Mit der Diagnose HIV positiv liegt die durchschnittliche Lebenserwartung heutzutage fast auf gleichem Niveau wie der Durchschnitt der Gesellschaft. Gerade deshalb ist es für HIV Patienten elementar wichtig, dass sie gut versichert sind und für das Alter vorsorgen. Nichtsdestotrotz schließen viele Versicherungsgesellschaften HIV positive Menschen per se von deren Leistungen aus.
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Verfasst am: Do Apr 30, 2009 4:45 pm Titel: HIV versus Liebe
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niki Gast
hey,
ich wollte mal wissen, wie man als HIV-Patient mit seinem Liebesleben zurecht kommt. Hat man noch Geschlechtsverkehr??? Kann man eine Familie gründen oder überhaupt noch eine Beziehung haben?
marion, schlechter stil, eine frage beantwortet man nicht mich einer gegenfrage.
Wer die Forenregeln liest, ist klar im Vorteil. Außerdem ist das hier mein Forum und ich moderiere und diskutiere, wie ich es für angemessen halte. Wenn jemand zu faul zu sein scheint, seine Motive und insbesondere die Hintergründe der Frage zu schildern, dann beantworte ich sie nicht. Dafür investiere ich einfach zu viel Zeit in dieses Forum. Die Qualität des Forums in seiner Funktion als Wissens-Datenbank ist und bleibt u.a. genau deshalb so gut! _________________ HIV-Symptome | HIV Factsheet - das kostenlose Ebook
@ Niki: Ich halte deine Frage durchaus für berechtigt, aber verstehe ganz gut, dass Marion natürlich die Motive dieser Frage hinterfragt.
Da ich (HIV-negativ) seit drei Jahren in einer Beziehung mit einem HIV-positiven Mann lebe, kann ich ganz sicher sagen, dass eine Beziehung möglich ist. Generell sollte man vorsichtig damit sein, HIV-Patienten als exotische und andere Menschen anzunehmen. Sie sind nicht weniger liebenswert als Nicht-Infizierte (ohne dir unterstellen zu wollen, dass du das dachtest).
Es ist sicherlich unterschiedlich, in welchem Maße das HIV eine Rolle in der Beziehung spielt. Das hängt von der Psyche beider Partner ab, ihrer Vertrauensbasis und wahrscheinlich auch ein Stück weit vom Stadium, in dem sich der Virus befindet.
Das wichtigste ist in jedem Fall das offene Gespräch (mein Partner ist sofort auch mit mir zusammen in eine Partnerberatung der Aidshilfe gegangen und beantwortet mir jede Frage).
Zusammengefasst: HIV und Aids sollten kein Beziehungsbestimmendes Thema werden und dennoch sollte innerhalb einer gutfunktionierenden Beziehung nie davor egscheut werden, das Thema anzuschneiden, um Fragen zu klären. In genügend anderen dieser immer sehr professionell und ausführlich beantworteten Beiträge hier kannst du sehr gut nachlesen, dass Sex dann unter Beachtung bestimmter Vorsichtsmaßnahmen von mindestens genauso hoher Qualität ist, wie mit einem HIV-negativen Partner auch.
Wenn deine Frage daher rührt, dass du dich fragst, ob du dich auf einen HIV-infizierten Partner einlassen kannst, liegt das Problem bereits also eher darin, dass du dich das fragen musst. Wenn du ihn/sie liebst, stellt sich nicht die Frage nach dem "ob", sondern eher nach dem "wie".
Verfasst am: Sa Feb 13, 2010 2:49 pm Titel: Re: HIV versus Liebe
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matthias Gute Seele des Forums
Anmeldungsdatum: 08.08.2009 Beiträge: 2114 Wohnort: Berlin
niki hat folgendes geschrieben::
hey,
ich wollte mal wissen, wie man als HIV-Patient mit seinem Liebesleben zurecht kommt. Hat man noch Geschlechtsverkehr??? Kann man eine Familie gründen oder überhaupt noch eine Beziehung haben?
lg niki
Kurze Frage - kurze Antwort: Ja, man kann. Man muss sich halt bewusst sein, dass im Wesentlichen Safer Sex essentiell ist ... aber das tut der Qualität des Sex' keinen Abbruch. Und man kann sich nach wie vor verlieben mit allem Drum und dran.
Mit Familie gründen hab ich's nicht so (bin schwul), aber ich denke, dass man bei intakter und vertrauensvoller ärztlicher Begleitung und regelmäßigen Checks auch dem Nachwuchs frönen kann. Das mögen aber Berufenere als ich kommentieren. Wichtig ist einzig und allein, dass man sich bzw. den Anderen nicht auf das Virus reduziert.
@ nachteule: Und so 'nen Satz wie "Sie sind nicht weniger liebenswert als Nicht-Infizierte" will ich nicht noch mal lesen ... ! _________________ LG - matthias
Es tut mir leid, wenn der Satz, den du von mir zitiert hast, falsch rüberkam. Ich kann mir keine negative Auslegung des Satzes erklären, aber versuche kurz zu erklären, was ich meinte, um weitere Missverständnisse auszuschließen:
Das Thema dieser Diskussion lautet "HIV versus Liebe". Mit meinem Satz "... sind nicht weniger liebenswert ..." möchte ich nur ausdrücken, dass es für mich keinen Gegensatz zwischen HIV und Liebe gibt. Lies das Wort "liebenswert" mal ganz wörtlich. Mein Gedanke: Jeder Mensch ist gleichwertig geliebt zu werden und kann auf gleiche Weise geliebt werden ("liebenswert") - egal ob positiv oder negativ. Ichd enke, dass das eigentlich nichts Schlimmes ausdrückt, ich hoffe, dass ich das noch deutlich machen konnte.
Solltest du darauf abzielen, dass eine Erwähnung dessen generell und überhaupt überflüssig ist, dann stimme ich dir voll und ganz zu.
Anmeldungsdatum: 08.08.2009 Beiträge: 2114 Wohnort: Berlin
... genau darauf ziele ich ab.
Menschen sind entweder liebenswert oder nicht ... das kommt immer darauf an, wie sie sich verhalten. Und das hat mit Krankheiten und dergl. nix zu tun.
Also: Wir sind uns einig! _________________ LG - matthias
Hinweis: Bitte beachten Sie, dass die obigen Informationen (sofern nicht explizit gekennzeichnet) von medizinischen Laien stammen. Sie können und wollen daher den Arztbesuch nicht ersetzen. Um medizinisch valide Informationen zu erhalten, wenden Sie sich bitte an den Arzt Ihres Vertrauens.
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