Mit der Diagnose HIV positiv liegt die durchschnittliche Lebenserwartung heutzutage fast auf gleichem Niveau wie der Durchschnitt der Gesellschaft. Gerade deshalb ist es für HIV Patienten elementar wichtig, dass sie gut versichert sind und für das Alter vorsorgen. Nichtsdestotrotz schließen viele Versicherungsgesellschaften HIV positive Menschen per se von deren Leistungen aus.
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Verfasst am: Mi Dez 16, 2009 6:34 pm Titel: HIV + -wie feststellen woher es kommt
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löffelchen Gast
meine frage ist: kann man grundsätzlich -mit etwas nachdenken- feststellen wo man sich infiziert hat??? mein partner ist positiv -rausgekommen nach sieben jahren und er wollte NIE nachforschungen anstellen. hab vorgeschlagen in KH nachzufragen wo er operiert wurde -in mehreren. ob vorher vll ein test gemacht wurde, wo man schonmal hätte ausschließen können, das da noch nichts war oder halt noch weiter zurück suchen muss.... ich denke mir er wollte es nicht weil er fremdgegangen ist. meinte aber das wäre sicher schon vor unserer ehe gewesen bei einer gewissen dame ... aber ob ich mich wirklich sieben jahre lang nicht hätte anstecken können???? gott sei dank bin ich negativ!
für eine antwort wäre ich sehr dankbar
lg löffelchen
Ich will es mal so sagen: durch Dritte ist es kaum nachvollziehbar, wo sich derjenige infiziert hat. Nur er selbst kennt die definitiven Risiken, die er eingegangen ist. In den meisten Fällen sind auch mehrere potentielle Risikosituationen vorhanden, so dass das selbst durch ihn persönlich vielleicht kaum einzugrenzen wäre.
Meiner Meinung nach (keine Rechtsberatung!) könntest Dich durch Nachforschungen ggf. sogar strafbar machen, da Du kein Anrecht auf diese Informationen hast. Klar es kommt sicher darauf an, wie tief Du recherchieren würdest, aber da sind Grenzen schnell überschritten ...
Deshalb: es gibt keinen Sinn, nach dem Zeitpunkt der Infektion zu suchen. Sicher - Du hast wahrscheinlich ne höllische Wut auf die Person, die ihn infiziert hat. Das rechtfertigt aber noch lange nicht, dass Du Dich in seine Angelegenheiten (und ja - es sind auf jeden Fall seine Angelegenheiten, auch wenn er Dich ggf. hätte infizieren können!) einmischst.
So oder so solltest Du vorab mit einem Anwalt sprechen - was Du darfst und was nicht. Nicht, dass Du Dich wirklich noch strafbar machst mit Deinen Recherchen ...
vielen lieben dank für die antwort! nein, um gottes willen. ich will und werde heute sicher keine nachforschungen mehr anstellen. es ist nur so sehr schrecklich für mich, wie -auf welche art und weise er mich verlassen hat. gelogen, gelogen und nochmal gelogen. nichts gesagt, alles musste ich mir nach mehr als einem jahrzehnt erfragen, wo nicht immer die wahrheit als antwort kam. und dann muss man sich anhören, das es in den letzten jahren eh nichts mehr war. aber warum bettelte er dann die letzten sechs jahre auf knieen darum, das ich bloß bei ihm bleiben soll, ihn niemals verlassen soll, er mich ja über alles liebt, ich seine traumfrau sei, er niemals eine partnerin für eine andere sitzen lassen würde.
ich möchte einfach nur wissen, ob die möglichkeit für ihn damals bestanden HÄTTE nachforschungen anzustellen. er wollte es von anfang an nicht. das ist doch schon seltsam. selbst wenn ich "dürfte", könnte ich da heute eh nichts mehr erreichen -ich denke, genauso wenig wie er.
wie schon in nem anderen thread geschrieben: komisch, sieben jahre verheiratet und NICHTS passiert?!?!?! keine ansteckung!?!?! wo man doch SO INTENSIVEN kontakt hat -gerade in der anfangszeit!?!
so.... das wars bis hier von mir -ich schau nochmal rein.
ganz lieben dank für die schnelle reaktion und einen schönen abend sagt löffelchen -die gott sei dank negativ ist!
ich möchte einfach nur wissen, ob die möglichkeit für ihn damals bestanden HÄTTE nachforschungen anzustellen. er wollte es von anfang an nicht. das ist doch schon seltsam.
Natürlich ist das seltsam! Welche Möglichkeiten bestanden hätten, können wir Dir auch nicht sagen - das kommt ja immer auf die individuelle Lebenssituation des Betroffenen an ... die können wir nicht nachvollziehen!
Eine HIV Infektion kommt ja auch nicht nur durch Sex zustande ... auch Drogen oder eine Bluttransfusion oder gar eine Organtransplantation sind möglich. Dass man sich bei einem Unfall als Ersthelfer mit HIV infiziert kommt auch trotz Schutzhandschuhen (können auch reißen) vor. Es gibt auch Berufe, die ein Risiko für eine HIV Infektion bergen ... das reicht vom Feuerwehrmann über Polizisten, Krankenpfleger, Laboranten, Zahntechniker bis hin zu Ärzten! Das ist ein riesiges Spektrum an Möglichkeiten ... und diese Liste könnte man endlos verlängern.
Aber eines steht fest: es ist sehr komisch, wenn man das nicht nachvollziehen möchte! Insbesondere, weil es auch sein kann, dass der oder die jenige, die einen infiziert hat vielleicht auch noch gar nichts von der eigenen Infektion wissen könnte ... _________________ HIV-Symptome | HIV Factsheet - das kostenlose Ebook
ja, ich weiß, dass es sehr viele möglichkeiten gibt. aber die aufgezählten kommen schonmal alle nicht in frage. bis auf die diversen op´s die er hatte -aber alle ohne blutkonserven ..... bei der nachfrage ob man nicht mal in den Krankenhäusern nachfragen könnte bekam ich zur antwort, das da eh nix bei rauskommen würde und ich bzw wir nur einen stein ins rollen bringen würden. hätten wirs mal ausprobiert. was dat wohl für ein großer stein gewesen wäre. mir wären sechs jahre meines lebens nicht so unter druck verlaufen. wenn er mich "angefleht" hat ich solle ihn niemals verlassen, er bräuchte uns blablabla habe ich zu ihm gesagt, das ich das gefühl habe, das ER mich verlassen würde bei nächstbester gelegenheit..... ach, ich red schon wieder zuviel und durcheinander.
danke fürs zuhören und einen schönen abend
ach: und ganz lieben dank an dieses forum mit wirklich schnellen und hilfreichen antworten
alles liebe von
löffelchen
Hinweis: Bitte beachten Sie, dass die obigen Informationen (sofern nicht explizit gekennzeichnet) von medizinischen Laien stammen. Sie können und wollen daher den Arztbesuch nicht ersetzen. Um medizinisch valide Informationen zu erhalten, wenden Sie sich bitte an den Arzt Ihres Vertrauens.
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