigt auch so manches Post hier mit Fragen und den daraus folgenden Ängsten.
Und wäre diese Diskussion hier noch im Gange, so würde ich noch weitaus mehr schreiben. Aber vielleicht entfache ich ja wieder einen kleinen Funken denn mich würde es auch mal interessieren, wie der ein oder andere darüber denkt, damit umgeht oder lebt.
Liebe Grüße
Hoffnung _________________ Die Welt ist mir ... es liegt bei mir etwas zu bewegen!!
Na dann schreib doch mal weiter. Es interessiert mich auch immer wie andere damit umgehen. Und ich finde es kann gar nicht genug darüber geredet werden.
Ich zb gehe damit um wie mit anderen Zipperlein auch. (Kurz nochmal: ich bin negativ, mein Partner positiv) Ich binde es nicht jedem ungefragt auf die Nase, aber wenn das Thema darauf kommt rede ich auch darüber. Und zwar dann evtl auch in der vollen U-Bahn oder so, egal wie viele Leute mich dann schief angucken. Und ohne mich selbst beweihräuchern zu wollen finde ich, dass viel mehr Leute einfach offen darüber reden sollten wie über einen Schnupfen. Dann würde auch die ewige Stigmatisierung endlich weniger werden.
Ja, genu zum Thema Stigmatisierung. Zuviele haben eben noch die Bilder von Freddy Mercury oder dem Philadelphia-Streifen im Kopf. Auch finde ich es immer mehr verwunderlich jedoch absolut verständlich, dass die Rede von Unwissenden nur von AIDS ist (ich mein, ich gehörte ja auch mal dazu). Aber bis man heutzutage AIDS bekommt, ist es - dank der Forschung - doch ein sehr langer Weg und ob es je eintrifft, liegt doch immer an einem selber.
Ich habe seinerzeit die Gerichtssache der Sängerin der "No Angels" verfolgt. Damals wusste ich noch nicht, dass ich auch mal betroffen sein könnte. Als ich sie während eines TV-Auftritts gesehen hatte dachte ich mir nur: Wow... so lässig geht sie damit um - Respekt. Heute weiß ich warum und es macht mich fast ein Stück stolz
So viele Jahre in denen ich mit Angst um diese Krankheit gelebt hatte... heute kann ich wirklich sagen, dass ich befreiter bin, trotz dieser Diagnose und genau das ist an uns es zu vermitteln. So wie du geschrieben hast - eine offene Rede.. als wäre es ein Schnupfen.
Natürlich kann ich nur für mich reden aber ich möchte denjenigen Mut machen, die vielleicht keinen Ausweg sehen und sich am Liebsten in ein Loch verstecken möchten. _________________ Die Welt ist mir ... es liegt bei mir etwas zu bewegen!!
Verfasst am: Sa Feb 11, 2012 9:02 pm Titel: Bitte nicht so allgemein
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lost Bewährtes Mitglied
Anmeldungsdatum: 08.02.2012 Beiträge: 151 Wohnort: Berlin
Hallo,
auch wenn dieser Thread schon was älter ist, möchte ich etwas loswerden.
Hoffnung2011 hat folgendes geschrieben::
... Aber bis man heutzutage AIDS bekommt, ist es - dank der Forschung - doch ein sehr langer Weg und ob es je eintrifft, liegt doch immer an einem selber...
ich muss ganz ehrlich sagen (bzw. schreiben), dass mich der letzte Teil dieses Satzes ärgert. Es mag ja sein, dass es oft so ist, aber bitte verallgemeinere das nicht so. Ich habe immer die Ratschläge meines Arztes befolgt und habe trotzdem mit opportunistischen Infektionen zu kämpfen (-> Vollbild AIDS).
Liegt es an mir, weil ich womöglich dem falschen Arzt vertraut habe?
Liegt es an mir, weil sich das Virus nicht immer so verhält, wie es in Lehrbüchern steht?
Liegt es an mir, weil mein Immunsystem sich noch mit anderen Grunderkrankungen herumplagen muss?
Liegt es an mir, weil ich nicht genug gejammert habe... oder habe ich meine Beschwerden nicht deutlich genug geschildert?
Ich will Dich wirklich nicht anpöbeln. Mag sein, dass das für einen Großteil der Betroffenen zutrifft, insofern hast Du wohl nicht unrecht. Auch habe ich viele Beiträge von Dir gelesen und finde, dass Du wirklich sympathisch rüberkommst. Ich will mir nur ein bisschen den Frust von der Seele schreiben, den Aussagen wie diese bei mir auslösen. Du hast da bei mir einen wunden Punkt getroffen - sicher nicht mit Absicht... und mag sein, dass ich da überreagiere...
Aber ich möchte das nicht unkommentiert so stehen lassen, weil ich glaube, dass es durchaus Fälle gibt, in denen die Betroffenen alles mögliche getan haben, fleißig ihre Medis schlucken und trotzdem irgendwann von ihrem Immunsystem im Stich gelassen werden... und sich eh schon fragen, was sie falsch gemacht haben... _________________ Liebe Grüße ,
Hinweis: Bitte beachten Sie, dass die obigen Informationen (sofern nicht explizit gekennzeichnet) von medizinischen Laien stammen. Sie können und wollen daher den Arztbesuch nicht ersetzen. Um medizinisch valide Informationen zu erhalten, wenden Sie sich bitte an den Arzt Ihres Vertrauens.
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